Beiträge von Shoppy

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    Ich habe den Eindruck, du verstehst überhaupt nicht was gemeint ist und nimmst alles etwas bierernst, was wiederum der locker flockigen Einstellung widerspricht aber vielleicht betrifft das ja nur dieses Thema.

    Doch, ich hatte genau verstanden, was gemeint ist.
    Aber Wörter machen Bilder im Kopf und die beeinflussen, wie wir uns fühlen, und damit, wie wir uns Verhalten. Deshalb weise ich darauf hin, welche Eigentore man sich schießen kann, ohne dass man sich dessen bewußt ist.
    Ich kenne das Buch nicht, und kann deshalb nichts darüber sagen, aber ich kenne andere "humoristisch" gemeinte Sachen, und die helfen niemandem. Falls das bei diesem Buch anders sein sollte, schön.


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    Das hat nix mit Einstellung A oder B zu tun. Jeder Mensch, denn du schreibst Hunde sind keine Maschinen ... Menschen auch nicht, hat mal einen schlechten Tag ... je nach Wohngegend, Hundefrequenz (nehmen wir die Leinenaggro), Zeitpotential, Straß, familiären Umständen, Dauer die man das ganze Thema schon am Hacken hat, etc. pp. ist es eben nicht so, dass man monatelang fröhlich pfeifend durch die Gegend rennt, da kann man noch so engagiert und positiv sein und man sieht eben nicht den 20ten Hund der einem auf dem Gassigang begegnet als tolle Chance zu trainieren (außer man hat vielleicht ein Kleinkaliber an der Leine und keinen 30-60 kg Hund), sondern man ist einfach genervt, dass sich nix tut. Dann gibt es noch die Situation, wo jemand tolle Fortschritte gemacht hat und dann plötzlich scheint alles wieder weg ... tja die Wellenproblematik ... Training läuft nunmal in Wellen, d.h. aber nicht, dass sich jeder freut, wenn er mal auf der Welle nach unten surft .

    Natürlich hat es was mit der Einstellung zu tun. Wenn ich dir paar Seiten zu lesen gebe mit Begriffen, die mit hohem Alter, Krankheiten und körperlichen Beschwerden zu tun haben, wird deine Bewegungsschnelligkeit danach meßbar langsamer sein... ups!
    Natürlich haben auch Menschen einen schlechten Tag, und natürlich ist es dann schwieriger mit der Einstellung, "hey, egal was kommt, ich weiß genau, was dann zu tun ist" heran zu gehen, und diese auch immer umzusetzen, aber jedenfalls ist es einfacher, wenn man sich mal grundsätzlich VERSUCHT, diese Einstellung zu haben.
    Ausserdem ist es eine Sache der Gewohnheit und Übung. Hätte ich den Gandhi vor fünf Jahren bekommen, wäre ich kläglich gescheitert. Nicht nur, weil ich damals einfach das nötige Wissen noch nicht hatte - ich hatte auch weder die Erfahrung, noch die nötige Einstellung - und letztere hat sich als letzte eingestellt :roll:


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    Ich finde bei allem "die Welt ist rosarot und das Training ist ja so toll" sollte man auch ein wenig realistisch das menschliche Wesen betrachten.

    Wo habe ich geschrieben, dass die Welt rosarot ist?
    Ja, das Training ist toll!
    Unter anderem deshalb, weil ich die Welt realistisch sehe. Ich mach mir keinen Kopp mehr wegen der Blödheit anderer Menschen incl Hundehalter, die uns einfach überfahren, umrennen oder ihre "der tut nixe" in uns rein sausen lassen. Oder ob ich heute nun nur 2 Fahrräder/Autos treffen werde oder 200. Treffe ich andere Hundehalter mit freilaufenden oder an der Leine in meine Richtung schleifenden Hunden, sage ich EINMAL an, dass man bitte nicht näher kommen sollte, und wenn dies trotzdem tun, und mein anderes Leinenende dann grwawawa sagt, ist das eben deren Pech. Wer dann meint rumnörgeln zu müssen, bekommt ein freundlich gesagte: "Deshalb hatte ich darum gebeten, dass Sie nicht näherkommen/Ihren Hund abrufen..." Und sonst nur noch "Du bist so ein FEINER Hund" zu hören...

    Ich versuche aber weder ungefragt irgendwelche Passanten zu belehren, bringt eh nix. Damit ist mein Kopf frei, sich damit zu beschäftigen, was ich in der Situation für meinen Hund tun kann und sollte, und dann tue ich das und nur das. Da denke ich weder über rosarot noch schwarz und weiß nach, das ist Zeit und Energieverschwendung. Noch hänge ich ewig solchen blöden Situation hinterher - gleich im nächsten Moment könnte es ja sein, dass der grad noch keifende Hund von alleine drauf kommt, sich zu setzen, oder paar Schritte weg zu gehen. Ich will bereit sein, das zu sehen, damit ich es bestärken kann.
    Kann man das von jetzt auch beim nächsten Spaziergang? Vielleicht, falls es jemand hinbekommt, total geil ey, bei mir hat das Monate gedauert, unter anderem deshalb, weils mir keiner gesagt hat und ich alleine drauf kommen mußte...


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    Ich brauche lange, um anderen wirklich diese Einstellung zu vermitteln "hey toll, da ist ein Hund wir können trainieren", weil sich einfach zu lange die Einstellung festgesetzt hat "oh Gott ein Hund rette sich wer kann".

