Ich habe mich da auch unter Druck setzen lassen. Anrufe am Nachmittag bis in den frühen Abend. Ich: "Ich habe Magen/Darm und es geht einfach nicht". Irgendwann, nach etwa 20 erneuten Anrufen (Gejammer: "ich finde niemanden der einspringt...."), habe ich mich breitschlagen lassen und bin doch in den Nachtdienst gefahren. Zusammenarbeit mit der Chefin, die auch eingesprungen ist und mir beteuerte "Hauptsache sie sind da und ich bin nicht alleine".
Den ersten Nacht-Rundgang haben wir gemeinsam im Haus noch notfallmässig hinbekommen. Dann konnte ich nicht mehr, musste mich hinlegen. Sofort eingeschlafen und beim Wachwerden habe ich erneut mehrfach erbrochen. Meine Chefin hielt mir die Brechschale und meinte "Das geht so nicht, das könnte sie nicht verantworten". (Toll, dass sie das jetzt feststellt). Um Mitternacht kam dann der Ersatz für mich und ich konnte (mit dem eigenen Auto) nach Hause fahren. Es hat niemand interessiert, ob und wie ich nach Hause gekommen bin. Es gab keine Anrufe, ob ich angekommen bin und wie es mir in den Folgetagen ergangen ist. Was meint ihr, wie ich mich da gefühlt habe?
Auf jedem Fall gab es für mich keinerlei Kompromisse mehr. Krank ist krank und da kann anrufen wer will! Niemals wieder! Bis heute blieb ich standhaft! Dank bekommt man in den seltensten Fällen!