Meine Güte... was ist denn hier los?
Ich gehöre jetzt nicht unbedingt zu den Leuten, die sofort danach schreien, irgendjemanden anzuschwärzen. Das geht bei mir erst da los, wo ich es wirklich für nötig halte, um das Leben eines Tieres oder das von Dritten zu schützen.
Aber selbst DA hab' ich bei einigen Leuten das Gefühl, dass die Einstellung: "Nee, ist mir zu viel Stress. Geht mich ja nix an." vorherrscht. Und da werde ich wiederrum wirklich manchmal sauer.
Ich käme nicht auf die Idee, Ämter einzuschalten, weil ich der Meinung bin, dass ein Nachbarshund zu wenig raus kommt, man andere Ansichten von Hundererziehung hat oder - Gott bewahre - ich mal irgendwo sehe, dass jemand seinem Hund eine klebt. Ich kenne diese Leute nicht und sehe nur einen winzigen Ausschnitt ihres Lebens. Wer weiß, was davor passiert ist? Und nur, weil ich etwas nicht gutheiße, muss ich noch lange nicht panisch zur Polizei (oder sonstwo hin) rennen und denjenigen für sein vermeintliches Fehlverhalten anschwärzen.
ABER: Wenn von diesem Menschen/Tier/o.Ä. eine wirklich akute Gefahr für Andere ausgeht, der ich eventuell bei kommen kann, wenn ich mich an entsprechende Stellen wende, dann tue ich das auch.
Und nein, ich habe mit meinem ehemaligen Nachbarn (dessen Hunde regelmäßig (!) über den viel zu niedrigen Zaun ausgebüchst sind, während er in aller Seelenruhe daneben stand und sich nicht gekümmert hat) nicht erst versucht ein ruhiges Gespräch zu führen, nachdem einer von ihnen einen Jack Russell "mal eben" in der Luft zerrissen hat, vor den Augen der Frau und des Kindes, die mit ihm unterwegs waren.
Und nein, da warte ich auch NICHT so lange, bis es das nächste Mal das kleine Kind erwischt, statt dem Hund!