    Da gebe ich Dir absolut recht. Hunde können diese Einstellung sehr viel schneller wechseln und werden dann von ihren Menschen oftmals in ihr altes Verhalten "zurückgekippt", weil diese eben immer noch in ihrem alten Verhalten festhängen, oder mit "ich muß um diese Uhrzeit mit dem Hund raus, dass MUSS ja schiefgehen!" vor die Tür gehen. Klar - dann geht es garantiert schief!

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    Das ist aber absolut menschlich und jemand der einen durchdrehenden und keifenden Hund an der Leine hat (und keinen der nur mal wuff wuff macht) der wird - willkommen in der Realität- diverse Momente haben (denn dem realen Leben kann man nunmal nicht ständig aus dem Weg gehen, indem man extra in Ecken fährt wo weniger Konfrontationen mit dem Auslösereiz sind, denn man hat ja auch ein Leben neben dem Hund), wo man einfach nur genervt ist von seinem 4beinigen Begleiter.

    Jep, das ist menschlich!
    Und darauf wird in Hundeschulen nicht eingegangen, gell? Man bekommt gesagt, "Sie müssen einfach ganz entspannt bleiben".
    Aha. Und WIE zum Geier macht man das? DAS sagt einem da keiner.
    Dazu gehören VIELE Bestandteile. Einer davon ist, dass ich z.B. wenn ich Trainingssituationen stelle, die anfangs so piefig einfach sind, dass der Hund macht was er soll Jucheee!" und der Halter endlich mal spührt und erlebt, dass a. der Hund es kann und b. wie man sich dabei fühlt. Meistens kommt dann "Ja klar macht der nix, ist ja soweit weg, der andere..." Ja, genau das war Ziel der Übung. und ich kommtentier das mit Lob, damit der HuHa auch merkt, das es was besonders war, ich sag an, dass das ein bestärkenswertes Verhalten ist, clicken beohnen bitte!!! Denn ich möchte, wie beim Hund eine hohe Bestärkungsfrequenz b eim Menschen, damit sich sein Verhalten UND seine Emotion bei diesem Verhalten verändern.
    Und dann mach ich es schrittweise schwieriger. Das Problem dabei ist, das Lerntempo des Menschen mit dem Lerntempo des Hundes auf einen Nenner zu bekommen.
    Klar gibt es Rückschläge. Die gibts immer und überall. Wenn ich aber genügend "da und da und da hab ichs aber hinbekommen" "ausgesäht" habe, dann sind es eben nur Rückschläge und keine Niederschläge.
    Ich versuche die Halter darauf zu pohlen, dreimillionen Verhalten zu entdecken, die der Hund in Situation XY gut macht, und diese auch tatsächlich zu bestärken. Und schon fällt ein einzelner Rückschlag gar nicht mehr so ins Gewicht. Ich finde es schon wichtig, dass man sich eine geistige Notiz macht, um dann später darüber nach zu denken, warum es denn vielleicht nicht geklappt hat. Aber IN der Situation muß ich eben in der Situation bleiben. Wenn man sich dann über sich selber, über die anderen HuHas, oder weiß der Hulk wen aufregt, gehts gleich im nächsten Moment wieder was schief, weil man in dem moment noch gar nicht angekommen ist.

    Noch mal was anderes zur Einstellung gleich in zweifacher Hinsicht:
    Interessanterweise berichten Leute, die sich auf das "exotische" Entspanungssignal mit Haut und Haaren eingelassen haben, manchmal folgendes: "Neulich passierte XY und ich dachte schon "das wird niemals was" und dann ist mir das Entspannungswort rausgerutscht, obwohl ich es doch eigentlich noch gar nicht anwenden wollte und da konnte er dann.... machen und wir sind dann entspannt weiter gegangen!"

    YESSSSSSSS!!! WIR sind entspannt weiter gegangen, denn natürlich verknüpft sich das Signal beim Menschen auch mit Entspannung =)

    Klassische Konditionierung ist geil. Wenn man Sie denn FÜR sich einsetzt, und es nicht zuläßt, dass sie unbewußt gegen einen arbeitet.
    z.B: Man kann eine Schwächung des Immunsystems klassisch konditionieren. Man gebe Ratten Wasser mit einer bestimmten Geschmacksrichtung, das unwissentlich mit etwas verseucht ist, dass das Immunsystem beeinträchtig, wiederhole diese in ausreichender Anzahl, und das Wasser mit dieser Geschmacksrichtung wird eine Schwächung des Immunsystems hervorrufen auch wenn das Zeugs gar nicht mehr im Wasser ist... Cool, oder?
    Also, nicht dass man Ratten krank machen kann, sondern WIE STARK klassische Konditionierung wirkt.
    Also sollte man eben sehr wohl darauf achten, mit welchen Sachen man sich denn da grad selber konditioniert.
    Und im Fall von Leinenpöblern muß man zwei Lebewesen gegenkonditionieren.
    Daher ist die Einstellung sowas von wichtig...
    Seh ich grad bei einem Kunden, der sagt zu allem jaja, setzt aber alles gerade mal alibimäßig um. Und der Hat durchaus die Einstellung, dass er seinen Pflegehund gerne als eigenen übernehmen möchte.
    Wenigstens reicht das bisher aus, dass das Verhalten nicht schlimmer wird. :mute:


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    ...wo sie sich einfach wünschen nicht bei jedem Gassigang sich über jede Trainingssituation zu freuen, sondern wo sie sich wünschen einfach mal ganz entspannt mit ihrem Hund überall hin zu können.

