Beiträge von Grinsekatze1

    Bernersennenhunde leiden sehr unter erblich bedingten Knochenerkrankungen und von daher müssen vor der Deckung diesbezüglich Voruntersuchungen getätigt werden. Hier kann der Zuchtverband der Bernersennenhunden detailiert Auskunft geben.

    Auch wer Welpen ohne Papiere in die Welt setzt - keinem Zuchtverband angehört - haftet 2 Jahre lang für etwaig auftretende erblich bedingte Mängel an den Welpen. Der Welpenkäufer kann Schadenersatz einfordern! Hat Deine Freundin genügend Geld um für entstandene Kosten aufzukommen?

    Es ist ein Irrglauben anzunehmen, dass einmal Welpen bekommen, Gebärmutterkrebs vermeidet. Totaler Blödsinn! Reinigt sich die Gebärmutter nicht richtig nach der Geburt ist die Gefahr einer Gebärmutterentzündung um ein vielfaches höher.
    Deine Freundin will mit aller Gewalt Welpen und schiebt "Scheinargumente" vor.

    Wenn sie ihre Hündin wirklich schützen will, dann sollte sie endgültig kastrieren lassen. Das ist 100%iger Schutz!

    Was, wenn die Hündin bei der Geburt verstirbt?

    Zitat

    wir haben auch so ein Exemplar, das mittlerweile etwas über 2 Jahre alt ist..
    ..........................wenn kurzzeitig Fremde ins Haus kommen, muss unsere Maus entweder in ein Zimmer oder in den Garten.. . :-/

    Durch das Wegsperren wird nichts aber auch gar nichts verbessert. Im Gegenteil: der Hund lernt, Besucher sind was furchtbares, wenn die kommen muss ich weg.

    Damit kann das Problem nicht gelöst werden; es ist verschoben!

    Willst Du überhaupt an dem Problem "Beissen" arbeiten?

    Der Hund kam ohne Vorkenntnis seiner Vergangenheit zu Dir und wurde mit fremden Besuchern überschüttet. Ob er sich darüber wirklich gefreut hat, kann ich nicht beurteilen.

    Ich vermute eher, dass es sich um einen ängstlichen unsicheren Hund handelt und er bei dem Besucheransturm sicherlich mehr Schutz von Dir gebraucht hätte. Du hast ihm diesen Schutz nicht gegeben, sprich die Situationen nicht geregelt. Er fühlte sich alleine gelassen und hat für sich beschlossen jetzt zu regeln. Und das tut er jetzt, weil Du ihm nicht gezeigt hast, wie er sich verhalten soll bzw. Du ihm die Sicherheit nicht gegeben hast.

    Ein freundlicher Hund wird niemals innerhalb weniger Tag zum beissenden schnappenden Hund, nur weil er tagelang keinen Besuch zu sehen bekam.

    Du hast den Hund 4 Wochen und schon 3 Trainer gehabt? Er soll erst 5 Monate alt sein?

    Du hast schon gute Tipps erhalten: arbeite an der Grunderziehung und am Gehorsam und baue darauf auf. Besuche hat der Hund künftig zu ignorieren, es finden keine Kontakte statt. Wenn es klingelt, Hund anleinen, Du holst mit dem Hund an der kurzen Leine die Besucher an der Haustür ab, Hund absitzen lassen, Tür öffnen und Du gehst mit angeleintem Hund und Besucher in die Wohnung. Dort bekommt Dein Hund sein Körbchen zugewiesen und da hat er auch zu bleiben. Vorerst keine Kontakte mit den Besuchern, er soll erst mal in Ruhe alles kennen lernen dürfen. Geht Dein Besuch, Hund im Körbchen abholen, anleinen und gemeinsam den Besucher an der Wohnungstür verabschieden.

    Wichtig ist, dass der Hund eng an Dir und an kurzer Leine geführt wird. Positive Erlebnisse verstärken mit Wort/Leckerli, negative Dinge mit einem energischen "Aus" unterbinden.

    Die Frage ist hier, wem ist es denn zu kalt?

