ZitatDas sehe ich nicht so. Warum sollte es anders sein als bei positiver Verstärkung durch Belohnung? Entscheidend ist, dass der Hund sein Fehlverhalten mit einer Sanktion verbindet. Erklär mal, warum es immer dieselbe sein muss. Ich kann doch z. B. auch positive Verstärkung mit Strafe verbinden (Leckerlies, Leinenruck). Entscheidend ist nur der richtige Moment und die Verknüpfung.
Der Unterschied ist, daß eine positive Strafe für den Hund etwas negatives ist, und er deshalb versucht sie zu vermeiden. (Darauf zielt sie ja auch ab: Hund zeigt Fehlverhalten-erfährt positive Strafe-erlebt sie als negativ und vermeidet deshalb das Verhalten, das zur positiven Strafe geführt hat.
Da eine positive Strafe für einen Hund etwas negatives ist, ist es für ihn wichtig genau zu wissen wann sie erfolgt und wie er sie vermeiden kann. Ein Hund der nicht immer und mit der selben positiven Strafe gestraft wird kann das nicht wissen; denn mal erfolgt auf ein und das selbe Verhalten eine positive Strafe und mal nicht. Er weiß also nicht woran er ist. Und das führt zu Unsicherheit im Allgemeinen und in der Beziehung zum Menschen.
Um mal bei deienm Beispiel mit dem Leinenrucken zu bleiben: Du gehst mit deinem Hund spazieren. Der zieht wie ein irrer an der Leine. Du gibst ihm im richtigen Moment einen Leinenruck. Der Hund lernt: Leinen ziehen=unangenehmer Leinenruck=lasse ich besser sein.
Hund läuft einen Augenblick lang gut an der Leine, beginnt dann wieder zu ziehen. Diesmal sagst du aber nur "Nein" Hund reagiert und geht wieder eine Zeit lang gut an der Leine. Dann legt er wieder los mit ziehen. Diesamal du sauer:"Jetzt ist aber Schluß" und ruckst wieder an der Leine. Für den Hund ist da nichts berechenbar.
Bei positiver Bestärkung fällt das nicht ins Gewicht, da dem Hund ja nichts Negatives wiederfährt wenn diese mal ausbleibt oder es ein anderes Leckerlie gibt. Es ist nichts im Spiel was dem Hund unangenehm ist und er meiden möchte. Das ist der springende Punkt.
LG
Franziska mit Till