Beiträge von Lysaya

    Dann kommen kritische Stimmen, Nummer zwei haut ab, auf einmal kommt Nummer drei und spring ein.


    Déjà-vu.

    Vielleicht kämen viel weniger "doofe Nachfragen", wenn man statt großer Geheimniskrämerei einfach mal Antworten geben könnte?
    Bisher hat mir noch keiner erklären können, warum man stolz drauf ist, wenn man 2,5 Stunden mit Hund an der Leine auf nem Feldweg steht.
    Was lernt der Hund dabei? Was macht der Halter in der Zeit?
    Und warum ist ein "Sitz" in diesem Moment "schlimmer", als mit straff gezogener Leine herum zu stehen?

    Aber 2 Stunden und mehr mit straffgezogener Leine herum stehen ....
    Also entweder war das übertrieben oder unnötig.
    Und ich glaub nicht, dass der Hund nach 2,5 Stunden die Verknüpfung noch ziehen kann, dass er jetzt die "richtige" Wahl getroffen hat, bzw. die "Lösung" gefunden hat.
    Darum wollte ich ja wissen, ob es in diesem Zeitraum irgendwelche "Infos" an den Hund gibt, dass er auf dem richtigen Weg ist - wie beim Klickern eben auch.

    Ich möchte das Konzept ja auch nicht unbedingt lächerlich machen. Aber um über den Tellerrand gucken zu können, müsste man halt auch ein paar Infos bekommen, wie dieses Konzept wirklich aussieht. Und "ich steh da stundenlang rum und warte" fällt mir halt schwer, als "Erziehung" zu sehen.

    Diese Methode durch die straffe nach oben gehende Leine, den Hund ohne Kommando von alleine zum Sitzen zu bringen, kenne ich und normalerweise funktioniert sie richtig angewendet recht gut.

    Ach der Hund ist dann an der Leine dran? oO
    Ich dachte auch, der Hund steht irgendwo mitten auf dem Feld und Frauchen hält die Leine hoch.

    Aber gut, ich denke ich bleib auch lieber auf meinem Teller ;)

    Ich kann nur sagen, dass es bei Menschen funktioniert. Wie ich schon erwähnte arbeiten Verkäufer damit. So nennen sie zum Beispiel zwei Termine um dem Käufer eine Wahl zu suggerieren damit er den Verkäufer nicht auf einen Termin in zwei Monaten vertröstet.
    Und wenn es bei Menschen funktioniert warum dann nicht auch bei Hunden.

    Aber Menschen sprechen - im Allgemeinen - die gleiche Sprache.
    Und selbst wenn nicht, dann kann man viel an der Körpersprache ablesen.
    Ich bin ja neuen / anderen Methoden nicht abgeneigt ... aber ich kann es mir einfach nicht vorstellen, dass der Hund entscheidet: "oh, Frauchen steht da seit 2 Stunden mit Leine in der Hand rum. Sitzen ist jetzt ne gute Idee."

    Mein Hund würde entscheiden: "Frauchen hat zu viel Langeweile, gehen wir mal gucken, wo was los ist."

    Um die Reaktanz zu verhindern wird etwas gemacht, was auch Verkäufer tun: eine Wahl geben, von der ich weiß wie mein gegenüber wählen wird.
    Zum Beispiel lasse ich dem Hund die Wahl zu sitzen oder Stehen...

    Und woher weiß der Hund das?
    Ich muss irgendwie an diesen Witz denken: "Mein Hund hört immer aufs Wort." - "Wie machen Sie das?" - "Ich sage 'komm her oder lass es bleiben' .... und das klappt. Jedes Mal." :lachtot:


    Mal im Ernst. Ich hab jetzt nach Reaktanz extra gegooglet.
    Reaktanz wird mit Trotz verglichen und scheint ein komplexer psychologischer Vorgang zu sein.
    Ich denke nicht, dass man das auf einen Hund übertragen kann, der "unsere Sprache" gar nicht spricht.
    Wenn Hund gar nicht weiß, was ein "Sitz" oder "Steh" ist, dann kann er gar keine Wahl treffen. Das wäre so, als wenn Dir jemand auf Kisuaheli sagt: "Spring oder leg Dich auf den Boden." Du hast die Wahl, unter Umständen setzt Du Dich aber dennoch erstmal, weil Du gar nicht kapierst, was man von Dir will?

