Beiträge von Lysaya

    Ich habe nicht alle Seiten gelesen, aber wie kam man denn jetzt vom Züchter Thema zum TS pro/con? :???: Dazu gibt es doch schon mehr als genug Threads um Erfahrungen auszutauschen :ka:

    Naja, wenn ich erklären will, "warum Züchter?", dann muss ich sagen dürfen "darum TS/TH nicht!"
    Anders macht meine Argumentation doch keinen Sinn?

    @AnnetteV
    Da kann ich zustimmen. Wäre es damals anders gelaufen, hätte hier auch ein TS-Hund ein Zuhause gefunden.
    Einer unserer nächsten Berner (in ein paar Jahren) soll auch von "Berner in Not" oder so kommen. Aber erst möchte ich noch Erfahrungen sammeln.

    Das kann ich ebenfalls nicht bestätigen. Natürlich gibts immer wieder auf beiden Seiten, die ideologisch über die Stränge schlagen. Vielleicht stimmt auf der Abnehmer-Seite die Vorstellung des unkomplizierten Mitlaufhundes nicht mit dem Tier überein, in das man sich auf der Webseite 'unsterblich verliebt' hat, vielleicht hat man auf Vermittlerseite das Gefühl, dass nur kinder- und arbeitslose Menschen mit einem grossen Vermögen überhaupt an die Hundehaltung denken dürfen...
    Aber wieso stelle ich den Anspruch, dass jeder Tierschutzverein das Gelbe vom Ei sein muss, wenn man doch auch mit der Züchtersuche Wochen und Monate verbringen kann bis man 'den richtigen' gefunden hat?

    Bei mir darf jeder gern vorbei kommen und sich ansehen wie wir mit unseren Hunden leben. Ich empfinde es auch nicht als unverschämt wenn jemand einen Hausbesuch machen möchte und mich fragt, wie ich mir mein Leben mit diesem Hund in Zukunft vorstelle. Fragen, die unter die Gürtellinie gingen oder ein Eindringen in allzu persönliche Bereiche habe ich dabei noch nie erlebt, noch würde ich diese bei Vermittlungsgesprächen selber stellen. Ich muss allerdings zugeben, dass ich dabei mit dem englischen System vertraut bin - von manchen deutschen Horrorstories diesbezüglich habe ich bisher nur hier gelesen.

    Aber wie gesagt: Menschen mit merkwürdigen Ansichten finden sich überall, seien es der ideologisch verklärte Tierschutzheini oder die Züchterin, welche ihre Hunde nur nach 'Rudelstellungsprinzip' vergibt... Das macht die Hunde, die sie haben, nicht besser oder schlechter.

    Ich kann die Erfahrung von @Belial genau so bestätigen.
    Zum Teil wurde ich am Telefon wüst beschimpft, was ich mir denn einbilden würde? Der Eindruck kam auf, dass man die Tiere gar nicht vermitteln will.

    Wir hätten auch einen etwas älteren Hund genommen. Aber nach dem dritten Tierheim und der vielsagenden Auskunft: "was glauben Sie denn, dass Sie hier finden? Alle Hunde haben ihre Vorgeschichte und als wenn wir Ihnen das haarklein erzählen. Wenn Sie einen problemlosen Hund wollen, kaufen Sie ein Plüschtier für die Kinder!"
    Und das in einem Tonfall, den ich meiner damals 6-jährigen Tochter untersagt hätte.

    Wir wollten keinen problemlosen Hund. Aber zumindest eine Einschätzung und grobe Vorgeschichte. Dazu gab es nicht mal die Bereitschaft.
    Aus meiner Verwandtschaft habe ich ähnliche Berichte gehört.

    Gegen Kontrolle habe ich nichts. Aber das muss für beide Seiten gelten.

    Ich kann für den Berner sprechen. Bei unserem Ersten war es hier so, dass ich das Sagen hatte.
    Wenn mein Mann versucht hat ein Kommando durchzusetzen, dann wurde sich bei mir abgesichert.
    Hören, wenn Frauchen nicht in Reichweite war? Fehlanzeige.
    Das war teilweise ein richtiges Problem, weil mein Mann nicht mit ihm raus gehen konnte, da weder Rückruf, noch Leinenführigkeit funktionierten.
    Wohingegen ich nur blinzeln musste und er stand parat.

    Jetzt bei unserem Zweiten ist es ähnlich, wenn auch nicht ganz so ausgeprägt.
    Aber hat er die Wahl, dann kommt er zu mir - nicht zum Rest der Familie.

