Beiträge von Grinsekatze1

    Ich würde das (Fehl-)Verhalten nicht von der Rasse abhängig machen. Jeder Hund entwickelt früher oder später einen Wachtrieb und einfach rein und rauslaufen lassen bestätigt den Hund in seinem Kontrollverhalten. Da hätte viel früher bereits entschieden durchgegriffen werden müssen. Jetzt hat der Hund das verinnerlicht und da wird es schwer solch ein Verhalten umzukehren.

    Hund nur noch unter Kontrolle und Schleppleine rauslassen und das negative Verhalten energisch unterbinden.

    Einen Hund mit Bandscheibenproblem lässt du aber operieren, oder siehst in den nächsten 10-14 Tagen mit Physiotherapie und Schmerzmedis eine deutliche Verbesserung und wenn nicht, ja dann gehe ich den letzten Weg mit dem Hund.

    Es ist leider so, dass eine Besserung meist nicht in 10-14 Tagen erreicht wird. Da braucht es einfach mehr Geduld.

    Das Fatale an der ganzen Geschichte ist, dass der Muskelabbau und damit der Kraftverlust viel zu schnell stattfindet. Und wer keine Muskelkraft mehr hat, der kann auch so schnell nicht aufstehen, kommt nicht hoch.

    Was sagt ihr dazu?

    Ich habe mich da auch unter Druck setzen lassen. Anrufe am Nachmittag bis in den frühen Abend. Ich: "Ich habe Magen/Darm und es geht einfach nicht". Irgendwann, nach etwa 20 erneuten Anrufen (Gejammer: "ich finde niemanden der einspringt...."), habe ich mich breitschlagen lassen und bin doch in den Nachtdienst gefahren. Zusammenarbeit mit der Chefin, die auch eingesprungen ist und mir beteuerte "Hauptsache sie sind da und ich bin nicht alleine".

    Den ersten Nacht-Rundgang haben wir gemeinsam im Haus noch notfallmässig hinbekommen. Dann konnte ich nicht mehr, musste mich hinlegen. Sofort eingeschlafen und beim Wachwerden habe ich erneut mehrfach erbrochen. Meine Chefin hielt mir die Brechschale und meinte "Das geht so nicht, das könnte sie nicht verantworten". (Toll, dass sie das jetzt feststellt). Um Mitternacht kam dann der Ersatz für mich und ich konnte (mit dem eigenen Auto) nach Hause fahren. Es hat niemand interessiert, ob und wie ich nach Hause gekommen bin. Es gab keine Anrufe, ob ich angekommen bin und wie es mir in den Folgetagen ergangen ist. Was meint ihr, wie ich mich da gefühlt habe?

    Auf jedem Fall gab es für mich keinerlei Kompromisse mehr. Krank ist krank und da kann anrufen wer will! Niemals wieder! Bis heute blieb ich standhaft! Dank bekommt man in den seltensten Fällen!

    Weiß jemand zufällig, wie sich das bei einer Beschlagnahme mit einem Tierhaltungsverbot verhält? Wie wahrscheinlich ist es, dass das ausgesprochen wird? Ich würde es mir wirklich sehr wünschen.

    Das wird wohl sehr darauf ankommen, wie die Gesamtumstände zu werten sind. Vor allem muss ja auch jemand Anzeige erstatten.

    Ich hatte hier vor Jahren einen ähnlichen Fall. Völlig abgegraste Weide und ich habe aus meinem Grundstück die Schafe erst einmal mit Futter versorgt. Ordnungsamt angerufen - die kamen auch sofort und die veranlassten, dass der Halter die Tiere auf eine andere Weide bringen musste. Die Tierhaltung wurde ihm nicht untersagt. Allerdings waren die Tiere auch gesundheitlich völlig in Ordnung.

    Und mal zu dem „frisch geborener Welpe und Schnauze kurz“: es gibt so viele Rassen wo das so ist und sich die Schnauze eben noch im Laufe der Zeit entwickelt. Und das es auch auf die Perspektive ankommt.

    Schau Dir mal Dackelwelpen an: die haben neugeboren und auch noch nach 3 Wochen Köpfe wie kleine Rottweiler. Erst ab der 4. Lebenswoche fangen die Schnuten an sich zu strecken.