Beiträge von Maus1970

    Zitat

    Na ja, doof ist natürlich, dass das Grundstück in dem Fall nicht eingezäunt/eingefriedet ist. Ein kleines Kind kann nicht zwangsläufig erkennen, wo eine Grundstücksgrenze anfängt oder aufhört und Eltern werden nicht unbedingt haftbar/verantwortlich gemacht, weil sie ihre Augen nicht überall haben können und auch nicht müssen lt. Rechtssprechung, soweit mir bekannt. Bei eingefriedeten/verschlossenen Grundstücken, wo bestenfalls noch Warnschilder angebracht sind, wird, so viel ich weiß, mittlerweile auch häufig zugunsten des "Verursachers" entschieden. Wäre also auch wieder noch was anderes. Bei uns z.B. müßte man gezielt über den Zaun klettern, das wäre dann aber auch Hausfriedensbruch, Warnschilder zwecks Hund haben wir auch ...aber ob das bei Kindern auch greifen würde :???: ...keine Ahnung :ka: Aber wie hoch muss denn ein Grundstück eingezäunt sein, um dass es als "sicher" gegen kletternde Kinder gilt? 10 Meter hoch und ein Riesen-Netz oben drüber :???: Nee, ich glaube, da könnte man sich schon erfolgreich gegen verteidigen. Ach so, ja, wir hatten auch schon Nachbarskinder, die über den Zaun geklettert sind, weil der Ball rübergeflogen ist, obwohl sie wissen, dass hier ein Hund lebt. Ich glaube, da würde ich die "Schuld" auch nicht einfach so auf mich nehmen ...weil, alt genug sind die Kinder eigentlich, um zu verstehen, dass man das nicht macht :???:

    Das stimmt schon: Eltern können und müssen ihre Kinder nicht überall beaufsichtigen. Sie dürfen und müssen ihren Kindern auch eine altersgemäße Selbständigkeit zugestehen.
    Aber mal ganz ehrlich, daß ein 7 jähriges Mädchen noch nicht dazu in der Lage ist zwischen Bürgersteig und fremden Grundstück zu unterscheiden und noch dazu auf einen fremden Hund auf dessen Grundstück zu geht ist doch schon krass, oder? Und die Mutter steht daneben und hindert ihre Tochter nicht daran. Das finde ich schon ganz schön heftig.
    Wie ein Gericht in einem solchen Fall entscheidet vermag ich allerdings nicht zu sagen.
    Was ich mir aber sehr gut vorstellen kann ist, daß sich die Mutter nicht wieder melden wird weil ihr, nach dem sie zur Ruhe gekommen ist, vermutlich selbst klar geworden sein dürfte, daß sie sich in dieser Situation nicht gerade mit Ruhm bekleckert hat.
    Zum Einen weil sie zugelassen hat, daß ihre Tochter zu dem fremden Hund hin läuft und zum Anderen weil es ihr anscheinend wichtiger war sich bei den Hundehaltern zu beschweren und die zu beschimpfen anstatt zunächst einmal ihre Tochter ärztlich versorgen zu lassen.
    Das ist allerdings nur meine Vermutung
    LG

    Franziska mit Till

    Du kannst es aber auch so machen, daß du Merlin immer komentarlos anleinst sobald es an der Tür klopft und du dann gemeinsam mit ihm zu Tür gehst und den Besuch begrüßt. Wichtig ist Merlin dabei komplett zu ignorieren egal wie er sich benimmt. Es ist dein Besuch und du öffnest deine Haustür. Sobald du den Besuch begrüßt hast und Merlin ruhig ist leinst du ihn wieder ab und der Besuch darf ihn begrüßen. Er wird diese Zuwendung nun nicht mehr mit dem Klopfen verknüpfen, wei das zu lange zurück liegt und danach zuviel geschehen ist.
    So lernt er, daß er in dieser Situation absolut nichts zu melden hat und das für ihn nichts spannendes passiert. Im Gegenteil das an der Leine zu Tür "gelatsche" nach dem Klopfen wird ihm vermutlich recht schnell langweilig werden und er verändert seine Erwartungshaltung von jetzt: Es klopft = Halter/in kommunizieren mit mir, beachtet mich, es kommt jemand ich werde beachtet und begrüßt
    zu = Es klopft, niemand beachtet mich es wird nur langweilig an der Leine zur Tür gelatscht. Das Klopfen gilt Halter/in.
    Vielleicht kannst du dir eine Zeit lang jeden Tag Leute zum Training bestellen. Dann kann Merlin das ganze schneller lernen.

