Beiträge von Cattlefan

    Für mich gehört der Tod zum Leben dazu.

    Solange ich um ein Leben kämpfen kann und das Leiden nicht den "zu erwartenden Erfolg" übertrifft, kämpfe ich mit meinen Tieren, wo es geht.

    Wenn ein Leben dennoch zu Ende geht, weiß ich erstens, dass das nunmal dazu gehört, und zweitens, dass ich alles menschenmögliche, sinnvolle getan habe, um zu retten.

    Die Lücken, die meine treuen Begleiter hinterlassen haben, sind riesig, jede einzelne tut weh. Ich weiß auch, dass noch mehr Lücken entstehen werden, die alle unglaublich schmerzhaft sein werden.

    Was ich tue: ich versuche meinen Tieren, ein tolles Leben zu bieten!
    Selbst wenn es kürzer sein sollte als erwartet, so weiß ich dann dennoch, dass es auf jeden Fall GUT gewesen ist.

    Sonst wäre ich mit jedem meiner Tiere mit gestorben und das kann nicht in deren Sinne sein!

    Meine Hunde und Katzen haben ihren Platz auf der Kppel, wo ich auch oft noch, auch nach Jahren, mit ihnen "rede"

    Es geht nicht darum, unbedingt jedes verlorene Leben zu retten, es geht darum, es intensiv zu versuchen (optimaler Weise unter tierärztlicher Aufsicht) und wenn es nicht geht, das Tier nicht verrecken zu lassen, sondern es ein zu schläfern.

    In der Regel wissen weder der Züchter noch die Hündin, weshalb ein Welpe schwächelt, eine Erbkrankheit anzunehmen oder davon auszugehen, dass der sowieso immer schwächlich bleiben wird, ist ein bisschen einfach!

    Die Mutterhündin fühlt ganz einfach die Körpertemperatur des Welpen, wenn die einen bestimmten Wert unterschritten hat, kümmert sie sich nicht mehr drum. Sollte dieser Wert aber wieder überschritten werden (z.B. durch Flüssigkeitszufuhr durch den Züchter / TA, ist eine instinktsichere Hündin sofort wieder liebevolle Mutter und kümmert sich!

    Was Nutztiere angeht (ich kenne einen TA, der schläfert einäugige Fohlen ein, weil die ja nie im großen Sport erfolgreich werden können, deckt sich in etwa mit der Meinung einiger): Seit wann ist denn das Verhalten Tieren gegenüber im Nutztierbereich ein supertolles Vorbild?

    Wobei ein GUTER Landwirt ein krankes Tier dann auch einschläfern läßt. Und NICHT "der Natur ihren Lauf läßt"

    TrueType: Prinzipiell die "sicherste" Methode und durchaus gängig bei zB männlichen Meerschweinchen. Hunde werden vom Züchter jedoch oftmals als Welpen mit wenigen Wochen/Monaten abgegeben.
    Frühkastration bei Hunden? Ich dachte, da wären wir wieder von weg.
    Eine Möglichkeit wäre zB eine Kastrations-Klausel im Abgabevertrag (wie man es häufig bei Hunden aus dem Tierschutz/Tierheim liest) .... nur ist die Durchführung des Eingriffs nicht "erzwingbar".

    vg bianca

    Nicht dass ich eine Kastration eines Welpen befürworten würde... aber verrecken lassen finde ich noch schlimmer für den Welpen!

    Wenn man züchtet, ist man für JEDES Tier, dass man quasi in die Welt setzt, verantwortlich!
    Einfach "der Natur ihren Lauf lassen" geht gar nicht!
    Entweder hat man genügend Hintern in der Büx, um seinem TA zu verklickern, dass dieses Tier keine Überlebenschance hat oder man tut, was man kann, um es durch zu kriegen.
    So ein Hund muß ja nicht (um spätere ZZL zu vermeiden) verkauft werden wie die anderen, man kann es an nichtzüchtende Freunde, Verwandte .... vermitteln.

    Abgesehen davon ist es oft einfach absolut nicht genetisch (also vererbbar) dass ein Welpe zu wenig trinkt, sondern vielleicht hat die Mutter irgendwie halb drauf gelegen, so dass er sich bei den Bemühungen an die Zitze zu kommen, die knappen Energie-Reserven verbraucht hat. Der Hund kann trotzdem genetisch und körperlich kerngesund sein!
    Da könnte man genauso gut einen Zuchthund aus der Zucht entfernen, der das Pech hatte, von einem Auto angefahren worden zu sein (ein ebenso zufälliges Ereignis).
    Saugwelpen sind (spätestens) von der Geburt an leidensfähig, das heißt, sie leiden, wenn sie keine Nahrung bekommen und langsam und elend vertrocknen und verhungern!
    Das TSchG verbietet eindeutig, ein Tier leiden zu lassen ohne vernünftigen Grund. Und die Tatsache, dass vielleicht ein späterer Besitzer mal irgendwann unter Umständen mit diesem Tier züchten möchte, ist absolut weit weg von einem vernünftigen Grund!

    Das ist wie die Bauern, die Katzenwelpen immer wieder, Jahr für Jahr totschlagen oder ersäufen, weil es zu mühsam ist, die Kätzinnnen zum kastrieren zu bringen!

    Ich denke einfach, dass er anderes, nicht so sehr geliebtes Futter akzeptieren lernt, wenn Futter insgesamt eine höhere Wertigkeit für ihn hat. Also nicht rund um die Uhr "sowieso da" ist. Verstehst Du, was ich meine?

    OT: ja ich bin Cattle-vernarrt, habe 3,5 von ihnen und alle sind einfach nur toll!!! (Die 2.Hälfte von den 0,5 ist Border Collie)

    Einfach dadrüber stehen, dass Du sie nicht magst und Deinem Hund trotzdem ein stressfreies Leben ermöglichen. Denn für Deinen Hund ist der Zustand viel schlimmer als für Dich!
    Dann mußt Du Dich ein paar mal mit ihr treffen, das sollte das Wohlbefinden Deines Hundes Dir doch wert sein. Was sie mach, tut oder denkt, ist egal, ab sie sabbelt ohne Unterlass, Blödsinn textet, Alkoholikerin ist... alles nebensächlich, ignoriere das (das meinte ich damit, dass Du nicht MIT IHR trainieren sollst, ihre Ansichten sind für Dich grad nicht wichtig)! Wichtig ist, dass Dein Hund lernt, dass von dem anderen keine Gefahr ausgeht.

    Dann gib ihm erstmal nur das Tro Fu, aber geregelt, nicht zur freien Verfügung und gewöhne ihn damit an feste Futterzeiten. Lass das Frischfleisch doch erstmal weg bzw gebe ein wenig zu dem Mahlzeiten dazu (Doch, man kann durchaus TroFu und Fleisch zusammen geben! ;) )

    Du sollst nicht MIT IHR trainieren (weder sie noch der "gechillte Hund" von ihr scheint dieses Training nötig zu haben), aber Du solltest (meiner Meinung nach) Deinem Hund die Möglichkeit geben den anderen näher kennen zu lernen (unter Kontrolle) und daraus, ihn zu akzeptuieren.

    Aber wenn Du es nicht schaffen kannst, die Halterin zu akzeptieren (warum soll SIE woanders gehen, weil DEIN Hund ein Problem macht?), wie soll es dann Dein Hund schaffen?