Hauptsache Hund lebt solange "wie gesund" bis die Nebenwirkungen offensichtlich werden?
Alternative?
Tier mit Diagnose "Diabetes" gleich einschläfern lassen, weil man Angst vor Nebenwirkungen der Medikamente hat, die gaaanz vielleicht recht früh (nach 1 - 2 Jahren), vielleicht spät (nach mehreren Jahren) oder auch gar nicht auftreten würde, wenn man es versucht hätte?
Die pauschale Aussage, dass Diabetesbehandlung nur Leiden verlängert stimmt so einfach nicht.
Exakt!
Ich finde einfach, unter der Diskussion, was machbar ist, medizinisch, was Mensch leisten kann, muss man einfach gucken, dass die Lebensqualität des Hundes nicht auf Schmerzfreiheit und noch laufen können begrenzt wird...
Und das ist auch vom Tier abhängig sehr individuell unterschiedlich.
Im Sinne unserer Tiere zu entscheiden heißt für mich, ihr Leiden nicht unnötig zu verlängern, ihnen aber gleichzeitig keine Therapie zu verwehren, die erfolgversprechend ist.
Sehr richtig!!!
Meine alte Hündin wurde mit 7 Monaten überfahren: mehrfache (so 25 -30fache) Becken Zertrümmerung...
Sie wurde operiert (auch wenn schon einige gedacht haben, sie hätten in diesen "aussichtslosen Fall" kein Geld mehr reingesteckt), ihr linkes Hinterbein war als Folge gelähmt. Im Schritt belastbar, beim Laufen ist es "hinterher geflogen" so dass ich es beim Spazierengehen oder Fahrradfahren unter den Bauch hoch gebunden habe, damit sie sich nicht verletzt.
Irgendwann kamen natürlich trotzdem Verletzungen, zum Schluß fing sie an, das Bein ab zu fressen. es war ja schließlich gefühllos.
Darauf hin habe ich mich 2 Jahre nach dem Unfall schweren Herzens entschieden das Bein amputieren zu lassen.
VIELE haben gesagt: Damit wird sie nicht klar kommen!
Ein so junger Hund und ein Leben auf 3 Beinen vor sich!
Das andere Bein wird schnell überbelastet und Arthrosen kriegen!
Seit ihrem 3. Lebensjahr ist sie 3 beinig, vergnügt und mobil!
Das andere Hinterbein sieht im Röntgen besser aus als so einige von "kompletten" Hunden!
Sie ist jetzt 12,5 Jahre und bekommt seit Anfang diesen Jahres Cardisure und Dimazon wegen einer Vergrößerung des linken Herz- Vorhofes und einer Klappen-Insuffizienz. Für den Rest ihres hoffentlich noch SEHR langen Lebens! Sie hat KEINE Einschränkungen! Sie begleitet mich und das Rudel 2 Stunden auf Spaziergänge, ist aktiv und lebenslustig!
Hätte ich sie einschläfern lassen, aus Angst vor den (realistisch sehr wahrscheinlich auftretenden) Nebenwirkungen der Beinamputation, wären ihr (bisher) 10 (zehn) Jahre glücklichen, unbeschwerten Lebens entgangen.
Wäre echt sehr schade gewesen....
Hätte sie Probleme mit dem fehlenden Bein gehabt, hätte ich sie gehen lassen. Aber NICHT, ohne vorher probiert zu haben, ihr eine Chance zu geben, damit klar zu kommen!
Ich "verlange" von niemandem, sich genauso zu verhalten. Aber zu unterstellen, dass man ja quasi ein Tierquäler wäre, weil man einem Tier eine Chance gibt und dabei die MÖGLICHEN Nebenwirkungen außer acht läßt (wie im obersten Zitat), finde ich extremst daneben!