Beiträge von Lysaya

    Schade, dass Du es als "drauf losgehen" aufgefasst hast.
    Ich denke da waren insgesamt einige gute Vorschläge bei.
    Humor ist natürlich nicht verkehrt und Geduld kann man auch nie genug haben.
    Aber es hilft auch nicht weiter, wenn man nur getätschelt und bedauert wird - manchmal braucht es einen kleinen "Tritt" (und das hier war echt noch harmlos XD )

    Meines jedenfalls war nicht böse gemeint, ich hab ja geschrieben, dass es ganz schön verzweifelt klang. Das da oben liest sich für mich schon wieder etwas anders.

    Wie geschrieben. Such Dir das raus, was Deine größte Baustelle oder Dir am wichtigsten ist.
    z.B. dass er nicht ins Obergeschoss darf.
    Durften unsere Hunde auch nicht, weil sie keine Treppen steigen sollten im 1. Lebensjahr.
    Also haben wir ein Kindergitter angebracht - für den Welpen war die Welt da zu Ende. Spart eine Menge Diskussionen und irgendwann war das auch gar nicht mehr so spanned, was da oben sein könnte.

    Zur Beißhemmung hat CH-Tröte Dir etwas verlinkt.

    Und streiche "Nein" aus Deinem Wortschatz. So wie sich das liest, hat das für den Hund überhaupt keine Bedeutung mehr. Das ist, als würde Dir dauernd jemand "Pizza" zubrüllen. Du reagierst jedes Mal und es passiert gar nix. Keine Pizza, nix. Irgendwann guckst Du dann auch nicht mehr auf.
    Denk Dir ein neues Abbruchsignal aus, baue es neu und sauber auf - ggf. mit Trainer.

    Viel Spaß mit dem Zwerg :)

    Wie gesagt ... ich hatte einen 50kg Anker. Ich kann mir schon vorstellen, wie das ist, wenn Herr Hund sagt: Nö, ich will lieber gucken, ich geh nicht weiter ^^
    Nur bei 50kg hätte ich ihn nicht mal vorbei tragen können, selbst wenn ich gewollt hätte ;)


    Heute im Park sind wir im stop&go an einer spielenden Kleinsthundegruppe vorbei. Stehen, gucken, auf wedelndes Leinenende (mangels Spieli) reagiert und weiter gegangen

    Ich glaub da ist der Lernschritt einfach zu groß. Spielende Hunde sind ein enormer Reiz und da steigt schnell der Frust.
    Klar, wenn die Situation sich dummerweise ergibt, dann musst Du da durch, aber zum üben würde ich mit einem Hund auf Entfernung beginnen - und wenn es 10 Meter sind.
    Ich weiß gar nicht mehr, wie oft ich knöcheltief im Schlamm gestanden hab, um Iwans "Wohlfühlabstand" zu testen und das Feld gerade eine Schlammwüste war.

    Mit jedem "Stehen bleiben und gucken" hat er halt wieder einen Erfolg. Weißt was ich meine? Du müsstest raus finden, in welchem Abstand Du ohne "stop and go" vorbei kommst und das belohnen oder mit Spieli die Aufmerksamkeit auf Dich lenken. Und dann den Abstand verringern.
    Spielende Hundekumpel sind halt 100 mal toller als so'n blödes Leinenführigkeitstraining ;)

    Der Hund geht sonntags in die Hundeschule/Welpenstunde, bislang macht ihn das nur noch wilder.

    Das klingt, als würdest Du erwarten, dass der Hund (wie ein Kind) in die Schule geht und da lernt.
    Ich verrate Dir was: In der Hundeschule lernst allein DU.

    Natürlich kennt er kein "Nein", wenn Ihr es ihm nicht beigebracht habt.
    Schimpfen ist erstmal Aufregung und pusht ihn hoch.
    Ihn überall mitnehmen und dann erwarten, dass er allein sein kann geht auch nicht - das muss man üben.

