Beiträge von Cattlefan

    Aber sobald ich sie im Platz hatte und einen Schritt weg ging, stand sie auf.

    Das machen junge, aufgeregte Hunde ab und an ;)

    20 Minuten haben ich und die Hundetrainerin es versucht.

    Ich hätte nach spätestens 5 Min abgebrochen und etwas anderes ("leicheteres") geübt, damit sie sich überhaupt wieder konzentrieren kann.

    nur bei anderen Hunden und wenn Besuch kommt, den sie kennt dreht sie so hoch!

    ruhig auf ihren Platz schicken, einen gefüllten Kong o.ä. geben, was sie absolut beschäftigt und dem Besuch sagen, dass er den Hund ignorieren soll.

    Genau das habe ich mich auch schon gefragt: ob denn Tiere überhaupt wg so Sachen wie Diabetes oder so eingeschläfert werden..

    Neimand kann einen Halter zwingen, eine Therapie durch zu führen und niemand kann ihn zwingen, sein Tier ab zu geben.

    Wenn der Halter weder zur Abgabe ("Wer weiß wo das Tier dann schlußendlich landet!") noch zu einer Therapie, die die Lebensqualität wieder herstellt bereit ist, ist auch bei Sachen wie Diabetes die Euthanasie barmherziger als das Tier einfach dem langsamen Tod zu überlassen.

    manchmal ist "ich kann nicht, weil..." keine Ausrede, sondern eine Tatsache
    man zieht für sich selbst im Leben Grenzen

    Ich habe den Luxus, alleine zu leben und KEINE KINDER zu haben.

    Hätte ich Kinder, wären Rücklagen in der Höhe, wie ich sie zum Glück hatte kaum möglich gewesen und auch, wenn ich meine Klamotten auftrage bis sie auseinander fallen würde ich das Kindern nicht zumuten. Sie sollten NICHT, weil die Hunde, Pferde und Katzen (zu) viel Geld "verbrauchen" in Sack und Asche zur Schule gehen müssen und sich deswegen dem Spott der Mitschüler aussetzen müssen. Ich würde sie auch nicht über längeren Zeitraum nur unterversorgt ernähren, weil für frisch zubereitetes Essen kein Geld zur Verfügung steht.

    Von daher: es gibt viele Gründe, auch finanzielle, nicht alles zu machen, was vielleicht machbar wäre, das muss jeder für sich selber entscheiden.

    Aber "Angst vor Nebenwirkungen" bei einer lebensverlängernden UND Lebensqualität erhaltenden Therapie ist irgendwie ein höchst seltsamer "Grund"

    Edit: sieht auch nicht gut bemuskelt aus, aber das kann auf dem Bild so wirken. Bitte bleib auf dem Boden.

    DAS ist der Punkt!

    Im Alter baut Muskulatur nunmal ab, bei dem einen mehr, beim anderen weniger. Zum Muskelerhalt würde ich sie (wenn irgend möglich) als Handpferd mit ins Gelände nehmen, Longieren (Doppellonge) etc, alles natürlich in dem Rahmen, den sie altersmäßig gut wegsteckt (was individuell sehr unterschiedlich ist). Zusätzlich Bierhefe (ca. 100g/Tag füttern als Protein-Substitution, damit genügend Aminosäuren für Muskelerhalt und - aufbau zur Verfügung stehen.

    Süßes Ponylein!

    Kann es sein, dass draußen alles zu aufregend ist, vor allem, wenn die Kinder mit draußen sind?
    Da verkneift man sich dann eben das Urin absetzen und erledigt das dann lieber drin.
    Zumal durch den freien Zugang zum Garten für den Welpen beides gleichwertiger "Wohnbereich" sein wird.

    Da hilft nur: Geduld haben, Ruhe bewahren, regelmäßig mit dem Hund raus gehen und einfach draußen stehenbleiben und warten. Und warten. Und warten.....

    (Deswegen drin einen Nahrungsentzug einzuführen, halte ich für WEIT über´s Ziel hinaus geschossen....)

