So schwierig es für die Themenstarterin auch ist, kann ich den Chef doch verstehen.
Der Chef wird von einer Mitarbeiterin, der Themenstarterin, gefragt ob sie ihren Hund mit ins Büro nehmen darf, den sie als Notfall von ihrer verstorbenen Tante übernommen hat. Der Chef ist so nett und willigt probeweise ein, stimmt sogar einem innerbetrieblichen Personalwechsel zu und nimmt dabei in kauf selbst eine neue Sekretärin einarbeiten zu müssen. Das finde ich schon sehr kulant.
Jetzt gibt es erneut Schwierigkeiten mit der Situation "Hund im Büro". Um diese in den Griff zu bekommen wären weitere Personalumstrukturierungen notwendig. Das ein Chef dann irgendwann an einen Punkt kommt an dem er sagt: "Ok, jetzt ist es aber auch genug." und sein Veto einlegt halte ich durchaus für legitim. Die kurze Frist ist für die Themenstarterin natürlich sehr problematisch. Allerdings nachzuvollziehen wenn man bedenkt, daß es um die Gesundheit einer anderen Mitarbeiterin geht. Diesbezüglich finde ich den Gedanken von Yane sehr wichtig, daß Tierhaare eben nicht nur im Büro der Themenstarterin bleiben, sondern zwangsläufig auch in gemeinsam von allen genutzten Räumen gelangen würden. Was je nach schwere der Allergie zu Problemen bei der allergischen Mitarbeiterin führen könnte.
Das sich die Themenstarterin selbst aktiv geworden ist und bei Kollegen schon einmal vorgefühlt hat, ob für diese ein Wechsel überhaupt in Ordnung wäre, finde ich gar nicht verkehrt. So kann sie dem Chef wenigstens einen konkreten Vorschlag machen.
Zu dem können wir nicht wissen wie aufwendig ein Arbeitsplatzwechsel wirklich wäre. (Irgendjemand schrieb, daß es bei eine Sekretärin kein Problem sein dürfe. Ich weiß nicht woher man das wissen möchte, wenn man nicht in der entsprechenden Firma arbeitet.)
Man darf ja auch nicht vergessen, daß es bei der Einstellung das Thema "Hund" noch gar nicht gab.
Liebe Themenstarterin, im Grunde sehe ich nur 4 Möglichkeiten für dich.
1. Du schaust dich nach alternativen Betreuungsmöglichkeiten um, und organisierst eine alternative Betreuung für deinen Hund.
2. Du veränderst etwas an deiner beruflichen Situation und wechselst den Arbeitsplatz oder reduzierst Stunden.
3. Du nutzt den Monat in dem du den Hund bei deiner Freundin untergebracht hast um ein gutes, neues zu Hause für ihn zu finden; und betrachtest dich als eine
Übergangspflegestelle für den Hund.
4. Du trainierst noch einmal das Alleinsein. Wobei du schauen must was da möglich ist und ob die Zeit reicht bzw. du nicht einfach zu lange abwesend bist.
LG
Franziska mit Till