    Und wieso widerspricht sich "auf etwas freuen" und "entspannt mit dem Hund überall hin zu können"?
    DAS ist doch genau der Punkt!!
    Wenn ich in meinem Kopf den Schalter umlege und mich auf evtl auftretende Situationen gut vorbereitet fühle, weil ich einen Plan hab, und weiß was zu tun hab, so gut, dass ich mich sogar freue, dann BIN ich doch entspannt! Denn dann hab ich gar keinen Grund mehr, mich aufzuregen.
    Klar - in einer Situation geht auch das Erregungsniveau des Zweibeiners rauf. Meine auch - aber es ist doch ein Unterscheid ob das Niveau bei "achdugroßeSch**e-ichwilleigentlichgarnichtraus" startet oder bei grade mal knapp über "Entspannt-Froi!!"
    Wenn ich alle paar Meter denke, "och NEIN, schon wieder DIE doofe Kuh mit dem ihrem keifenden Wasauchimmer-Hund", oder "MUSS denn jetzt der Mayer mit seinem fetten XY-Rasse kommen???", ist meine Erregungskurve mal mindestens so steil wie die von meinem Hund und ich starte schon viel höher. Wenn ich zuvor darüber nach gedacht habe:
    - wo ich den Leuten begegnen könnte, und mir für diese Orte zurechtgedacht hab, was ich wann wie mache, und zwar alles rechtzeitig, wenn der Hund noch kann" - dann kann ich viel lockerer ran gehen, denn ich hab einen Plan.
    Warum denkst Du das irgendwelche Elite-Einheiten ständig den Ernstfall trainieren, oder sportler immer wieder bestimmte Bewegungen trainieren? Die bereiten sich so gut wie möglich vor. Und es gibt Studien darüber dass es fast genauso gut ist, sich genau vorzustellen, wie man ein bestimmtes Verhalten richtig ausführt, als es tatsächlich direkt selber zu tun. Ein Hoch (oder drei) auf die Spiegelneuronen!!
    JA, es MACHT einen Unterschied, mit welcher Einstellung ich in eine Sache hineingehe!
    JA, vermutlich wird man auch das erst üben müssen!


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    Ich finde man sollte ein wenig realistisch bleiben und das bei aller Motivation, denn man muss ja auch die Belastung für den einzelnen Menschen begreifen und ernst nehmen, sonst kann man diese Negativmotivation auch nicht ändern oder verbessern. Ich kann nicht immer von mir ausgehen .. ich trainiere unheimlich gerne mit Hunden die wie auch immer geartete Probleme haben und es gibt mir einen unendlichen Kick, wenn ich positive Veränderungen für Mensch und Hund sehe und wie sie zusammenwachsen ... trotzdem gibt es unzählige Menschen, die im Grunde ihres Herzens nur mit ihrem Hund entspannt durch die Gegend laufen wollen und für die das eben alles belastender ist, was nicht gleichbedeutend damit ist, dass sie kein Erfolg im Training haben werden.

    Das ganze ist nur belastend und unrealistisch, wenn das das einzige wäre, was ich zu ändern versuche und zwar von Null auf Hundert, ohne Zwischenschritte.
    Aber diese Abhandlung steht in DIESEM Thread und wenn man sich anguckt, was nebenbei noch alles für unterstützende Maßnahmen angesprochen, verlinkt und erklärt worden, ist es das eben NICHT. Weder ist es das einzige, noch wird bei irgend einem anderen Bestandteil erwartet, dass es sofort und zu hundert Prozent richtig und vollständig einsetzt. Ich erwarte anfangs nicht mal das Umwenden nach dem Click, und habe beschreiben, wie ich mich dann verhalte! Schön wenn es klappt, auch nicht schlimm, wenn nicht, für diese Situation gibt es einen Plan...

    Es ist EIN weiteres kleines Puzzleteilchen.
    Und wenn man weiß, dass es das Puzzleteilchen gibt, kann man sich gedanklich damit auseinander setzen, und sich überlegen, wie und wo es hin passt, ob man dafür schon genügend Vorarbeit an anderer Stelle hat. Oder nicht.
    Wie gesagt: Bei mir ist dieser Bestandteil erst ziemlich spät angekommen (also im Vergleich mit anderen Puzzelteilen) - aber wenn ich mich früher damit befasst hätte, dann hätte ich es vielleicht früher für mich nutzen können - vielleicht auch nicht, keine Ahnung.
    Jetzt jedenfalls gehört es für mich zum Gesamtbild dazu. Und es ist etwas was ich an mir selber verändern kann - andere Sachen, wir z.b. das Verhalten von Auto-, Motorrad-, Fahrradfahrern, Passanten oder anderen Hundehaltern kann ich nicht verändern - meine Einstellung denen gegenüber aber sehr wohl. Nicht von heute auf morgen - aber in kleinen Schritten über einen mehr oder weniger langen Zeitraum - auf jeden Fall!


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    Nun gut aber das hat ja nun langsam wenig mit dem Thread ansich zu tun. Ich wollte nur zur Erheiterung des leidgeprüften (Achtung Humor/Ironie .. ich schreibe es lieber mal dazu) Hundehalters die Buchempfehlung einstreuen. Ist aber für jeden Hundehalter sehr amüsant :) .