    LG

    Franziska mit Till

    Hallo liebe Themenstarterin!

    Das ist ja eine ganz blöde Sache die euch da passiert ist.
    An eurer Stelle würde ich als Sofortmaßnahme mich gemeinsam mit deiner Mutter hinsetzen und so genau wie möglich und mit Uhrzeiten versehen aufschreiben was heute Mittag genau passiert ist. Also so eine Art Protokoll erstellen solange die Geschehnisse "noch frisch" sind und ihr euch noch ganz präzise an den genauen Ablauf und die Uhrzeiten erinnern könnt. So habt ihr alle Fakten beisammen falls noch etwas nach kommen sollte. Außerdem wirkt es später sehr viel glaubwürdiger wernn ihr genaue Uhrzeiten nennen und aussagen könnt ihr wisst alles noch deshalb so genau weil ihr es euch gleich notiert habt; sollte die Sache vor Gericht landen.
    Bei dem Mädchen entschuldigen könnt ihr euch ja nun leider nicht, da ihr keine Kontaktdaten erhalten habt. Das ist Schade aber nicht zu ändern. Vielleicht könnt ihr trotzdem etwas für das Mädchen besorgen. So habt ihr jedenfalls etwas in der Hand, falls die Familie des Mädchens noch einmal Kontakt zu euch aufnehmen sollte und damit euren guten Willen zeigen.
    Wie die ganze Sache rechtlich aussieht kann ich dir leider nicht sagen, da bin ich keine Expertin. Was mir nur in den Sinn kommt ist die Tatsache, daß offensichtlich jeder das Grundstück betreten kann ohne auf den Hund hingewiesen werden. Das heißt auch Postbote, Zeitungsboten gegebenenfalls Leute die Hilfe suchen, als Menschen denen man durchaus zugestehen würde das Grundstück zu betreten werden nicht auf euren Hund hingewiesen. Oder gibt es ein Warnschild.
    Nichts desto trotz hat ein 7 jähriges Mädchen, noch dazu in Begleitung seiner Mutter!, absolut gar nichts auf eurem Grundstück und an eurem Hund zu suchen. Ganz klar. Ein 7 jähriges Mädchen sollte eigentlich bereits selbst wissen, daß man an fremde Hunde nicht ungefragt heran geht. Von der Mutter mal ganz zu schweigen. Vielleicht ist die Reaktion der Mutter auch zum Teil auf ihr eigenes schlechtes Gewissen zurück zu führen. (nur eine Vermutung)
    Ihr könnt im Moment wohl nichts weiter tun als abwarten.
    Sollte eine Anzeige folgen würde ich an eurer Stelle nichts selbständig unternehmen sondern sofort einen Anwalt einschalten und das weitere Vorgehen mit ihm absprechen.

    LG

    Franziska mit Till

    Zitat


    Wow, lass uns treffen. Und wunder dich nicht wenn sich dein Hund danach anders verhält, ich werde versuchen sie zu vertauschen :D


    Na rein theoretisch dürfte er sich auch endlos weit von mir entfernen, aber dann soll er erst seinen Chip rausrücken und sein Körbchen packen :D


    Glaube ich nicht. :lol: Den bringst du mir mit Sicherheit noch in der ersten Nacht freiwillig zurück. Schätze der würde dir die Ohren voll jaulen und dir Ewok rebellisch machen. :D

    LG

    Franziska mit Till

    Zitat

    Ich sehe das zwar auch so, allerdings stellt sich mir doch die Frage was maximaler Gehorsam und was maximale Freiheit bedeutet. Als ich noch beim SV war gab es viele Hunde, die in meinen Augen schon irgendwie krankhaft darauf fixiert waren Befehle zu bekommen, welche sie ausüben konnten. Dennoch wurden viele dieser Hunde in Zwingern gehalten und durften keinen Kontakt zu Artgenossen haben um den Gehorsam nicht zu gefährden.

    Und ein Jagdhund kann unter Umständen zwar eine super Erziehung genossen haben, ist aber dennoch vielleicht nie im Wald ableinbar, weil der Jagdtrieb zu stark ist.

