Beiträge von Maus1970

    Na, klar. :D

    Ich erzähle einfach mal wie wir den Abruf geübt haben. Wir haben ein "Superwort" (SW) aufgebaut. Das SW ist ein Wort, daß wir im normalen Sprachgebrauch n i e benutzen, damit es zu keinen Verwechslungen kommt und der Hund dieses Wort niemals so neben bei hört; sondern nur dann wenn auch er und der Rückruf gemeint ist.

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    Zunächst haben wir ihn auf das Wort konditioniert. Dazu habe ich im Haus, in einer ruhigen Ecke, ein suuuuuper, suuuuper Leckerlie in die Hand genommen. Sobald ich seine Aufmerksamkeit hatte, habe ich das Wort gerufen und ihm dann sofort die Belohnung gegeben.
    Das habe ich so 2 Wochen lang jeden Tag 3 Mal 10-15 Durchgänge gemacht. Dann habe ich das SW in ganz einfachen Situationen ohne Ablenkungen trainiert und die Anforderungen langsam immer weiter gesteigert. Stück für Stück. Extrem wichtig dabei ist, daß der Hund beim Training k e i n e Fehler machen darf. Das heißt man darf das SW wirklich nur dann und wirklich nur dann rufen wenn man sich absolut und 1000% sicher ist, daß der Hund sofort angesprintet kommen wird. Der Hund soll gar nicht erst auf die Idee kommen, daß man das SW überhaupt ignorieren kann. Deshalb lieber 10 Mal zu leicht trainieren als einmal zu schwer. Das Schwierigste daran ist es seinen Hund immer richtig einzuschätzen. Um den Abruf aus dem Spiel zu trainieren bin ich dann Beispielsweise ganz nah an die spielende Hunde heran gegangen (wenn sie gerade mal einen Augenblick stationär gespielt haben) und haben ihm dann die Superbelohnung fast vor die Nase gehalten. Sobald er seinen Kopf in meine Richtung gewandt hat habe ich das SW gerufen und ihn sofort belohnt wenn er die zwei Schritte zu mir gemacht hat. Genau so bin ich bei extrem spannenden Gerüchen vorgegangen.
    Parallel dazu haben wir von Beginn an ein normales Rückrufwort trainiert. Bei uns heißt es "Komm hier". "Komm hier" benutzen wir im Alltag für die alltäglichen Situationen damit sich das Superwort nicht abnutzt. Den normalen Rückruf haben wir aufgebaut in dem er, jedes Mal wenn er kam, ein Leckerli bekommen hat. (keine Superbelohnung; sondern normales Trockenfutter)
    Bei uns funktioniert der Rückruf sehr gut. Mit dem SW kann ich ihn aus allen schwierigen Situationen abrufen. Aus dem Spiel als auch vom Wild. Für die ganzen alltäglichen Situationen nutzen wir das normale Rückrufwort. Wobei ich da darauf achte, daß ich dem "Komm hier" nie das SW folgen lassen muß, damit er nicht lernt das "Komm hier" zu ignorieren um das SW zu hören und damit die bessere Belohnung zu erhalten.

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    Aber in den allermeisten Situationen reicht das "Komm hier" vollkommen aus, so daß ich das SW ab und an bewußt benutze auch wenn das "Komm hier" reichen würde, damit das SW immer präsent bleibt.

    LG

    Franziska mit Till

    Ich habe sehr gute Erfahrungen damit gemacht parallel zum alltäglichen Rückruf noch ein spezielles Superwort (SW) aufzubauen. Zum Einen lässt es einem die Zeit das Superwort wirklich mit Ruhe und Geduld aufzubauen, weil man im Alltag den normalen Rückruf nutzen kann. Zum Anderen hat man in schwierigen Situationen immer noch ein "Ass" im Ärmel.
    Wir benutzen im Alltag "Komm` hier" für den Rückruf. Das kennt er vom Welpenalter an. Zu Beginn hatte er noch Folgetrieb und ist immer gekommen wenn wir gerufen haben. Das haben wir genutzt und ihn für jedes zu uns kommen auf Kommando mit Trockenfutter belohnt. Als der Folgetrieb nach lies war ihm das Kommando schon recht gut bekannt sowie positiv besetzt und wir haben darauf aufgebaut.
    Das Superwort hingegen haben wir konditioniert und langsam, Schritt für Schritt, auftrainiert. (Wenn du magst kann ich dir gerne berichten wie wir trainiert haben)
    Mittlerweile ist es so, daß in allen alltäglichen Situationen "Komm` hier" nutze und das auch sehr gut funktioniert. In Situationen in denen es besonders schnell gehen muß, oder die sehr schwierig sind nutze ich das Superwort. (Bei uns ist es zum Beispiel Wildsichtung) Wobei ich das Superwort auch immer wieder mal in leichten Situationen nutze um es präsent zu halten.