    Ich finde es gut, dass Du das Buch genannt hast, denn es hat mich daran erinnert, diesen Sermon, den ich für sehr wichtig halte, hier mal abzulassen ;D
    Das Ding ist, dass solche Sachen immer erstmal Stellen im Hirn haben müssen, wo sie "andocken" können.
    Wenn es nichts gibt, wo das dran passt, dann sagt man "jaja" (oder gar "was für ein Schmarrn, totaler Blösinn, klappt nie, alles rosarote Wattebäusche..."), und es wird ausgesiebt, futsch, weg ist es.

    Liest oder hört man später was anderes zum Thema, meldet sich aber vielleicht irgendeine Stelle im Hirnchen, die sagt, ey, davon hab ich schon irgendwann irgendwo mal irgendwas gehört, in welchem Zusammenhang war das noch gleich, und schon fängt es an zu rattern. Vielleicht kommt Hirnchen dann wieder zu dem Ergebnis,, ach nee, der Blödsinn!" und siebt es wieder aus - aber je öfter man drüber stolpert, und aus verschiedenen Richtungen und in verschiedenen zusammenhängen, deso klarer wird möglicherweise das Bild, desto besser versteht man es und Plötzlich macht es CLICK Ach soooooooooooooo ist das gemeint.... und dann kann man es ohne weiteres rumgrübeln sogar gleich anwenden.

    (Fällt wem auf, welche Bestandteile des Puzzelteilchens ich vielleicht schon hatte, bevor ich merkte, dass es da offenbar ein Puzzleteilichen gibt, dass ich im Zusammenleben mit meiner Knallnase und im Training mit Kunden nutzen kann?? )

    Und manchmal hilft alles eben auch nicht.
    Ich glaub, mir könnte man jahrelang was zur Quantenphysik erzählen... Aber ich will ja auch nicht auf Quantenpysiker umschulen und siebe deshalb aus. Meine Einstellung hat was damit zu tun, glaub ich...

    Schon mal von Selbsterfüllender Prophezeieung gehört?
    Wenn man mit der Vorstellung eines "Leidensweges" an die Sache heran geht, muss man sich nicht wundern, dass genau das dabei heraus kommt.

    Ich habe einen Plan, wie ich mich verhalten, wenn ich mit Hund unterwegs bin - und der beinhaltet keinen Leidensweg, sondern "locker flockiges Pfeifen"... :roll:


    Es macht einen RIESEN Unterschied, ob man die Sachen, auf die der Hund reagiert selber als "ach du scheiße, nicht schon wieder" empfindet oder sie als "yeah, geil, neue Trainingsgelegenheit, wie kann ich die am Besten nutzen?" betrachtet.

    Klar ist, dass man bei Einstellung A nicht locker flötend durch die Gegend maschiert.

    Ist man mit Einstellung B unterwegs, dann allerdings sehr wohl.
    Man betrachtet die Reize nicht mahr als Einschränkung, Hindernis oder sonstwie blöde, sondern als Möglichkeit, dem Hund wichtige Informationen darüber zu vermitteln. Je mehr Gelegenheiten man hat, desto mehr kann man nutzen und desto schneller sieht man Trainingserfolge - das sind nicht immer Riesenschritte, aber wenn man die kleinen nicht sieht, kann man letztendlich die großen erst gar nicht erreichen...
    .
    Der einzige Haken an der Sache ist, dass man flexibel im Kopf sein muß bei der Einschätzung darin: was kann der Hund in genau diesem Moment in dieser Situaion mit genau DEM Reiz (und den vielleicht dreimillionen anderen Ablenkungen rundrum) und was kann ich verlangen/wieviel muß ich dem Hund helfen.

    Ist der Reiz piefig-gering, kann ich locker flötend vorbei marschieren, und dabei irgendwelche Signale abfragen, Sitz, bei Fuß, Handtouch, auf Mauern hüpfen, Autos angucken, "Stangen"Slalom durch geparkte Fahrräder laufen (der hat anfangs bei geparkten Fahrrädern und Autos genau das gleiche Spektakel gemacht, denn die könnten ja schließlich gleich losfahren....) oder solche Späßkes eben einfach lassen.

    Ist es mittelschwierig, kann ich lockerflötend stehen bleiben, den Hund stehen oder sitzen lassen und "Zeigen und Benennen" spielen, sich von Fahrrädern oder LKWs umfahren lassen... :headbash: und vielleicht ab und an ein Entspannungssignal einstreuseln.

    Ist es ziemlich schwierig, kann ich ihn mit Geschirrgriffsignal und Entspannungssignal "erden" und dann sehr viel clickern, damit er das "gerade noch so eben geerdete" Gefühl halten kann, bis die Situation vorbei ist. Ich kann versuchen, irgend wie mehr Platz gewinnen, oder dem Hund die Situation sonst irgenwie vereinfachen, irgendwas als "Sichtschutz" verwenden, den Hund umdrehen, oder mit zuvor geübten Übungen z.B. "Blind" machen. Ich kann, Hilfsmittel wie ein Calming Cap, Thundershirt etc. verwenden, wenn ich vorab weiß, dass ich in schwierige Situationen geraten werde - ich hab z.B Gandhis Thyoroxin-Dosis morgens erhöht, wenn ich nachmittags irgendwelche schwierigen Sachen mit ihm vor hatte. Ich kann im Nachgang dafür sorgen, dass sich seine Streßhormone wieder gescheit abbauen können, indem ich den rest des Tages und am Folgetag tatsächlich jeglichen Streßfaktor vermeide - nach einem steßigen Tag hat(te) er am nächsten Tag "Urlaub in Gartenien".