    Oder anderes Beispiel:

    Hund möchte sich in einer Mega Matschpfütze wälzen. Frauchen sagt "Nein". Der gut erzogene Hund gehorcht und meidet den Matsch. Der nicht gut erzogene Hund geniesst dennoch das Schlammbad und ist hinterher vermutlich glücklicher als der gut erzogene Hund.

    Und dann gibt es noch die Katzenhasser. Meine Hündin hört zwar sehr gut, aber bei Katzen hört dann doch der Spass auf.

    Das ist ein gutes Beispiel für das was ich unter "maximaler Gehosam hat maximale Freiheit zur Folge" nicht verstehe.
    Wenn mein Hund, wie in dienem Beispiel auf sein Abbruchkommando , zuverlässig hört kann ich gewisse Dinge einfach zu lassen wenn es möglich ist, weil ich weiß, daß ich ihn abbrechen kann wenn ich darauf angewiesen bin.
    Wie oft habe ich meinen Goldie Gino z.B durch die dicksten "Potten" laufen und sich wälzen lassen, weil er, als ausgewiesener Wasserhund, fast nichts so geliebt hat wie das. Getoppt wurde das nur noch von einer Toberunde mit anderen Hunden. So oft wie möglich habe ich ihm das "Matschen" ermöglicht und ihn sich seine Wege gehen lassen. Diese Freiheit konnte ich ihm aber nur zugestehen, weil ich wußte, daß er ohne wenn und aber auf sein Abbruchkomando hören würde und ich somit die Gelegenheit hatte ihn, an Tagen an denen ich darauf angewiesen war, halbwegs sauber mit nach Hause zu bekommen. (Wenn es beispielsweise zeitlich mal wirklich eng war und ich keine Zeit für eine gründliche Hundereinigung hatte.) Hätte er nicht so gut auf sein Abbruchkomando gehört, hätte ich ihm gegebenen Falls solche "Matschtouren" generell verbieten müssen.
    Das ist meine Vorstellung von dem Satz: "Maximaler Gehorsam ermöglicht maximale Freiheit" Für mich muß Gehorsam nicht gleichzusetzen sein mit Einengen.

    LG

    Franziska mit Till

    Zitat

    Weils so schön zum Thema passt...Hier sieht man den Unterschied zwischen einem Hund der kaum erzogen ist aber einfach brav ist und beim Rudel bleibt und einem Hund der nur dank passablem Gehorsam freilaufen kann. Aber nur wenn man genau hinsieht.

    http://www.myvideo.de/watch/8594249/Waldgassi

    Warum ruf ich so oft ab? Tja, das ist eine Stelle in unserem Wald, an dem er öfter mal ein Bambi aufspürt und ausserdem kamen aus dem zu Beginn kreuzendem Weg zwei Nordic Walker denen er soooo gern hinterher wäre. Vor einem halben Jahr hätte ich ihn in dieser Situation noch nicht laufen lassen können, für Pluto eine Reizsituation mit mittlerem Schweregrad ^^

    Wer die Beaglesprache lesen kann sieht wie gefangen er ist zwischen Wunsch und Wirklichkeit und dass er sofort weg wäre wenn - ja wenn ich ihm nicht im Nacken säße :p Schade dass ich unsere vorherige Diskussion zum Abbruchkommando nicht auf dem Video hab, welche glücklicherweise so gut getimed war dass ich ihn weiterhin freilaufen lassen konnte. Ihn anzuleinen hätte ihm Stress erspart. Ihn nicht anzuleinen hat ihn einen kleinen Schritt auf dem Weg zur perfekten Impulskontrolle weitergebracht.

    Was ich damit sagen will: Wald, zwei freilaufende Hunde, auf den ersten Blick alles easy, alles gleich. Aber wer genau hinsieht: frei ist hier nur einer.

    Ein tolles Video.Ich finde man kann den Unterschied recht gut erkennen. Sobald du ihn frei gibst geht Pluto wieder auf maxiamle Distanz zu dir. Gehalten von einem unsichtbaren Band zwischen euch.
    Ich finde es auch absolut erstrebenswert wenn ein Hund frei laufen kann. Vorzugsweise auf den täglichen Gängen oder eben in eingezäunten Gebieten.

