Aber mir scheint, der Kern der Kritik kommt einfach nicht an. Und mir geht es nicht "Ja, ihr habt Recht, wir haben Unrecht", sondern dass alles halt so wie es läuft scheinbar in Ordnung ist, aber es zum Beispiel nach wie vor kein plausibles Argument gibt, warum der Ort des Körbchens relevant ist.
Nun, das zeigt einfach mangelnde Erfahrung mit Tierschutzhunden. Jedenfalls aus dem Auslandstierschutz.
Warum da der Standort des Körbchens wichtig ist. Der Ort sollte ruhig sein, aber nicht klaustrophobisch, er sollte geschützt sein, aber keine "fühlt sich in die Ecke gedrängt" Situation provozieren, also Platz zum ausweichen bieten. Weder direkt neben dem Fernseher stehen, noch dem Hund die Türwächterpositon nahelegen. Es sollte da stehen, wo man den Hund auch bei Besuch gut abschirmen kann. Die Kinder sollten nicht immer dran vorbeitoben, aber der Hund sollte auch etwas vom Familienleben mitbekommen können, wenn er mag. Bei anderen Haustieren, sind die zu beachten. Das Körbchen des Hundes kommt nicht unter den Kratzbaum, auch wenn da Platz ist, auch nicht unter das Fenster, durch das die Katzen in den Garten gelassen werden und nein auch nicht in den direkten/üblichen Laufweg dorthin.
Und ja da spielt man halt manchmal die TS Tine Wittler und macht Vorschläge und merkt an, dass der Platz aus den und den Gründen nicht so ideal ist. Auch wenn von den Möbeln her da Platz ist.
Man macht den Vorschlag ein Kissen auf den Sofaplatz zu legen, wo das Körbchen danebensteht, damit man sich nicht einfach neben den Hund plumpsen lässt. Man merkt an, dass man zwar hoffen kann, dass der Ersthund sich mit dem Neuen auf Anhieb versteht, aber das das zweite Körbchen, direkt neben dem des Ersthundes als erster Platz nicht einer guten Partnerschaft förderlich ist. Lieber mit Abstand, ändern kann man das immer noch, wenns sich beide in eines quetschen
. Man merkt an, dass dieses tolle teuere Teil vielleicht erstmal wieder weggestellt wird, weil nicht bei höheren Temperaturen Waschbar, und der Neuankömmling echt stinken kann, daneben, dass es nicht so selten vorkommt, dass dran geknabbert wird und da ist schade drum. Genauso wie ein Holzmöbelstück ganz nah, knabbergefährdet ist. Da stellt man dann lieber was davor.
Das Körbchen ist der wichtigste Rückzugsort für den Hund, meistens sein erstes Körbchen überhaupt.
An der falschen Stelle kanns zum abschnappen kommen, weil Kind nunmal wie immer zur Toilette rennt und der Korb da neben der Tür zum Flur steht, der Hund kann nicht zur Ruhe kommen, weil die riesen Fensterfront viel zuviel Input liefert, der Hund reagiert ausgeliefert und gestresst auf Geräusche viel heftiger, weil er im Flur an der Tür nach draußen schlafen soll. Oder er ist so in der Ecke im Schlafzimmer, das die Menschen beim einsteigen ins Bett ihm bedrohlich vorkommen müssen, weil der Platz viel zu schmal ist und die Menschen über ihm auftauchen werden.
Man bereitet die Menschen darauf vor, dass es Hunde gibt die sich verkriechen wollen, weshalb man vorschlägt die Box weiter anzubieten, die (bei uns) zwingend sind für die Übernahme vom Transport. Aber wir weisen auch drauf hin, dass man Stellen wie unter dem Bett versperren sollte, weil wenn sich ein Hund erstmal so verkriecht und dort auch kotet und uriniert und die Menschen nicht mehr im Bett schlafen können, es schnell zuviel ist. Dann wird doch drunter geschaut und man ist für den Hund bedrohlicher als man sein müsste. Und manchen Hunden muss man aus dem Einfrieren helfen, das klappt unter einem Bett gar nicht.
Man erklärt, dass der Hund, den man am Trapo abholt oft nicht der Hund ist, den man später bekommt und niemand vorhersagen kann, wie der Hund den Transport und das verpflanzen in die völlig andere Welt aufnimmt. Manche Hunde kommen an und sind wie immer dagewesen, andere sind sehr skeptisch und vertrauen erstmal nix mehr, weil wer weiß was als nächstes wieder passiert. Wieder andere kletten sofort an den Menschen. Manche sind wirklich cool, schon leinenführig und brav, andere wirken nur so, aber können sich nicht lösen und sind stocksteif.