    Oder ist es grenzwertig oder sogar drüber, dann mit Geschirrgriff festhalten, das restliche Programm abfahren, auch wenn scheinbar nix beim Explodierenden Hund angkommt, und warten (nicht tatenlos, sondern eben die Werkzeuge anwendet, die man sich erarbeitet hat), bis der Sturm sich legt. Ich kann einen Spaziergang abbrechen, wenn ich merke, dass der Hund sich immer weiter hoch fährt und absolut nichts ihn wieder runter holt. Dann eben ab nach Hause und Ruhe und Entspannung für den Rest des Tages und den folgenden, damit die Streßhormone sich wieder auf das normale Level einpegeln können.


    Jeder muß für seinen Hund mit seinen individuellen Reizen eine Skala im Kopf haben: was geht, was geht nicht, bei welchen Randbedingungen UND man muß die Körpersprache seines Hundes lesen können. Denn gerade Anfangs stimmt die Abstimmung zwischen menschlicher Vorstellung "was geht" und Hundlichem Wissen "was geht" nicht immer überein (auch später liegt man ab und an daneben, so what). Wenn man aber lernt, das an der Körperpsrache seines Hundes rechtzeitig zu erkennen, kann man sein eigenes Verhalten ja entsprechend anpassen.


    Der Halter muß sich eben für eine Weile von der Vorstellung verabschieden, dass der Hund MUSS (meines Erachtens sollte es selbstverständlich sein, dass das ein fortwährender Zustand ist. Auch wenn der Crispel z.B. eine ziemlich coole Socke ist und so ziemlich alles mitmacht, was ich ihm so auftische, mute ich ihm nicht unbegrenzt Sachen zu, die er unangehme findet. Ich lasse keine Welpen auf seiner Nase rumtanzen, denn er findet die einfach gruselig. Ich hole ihn aus schwierigen Situation raus. Ich frage ihn, ob er in schwierigen Situationen Signal XY ausführen kann, und wenn er es nicht ausführt, dann weil er es tatsächlich nicht kann. Das ist für mich ein sehr wichtiger Hinweis: ich nehme ihn oft zu Trainingsstunden mit Leinenpöblern mit, und er ist mein Fremdsprachen-Dolmetscher - wenn er irgendwas macht, oder nicht macht, kann ich meine Rückschlüsse daraus ziehen, wie ER den anderen Hund einschätzt. Da ist er einfach viel besser drin als ich. Ich benutze die Signale da als Barometer: Findest Du den so weit in Ordnung, dass Du Dich hier hinsetzen kannst? Ja, gut, können wir vielleicht noch eeeeetwas näher heran gehen. Sitzen geht nicht mehr hm, dann haben Meter weiter weg. Ah, jetzt gehts, prima. Wenn er sagt, hier gehen wir einen kleinen Bogen, dann gehen wir da einen kleinen Bogen, wenn er sagt, hier muß ich jettz schnüffeln, dann bleiben wir halt stehen.

    Lest Eure Hunde und gebt ihnen ETWAS Platz oder Zeit, das zu machen, was sie in der Situation machen würden, wenn sie ohne Leine unterwegs wären. Ich seh immer mehr, dass das weder besonders riesige Bögen sein müssen, noch besonders viel Zeit beansprucht, wenn man einfach nur genau guckt:
    Der Reiz kommt in Sicht, was macht der Hund, dreht er den Kopf vom Reiz weg (das kann man anclicken....)? Wann macht er das? DANN einen kleinen Bogen anbieten. Bleibt er stehen und "MUSS" einen bestimmt unmarkierten Grashalm intensivst abstaubsaugern? Dann kann man das anclicken und eben stehen bleiben und etwas warten und dann wenn man denkt, dass man jetzt weitergehen könnte, mal nett fragen, ob auch der Hund weiter gehen kann. Man unterstützt die natürliche Kommunikation - und wenn der eigene Hund das drauf hat, kann man anfangen, den anderen Hund zu beobachten - man sieht, wie die sich grad anfangen aufzuplustern und Crispel sagt: "oh, aber daaaaaaaa riecht es spannenden, schaaaaaaaub" oder "Oh, ich wechsel grad mal kurz hinter dir auf deine rechte Seite!"... und man kann sehen, wie der andere Hund sich wieder entplustert. Cool... und das machnmal, obwohl dessen Mensch keinen Plan hat und den armen Kerl weiter hinter sich her schleift....


    Hunde werden ständig dazu gezwungen, hundlichen Kommunikationsmittel, die dazu dienen, Konflikte zu vermeiden, einfach nicht mehr einzusetzen. Menschen gehen keine Bögen. Menschen gehen gerade darauf zu, und sie bleiben nicht stehen, sondern ziehen ihren Hund hinter sich her. Das machen sie mit den Welpen schon so, und in den meisten Hundeschulen wird das genau so geübt. Der Hund hat mit zu kommen, basta! Und man übt, gerade und gleichmäßig schnell auf den anderen Hund zu zu gehen...
    Wieviel kontraproduktiver kann man es eigentlich noch machen? Ach ja, man nehme Abbruchsignale und Strafreize hinzu... :mute:
    Muß man sich denn wirklich wundern, dass Hunde an der Leine einfach explodieren, wenn sie einen anderen Hund sehen wenn man ihnen die Signale weggenommen hat, die eben dieses Explodieren verhindern sollen???