    Ein junger Hund muss raus, muss die Umweltreize kennen lernen und dafür bedarf es nicht eines stundenlangen Spazierganges. Eine halbe Stunde kann er ohne Bedenken draußen sein.

    In den ersten 4 Monaten sind unheimlich wichtig, da sollte der Hund schon so einiges kennen gelernt haben. Und wenn es nur auf dem Arm an einer dicht befahrenen Straße stattfindet, er fremde Personen kennen lernen kann oder auch nur sieht.

    Raus mit dem Hund in seine Umwelt. Er muss ja später darin leben!

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    Der Züchter kennt seine Hunde am besten und weiß anhand der Aussage dann welcher Welpe am besten zu den Leuten passt...

    Meine Devise ist allerdings, der Hund soll sich seinen neuen Besitzer aussuchen. Es soll ja "Liebe auf den ersten Blick" sein. Ob das beim Züchter machbar ist, keine Ahnung, habe noch keinen Hund vom Züchter gekauft...

    Ehrlich wärt am Längsten und jeder vernünftige Züchter ist auch Menschenkenner und wird seine Welpen nicht einfach so über den Tisch gehen lassen. Und ja, der Züchter kann, wenn er sich aktiv bei der Aufzucht seiner Welpen Zeit nimmt, sie beobachtet, auch deren Charaktere erkennen. Allerdings spielt die weitere Aufzucht beim Käufer und der entsprechende Umgang mit der Umwelt eine weitere große Rolle. Auch der bestveranlagte Hund kann durch falsche Behandlung schlecht werden!

    Sage deshalb dem Züchter, was Du von Deinem Welpen erwartest!

    Kein Welpe sucht sich seine Besitzer selbst aus. Das ist ein Ammenmärchen. Tatsache ist, dass es sehr offene Welpen gibt, die sofort angerannt kommen, wenn sie Aufmerksamkeit erhalten. In der Regel sind das die selbstbewussten und dominanten Tiere!

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    Aber wenn die Hunde sich schon gegenüberstehen und fixieren, dann heißt es doch es wäre besser, keinen Schritt auf die Hunde zuzugehen, oder verwechsle ich gerade was?

    Dann ist jede Handlung zu spät und Dir bleibt nur noch der geordnete vorsichtige Rückzug.

    Die deutliche Körperhaltung und das Abweisen des anderen Hundes muss frühzeitig - bereits im Ansatz, wenn Du siehst, der will sich annähern - einsetzen. Dann kannst Du den Fremdhund noch blocken.

    Ich sehe hier ein rüpelhaftes und distanzloses Verhalten seitens des anderen Hundes. Kein Hund hat auf einen anderen loszustürmen, ihn zu unterwerfen. Hier wäre die Hundehalterin der Gegenseite gefordert, so ein Verhalten zu unterbinden.

    Warum soll Dein Hund sich unterwerfen? Einfach so? Im Grunde wollen beide die Fronten klären. Leider ist der andere einfach nur ein Raufer. Dem fehlt Disziplin.

    Werde deutlich in Deiner Körpersprache, wenn Du annähernd merkst, dass der andere losstarten will, bau Dich groß und breit auf, stelle Dich vor Deinen Hund und mach dem Gegenüber unmissverständlich klar, dass Du hier regelst, er unerwünscht ist. Einen Schritt vortreten, mit der Hand und mit energischem, starken Kommando ("Hau-ab") zeigen, dass Du keine Übergriffe duldest.

    Meine Hunde können auch rein und raus. Im Sommer genießen sie sehr die Sonne und bleiben freiwillig dauerhaft draußen. Da ist ihnen die Freiheit draußen, die Natur mit all ihren Gerüchen und Aufregungen viel lieber als die öde, langweilige Wohnung.

    Im Winter können sie durch die Hundeklappe selbst entscheiden; da bleiben sie auch eher in der Wohnung. Bei Schmuddelwetter gibt es eher kontrollierten Ausgang und es wird abgetrocknet und dann herein gelassen. Noch vorhandener Schmutz wird täglich mehrfach weg geputzt. Der Putzeimer ist hier fester Bestandteil der Wohnungseinrichtung geworden. Wenn es jemanden stört - der kann ja fern bleiben!