Beiträge von physioclaudi

    Meine neue Nachbarschaft will immer ganz besonders nett sein. Kaum verlasse ich mit den Jungs das Haus, stürmt schon einer heran, am besten noch in unsere Einfahrt und das Gutzigutzi geht los.

    "Hallihallo Frau Sch.... (beliebiges Sch...-Wort einsetzen, jeder hat hier ne andere Idee von unserem Nachnamen)"

    "Hallo, wir wollten gerade Gassi gehen" (und nicht quatschen - den Teil denke ich mir)

    "Ja, warum bellen die denn?"

    "Sie stehen auf ihrem Grundstück"

    "Oh, das tut mir leid, haben Sie was dagegen?"

    "Ne, ich nicht. Aber die Hunde"

    "Aber ihr Süßen, ich woooohn doch nebenan" (inklusive Beugen über den Collie, den Sheltie hab ich schon hektisch hinter mich beordert)

    Nun lass ich den Collie halt machen, der wirft sich dem jeweiligen Nachbar donnernd ans Bein und hält dann auch den Rand. Win : Win

    Ich hab halt auch echt das Problem, dass ich nicht unhöflich sein will. Könnte ja auch einfach vorbei marschieren. Aber die wollen halt nett sein und da mag ich sie nicht vor den Kopf stoßen.

    Mit o.g. Nachbarin hab ich das inzwischen geklärt, als ich die Hunde nicht dabei hatte. Also warum das für die Hunde und damit auch für mich jetzt nicht so prickelnd ist. Hat sie verstanden (denke ich). Die anderen Nachbarn sind alle etwas weiter weg, aber ich kassiere viele verliebte Blicke (natürlich auf die Jungs und nicht auf mich alte Tante), wo ich dann gerne direkt den Rückwärtsgang einlegen würde, weil sonst gleich wieder jemand aus seinem Garten stürmt, um die Hunde zu beglücken. :ugly:

    Luci ist das Gegenteil. Der Collie, in dem das Herz eines Labbis schlägt :rolling_on_the_floor_laughing:. Er bekommt strikte Anweisungen bei Besuch, sonst wird er gerne sehr penetrant.

    Fiete dagegen ignoriert fremde Menschen, duckt sich und geht, wenn die nach ihm greifen. Bei sich zuhause allerdings muss man schon ein Auge auf ihn haben, da knurrt er auch mal, wenn man ihm zu nah kommt. Wenn man ihn auf seinen Platz schickt, dann bleibt er da aber auch und findet das sehr ok.

    Ich denke auch, es ist eine Charakterfrage. Sorge für viele gute Erfahrungen mit den Menschen, die Teil ihres Lebens sind und gut.

    Wieso hat dein Mann den Spaß an ihr verloren und wie könnte er den wieder bekommen?

    Ich glaub nicht, dass es da um den Spaß am Hund geht, der verloren wurde. Es liest sich nach einem (bzw zwei) Menschen am Limit. Und ja, das können Schreibabys mit einem machen. Nicht umsonst ist Schlafentzug eine Foltermethode.

    Ich kann nachvollziehen, dass man dann denkt, ne jetzt mit den Kids spazieren gehen und auch noch den Hund dabei, das packe ich jetzt nicht. Zumal sich das ja schon eingeschliffen hat und der Hund es anfangs ertragen hat.

    Bei allem Verständnis (bin selber zweifache Mutter), da muss sofort eine Lösung her. Der Hund wird auffällig und bevor er dann doch mal zugebissen hat, weil zb die Tochter einen Bockanfall hat und der Hund meint irgendwen dafür maßregeln zu müssen, gebt der Hündin ihr Leben zurück und sorgt für Auslastung. Die UO im Garten wurde ja schon genannt. Der Hund hat mit Sicherheit nichts vergessen. Man muss also nicht mühsam irgendwas neu aufbauen, sondern nutzen, wo der Hund schon einen Plan von hat. Und da sehe ich nicht dich liebe TE in der Pflicht, sondern Deinen Mann. Sein Hund. Wenn Du ihn dabei unterstützen willst, dann schaffe ihm einen regelmäßigen Freiraum, der dafür da ist mit der Hündin zu arbeiten und für nix anderes. Ich würde ihn da echt vor vollendete Tatsachen stellen. Abgabe, oder eben sich durchbeißen. Meist merkt man dann recht schnell, dass der Hund schon für mäßigen Input dankbar ist und es bringt ja auch Lebensfreude für einen selber.