    Komme ich vielleicht etwas langsamer voran, wenn ich auf die Bedürfnisse meines Hundes eingeh, und mal da einen Kringel dreh und dort stehen bleibe und hier ein paar Schritte hinter dem anderen Hund her gehe, weil dero offenbar so draumatisch geil roch? JEP, das kann sein. Allerdings haben wir beide so sehr viel mehr Spaß am Spaziergang, als wenn ich stur auf meine Spur bestehe, und dann alle paar Meter frustriert werde, weil der Hund eine andere hat.

    Wenn ich mich im realen Leben nicht auf die Bedürnisse meines Hundes einlassen will, dann sollte ich im realen Leben eben keinen haben. Dann kann ich ja davon träumen, dass ich Timmy bin und Lassie mein Hund...

    So, sehr langes Traktat, sorry.
    Aber das ist mir wirklich wichtig: Hunde sind keine Maschinen, die man programmiert und fertig. Selbst wenn man Verhalten XY wirklich gut geübt hat, kann es sein, dass der Hund es in einer Situation nicht leisten kann.
    Na und?
    Geht davon die Welt unter?
    Bricht mir davon ein Zacken aus der Krone?

    Kleiner Tipp. Wenn man so dezente Signale hat, dass andere Leute sie gar nicht mitbekommen, dann kriegen die auch nicht mit, wenn der Hund sie mal nicht befolgt :p

    Oh, und was ich noch sagen wollte, weil ich grad "Leidenswege" aus den Augenwinkeln sah.

    Nicht eine Minute hatte ich ein "Leidenswegs"-Gefühl. Klar, ich war auch mal gefrustet, aber aber gelitten, nein, das hab ich nicht.
    Warum auch?
    Ich hatte meistens MEGAviel Spaß, weil ich jeden winzigsten Trainingsschritt bemerkt habe, und ich mich ausserdem noch über all die anderen lustigen Sachen, die dieser alberne Knallsack so anstellt, köstlich amüsiert habe.
    Warum ist man gefrustet? Weil man denkt, man war weiter fortgeschritten, aber man ist es offenbar nicht. Dann kann man sich natürlich da reinsteigern und alles Scheiße finden.
    Oder man macht die Augen auf und guckt, WAS der Hund in der Situation eben noch leisten kann. Und, WIRKLICH, irgendwas gibt es immer. Und das bestärkt man eben und arbeitet sich von da aus wieder weiter nach oben.

    Wenn man sich auf das konzentriert, was der Hund NICHT kann, dann bestärkt man eben das... Und kommt keinen Schritt voran und ist auch noch genervter und genervter dabei.
    ODER
    Man konzentriert sich darauf, was der Hund KANN, und dann bestärkt man das, bemerkt auch winzige Fortschritte und freut eich darüber.

    Welcher Ansatz ist wohl sowohl vor den Zwei- als auc den Vierfüßler am lohnenswertesten?


    Der einzige Vorteil den man bei dem ersten Ansatz hat, ist, dass man selber nicht sehr anstrengen und flexibel sein und mitdenken muß. Man macht einfach stur weiter, gell, und alles was einem nicht gefällt wird eben mit einer "Korrektur" geahndet. Vielleicht gibts noch ein paar Alibi-Belohnungen...

    Wenn man sich auf nette Methoden beschränken will, muß man halt immer aufmerksam sein und die guten Sachen, die der Hund in der jeweiligen Situation leisten kann, finden und bestärken und zwar HÄUFIG!

    Der Kunde, mit dem ich am Dienstag unterwegs war, war ernsthaft total stolz darauf, wie wenig "er mit Clicker gearbeitet und Leckerchen gegeben" hat (zwischen der Stunde davor und Dienstag) und ganz echt: man konnte das genau sehen - keinerlei Verbesserungen....
    Dann kann man natürlich hingehen und sagen, die Methode funktioniert nicht!
    Logisch, wenn man sie gar nicht anwendet.... :hilfe:

    Meine Spühlmaschine funktioniert auch nur, wenn ich sie richtig belade, diverse Reinigungsmittel einfülle, den Strom richtig anschließe und dann auch noch die Klappe richtig zu machen und anschalte... Komisch ej... Muß doch alles von alleine gehen... Mistdingen...

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    Ich könnt meinen Hund schonwieder..

    Ich habe wirklich das Gefühl, es wird nicht besser.
    Eben war 50m vor uns eine Hündin und Balu ist aus dem Jaulen nicht mehr rausgekommen :/ Selbst als man sie nicht mehr gut sehen konnte.

    Vielleicht war die Dame ja läufig ;D Wir Taubnasen riechens halt nicht...

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    Hab ihn absitzen lassen und da fing er an zu jaaaulen als hätte ich ihn grad sonst wie verprügelt.

    Wenn ich es mit Zeigen und Benennen probiert habe, dreht er sich zwar kurz um,aber sobald er das Leckerle hat sprintet er nach vorne hin los.

