Beiträge von Fusselnase

    Genau - Aber im Interesse des Hundes oder aus "Sicht der Hunde" gesehen..- würden die wohl in der Stadt wohnen (wollen?) 3.EG ohne Garten, Tür auf -Hauptstraße , Laute Geräusche , Abgase usw... - Und mir gehts hier nicht darum, der Hund kann das lernen, sondern IST das artgerecht? Würde ein Hund so leben(wollen)?

    Ach, ich glaube, ein Hund denkt nicht so. Der will sein Revier ablaufen, schauen, wer noch so wo hingepieselt hat, und ansonsten einen sicheren warmen Platz mit Futter und Gesellschaft haben (erstaunlicherweise scheinen viele Hunde vor allem menschliche Gesellschaft zu wollen).

    Artgerecht ist für mich, dass ein Hund ein Zuhause hat, denn er ist kein Wildtier. Und dass er regelmäßig Freilauf in der Natur hat, passendes Futter, seinen Bedürfnissen nachkommen kann (z. B. an was herumkauen) etc.

    Natürlich gibt es bessere "Zuhauses" und weniger gute, aber das ist ja bei Menschen auch nicht anders.
    Was ist z. B. artgerecht für Menschen?
    Ich würde z. B. gern auf einem tip top sanierten Vier-Seiten-Hof wohnen, und zwar mit meiner ganzen Familie und Freunden zusammen, an unserem eigenen Badesee. Aber das ist nicht artgerecht, sondern mein individueller Wunsch. Artgerecht ist eher, dass ich in einem sozialen Gefüge leben, mich ausgewogen ernähren kann etc.

    Aber wenn es um die Frage geht, was ein optimales Leben für Hunde ist, dann denke ich gern an die Hunde, die Nomaden begleiten, die immer frei sind, aber bei ihren Leuten bleiben, mit im Zelt wohnen und alle drei Tage die Rentiere zusammentreiben dürfen. Deren Fleisch sie auch fressen.
    Ich glaube, das kann man kaum toppen.

    Naja, verglichen damit, wie unzähhlige Hunde leben müssen, haben es unsere verhältnismäßig gut, glaube ich.

    Würde ich gern, aber ich habe nicht wirklich viel Ahnung - hatte bisher immer nur die Hunde, die das quasi von selbst hinbekommen haben. Nur bei Feli waren besondere Maßnahmen notwendig, aber bei ihr ist es anders als bei Taro - sie hat eine Geräuschangst.
    Was ich dir aber auf jeden Fall raten kann (rate ich eigentlich jedem) ist konditionierte Entspannung mit einem Entspannungssignal! Gerade wenn du ihn in bestimmten Situationen nicht erreichen kannst, kann das ein Türöffner sein.
    Zumindest bei Feli hat das echt gut geklappt. Es ist so einfach und nebenher aufzubauen, dass man das auf jeden Fall versuchen kann.
    Ich schreibe dir eine pn dazu! :)

    Ansonsten würde ich mir auch eine Stunde bei einem wirklich guten Trainer gönnen, der diese Situation begutachtet. Das kann echt Gold wert sein, wenn einer (mit Ahnung) von außen drauf schaut (Supervision eben).

    Wenn ich von einigen lese, die einen anfangs ängstlichen und unsicheren Hund hatten, der innerhalb von Monaten selbstsicher, fröhlich und ohne andere zu gefährden durchs Leben geht, dann frage ich mich oft: WIE MACHT IHR DAS?

    Manche Hunde sind eben "nur" ängstlich und unsicher aufgrund der veränderten Situation - schließlich ist ja alles, wirklich alles weg, was sie bisher kannten! Da würde mir auch anders werden.
    Mit der Zeit kapieren sie eben, dass man es gut mit ihnen meint, und sie lernen alles kennen, gewöhnen sich etc.
    Bei diesen Hunden braucht man als Halter gar nicht so viel zu machen, außer sich normal zu verhalten (bzw. so, wie es für Hunde gut ist, also klar-berechenbar und freundlich).

    Aber es gibt auch Hunde, die tatsächlich vom Typ her ängstlich sind, dann die, die wirklich schlechte Erfahrungen oder zu wenige Erfahrungen gemacht haben. Da dauert es einfach länger und bedarf vielleicht auch eines bestimmten Verhaltenstrainings - je nach Hund und Mensch.
    Manches ist vielleicht auch rassebedingt, möglicherweise ist das mit dem Abschnappen und Reglementieren auch bei Taro der Fall - könnte er in Richtung "Hütehund" gehen?

    Ich als Besitzer entscheide, wann der Hund dann rumrennen darf. Das passiert aber nicht dann, wenn er fiept und Aufmerksamkeit verlangt.

    Ich finde aber, dass man erstmal sicher sein muss, dass es wirklich nur darum geht, Aufmerksamkeit zu bekommen.

    Letztendlich sind all unsere Ideen dazu nur Möglichkeiten. Es kann sein, dass ihm nur langweilig ist, es kann sein, dass ihn etwas stört, dass er eigentlich müde ist, aber nicht zur Ruhe kommt etc. Ich würde das erstmal abchecken, und das kann man nur, indem man verschiedene Dinge ausprobiert.