In jedem Fall brauchen sie alle viel Ruhe zum verarbeiten und Akkus aufladen. Und da ist das Körbchen, der Ruheort, der den die Menschen dem Hund zugedacht haben, super wichtig.
Auch vorzubereiten, dass der Hund das vielleicht auch einfach ignoriert, kacke findet, nur zum pinkeln benutzt, verteidigt wie Luzifer, weil Liegeplätze in einem geschlossenen kleinen Areal, wo es nicht genug Platz für alle gibt, eine enorme Ressource sind. Und, dass viele Hunde nicht weichen können, denn wer in einem Zwinger weicht, findet keinen Ruheort, wer in einem Zwinger weicht, wird oft Opfer der anderen gestressten Hunde.
Der Platz kann den Ersthund von seinen Menschen abschneiden, was nicht gut ist oder es ist einfah ein Platz, wo die Menschen immer zugewandt sind, was sehr stressig sein kann für so einen Neuankömmling. Der wird schon genug angestarrt, weil man alt wissen will, gehts ihm gut, was macht er?
Ja, es gibt ne Menge zu bedenken, bei nem Körbchen und ja kann sein, dass der Hund sich nur auf die Fliesen knallt, weil alles andere zu warm, weil nie was anderes gekannt als Betonboden, weil Menschen den Hund nicht auf dem Sofa wollten und der das auf alles weiche übertragen hat.
Das ist zum Beispiel gar nicht mal so selten, das Menschen das so schade finden, dass der Hund das Körbchen nicht mag und nachfragen, was sie statt dessen kaufen sollen und auch da wird der Platz überprüft, nach der Beschaffenheit gefragt und/oder schlicht zur Geduld geraten. Manchmal dauerts bis der Hund ein Luxushund wird. Oder sich schlicht traut, Raum einzunehmen, den er bisher nicht einnehmen durfte. Oder Hundi zerstört das gute Stück in der ersten Nacht gründlichst.
Und ja, manchmal sagt einem der Hund gleich, nö, ich hau mich da hin wo ich will und Mensch findet den Platz auch okay und alles Drama und Gedanken machen war überflüssig.
Aber sich um die Bedeutung des Hundeplatzes Gedanken zu machen, hat eben nichts mit, wenn das Körbchen die falsche Farbe hat, krieg ich den Hund nicht zu tun. Oder ist zu billig oder zu teuer.
Ich rate von Plastikkörben im Schlafzimmer ab, wegen kratzenden Krallen, wenn der Hund beim Schlaf strampelt. Manche Hunde mögen das Geräusch von Styroporkugeln nicht. Man empfiehlt wasserdichten Moltex bei nicht gut waschbaren ...
Hach, man kann Stundenlang über Körbchen reden, wenn die Menschen nicht instinktiv einfach nen guten Platz ausgesucht haben, was auch nicht selten ist.
Aber eben so machen sich manche Menschen, die bisher einen Welpen hatten, oder einen Hund, der schon ein Zuhause gehabt hat, eben über sowas keine Gedanken. (Und auch im Hundetraining hat das ein oder andere Problem, etwas mit ungünstig gewählten Ruheplätzen zu tun)
Und mag eben sein, dass die VK zufrieden war und deshalb nichts erklärt hat, mag sein, sie kontrolliert nur, obs überhaupt eins gibt. Oder halt, weil im VK Bogen des Vereins die Frage steht, wo soll der Hund schlafen? (Und sie die Aufklärung übernehmen, wenns ungünstig klingt). Oft ist ja noch gar nichts angeschafft und es ist eine Überlegung, die der Mensch noch gar nicht hatte.
Vielleicht wurde ein alter Hund angefragt oder ein behinderter, wo zum Beispiel, rutschende Körbchen auf schönen glatten Holzböden einfach ungünstig sind. Gibts Teppichstopper für oder ein Kissen besser wäre, als eines mit sehr hohem Rand. Und so könnte ich denke ich noch ne Weile weitermachen.
Weil der Ruheplatz des Hundes keine lächerliche Übergriffigkeit ist oder ne reine Dekofrage.
Und auch selten ein Grund jemanden auszusieben. Jedenfalls habe ich noch keinen Blacklisteintrag gesehen, wo die Farbe des Körbchens eine Rolle spielte.
Da spielen ganz andere Dinge eine Rolle, manchmal relative "Ansichtssachen". Aber eben leider auch oft schwerwiegende Dinge, vor denen man Tiere bewahren möchte. Manchmal tragische Dinge, wie psychisch Krankheiten, so der Mensch selber Hilfe bräuchte, die der TS nicht leisten kann. Wo man bei der Polizei nachfragt, was man tun soll.
Aber nun. Das ist die Realität von Tierschützern.