Beiträge von Grinsekatze1

    Der Hund wird nicht als Hund betrachtet, sondern als Projektions-Fläche für eigene Ideen, persönliche Ästhetik, Effekthascherei oder wie immer man das nennen will.

    Aber offenbar stehe ich da so ziemlich alleine auf weiter Flur da, wenn ich dabei an die Persönlichkeit des Hundes, an seine Würde und an Tier-Ethik denke.

    Nein, Du stehst da nicht alleine auf weiter Flur, es wurde von mir durch andere Worte schon angesprochen und andere User sehen es auch so. Es drückt es eben jeder anders aus.

    Nie im Leben wäre ich darauf gekommen, dass sie das machen würde, wenn es den Tieren irgendwie schaden würde,

    Ich glaube, dass niemand hier im Forum dem Frauchen unterstellen will oder unterstellt hat, dass sie den Tieren schaden will. Nein, sicherlich nicht! Den Tieren geht es sicherlich auch sehr gut!

    Es ist einfach dieses Einfärben, das nicht gerade so gut rüber kommt. Es tut den Hunden nicht weh; aber warum macht man das? Will man auffallen? Will man mehr Aufmerksamkeit?

    Warum nicht die von Natur gegebene Fellfarbe? Warum den Hund nicht einfach so belassen wie er ist?

    In dem Thread hier geht es aber nun mal um das Färben von Hunden (meiner Meinung auch ganz allgemein und nicht um die Hunde von DF-Usern).


    Das es viel viel Schlimmeres gibt (bzw. Schlimmes sofern man Färberei generell nicht schlimm findet) bezweifelt denke ich mal hier keiner.

    Damit sei die Frage erlaubt, ab wann fängt "das Schlimme" an und "wann ist es weniger Schlimm"? Wo ist die Grenze? Wann wird sie überschritten?

    Mal ganz allgemein betrachtet, nicht nur zum Thema Hund färben: warum scheint es denn so unmöglich zu sein, dass man Dinge "einfach so" und "für sich" tut?

    Dinge die Deine Person betreffen, "einfach so" und "für Dich zu tun"...... tja, jeder kann mit seinem Körper machen und tun. Auch, wenn man seine eigenen 4 Wänder verwandelt .... auch nicht meine Sache; Du musst Dich ja wohlfühlen. Von daher, bis dahin völlig in Ordnung.

    Nicht in Ordnung finde ich anderen Lebewesen Deinen Stil aufzudrücken. Deine Hunde haben nicht die Wahl dafür oder dagegen zu stimmen. Sie lassen es über sich ergehen, weil sie Dir uneingeschränkt vertrauen. Sie sehen sich selbst nicht einmal; ihnen ist es auch egal. Für meine Begriffe geht es doch sehr in die Vermenschlichung.

    Ich arbeite ja in der Pflege: auch hier ist es verpönt Menschen, die keine eigene Willensäußerungen haben, einen Stil aufzudrücken, den sie ein Lebenlang so nicht hatten. Das spricht gegen jegliche Moral.

    st schon klar, aber wenn ich mir die 2000 Euro erstmal vom Mund abgespart habe, damit ich mir den Hund leisten kann, fehlen die mir danach halt auch.

    Deshalb werden sich Menschen mit einem eher niedrigen Einkommen wohl seltenst sich mit solchen Anschaffungskosten beschäftigen. Die schauen dann eher auf die Quellen, wo es finanziell passt.

    Welche Vorteile gibt es dafür, wenn Hunde sowohl aus Tierschutz als auch aus Privathand über 2000 kosten?

    Sie sind nicht für alle Menschen erschwinglich. Das ist das gute daran. Das sagt aber nicht aus, dass die, die solche Hunde erwerben wollen, auch tatsächlich die nettesten und liebsten Tiermenschen sind.

    Meine Erfahrungen gehen eher in die andere Richtung. Die ärmsten Menschen hängen eher viel mehr an ihren Tieren und handeln in dem ihnen verfügbaren finanziellen Rahmen auch noch recht gut. Und manche - die tun einfach alles; verschulden sich, oder nehmen Ratenkauf beim Tierarzt in Anspruch. Letzteres halte ich nun wirklich nicht für verwerflich!