    Meine Meinung: dein Hund manipuliert dich! Er will Aufmerksamkeit von dir also heult er. Was machst du? Du reagierst darauf. Klingt jetzt vielleicht hart, aber schick ihn weg und dann wird er ignoriert.
    Er hat vor der Arbeit genug Bewegung. Also soll er sich im Büro gefälligst hinlegen und schlafen. Bring deinem Hund vei Ruhe zu halten. Wenn er alleine zuhause wäre, dann würde ihn auch niemand bespaßen.
    Versuche es wirklich mal mit einer Box. Meinetwegen lass deinen Hund morgens einmal die Kollegen begrüßen und schick ihn dann in die Box. Dort ist dann Ruhe angesagt. Wichtig: deine Kollegen müssen den Hund dann auch unbedingt ignorieren.

    Ich glaube, man kann das durchaus auch netter gestalten als in Feldwebel-Manier.
    Ich finde es ehrlich gesagt auch etwas viel verlangt, dass ein Hund 6 Stunden am Stück auf seinem Platz/in einer Box liegen muss. Ich würde da durchdrehen. Ich verstehe jeden Hund, der das nicht klaglos mitmacht. Aber machen die meisten Hunde wahrscheinlich.

    Meine Hunde sind 4-5 Stunden mit bei der Arbeit, aber sie können zwischendurch mal rumlaufen und den Platz wechseln, was sie auch tun!

    Habe eben erst deinen letzten Beitrag gesehen. 7 Stunden fänd ich notfalls noch akzeptabel, aber nicht optimal. Zumal er ja auch älter wird, da kann es durchaus problematischer werden mit dem Alleinbleiben.

    Du hast ja ein paar Tipps bekommen, ich würde die erstmal ausprobieren und dann weitersehen.

    edit: Schon wieder - ihr schreibt hier zu schnell für mich!

    Wenn das so ist, dann lass ihn doch probehalber mal zuhause. Ich würde dann aber ein Aufnahmegerät laufen lassen, damit du sicher bist, dass er dann nicht weint.

    Also macht immer wieder seine Trauer-Geräusche.
    Immer wieder schicke ich ihn dann in sein Bett, dort geht er auch hin.

    Hm, vielleicht kannst du ihm in der Situation auch irgendwie helfen - weggeschickt zu werden ja eigentlich nicht so hilfreich, wenn man gerade in einer Not ist (wenn es wirklich Traurigkeit ist, wenn er "nur" Aufmerksamkeit möchte, kann man das natürlich machen).
    Ich finde es schon irgendwie ungewöhnlich, dass ein Hund sich unwohl fühlt, obwohl sein Besitzer da ist. Ist es vielleicht laut bei euch? Ist ihm langweilig? Könnte ihn irgendetwas stören?

    Ansonsten: Ist er denn zuhause ruhig? Oder kann es sein, dass er deine Eltern vermisst?
    Sonst könntest du ihn vielleicht zuhause lassen und einen Gassigänger engangieren. Wobei ich verstehen kann, wenn du das doof findest, denn erstens ist es ja schön, wenn man seinen Hund mit zur Arbeit nehmen kann und zweitens kostet ein Gassigänger ja auch war.

    Ich würde daher eher versuchen, etwas bei der Arbeit zu ändern, in der Hoffnung, dass ihn nur irgendetwas stört. Vielleicht vorher eine größere Runde gehen?

    Ich finde ja auch zwei Hunde perfekt. Obwohl wir zu zweit sind - aber wir wohnen auch in einer recht kleinen Wohnung.
    Wir haben manchmal noch einen Gasthund hier, und ich muss sagen, dass mir das oft genau einer zuviel ist, auch wenn ich ihn gern hier habe (also da er nicht immer da ist, ist es OK).
    Ein bisschen ist es schon so, dass meine beiden Hündinnen (6 und 10) sehr gut zueinander gefunden haben und den dritten eher als überflüssig erachten.

    Aber ich habe auch eine Bekannte, die alleine 6 Hunde hat und das super findet (und da sind 4 ausgewachsene Jagdhunde dabei!).
    Eine Freundin von mir hat zwar nur zwei Hunde, findet aber 5 Hunde ideal. Am besten funktioniert´s, sagt sie, wenn alle 4 Jahre ein Welpe/Junghund dazu kommt.

    Ich hingegen würde nicht mal einen Welpen als Einzelhund nehmen. Dann würde ich wahrscheinlich nur noch so rumlaufen:

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    So unterschiedlich die Menschen sind, so unterschiedlich sind auch die Hunde. Die einen freuen sich über einen weiteren Hund im Haus, die anderen könnten drauf verzichten. Manche Hündinnen zoffen sich bis aufs Blut, die anderen leben friedlich miteinander.

    Daher denke ich, dass du dir selbst überlegen musst, ob du das willst und wofür deine Kraft ausreicht. Dann kannst du das auch deinen Mädels klarmachen. Ich würde allerdings auch nicht mehr so lange warten, wenn möglich.