    LG

    Franziska mit Till

    Ich halte dieses "das klären die schon unter sich" in diesem Fall auch nicht für richtig.
    1. Braucht Arthos jetzt Schutz. Besonders da er eh schon zu den Unterwürfigen gehört.
    2. Ist Arthos noch sehr jung. Wenn der in 1 - 1,5 Jahren richtig erwachsen und wohl möglich wesentlich sicherer geworden ist, kann es dir nämlich durchaus passieren, daß Arthos dann dem anderen Hund gerne einmal klipp und klar erklären möchte, daß er sein Verhalten absolut daneben findet und nicht mehr gewillt ist sich das gefallen zu lassen. Denn irgendwann ist auch bei deinem Hund der Frust riesengroß. Und dann habt ihr ein richtiges Problem, aber "vom feinsten".
    Und glaube mir wenn dann d e i n Hund i h r e m Hund welche überbrät wird, wird die gute Frau vermutlich plötzlich so gar nichts mehr vom "das klären die schon unter sich" halten und d e i n Hund ist dann auf einmal der "böse" und gemein gefährlich. Darauf kann ich dir Brief und Siegel geben. Wohl möglich hast du dann den Ärger, daß dein Hund als aggressiv eingestuft wird und Auflagen bekommt, nur weil er sich dann mal gegen den anderen Hund zur Wehr setzt, der ihn ständig gegängelt und schikaniert hat.

    LG

    Franziska mit Till

    ich würde den Schaden trotzdem noch melden. Manchmal hat man Glück und die Versicherungen zahlen aus Kulanz, auch wenn sie nicht müssten. ( Wenn man beispielsweise den Versicherungsvertreter persönlich kennt, oder man langjähriger Kunde mit mehreren Versicherungen ist. )
    Auf jeden Fall würde ich, bevor ich zahle, den Kostenvoranschlag genauestens prüfen.

    LG

    Franziska mit Till

    Erst einmal ist es toll, daß ihr Fortschritte macht und der Spaziergang gut gelaufen ist. :gut: Ich würde deinem Hund in solchen Situationen auch die Möglichkeit lassen schnell wieder aus der Situation heraus zu kommen und einfach schneller gehen. Die Leinenführigkeit würde ich dabei erst einmal außen vor lassen.
    Den Punkt würde ich erst angehen wenn ihr das Leinenpöbeln hinter euch gelassen habt und dein Hund mit Hundebegegnungen an der Leine keine Probleme mehr hat.

