Beiträge von Cattlefan

    Befürworten tue ich die Frühkastrationen ganz und gar nicht...

    Dennoch habe ich Verständnis für die Tierheime, die einfach gänzlich und absolut verhindern wollen, dass mit den "zu vielen" Hunden, die im Tierheim landen mußten auch noch Nachwuchs (der wieder im Tierheim landet/ landen könnte) produziert wird.

    Ich denke, das ist der Hauptgrund für dieses Vorgehen und das kann ich eigentlich unterstützen. Kein TH kann sich wochenlang einen Interessenten genau betrachten, einschätzen, was von dem, was er von sich gibt echte Überzeugung oder die erhoffte Einstellung ist.

    Außerdem denke ich (und ich bin NICHT für Kastrationen bei allem, was nicht bei drei auf den Bäumen ist!), dass die Folgen einer Kstra von vielen Seiten auch überschätzt werden.
    Erwachsen werden beinhaltet nicht "nur", hormonelle Entwicklung, sondern auch Lebenserfahrung. Auch ein (relativ) früh kastrierter Hund kann sich später völlig "erwachsen" verhalten und unkastrierte Hunde konnen sich lange Zeit sehr unbedarft und "welpenhaft" verhalten...

    Für beachtenswerter halte ich allerdings die Gefahr einer durch die Wanderaktivitäten des Wolfes nur schwer einzuschätzenden Verschleppung des Aujeszky-Virus.

    Mir war so, als wären erkrankte Tiere außer dem Schwein das Ende der Infektionskette, aber da müßte ich nochmal nachschlagen...

    Ganz wenige Ausnahmen.... die "Ausnahmen" triffst du zumindest hier in Massen. Auch Nachbars Masthähne rennen auf der Wiese. Und elend sieht für mich anders aus wenn kuh über die weide bockt, Hühner am Straßenrand fliegen fangen und du für Ganter und co. warten musst an der straße. Bei jedem Nachbarn bekommste Hühnereier von glücklichem federvieh. Hahn rennt da auch. Und die leute freuen sich wenn henne selbst gluckt und Kücken rennen. Die werden wohl behütet vor Möwe und Bussard.

    Ich kenne hier einige "Kleinbauern" die Teile ihres Stalles an Pferdehalter vermieten (bringt einfach mehr Kohle bei weniger Arbeit) und die paar Rinder, die man noch hat, müssen eben ganzjährig im Stall stehen. Im Mist, auf Spalten, eng gedrängt....

    Keine Massentierhaltung, aber dennoch scheußlich!

    Hier gibt es auch einen Hühnerhof, wo die Hühner glücklich draußen rumlaufen, von der Straße aus für jedermann sichtbar...
    Die Ställe mit Bodenhaltung sieht man nicht direkt und nur Insider wissen, dass die besonders großen "Freilandeier" im Supermarkt aus diesem "regionalen Betrieb" diejenigen sind, die von einer benachbarten Bodenhaltung als Überschuß abgegeben werden.

    Meine Eier bekomme ich von meinem Nachbarn, der hat Zwerghühner und ist Hobbyhalter aus Leidenschaft. Hähne werden auf Börsen mit anderen getauscht, geschreddert wird da nichts. Aber trotzdem kann er nicht vermeiden, dass ab und zu ein Raubvogel ein Huhn holt oder (zu Glück seltener) ein Fuchs ein Massaker anrichtet.


    Eichhörnchen sorgen mit den vergessenen Nüssen dafür dass Neues wächst. Nur leider werden die kleinen Plüschkugeln verdrängt (ich habe seit ewigkeiten keine mehr gesehen).

    Dann komm hierher, es gibt massenhaft ;)

    Ich mag es nicht wenn man generell sagt "Nutzvieh ist elend" denn das stimmt so auch nicht.

    Nein, das stimmt so nicht.

    Ich kenne aber auch große Milchvieh-Betriebe, in denen die Kühe in Aktivställen mit Offenstallhaltung leben, ich wage zu behaupten, dass es denen wirklich gut geht.

    Fazit: Man muß schon ein wenig hinter die verschiedenen Fassaden schauen, um zu sehen, was wo abläuft ;)

    Find ich jetzt nicht wirklich vergleichbar. Das eine ist vor dem faktischen Hintergrund, dass die Erde dank unserer Ausbeutung langsam vor die Hunde geht, absolut sinnvoll und im Grunde sogar dringend notwendig, das andere ist keins von beidem

    Es geht nicht um "Notwendigkeiten" (derer gibt es viele, man kann alternativ dann ja auch Autofreie Tage verordnen, ersetz es ganz einfach durch irgendwas) Es geht (mir) lediglich darum, dass man in den Köpfen von Menschen NICHTS ändern wird, indem man etwas gesetzlich anordnet.

    Ich habe das Gefühl das seit dem Carlo kastriert wurde, 5x soviel gebellt wird. Die Hundetrainierin hat mir gesagt, dass Carlo sich eindeutig als Rudelführer sieht und ich das erst mal raus bekommen muss.

