Dass finde ich jetzt tatsächlich mal interessant. Ich hab manchmal so ein schlechtes Gewissen weil ich mich mit Trainingsansätzen und Methoden so eher gar nicht beschäftige.
Ich bin ganz ganz stark Typ Bauchgefühl und eben klare Regeln, Grenzen. Und lese nur immer ganz fasziniert von zeigen, benennen und diesen Dingen.. hab aber gar nicht große Möglichkeiten da irgendwie soviel Umstände zu machen. Und irgendwie funktioniert es auch so. Drei Hunde- inzwischen die 3. Generation- traben brav, also zu 95%
neben den Pferden her, angeleint, ohne Chaos. Stadt, Bahn, alles mögliche neue, unbekannte- irgendwie läuft es auf Ansage "wir machen dass jetzt. Ich habs im Griff. Vertraut mir."
Man sieht den Hunden an sie haben da so ihre Zweifel aber wagen nicht zu widersprechen
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Vielleicht ist weniger doch mchm mehr und mehr Schwarz/weiß und trotzdem Akzeptanz der gewissen charakterlichen Eigenheiten für viele Hunde doch einfacher als zuviel Freiraum, Mitspracherecht. Interessantes Thema.
Ja, ich finde das auch mega spannend.
Ich mache schon auch knackige Ansagen, aber er nimmt die nicht ernst. Oder sagen wir, ab einem bestimmten Erregungslevel nimmt er die nicht mehr ernst.
Würde ich ihn dir in die Hand drücken, wäre erstmal Ruhe, weil der Hund verunsichert wäre. Das kenne ich schon. Klappte bisher bei Emil, wie bei Lucifer bei jedem Fremden. Wobei Emil dann sehr meidig wird, das wird Lucifer nicht. Und er fängt irgendwann an zu testen.
Interessanterweise weiß Lucifer recht schnell mit wem er es zu tun hat, er liest Menschen wie ein offenes Buch. Hat jemand Angst neigt er zum frech werden, ist man neutral freundlich ohne Angst, ist er es auch.
Ich hatte mal ne Fotosession in der Schweiz an dem Kurs Ort, wo ich häufig bin, in einem 2ha großen Auslauf. Lucifer war ein Jahr alt und rotzefrech. Der Auslauf ging auf und die Betreiberin der Anlage kam rein. Lucifer sieht sie, war ja gerade am toben, durchaus gewollt für die Bilder und ballert jetzt in Richtung Tor. Ich war sicher er holt sie von den Beinen, in der Zeit musste man da echt ein Auge drauf haben. Sie geht weiter auf ihn zu, er bremst ab und läuft im Bogen wieder weg von ihr. Sie hat selbst DSH und zu der Zeit gerade vier Stück. Und dem Hund war auf 100m Abstand klar, dass man bei ihr besser nicht frech wird.
Als ich meine OP hatte und nicht sehr standfest war, war er mir gegenüber auch tendenziell frech, weil er meine Unsicherheit gespürt hat.
Zu Z&B und ähnlichen Methoden, die haben bei Emil wunderbar funktioniert. Da kann man schon was mit reißen, aber offenbar nicht mit jedem Hund.