    LG

    Franziska mit Till

    Das tut mir wirklich leid für dich. Von meinem Rechtsempfinden her ist es absolut ungerecht, daß du nun alleine alles zahlen mußt.
    Rechtlich gesehen kann es wohl nicht anders sein, als daß der Halter für die Schäden verantwortlich gemacht wird die sein Hund verursacht; auch wenn Dritte ihn zu der Handlung veranlassen. Die letztendliche Entscheidung und Verantwortung liegt halt beim Halter und er muß deshalb auch für die Konsequenzen einstehen. Wäre es anders würden sich wohl sehr viele damit heraus reden, jemand anders hätte gesagt, und tatsächliche Oper würden leer ausgehen.
    Ich hatte so etwas ja schon befürchtet. ( siehe meinen vorherigen Post ) Allerdings hatte ich gehofft, daß ein Hundetrainer, auch rechtlich, anders in der Verantwortung stehen würde.
    Was ich extrem bedenklich finde ist, daß der Hundetrainer nicht bereit dazu ist für sein Handeln, seine Trainingsmethoden einzustehen und die Verantwortung für die Folgen seines Handelns zu übernehmen; sondern allen Ernstes noch Geld von seiner Kundin nimmt. Vermutlich sowohl für das Training als für den Schaden am Auto. Das finde ich nicht nur menschlich sondern auch fachlich vollkommen daneben.
    Deshalb wäre meine Überlegung, zwar zu zahlen, aber sich gleichzeitig darüber zu informieren ob man gegebenen Falls Schritte gegen den Trainer einleiten kann. Ich weiß nicht ob das Ordnungsamt die richtige Anlaufstelle für eine Beschwerde wäre, ob es einen Dachverband oder eine Zulassungsstelle für Hundetrainer gibt die man einschalten könnte. Vielleicht ist es ja auch möglich, daß du im Gegenzug Schadensersatz/ Schmerzensgeld für deine Verletzungen vom Trainer einforderst. Ich weiß nicht ob so etwas möglich ist, oder Aussicht auf Erfolg hat. Aber informieren darüber würde ich mich.
    Auf jeden Fall würde der Trainer das Geld von mir mit dem Kommentar erhalten: "Ich stehe für die Folgen meines Handels ein, was man leider von ihnen nicht sagen kann"

    LG

    Franziska mit Till

    @BerndFfm

    Das wird wohl nur gerade soeben reichen. :lachtot: :flucht: Du siehst ja bei meinem "Monster" was da für Kräfte wirken können. :lachtot:
    Auch von uns: "Viel Spaß beim Mantrailing"

    LG

    Franziska mit Till

    @arnie

    Vielen Dank!
    Wir machen das jetzt seit knapp 2,5 Jahren und trainieren einmal wöchentlich. Ungewöhnliche Abgänge sind z.B welche mitten in die Pampa wie du es auf dem Video gesehen hat, oder mittendrinn die Straßenseite wechseln ohne, daß es eine Abzweigung, Einmündung oder ähnliches gab.

    LG

    Franziska mit Till

    Ich sehe das ganz ähnlich wie BieBoss

    Deine Versicherung wird wohl nicht zahlen, da du den Schaden nicht fristgerecht gemeldet hast. ´( Was wirklich sehr schade ist denn dadurch hättest du dir viel Arbeit erspart. Die Versicherungen kennen die Rechtslage auf diesem Gebiet sehr genau und wenn die dir gesagt hätten, sie zahlen nicht, weil du nichts zahlen mußt, dann hättest du schon eine ziemlich sichere Hausnummer für dein weiteres Vorgehen gehabt. Aber ist leider so gelaufen und kann man nun nicht mehr ändern. )
    Du und dein Hund habt nichts beschädigt. Also mußt du auch erst einmal nichts bezahlen. Beschädigt hat der Hundetrainer sein eigenes Auto. Von daher wird er für seinen Schaden wohl selbst aufkommen müssen.
    Allerdings bin ich mir nicht sicher ob in diesem Fall nun die allgemeine Tiergefahr greift, weil dein Hund den anderen Hund bedroht hat und der Trainer nur deshalb rückwärts gegen sein Auto gelaufen ist, weil du deinen Hund nicht mehr halten konntest. Auf der anderen Seite hat der Trainer sich ja bewußt selbst in dieses Lage gebracht.
    Allerdings kann man auch argumentieren, daß du als Halterin für deinen Hund, und dafür wie du ihn führst, verantwortlich bist; und ihn so führen mußt, daß niemand zu Schaden kommt. Egal was dir Andere, auch ein Trainer, erzählen. Das soll jetzt absolut keine Kritik sein. Ich denke ein Training macht ja auch nur Sinn wenn man seinem Trainer vertraut. Von daher kann ich dein Handeln sehr gut nachvollziehen. Aber wenn es daneben geht, kann es durchaus sein, daß man rechtlich gesehen die gewisse, unbeliebte Karte gezogen hat...
    Ich bin absolut keine Rechtsexpertin, aber das sind Gedanken die mir beim Lesen deines Posts gekommen sind.

    LG

    Franziska mit Till