Allerdings wenn ein Hund da ist, oder ein Mensch (oder gar eine Katze) dann kommt er gar nicht zur Ruhe. Er will dann spielen, rammeln und das die ganze Zeit solange derjenige da ist.
Rammeln hat nicht zwingend etwas mit Sexualität zu tun, sondern ist auch ein deutliches Anzeichen für Stress.
Welche Verhaltensregeln hat Dein Hund im Bezug auf Menschen/Besuch/andere Hunde gelernt?
Gibt man ihm dann eine Auszeit in einem anderem Zimmer, heult er und schleckt so lange an seinen Pfoten das er schon ganz kahle Stellen hat.
Diese sogenannte "Auszeit" ist für den Hund ein Ausgrenzen von seinem Rudel. Und sei es nur von seinen Familienmenschen. Wie soll er dabei lernen? Dass er dabei nicht lernen kann zeigt sein Angstgeheule!
Du bist hier gefordert um dem Hund aufzuzeigen, wie er sich richtig verhalten soll. Besser wäre es Du würdest ihm antrainieren sein Körbchen aufzusuchen um dort in aller Ruhe beobachten zu können. Hunde lernen auch durch Beobachtung; nicht durch Wegsperren! Letzteres macht nur weiteren Stress. Das sieht man dann am Pfotenlecken!
JEDER meiner Rüdenbesitzer, der ein chemische Kastration hat machen lassen, hat den Rüden dann kastrieren lassen, weil JEDER gesehen hat, wie anders, einfach und unkompliziert es gehen kann.
Das ist sehr stark verallgemeinert und schön geredet. Es gibt auch etliche Nachtteile - Kastratenfell, Ängstlichkeit und wenn das Verhalten ausschließlich erziehungstechnisch zu suchen ist, ändert auch eine Kastration nichts. Von daher würde ich jetzt erst einmal mit einem durchdachten Erziehungskonzept für den Umgang mit Menschen/Tieren arbeiten und das auch über einen längeren Zeitraum durchziehen. Sein bisheriges Verhalten hat sich verfestigt und es braucht Zeit bis er umdenken kann.