    OT an: Schade, daß ich kein Video von unseren Gängen habe. Dann könnte man gut sehen, daß Till sich fast kontär zu Pluto verhält obwohl es beides Beagle sind. Till hatte nie den Drang eine große Distanz zwischen uns zu bringen und blieb schon immer selbstständig in meiner Nähe; verhält sich also eher so wie Ewok.
    OT aus.

    LG

    Franziska mit Till

    Toller Hund, super Figur!

    Ich denke auch, daß du dir absolut keine Sorgen zu machen brauchst. Parasietenbefall hast du ja bereits ausgeschlossen, auf andere Erkrankungen gibt es keinen Hinweis und das Mehr an Bewegung ist Fakt. Ich würde einfach schauen wie sich das Gewicht entwickelt. Wenn er zu dünn wird oder du das Gefühl hast er hat nicht nur Appetit sondern extremen Hunger, dann steigerst du seine Futterration einfach. Da er gerne firsst, wird er das dann ja auch gerne annehmen.
    Schön, ich sehe immer mehr agile, schlanke und lebensforhe Möpse! Ist doch ein super Leben für deinen Hund. :gut:


    LG

    Franziska mit Till

    Ich würde deine Freundin am Anfang gar nicht mit dem Fahrrad vorbei fahren, sondern vorbei schieben lassen um den Erregungslever möglichst gering zu halten. Wenn dein Hund sie erkennt würde ich ihn ruhig auflösen und zu ihr hin lassen. Ich finde es durchaus gut wenn dein Hund lernt, daß hinter Fahrradfahren "ungefährliche" Menschen stecken. Dann kann sie sich mit dem Fahrrad immer schneller vorbei schieben und letztendlich vorbei fahren. Lass ihn ruhig sehen, wie deine Freundin aufsteigt. Er soll ja durchaus lernen: Fahrradfahrer sind völlig ungefährlich. Vielleicht kannst du dann noch mehr Bekannte aquirieren die dann genau so verfahren. Wenn das alles gut klappt würde ich ruhig versuchen ein paar, für deinen Hund, unbekannte Menschen zu finden, die ihn erst begrüßen und dann vor seinen Augen aufsteigen und an ihm vorbei fahren. So entwickelt er eine positive Erwartungshaltung gegenüber Fahrradfahrern. Sollte er dann zu allen Fahrradfahrern hin wollen kannst du dann an der Schleppleine trainieren, daß er dich bei einem Fahrradfahrer anschaut und mit dir im Fuß weiter geht. Der Unterschied ist, daß du es wesentlich einfacher haben wirst seine Aufmerksamkeit zu gewinnen, wenn die Fahrradfahrer positiv besetzt sind und keine Angstagression mehr bei ihm Auslösen, weil dadurch der Erregungslevel extrem sinkt.

    LG

    Franziska mit Till

    Ich arbeite generell gerne mit dem Clicker, nicht nur beim Antijagdtraining. Ich finde man kann mit dem Clicker schön leise und unauffällig effektiv belohnen. Das finde ich in manchen Situationen sehr angenehm.
    Ich bin so angefangen, daß ich den Clicker zunächst erst einmal positv konditioniert habe, damit mein Hund den Clicker mit etwas Schönem/einer Belohnung verbindet.
    Dazu habe ich meinen Hund in einer ruhigen Situation ohne Ablenkungen angesprochen und auf mich konzentriert. In die einer Hand habe ich ein Leckerlie genommen, in die Andere den Clicker. Sobald mein Hund ganz und auf mich konzentriert habe ich geclickert und ihm dann sofort das Leckerlie gegeben. Das habe ich eine ganze Zeit lang täglich gemacht.
    Dann habe ich begonnen den Clicker ab und an in klaren, dem Hund bekannten, Situationen anstelle meines Belohnungswortes einzusetzen. So habe ich meinen Hund nach und nach daran gewöhnt das eine Belohnung entweder verbal durch sein Belohnungswort oder eben durch den Clicker erfolgen kann.
    Der Vorteil der Clickers ist in meinen Augen, daß man eben wesentlicher unauffälliger Belohnen kann als verbal. Was ich gerade in Situationen wo man unter vielen Menschen ist als sehr angenehm finde und zum Anderen ist man mit dem Clicker häufig noch eine Ecke präzieser als verbal. Was das Training noch ein Stück effektiver gestaltet.
    Zu dem habe ich festgestellt, daß mein Hund den Klang des Clickers an sich schon recht gerne zu mögen scheint.

    LG

    Franziska mit Till