    Generell ist ein Hundebaby - ja, ich sag das bewusst - eben ein unbeschriebenes Blatt. Du legst einem Säugling auch keine Mathe-Klausur in die Wiege.
    Er ist stubenrein. Das ist super! Lies mal rum, wie viele das Problem noch nicht im Griff haben.
    Setz Dir kleine Ziele und übe da konsequent.
    Welpenzähne tun weh, es wird jetzt eh kühler: langärmlige Pullis, lange Hosen und ÜBEN.
    Fang damit an und baue dann darauf auf.
    Der Kleine muss nicht viel können, außer zu Euch zu passen.

    Ich interpretiere mal, dass in Deinem Text die pure Verzweiflung steckt und Du es gar nicht so böse meinst.
    Sollte ich falsch liegen, dann entscheide zum Wohl des Tieres und gib ihn zurück an den Züchter. Kein Welpe "läuft einfach mit". Du musst ihm erst beibringen, einfach mitlaufen zu können. Und das ist am Anfang eben ein gutes Stück Arbeit und Zeitaufwand.

    Kommt vielleicht auf den Hund an. Ich hab es ja aus der Situation mit meinem Hund beschrieben. Wenn ich ihn absitzen lassen habe, konnte er in aller Ruhe fixieren.
    Das führte dann meist zur Eskalation.
    Auch bei anderen Hunden habe ich im Lauf der Zeit bemerkt, dass Absitzen oft dazu genutzt wurde, zu starren und dann ist meiner ausgeflippt.

    Einige Hunde können diese "Bewegungslosigkeit" auch gar nicht aushalten, wenn der fremde Hund näher kommt und sie ja dem Befehl "sitzen bleiben" folgen wollen/müssen. Ist ja nur meine Erfahrung / Meinung. Ich kann auch falsch liegen :)

    Also unser Trainer meinte, dass das Absitzen lassen, wenn ein Hund von vorn kommt, kontraproduktiv ist, weil es beiden Hunden Gelegenheit gibt, zu "provozieren".
    Der sitzende Hund kann den anderen anstarren/fixieren und der von vorn kommende (pöbelnde) Hund denkt sich u.U. "warum geht der Mistkerl nicht weg" und spult sich richtig auf.

    Keine Ahnung ob es stimmt, aber mir schien das logisch.
    Habe das dann mal bei meinem ausprobiert und ihn absitzen lassen, wenn ein Hund von vorn kam. Er hat ihn wirklich nicht aus den Augen gelassen und ist oft genug im letzten Moment hoch geschossen - was mir ziemlich peinlich war. Denn die anderen Besitzer fühlten sich ja auch "sicher", weil der Kerl saß.

    Von da an haben wir das "aneinander vorbei gehen" geübt. Mein Hund wog 50kg, der hat sich einfach hingelegt und Anker gespielt. Da war nix mit Tragen oder ziehen ;) Das war sehr hilfreich, denn ich MUSSTE ja was tun.
    Wir haben dann wie doof geübt. Ich bin sogar extra die Hundemeile gelaufen, um genug Begegnungen in freier Natur zu haben (auf dem Trainingsplatz konnte er es nämlich).
    Am Anfang musste mindestens die Straße dazwischen sein, dann haben wir über Wochen hin die Abstände verringert, bis er auch Seite an Seite an anderen Hunden vorbei gehen konnte. Dauerte, hat aber gelohnt.

    Im Fall des beschriebenen Kangal-Labrador-Mix (der auch Familienmitglieder gebissen hat und deshalb eingeschläfert wurde) vermute ich sehr stark Zwangeinwirkung bei der Beeinflussung unerwünschter Verhaltensweisen.