    Ich click in so einem Fall SOBALD das Leckerchen in der Schnüss ist WIEDER!
    Wenn nötig, verhindere ich rumhampeln mit dem Geschirrgriff, oder falls das schon geht, mit der Ankündigung des Geschirrgriffs (bei Gandhi ist das Signal zum "ins Geschirr grabbeln und festhalten" = Stop, aber ich habe schon ewig nicht mehr reingrabbeln müssen.
    (Dienstag haben wir auf einer Verkehrsinsel im brausenden Vormittagsverkehr "wo ist das Auto" gespielt - einmal "Stop" sagen, der Hund sitzt und los geht das Spiel...).

    Dann einfach so schnell wie irgendwie geht, Click-Leckerchen, Click-Leckerchen, Click-Leckerchen, damit er gar nicht erst auf die Idee kommt, hinterher zu hechten. bzw. auf die Idee, sich gedanklich von dem tollen Reiz zu lösen, und wieder mit Dir mitzuarbeiten.
    Denn gewünschtes Ansatzverhalten hast Du ja schon: er DREHT sich kurz um. Entweder mußt Du es so einrichten, dass er das einfach mehrfach schnell hintereinander macht. ODER Du verlängerst einfach die Zeit, in der er von dem Reiz abgewandt ist, indem du "abgewandt sein" so oft wie möglich anclickst und belohnst.
    Ich mach sowas durchaus im Wechsel, weil man ja eigentlich beides haben möchte: schnell abwenden können (um das üben zu können, muß man halt wieder "hin gucken" lassen) und "Aufmerksamkeit beim Menschen" (und um das zu üben muß man eben selbiges häufig bestärken).
    Wenn die Ablenkung so groß ist, dass er sofort wieder hingucken muss (ich schreib mit Absicht "muss"...), dann muß man das Kriterium für den Click (Dauer des "seinem Menschen Aufmerksamkeit schenken") gegen Null Sekunden senken, damit der Hund erfolgreich sein kann.

    Meistens kann man eine deutliche Entscheidung oder Verstehen erkennen, wenn die Sprechblase über dem Hundekopf erscheint, in der steht: "ach, du willst, dass ich DICH anseh - achsooooooooo, okay!" und dann kann man entweder die Zeit bis zum Click vorsichtig schrittweise ausdehnen, oder man "befiehlt" dem Hund, wieder nach der Ablenkung ausschau zu halten ;D


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    Er kann sich absolut nicht beruhigen und wenn man ihn dann zwangsweise hinsetzen lässt, geht das Gejaule los.
    Und da steh ich dann daneben und weiß überhaupt nicht wie ich mich verhalten soll.

    Und ständig darf ich mir von meinem Umkreis anhören, das ist halt so, jeder hat eine Macke...

    Ich schrob es schon mehrfach: "Eigentlich" ist mir die Körperhaltung erstmal egal. Aber ich versuche, die Belohnungen so zu geben, dass der Hund erstmal "hinsetzen" und später "sitzenbleiben" praktisch findet. Und sitzen auch am Besten noch "un-frontal" zur Ablenkung. Das shape ich mir schrittweise so hin, eben damit, wie ich die Leckerchen gebe.

    Ich versuche mit dem "Click" zu sagen (unter anderem): " unterbrich die Auffährtsfahrt mit dem Erregungslevel-Fahrstuhl und komm wieder etwas runter". Mit dem Leckerchen sage ich: "bitte wende Dich mir zu".


    Wenn man nix (oder das falsche *lol*) macht (wie 90% der Hundehalter), hat man eine Erregungslinie, die mehr oder weniger steil aufwärts geht, und der Hund ist der Ablenkung zu orientiert.

    Wenn man sehr schnell und sehr häufig unterbricht (mit dem Click) hast du eine Sägezahn-Zickzack-Linie, wo es zwar immer wieder nach oben ausschlagen wird, aber auch immer wieder etwas runter kommt. Vielleicht geht die Linie im Durchschnitt immer noch etwas rauf (besonders, wenn die Ablenkung auf Euch zu kommt) aber längst nicht so stark, schnell und lange nachwirkend.
    Und zusätzlich informiert man dadurch WIE man das Leckerchen gibt auch noch darüber, was Mensch denn am allerliebsten mag (nämlich Abwenden von der Ablenkung und Umorientierung auf den Menschen).


    Was man wann wie genau macht, muß man, sofern man nicht mit einem Trainer arbeitet, der einem über die Schulter guckt und einem in der Situation ansagt, was man machen soll, selber ein wenig ausjonglieren.

