Nochmal zum Mittelschnauzer.
Sie werden gerne mal unterschätzt, weil sie ja so eine praktische Größe haben.
Sie selber nehmen sich aber oft nicht so wahr
Ich hatte in den 1990 noch einen vom alten Schlag und damals haben mir einige Schnauzer-Leute gesagt, dass ein Riesenschnauzer deutlich leichter zu führen sei als ein "altmodischer" Mittelschnauzer. Ich glaube heute ist das ein wenig anders.
Aber diskussionsfreudig war mein Schnauzer auf jeden Fall. Auch im wörtlichen Sinn.
"Nein, du legst dich nicht ins Blumenbeet",
"Grumpf!" , "Nein", "Grumpf" usw. Das konnte man mit ihm beliebig lang machen. Erst wenn er das letzte "Wort" hatte, war Ruhe
Er hat sich schon an die Regeln gehalten, aber immer wieder mal nachgefragt.
Und wenn ihm etwas wirklich wichtig war war er penetrant. Ich habe mit ihm ein geschlagenes halbes Jahr um die Benutzung eines mir sehr wertvollen Sessels "gekämpft" den er zu gerne für sich gehabt hätte.
Er war nie aggressiv oder böse mir gegenüber, aber er wollte es immer genau wissen.
Und Jagdtrieb hatte er reichlich.
Die Zwerge die danach kamen, waren da wesentlich weniger dickköpfig, aber der Schnauzer noch immer erkennbar.
Als ich später die Schäferhündin meiner Mutter ausbildete, lief vieles sehr viel entspannter, aber für mich auch langweiliger
Ich mag es mit einem Partner zu arbeiten, der einen hinterfragt. Wer so etwas liebt, für den ist ein Schnauzer ein Geschenk! 