    Das kann gut möglich sein, dass da auch "Fehler in der Erziehung" eine Rolle gespielt haben. Wobei meiner Meinung nach in dieser Familie eher gar keine Beeinflussung stattgefunden hat, sondern der Hund "einfach machen durfte". Kurz vor der Eskalation durfte die Mutter nicht mehr ins Wohnzimmer und die Kinder nur noch durch eine bestimmte Tür ins Haus.
    Meine Bekannte war die 4. Besitzerin des Hundes (innerhalb von knapp einem Jahr).
    Sie hatte ihn aus dem Tierheim, wo er laut Beschreibung nur saß, weil die letzte Familie zerbrochen war. Im Nachhinein stellte sich heraus, da waren drei kleine Kinder, eines davon behindert und der Hund "lief nebenher". Aber da war es schon zu spät anscheinend.
    Ich hatte sie damals gewarnt und auch Tipps gegeben, um den Hund zu führen und vor den Problemen gewarnt und musste mir echt auf die Zunge beißen, dass ich kein "ich hab es Euch gesagt" hinwerfe.
    Die Leute waren auch mit Hunden nicht erfahren und ich schätze die anderen drei Vorbesitzer ebenfalls nicht.
    Daher kann ich @Aoleon verstehen, wenn sie Bedenken hat.

    Und ich glaube nicht, dass das nur mit "Lernerfahrungen" zu tun hat. Hunde wurden ja immer schon auf Anlagen selektiert, um ihren Aufgaben gerecht zu werden. Wenn da das körperliche nicht zum Charakter passt oder eben zwei Charaktere total gegensätzlich sind, kann das auch bei bester Aufzucht und Erziehung ein Problem sein. In richtigen Händen sicher zu managen, aber auch nicht mehr als das. Ein Hund mit niedriger Reizschwelle, hohem Jagdtrieb und gleichzeitig dem "Freu-Gen" eines Labbi stelle ich mir extrem schwierig vor, wenn da - unbewusst - von unerfahrenen Haltern oder Besuchern eine Grenze überschritten wird und die Stimmung kippt.

    Das mache ich auch. Das ist aber hier in der Gegend auch Usus, man lässt hier eigentlich keine Hunde, (die sich nicht kennen), frei aufeinanderzudonnern. Generell trifft man wenig auf abgeleinte Hunde, wenn ich so drüber nachdenke.

    Natürlich. Ich wollte auch nur sagen, dass ich den Fehler gemacht habe, immer nur dann ran zu rufen, wenn ein Hund kam oder was anderes "Spannendes" war.
    Das hatte Iwan eben schnell raus. Der wusste beim Ruf schon, dass irgendwo was total Tolles sein muss. Also kam er nicht zu mir, sondern ging erst mal gucken.

    Also musste ich das abtrainieren, indem ich auch zwischendurch gerufen habe - ohne, dass was war. Wir hatten das Ranrufen völlig falsch konditioniert.

    Ich glaube nicht, dass @Gina23 das so gemeint hat.
    Sie schrieb ja, dass man es nicht pauschal sagen kann und erwähnte auch andere Faktoren.

    Vermutlich habt Ihr beide Recht.
    Ich kenne "Dünne", die sehr gesund und praktisch nie krank sind und ich kenne "Dicke", die fit sind.
    Genauso kenne ich "Normale", die den Arzt öfter sehen, als ihre Großeltern.

    Wenn man nicht gerade in den Extremstadien (massives Unter- oder Übergewicht) ist, wird vermutlich auch vieles subjektiv sein.
    Die Binsenweisheit, dass schlanke Menschen dauernd frieren, leistungsschwach sind und häufig kränkeln stammt aus einer Zeit, wo durch Hungersnot und Kriege tatsächlich etwas dran war. Ganz einfach, weil generell Nährstoffe fehlten.
    "Normalgewichtige", die sich permanent von "falschem" Essen mit wenig Nährstoffen und viel Chemie ernähren, werden ziemlich sicher nicht gesünder sein, als ein schlanker Mensch, der auf seine Ernährung achtet.

    Das heißt ja nicht, dass man Dir Deine Erfahrung abspricht. Ich z.B. habe mich mit 57kg auch nicht wohl gefühlt, obwohl das absolut mittig beim BMI war. Jetzt mit 53kg fühle ich mich sehr viel besser und die letzte Erkältung *klopft auf Holz* liegt mehr als ein Jahr zurück (trotz einiger schwerer Grunderkrankungen).