    Dabei ist er nicht aggressiv oder unfreundlich, aber er lässt seinen Unwillen deutlich raushängen.
    Auch von anderen Bernern kenne ich ähnliches Verhalten.

    Schöner Beitrag @Fusselnase

    Als damals vor 6 Jahren bei uns die Entscheidung anstand, waren wir noch sehr offen. Ich fand zwar Berner Sennenhunde und Neufundländer immer wahnsinnig toll, aber ich wollte zuerst einem Hund aus dem örtlichen Tierheim die Chance geben.
    Meine einzige Voraussetzung war: Mindestens kniehoch und kinderfreundlich

    Fakt war: Kein Tierheim im Umkreis von 50km wollte uns einen Hund geben. Mit nur einem Verdiener und zwei Kindern, Reihenhaus am Stadtrand, ganztägig eine Bezugsperson zuhause wären wir nicht passend. Wir hätten zu wenig Hundeerfahrung und unsere Vorstellungen wären "utopisch".

    Nach der 3. Absage (teils mehr als unfreundlich) stand für uns fest: dann gehen wir lieber zu einem Züchter. Und so kamen wir dann an unseren ersten Berner.
    Die Beratung und Unterstützung war super, man hatte immer einen Ansprechpartner und es war unser idealer Hund. Leider ist er an einer Krankheit viel zu früh gestorben, aber da steckt man - leider - nicht drin. Dennoch möchte ich die 4 Jahre nicht missen.

    Nach den Erfahrungen mit den örtlichen Tierheimen/Tierschutz steht für uns fest: es wird jeder weitere Hund von einem Rassezüchter kommen. Ich werde nicht bitten und betteln, um einen Hund zu bekommen.

    Und was macht der Vermehrer mit den Welpen, die er nicht mehr im TH los wird? Die wird er dann anderweitig entsorgen. :ka:

    Ich glaube aber nicht, dass sich irgendjemand denkt "Ich hol mal lieber keinen Hund aus dem Tierheim, damit ich nicht Platz für einen Vermehrerwelpen mache".
    Da gibt es doch eher andere Gründe, warum man sich bewusst für einen Rassezüchter aus dem Verband entscheidet.

    und wenn ich mir dann vorstelle, daß beim züchter die welpen gerade ins neue zu hause kommen und die mama wieder gedeckt wird...

    In welchem Zuchtverein ist das denn erlaubt? :omg:
    Sowas kenne ich nur von den Vermehreranstalten oder den "Hobbyzüchtern", die erkannt haben, dass man so "schnelles Geld" machen kann.
    Die Zuchtverbände regeln doch gerade solche Fälle, dass eben nicht ein Wurf auf den anderen folgt.

    Papier mag geduldig sein, aber mir ist trotzdem eine ausgewertete Hüfte lieber als ein "er ist halt eigentlich ganz lieb" vom Möchte-gern-Züchter.


    Und sich gleichzeitig über die Wartezeiten beim Züchter zu mokieren ist schon etwas seltsam, oder? Würde es so sein, wie Du oben geschrieben hast, gäbe es wohl kaum welche ...

    Warum habt Ihr so lange damit gewartet? Über ein Jahr geht das so?
    Wenn das kein Chihuahua wäre, sondern z.B. ein Boxer oder Schäferhund, hätte doch kein Mensch so lange gezögert, sich Hilfe zu suchen ...
    Für mich ein Beispiel, dass kleine Hunde viel zu selten ernst genommen werden.

    Gesundheitlich abgecheckt ist er?
    Wie sieht denn der Tagesablauf aus?
    Gibt es noch "gute" Situationen?

    Irgendwie versteh ich Dich nicht :ka:

    Erst hat es der Trainer gesagt, dann ging es um das Viehzeug von einem Freund, danach wollte die Freundin Kleintiere und nun ist von einer ganzen Menagerie die Rede.

    Du kannst doch nicht die Arche Noah nach bauen und von jeder Tiersorte 2 Stück halten, damit der Hund sich an Fasane, Meerschweinchen, Hamster, Ratten, Kaninchen, etc. gewöhnt? Übertrieben gesagt.

    Wir hatten immer Meerschweinchen und unser Hund hat nach zweimaliger Korrektur kapiert, dass Frauchen echt sauer ist, wenn er versucht seine Mahlzeiten um zwei Nager zu erweitern. Trotzdem hat er draußen - sogar mit Erfolg - Kaninchen gejagt. Nach dem zweiten Kaninchen haben wir Anti-Jagdtraining bei einer Jagdaufseherin gemacht. Das war sehr aufwendig und hat gut ein halbes Jahr gedauert, aber danach war Jagen Geschichte. Drinnen und draußen.