Beiträge von Shoppy

    Tja, ein Nachteil des Arbeiten über Hemmen (Verhaltensabruch mit "Nein") ist, dass wenn der Auslöser für das zu hemmende Verhalten stärker ist, als das hemmende Verhalten des Halters, das Verhalten rauskommt, denn an der emotionalen Einstellung des Hundes zum Reiz hat sich nichts geändert.

    Pavlov... gewinnt immer...

    Solche Sachen werden ja auch nicht vergessen, auch wenn eine Weile nicht dran gearbeitet wird.
    Und wenn man zwischenzeitlich in allen möglichen anderen Kontexten an anderen Verhalten rumbastelt (Leine gehen, Fuß...) dann wirkt sich das ja trotzdem auch auf Situationen aus, in denen man einen Hund trifft.
    Unter anderem übe ich solche Sachen getrennt von einander. Beides gleichzeitig zu üben, oder in den betreffenden Situationen zu verlangen, ist, als ob ein Grundschüler nun plötzlich Mathe der 7 Klasse auf Französisch drauf haben soll. Das muß dann halt in die Hose gehen. Wenn man aber sowohl Mathe übt, und danach Intensivkurs Französisch macht, kann man danach auch Mathe auf Französisch... vielleicht noch nicht 7 Klasse reif, aber "altersentsprechend". :smile:

    Wobei man sich streiten kann, was "Basis" ist, und was Oberstufe :D

    Hallo Chrissy,

    ich würde mich freuen, wenn Ihr Euch an Nicola Barke von http://www.dogsperience.de/ wenden könntet.

    Ich kenne Nicola persönlich und kann sie als kompetente Trainerin weiterempfehlen, und sie macht auch bei der "Tausche Stachelhalsband gegen Training"-Aktion mit, sodass ihr sie ganz unverbindlich kennen lernen könnt.

    Die Schäferhunde, die ich bisher kennen gelernt habe, waren vom Training mit positiver Bestärkung sehr begeistert, haben motiviert mitgearbeitet, hatten viel spaß dabei und haben natürlich viel gelernt.

    Ich denke, bei Eurem Schatz wird das ganz genau so sein! :smile:

    Fanta,
    Ich muß doch davon ausgehen, was der Hund in der Situation leisten kann, und nicht davon, was ich gerne als Wunschziel habe, das in manchen Fällen vielleicht sogar völlig utopisch ist.

    Ich gehe davon aus, dass ein Hund, wenn er es KÖNNTE keinen Rabatz machen würde, weil das nämlich weniger kostet, biologisch betrachtet. WENN er also Rabatz schlägt, dann KANN er einfach nicht anders.

    Das ist ein Hinweis, das da an der Stelle Trainingsloch ist. Mehr nicht.


    Und JA, es gibt bestimmt Adrenalinjunkies, die "gerne" in solchen Situationen hochgehen.
    Leider bewirkt bei denen aversiver Verhaltensabbruch genau das, was man nicht will, die Erregung geht nch höher. Wird so aversiv, dass Hemmung eintritt, kann man die Erregung nicht mehr sehen... fein gell? Trotzdem ist sie da, man hat sich nur ein Pulverfass gebastelt, oder einen Hund mit erlernter Hilflosigkeit. Wers mag...

    Aber Ihr sagt schon auch mal "könnten Sie bitte zur Seite gehen", wenn Euch ein Betrunkener anlallt?

    Hunde sagens nun mal nicht mit Worten, sondern mit Bellern oder rumhampeln.

    Klar, das möchte man lieber nicht, SOGAR ich möchte das nicht :hust: aber wenns mal passiert, so what.

    Und bitte, ich habe "wenns MAL..." geschrieben, nicht "andauernd, immer, ständig..."

    Als Menschen können wir schlecht beurteilen, wie ausfallend der andere Hund grade gegenüber unserem geworden ist, also sind wir doch im Zweifel für den Angeklagten (unseren Hund nämlich) und tun in aller nettigkeit alles dafür, dass er möglichst nichts schlechtes damit verknüpft und er durch weiteres Training lernt, solche Anmache egal zu finden.