    Wieder merken, was man toll fand an der Hundeausbildung. Wenn ich mit meinen Hunden an Tagen, die an sich mir schon gereicht haben, noch was arbeite, dann löst sich in mir immer eine Art Stressknoten. Da meine Hunde sehr hibbeln und auch laut werden ist das nur bedingt ihr Verdienst. Aber mit ihnen was zusammen zu machen gleicht mich aus und verstärkt jedes Mal die Tiefe meiner Gefühle zu ihnen. Wenn Dein Mann dieses Gefühl wieder wachrütteln kann, ist der Drops mEn gelutscht. :smile:

    Fiete hatte letzte Woche eine im Trommelfell. Scheißteile. Er musste auch in Narkose, weil er niemand mehr an sein Ohr gelassen hat und geweint hat, wenn man nur sein Ohr angefasst hat.

    Emil hatte mal einen Abzess am Innenschenkel , wo eine Granne drin steckte. Wurde dann ohne viel Aufhebens direkt aufgeschnitten und raus geholt, am stehenden Hund.

    Die Dinger kommen direkt aus der Hölle :muede: .

    Ich würde da auch gleich was machen lassen, solange sie noch raus guckt ist das ja auch einfacher.

    Ich hab zwei Situationen gehabt, wo es halt nicht so gelaufen ist wie gedacht.

    Meinen Sheltie habe ich geholt, weil ich Agi machen wollte. Der fand das an sich super, hatte Trieb, war recht furchtlos, aber dieses eh schon laute Tier verfiel schon, wenn wir nur richtig Hupla abgebogen sind in lautes Geschrei. Ich wollte ihn nicht in so einem Zustand, konnte ihn aber auch nicht von seiner Palme runter holen. Daher hab ich mich vom Agi verabschiedet und bin beim Dogdance gelandet. Da vaiiere ich bis heute, der Hund ist jetzt 9 Jahre, zwischen Übungen mit Tempo und dann gleich was ruhiges hinterher, damit er mir nicht um die Ohren fliegt. Ich hab mich dem Wesen des Hundes angepasst, für mich ok.

    Wirklich abgegeben habe ich dann einen Collie, der sich mit dem Sheltie so bekriegt hat, daß Blut geflossen ist. Der Hund lebt jetzt bei meiner Tochter, was ein Segen für alle Beteiligten ist. Hätte meine Tochter ihn nicht genommen, würde er hier vermutlich noch leben, aber vllt auch nicht, wenn es noch weiter eskaliert wäre.

    Es hat sich furchtbar angefühlt ihn weg zu geben. Monatelang hab ich gelitten und ein schlechtes Gewissen gehabt. Kam ich dort hin, drückte der Hund seine Stirn an mein Bein und wir haben eine Weile getrauert. Schön ist, dass der Hund noch Teil meines Lebens ist, ich ihn auch häufig sitte und wir uns inzwischen halt einfach freuen, wenn wir uns sehen.

    Vorher hat jedes meiner Meerschweinchen, Kaninchen, Pferde, Hunde,... bei mir gelebt, bis es gestorben ist. Ich hatte sehr daran zu knabbern, dennoch war es einfach richtig.

    (und wenn Ruby freiwillig Pause machen mag muss ich oft an Chap denken der mit seinen 9 Jahren KEINE SEKUNDE ohne leidvolles Fiepen stillstehen konnte... hachja :herzen1: Vermiss ihn schon noch sehr oft den alten Frustbolzen)

    Ja, das glaub ich dir. Gestern hab ich den Collie meiner Tochter gesittet, sie musste lange arbeiten, ihr Verlobter war auf einer Messe. Meine Hunde waren in der Huta.

    Fiete war ja mal mein Hund und das ist ein Hund, den kann man überall mit hin schleppen. Urlaub, shoppen, Essen gehen, alles kein Ding. Das ist einerseits schon cool. Aber auf der anderen Seite ist er halt schlicht langweilig. Tricks, Dummy, Spielen, findet er alles doof. Er will schnüffeln, dadurch braucht man ewig für Minirunden. An Interaktion hat er wenig Interesse. Rasseuntypisch, wie ich finde. Manchmal ist so ein gechillter Hund ja schon angenehm, aber ich würde den Feuereifer vermissen mit dem meine beiden einfach alles machen. Und dazu gehört bei ihnen halt eine gewisse Lautstärke :hust:

    Oh ja, die Mücken. So schön es auch ist, daß wir jetzt in einer seenreichen, waldigen Umgebung wohnen. Ich nehme Antibrumm und habe so gut wie keinen Stich, bin eh nicht so beliebt bei den Mücken.

    Aber Luci, der mit seiner Angewohnheit den Kopf in jedes Grasbüschel zu stecken scheucht die Biester damit auf und wenn er sich zu mir umdreht hat er einen Heiligenschein aus Mücken. Und mindestens drei, die gerade in seinen Nasenrücken oder an seinem Auge stechen.