    Als Trockenfutter Josera SensiPlus.
    Leckerchen bekommt er generell sehr wenig.
    Ich hab gesehen, dass es von Hills welches gibt, aber da er das Trockenfutter schon nicht vertragen hat, nehm ich davon Abstand.
    Im Moment bekommt er ab und zu mal einen Streifen getrocknetes Entenfleisch oder Josera Knuspies. Aber seeehr selten.
    Bodo gehört zum Glück zu den Hunden, die man mit Streicheln und verbal sehr gut belohnen kann.

    Das hat dackelbenny doch eigentlich beantwortet. Bleib erstmal beim Trockenfutter. Schweineohren sind doch fast genauso wie Rinderkopfhaut - eine weitere Proteinquelle. Außerdem sind die sehr fettig ... wir haben das jetzt auch durch und fangen nach 4 Wochen mit hypoallergenem Leckerchen wieder an.

    Als unser erster Welpe hier einzog, hatte er seinen Platz in einer ruhigen Ecke im Flur. Wohnzimmer sollte er nicht, weil wir dort Laminat liegen hatten und das war nach einem Pipi-Unfall eh schon ziemlich aufgequollen. Also wurde die WoZi-Tür geschlossen und Welpe lag im Flur. Ich habe eine Woche lang auf einer Matratze im Flur neben dem Welpen geschlafen, bis mir a) die Knochen weh taten und ich b) eine wunderschöne Erkältung hatte.
    Da gab es dann keine andere Alternative, als ins Schlafzimmer im Obergeschoss zu ziehen. Zwei Nächte hat er ein bisschen protestiert, jedes Mal wenn wir ihn gehört haben, ist einer von uns aufgestanden und die 2 Treppen runter (man nimmt dabei herrlich ab XD ). Natürlich ist ab und zu noch was in den Flur gegangen, aber das haben wir dann kommentarlos weg gewischt und er war auch ziemlich schnell stubenrein.

    Bei unserem aktuellen Hund haben wir es direkt so gemacht, dass er mit ins Wohnzimmer durfte, dort hatte er seine Decke vor meiner Couch. Es war Sommer, die Tür zum Garten war die ganze Nacht offen, wenn er musste, ist er ziemlich schnell von allein raus gegangen. Auch hier hab ich eine Woche das Schlafzimmer geräumt, dann bin ich wieder nach oben gezogen, der Welpe hatte Wohnzimmer und Flur zur Verfügung. Gehört hab ich ihn trotzdem, wenn was war. Mit dem Alleinbleiben hat er kein Problem und er versucht auch gar nicht erst die Treppen hoch zu kommen. Das ist mir sehr recht, denn für die Gelenke stelle ich mir das auf Dauer nicht gut vor.

    Wir haben das hier ja auch gerade hinter uns.
    Zwei Jahre BARF und mit einem Mal hat Bodo das Futter verweigert. Zunächst hab ich noch alle möglichen Fleischsorten durchprobiert, verschiedene Gemüse. Mit und ohne Zusätzen. Es half nichts. Er hat es einfach nicht mehr angerührt und wäre lieber verhungert.
    Nun produziert unser Hund aber anscheinend zu viel Magensäure und daher hatte er bei dem langen Nüchtern-Zustand auch gleich mal eine Magenschleimhautentzündung, sodass auch ein Umstellen auf Trockenfutter nicht ohne weiteres möglich war.
    Wir haben dann verschiedene Sorten durchprobiert - unter anderem auch Hills vom TA. Von Hills gab es extrem blutigen Durchfall und wir waren wieder am Anfang.
    Also wieder Schonkost, wieder Magenschoner.
    Ich wollte nach Dackelbennys Rat auch RC versuchen, aber die Züchterin riet mir, es mit Josera zu versuchen, denn das hätte er als Welpe gut vertragen und sie konnte mir davon etwas abgeben zum testen (seine Schwestern futtern das schon immer).
    Da er das verträgt, nicht weiter abnimmt, keine Durchfälle oder sonstige Probleme mehr hat, bleiben wir nun dabei - obwohl ich vom BARF eigentlich auch völlig überzeugt bin.

    Aber es hilft ja nichts, wenn der Hund es nicht verträgt.