Nunja... da wäre erst einmal die Frage, was du unter "aversiven" Methoden verstehst?
Für einige Hundetypen (in der Literatur als "high dopamine breeds bezeichnet) ist negative Strafe schnell ein aversiverer Zustand als positive Strafe.Und wie gesagt, ich sehe im Alltag zu viele Leute (und Trainer), die sich eben nicht zusammenreißen können und irgendwann unfair zu ihren Hunden werden. Ich verstehe nicht, warum das nun besser ist, als insgesamt fair mit dem Hund umzugehen und irgendwann mal im Verlauf des Lebens einen Bodyblock zu verwenden.
Ich kann`s Dir nicht sagen. Ich glaube hier wurde es schon öfter erwähnt, dass es vom Empfänger abhängt und er entscheidet, ob es strafend empfunden wird bzw. wirkt, auch wenn ich als Agierender es als Strafe anwenden wollte. Das ist auch mein Standpunkt.
Das heißt also wir können nur spekulieren und Entscheidungen anhand von Dem was uns geboten wird treffen.
Außerdem finde ich nicht, dass Strafe per se was Schlimmes ist. Auch im Training gibt es bei mir Bodyblocks. Ich denke auch selten darüber nach ob es sich bei meinen Aktionen nu um positive o. negative Strafe oder negative Verstärker handelt. Ich reflektiere und denke hinterher drüber nach, ja. Und dann passe ich an. Allerdings muss man eben schon vorher wissen was man nicht möchte und wie man fair bleibt. Eben drauf achten wie man etwas im Training nutzt, Strategien im Kopf haben wie ich mein Ziel erreiche ohne viel Unmut beim Tier zu erzeugen.
Das wäre wünschenswert.