    Ich hab ja anfangs den Gandhi nur Sekundenbruchteile zu was auch immer gucken lassen und SOFORT reingeclickt.
    Dienstag hatte ich ihn mit zum Stadttraining und da hat er eindeutig seine "Verkehrssicherheitsprüfung" (angeleint) bestanden. Er hat EINMAL die Contenance verloren (wir standen an einem kleinen Mäuerchen, "durch" die eine Fahrradweg-Rampe vom Parkplatz zur Straße führt und wir standen wirklich direkt daneben. Vom Parkplatz kam eine Familie mit drei Kindern auf Fahrrädern angerauscht, gefolgt vom Pappa mit Fahrradanhänger mit weiterem Kind drin und großem schwarzen Hund freilaufend, zunächst, der wurde dann noch keifend rangerufen und angeleint (Kettenwürger am Fahrrad an ziehendem Hund........ *würgsel*) die Kinder waren schon über die Straße, der Vater schreit hektisch hinterher, die sollten warten. Er versucht hektisch hinterher zu kommen, der Hund hing im Halsband und dann kam natürlich auf der Straße ein Auto nach dem anderen von rechts und links, und der andere Hund fing das Brüllen an, da habe ich tatsächlich sein Geschirr festhalten (weil wir auf der Mauer saßen, hatte ich eh "Hand am Hund"). Er ist aber nur aufgestanden und hat zurückgebellt - kein rumgehechte... aber das ist OT

    Jedenfalls: JETZT kann ich ihn die ganzen Sachen lange angucken lassen, und das ganze funktioniert im stehen, sitzen, liegen und gehen, juchuuu!
    Und wenn ich nicht dieses seltsame Knacksgeräusch machen würde, täte es NIEMANDEM auffallen, dass ich da ÜBERHAUPT was mache. Sieht halt so aus, also ob ich "Sitz" im Straßenverkehr übe, und meinen Hund das ziemlich häufig machen lasse (wenn uns Fahrradfahrer in der Fußgängerzone fast über die Füße fahren... oder Oppies ihre "Rollatoren gegen Krückstock"-Rennen um uns herum veranstalten... ernsthaft, geht mal morgens in Holzminden auf den Marktplatz ;D oder Muddies sich und ihren Kinderwagen von ihrem kreischenden Jack-Russel-Terrier am Schmalspurhalsband zu uns rüber ziehen lassen... oder mitten in der Stadt freilaufende, Besitzerlose Fußhupen rumrennen... :sleep: chraaaaaaaapüüüüüüüüüüüüü... schnarch...

    Das war übringens erst das vierte oder fünfte Stadtraining überhaupt, und ansonsten traben wir irgendwo in der Feldmark rum, wo wir sowas alles garantiert NICHT treffen. Aber WENN wir sowas, oder was auch immer, treffen, spielen wir halt "Hochfrequenz-Wo-ist-das-'Was-auch-immer'?"...

    https://www.facebook.com/pages/Tausche-…7545490?sk=info

    Infotext:
    "Bringe uns Dein altes Stachelhalsband und tausche es ein gegen eine Trainerstunde.
    Beschreibung
    Eigentlich sollte es nur eine kleine Aktion auf einem kleinen Sommerfest werden... Aber Facebook ist bekanntermaßen ein Dorf ;) Und so wurde aus der kleinen Idee eine internationale, gemeinsame Aktion von Hundeschulen, die sich allesamt das Training über positive Bestärkung auf die Fahnen geschrieben haben.

    Unser Angebot:
    Bringe uns Dein altes Stachelhalsband (oder Würgehalsband) und tausche es ein gegen eine Einzelstunde.

    Egal, warum Du das Stachelhalsband bisher benutzt hast. Sei es,dass Dein Hund an der Leine zieht, ob er andere Hunde anpöbelt oder ob er jagen geht. Du brauchst dieses Halsband nicht! Lass Dich für eine Stunde auf unsere Art der Hundeerziehung ein, diskutiere mit uns, frage uns Löcher in den Bauch und vergleiche.

    Es sind mittlerweile so viele Hundeschulen beteiligt, dass wir die Facebook-Seite gesprengt haben ;)

    Hier findest Du eine Liste a l l e r beteiligten Hundeschulen:
    http://www.hundeschule-holledau.de/?page_id=1105 !"

    Viele Leute fahren erstmal ein Stück mit dem Auto, um die Engstellen zu meiden.
    Wenn das nicht geht, dann könntest Du versuchen rauszufinden, ob es Stoßzeiten, oder bzw. Zeiten gibt, wo meistens nix los ist.

    Es ist aber auch nicht weiter dramatisch, wenn man das alles eigentlich nicht umgehen kann.

    Beim Gandhi war das auch so - um mit dem irgendwo hin zu kommen, wo es keine Autos gibt, mußte ich halt erstmal raus auf die Straße - und prompt kamen Autos.
    Sofern der Mensch dann immer verläßlich bei seinem Plan bleibt (freundlich bleiben, ruhig bleiben, so viel helfen wie der Hund es braucht, mit so vielen Guten Eindrücken verknüpfen, wie es geht), dann sind solche blöden Situationen zwar nicht ideal, aber auch nicht dramatisch.
    Wirklich wichtig ist, dass man selber freundlich bleibt - das muß man selber auch erstmal üben. Man neigt azu, hektisch oder frustriert zu werden (ob nun mit dem eigenen Hund, oder mit den anderen HuHas, die einem gerade "das Training sabotieren"). ja, tun sie, aber nur soweit, wie man es zu läßt - was sie nicht sabotieren können sollten ist, die eigene Einstellung und das eigene Verhalten zum Hund.


    Wenn der Hund erstmal raus hat, dass sein Mensch in seinen Reaktionen auf andere Hunde verläßlich nett ist, dann muß er sich zumindest an dem Ende keine Sorgen machen. Und das tut er, wenn die Erfahrung gemacht hat, dass sein Mensch laut und/oder unberechenbar wird, wenn ein anderer Hund auftaucht. DAS sabortiert das gegenseitige Vertrauen und damit das Training - viel tiefgreifender, als fremde Hunde/HuHas das könnten...