    Kann es sein, dass eine vorher vorhandene Unsicherheit durch das fehlende Testosteron nach der Kastration verstärkt wurde und der Hund einfach orientierungslos, da absolut unsicher ist?!

    Das hab ich versucht, aber umso öfter ich stubse, desto aggressiver wird er und beist dann auch zu.

    Meine Hunde werden auch ab und an mal LEICHT angestupst.... In dem Moment, wo man anfängt, inflationär dauerhaft zu "stupsen"... würden meine auch ganz schnell zubeißen! Zu Recht!

    ich tu ihm nicht weh

    Wenn nicht körperlich dann trotzdem seelisch!

    Die Rute ist aufgestellt, sowie die Harre am Nacken.

    Kann durchaus ein Zeichen von Unsicherheit sein.

    Hör auf, Deinen unsicheren Hund durch DEIN Verhalten noch mehr zu stressen. Gib ihm lieber Sicherheit und Orientierung.

    Und vergiß diese "Trainerin"!

    Fand ich aber ehrlich gesagt auch lächerlich.
    Ich werde nichts an der Einstellung der Menschen ändern, wenn ich ihnen jeden Mittwoch das Schnitzel und die Fleischbeilage von der Speisekarte streiche.

    In manchen Teilen der Welt, haben die Menschen nichts zu essen - und wenn hier mal einmal in der Woche nur fleischlos serviert werden soll, rasten die Menschen komplett aus. Das finde ICH ziemlich lächerlich.

    Was würde denn für ein Aufschrei kommen, wenn "von oben" als per Gesetz verordent würde, dass JEDER Bürger einmal in der Woche Fleisch essen MUSS, weil irgendein Guru behauptet, es wäre wichtig für die Gesundheit der Menschen usw... nur mal rein hypothetisch.

    Würden sich die Veganer und Vegetarier dann nicht auch sehr gegängelt und bevormundet fühlen?

    Ich habe mehrere Tierproduktlose Tage/ Woche, mit der Tatsache an sich hätte und habe ich keine Probleme.

    Aber das Gängeln, das Vorschreiben, das Entmündigen von Bürgern fände ich das Letzte!

    Ich finde, dass es hier in Deutschland wahrlich genug Vorschriften in allen Bereichen des Lebens gibt. Es braucht nicht mehr!

    warum ist Schlachtung dann auf einmal dann doch so furchtbar, dass man das auf keinen Fall zeigen kann?

    Warst Du denn schon mal in einem Großschlachthof? Also nicht in einer kleinen Dorfmetzkerei sondern in einer richtig großen Anlage?

    Das Schockierende ist im Endeffekt das "Leben" das vorher kommt. Das darf man nach den Aussagen dann hier zeigen? finde ich irgendwie seltsam. Oder sind realistische Bilder die der heutigen Massentierhaltung entspringen dann auch nichts für Kinderaugen?

    Ich hätte kein Problem damit älteren Kindern (so ab 10 - 12 Jahren) DAS zu vermitteln: über Filme, Gespräche, Diskussionen...

    Warum darf man mit angehenden Erwachsenen (ich rede jetzt von der Sekundarstufe) nicht einen regionalen, örtlichen Schlachtbetrieb ansteuern?

    Es war nicht von angehenden Erwachsenen, sondern von KINDERN die Rede ;)

    Manche Menschen wissen das leider nicht oder trauen sich nicht, ihre Hunde auch mal frei laufen zu lassen. Viele sind auch einfach nur Übervorsichtig. Bis zu einem gewissen Maß verstehe ich das, aber irgendwo muss man sich auch mal etwas trauen...dem Hund zuliebe.

    Ich traue mich nicht, meine Hunde an der Straße (auch auf dem Radweg, wenn ein breiter Grünstreifen dazwischen ist) unangeleint laufen zu lassen, nicht mal die beiden Alten, die mir kaum mal von der Seite weichen.
    Vor knapp 12 Jahren stand ich so gut wie unmittelbar daneben, als ein VW - Bus über meine damals 7 Monate alte Hündin fuhr. Ihr schreien und Kreischen habe ich heute noch im Ohr!
    Und ich kriege Herzrasen, wenn ich ein Auto höre und meine Hunde unangeleint sind.
    Allerdings gehe ich so gut wie NIE an der Straße, nur mit der jungen beim Joggen.

    Die beiden Jungspunde sind im Wald an der Flex. Weil ich ihrem Jagdtrieb nicht 100%ig traue und der Meinung bin dass auch ein einziges gehetztes Reh eines zu viel ist.
    Zu 95% würden sie sicher auf jeden Rückruf hören, aber die letzten 5% sind mir einfach schon zu viel.

    Meine Hunde leiden da absolut nicht drunter, am Strand sind sie im Freilauf, auf meinem Grundstück laufen sie frei, den Hunden zu liebe muß ich da gar nichts ändern ;)