@naijra
Da hast du absolut Recht. Ich mache mit Till ja nun seit 2 3/4 Jahren Mantrailing und wir Beide, Hund und ich, haben sehr viel über einander gelernt. Ich habe sehr viel über die Kommunikation meines Hundes gelernt und darüber als Team zusammenzuarbeiten. Er spiegelt meine Fehler sofort wieder und gibt mir die Gelegenheit daraus zu lernen. Auch nach so langer Zeit entdecken wir jedes Mal wieder etwas Neues beim Mantrailen und nehmen neue Hürden/entwickeln uns weiter. Und genau das ist es was solchen Spaß macht. Und ehrlich gesagt genieße ich den Luxus das so tun zu können und mit Till nie in einen Einsatz zu müssen. Da würde man dann selbstverständlich unter einem ganz anderen Druck stehen, weil es da um Menschenleben geht.
Ich habe zwar erst den zweiten Hund, aber habe bereits da gemerkt wie verschieden die Herangehensweisen bei jedem Hund sein müssen, auch wenn sie sich in vielem sogar ähneln.
Till hat mich zum Beispiel gelehrt sehr ruhig zu agieren und sehr viel zu belohnen. Sobald man, ihm gegenüber laut wird, mutiert er zum Beagle
und wird stur, was er sonst absolut nicht ist. Sondern ganz im Gegenteil sehr kooperativ und neugierig auf alles Neue.
Mein erster Hund hingegen hat mich gelehrt konsequent zu sein und zwischen "ich will nicht" und "ich brauche jetzt aber" beim Hund zu unterscheiden. - Da mein hündisch zu diesem Zeitpunkt - noch wirklich miserabel war hat mein Hund halt gelernt so zu kommunizieren, daß selbst ich ihn verstehe.

Mein hündisch ist zwar noch immer alles andere als perfekt, aber ich habe doch stark dazu gelernt. Und genau das ist das Spannende und Schöne.
Ach, und das Allerwichtigste was ich gelernt habe ist die Tatsache meinem Bauchgefühl zu vertrauen. 
LG
Franziska mit Till