    Ich sehe das sehr pragmatisch:

    WAS genau sollte einen Menschen der seinen Hund in den anderen rein rennen läßt, dessen Halter ruft: "BITTE KEINEN KONTAKT! Mein Hund ist krank/ operiert/ alt/ nicht fremdenfreundlich..." und dessen Hund den der andere anschreit: "Komm her und ich fress Dich!!!" davon abhalten, das zu tun (den Hund hinrennen zu lassen), NUR weil der Hund jetzt stumm eine gelbe Schleife trägt?

    Hauptsache Hund lebt solange "wie gesund" bis die Nebenwirkungen offensichtlich werden?

    Alternative?

    Tier mit Diagnose "Diabetes" gleich einschläfern lassen, weil man Angst vor Nebenwirkungen der Medikamente hat, die gaaanz vielleicht recht früh (nach 1 - 2 Jahren), vielleicht spät (nach mehreren Jahren) oder auch gar nicht auftreten würde, wenn man es versucht hätte?


    Die pauschale Aussage, dass Diabetesbehandlung nur Leiden verlängert stimmt so einfach nicht.

    Exakt!

    Ich finde einfach, unter der Diskussion, was machbar ist, medizinisch, was Mensch leisten kann, muss man einfach gucken, dass die Lebensqualität des Hundes nicht auf Schmerzfreiheit und noch laufen können begrenzt wird...

    Und das ist auch vom Tier abhängig sehr individuell unterschiedlich.

    Im Sinne unserer Tiere zu entscheiden heißt für mich, ihr Leiden nicht unnötig zu verlängern, ihnen aber gleichzeitig keine Therapie zu verwehren, die erfolgversprechend ist.

    Sehr richtig!!!

    Meine alte Hündin wurde mit 7 Monaten überfahren: mehrfache (so 25 -30fache) Becken Zertrümmerung...

    Sie wurde operiert (auch wenn schon einige gedacht haben, sie hätten in diesen "aussichtslosen Fall" kein Geld mehr reingesteckt), ihr linkes Hinterbein war als Folge gelähmt. Im Schritt belastbar, beim Laufen ist es "hinterher geflogen" so dass ich es beim Spazierengehen oder Fahrradfahren unter den Bauch hoch gebunden habe, damit sie sich nicht verletzt.

    Irgendwann kamen natürlich trotzdem Verletzungen, zum Schluß fing sie an, das Bein ab zu fressen. es war ja schließlich gefühllos.

    Darauf hin habe ich mich 2 Jahre nach dem Unfall schweren Herzens entschieden das Bein amputieren zu lassen.

    VIELE haben gesagt: Damit wird sie nicht klar kommen!
    Ein so junger Hund und ein Leben auf 3 Beinen vor sich!
    Das andere Bein wird schnell überbelastet und Arthrosen kriegen!

    Seit ihrem 3. Lebensjahr ist sie 3 beinig, vergnügt und mobil!
    Das andere Hinterbein sieht im Röntgen besser aus als so einige von "kompletten" Hunden!

    Sie ist jetzt 12,5 Jahre und bekommt seit Anfang diesen Jahres Cardisure und Dimazon wegen einer Vergrößerung des linken Herz- Vorhofes und einer Klappen-Insuffizienz. Für den Rest ihres hoffentlich noch SEHR langen Lebens! Sie hat KEINE Einschränkungen! Sie begleitet mich und das Rudel 2 Stunden auf Spaziergänge, ist aktiv und lebenslustig!

    Hätte ich sie einschläfern lassen, aus Angst vor den (realistisch sehr wahrscheinlich auftretenden) Nebenwirkungen der Beinamputation, wären ihr (bisher) 10 (zehn) Jahre glücklichen, unbeschwerten Lebens entgangen.

    Wäre echt sehr schade gewesen....

    Hätte sie Probleme mit dem fehlenden Bein gehabt, hätte ich sie gehen lassen. Aber NICHT, ohne vorher probiert zu haben, ihr eine Chance zu geben, damit klar zu kommen!

    Ich "verlange" von niemandem, sich genauso zu verhalten. Aber zu unterstellen, dass man ja quasi ein Tierquäler wäre, weil man einem Tier eine Chance gibt und dabei die MÖGLICHEN Nebenwirkungen außer acht läßt (wie im obersten Zitat), finde ich extremst daneben!