    Was hilfts schließlich, wenn man sich darüber ärgert?
    Nichts, man beschäftigt sich mit dem falschen Verhalten - was dadurch bestärkt wird... blöd...

    ach weißte, auch der netteste Hund redet wahrscheinlich mal Tacheles, wenn ein anderer ihm blöd kommt. Der Crispel findet die allermeisten Hunde nett - er möchte nicht mit alles Spielen, aber höflich guten Tag sagen geht immer. Ausser er wird angebratzt kaum, dass er den anderen Hund bemerkt hat. DANN sagt er auch schon mal "Ej, was soll den dass ich will doch nix von Dir! Nu halt mal die Füße still!" Und wenn der das macht, als Mr- Obercool, dann finde ich es verständlich, wenn es einem jungen ungestümen "Umschüler" noch schwerer fällt, auf Anmache nicht zu reagieren.
    Denn meistens ist es das - eine Anmache des anderen, die wir Fremdsprachler gar nicht mitbekommen haben ;D

    Zitat

    Eine Frage noch speziell zum Mobben: Ich mache dann den Geschirrgriff click, wenn der Hund sich zu mir zuwendet click - am besten nehme ich den hund dann kurz aus der Situation raus z.B. kurz anleinen, fingertouch machen oder so :???: bin mir da immer unschlüssig wie man das vielleicht gleich welpen am besten beibringt das mobben heißt "spiel beendet" ohne dass sie dann eher heftiger werden...

    Lg Caro & der kleine Schwarze

    Es ist nicht wirklich wichtig, was genau man macht - es ist nur wichtig, dass dabei das Erregungsniveau runtergeht. Das kann je nach Hund ganz was anderes sein. Kleine Aufgaben, wie Fingertouch gehen aber tatsächlich meistens ganz gut. Wenn das nicht reicht, kann man auch eine kleine Entspannungsphase mit Entspannungssignal einleiten und dann den Hund, wie es ihn jeweils gut entspannt, massieren oder Streicheln.

    Joa, Mobben. Mobben hat m.M.n. viel mit Frustrationstoleranz, Impulskontrolle und Erregungsniveau zu tun. Mit steigenem Erregungsniveau gehen die beiden anderen auch gleich mit vor die Hunde (hicks ;D).
    Wenn der Hund eh schon Schwierigkeiten hat, mit Frustration fertig zu werden, und zudem auch noch immer auf alle möglichen Reize voll reagiert, dann ergänzt sich das natürlich total prima.
    Wenn man jetzt dann immer Spiel unterbricht, wenns "mobbig" wird, KANN das dazu führen, dass der Hund noch frustrierter wird, weil er auch noch immer wieder bei dem unterbrochen wird, was er machen will.
    Das äußert sich dann darin, dass das folgende Spiel noch heftiger wird, oder, wenn noch nicht losgelassen, der Frust an anderen Sachen/Menschen abgeladen wird.

    Da würde ich: viele viele viele dafür aber nur sekundenlange Unterbrechungen einschieben. Einfangen, Leckerchen anbieten, zurück zum Spielen schicken - und am Allerbesten mit einem Hund der sozialsoverän dem Hund auch zu verstehen gibt, das Mobben mal gar nicht so gerne gesehen ist. Solche einen zu finden, ist aber nicht gar so einfach. Ich mein damit auch nicht "die müssen das unter sich ausmachen" - denn in dem Fall ist der Mobber wahrscheinlich entweder der Gewinner, oder wird selbst blöd vermöbelt. Beide Erfahrugnen sind Kontraproduktiv!
    Ich meine damit so einen wie den großen auf diesem und den folgenden Fotos. Der junge Rüde hat ihn zuvor einmal angerempelt und hat dafür einen anknurrer eingesteckt und kurz danach kam dann die folgende Fotosequenz zustande: https://picasaweb.google.com/10649803522833…409346639825106
    Ist der cool, oder was, läßt den einfach an sich abtropfen... Teflonbeschichtet ;D Ab und an kam mal ein grrr aus dem Hund, ansonsten nix, keine Zähne, kein Bellen, nicht einen Schritt zur Seite, einfach angewidertes Gesicht, Abwenden... Fels in der Brandung gnihihi


    Du brauchst ein kurzes knackiges Signal, dass dem Hund sagt, "genau das Verhalten ist gemeint, dafür gibt es eine Belohnung!" Das muß kein Clicker sein, ein kurzes Wort, dass Du ansonsten nie benutzt tut es auch. Ich sag z.B. CLICK oder YEP oder YES. Kurz und knapp, weil wenn es länger ist "geht" es über mehrere Verhalten des Hundes und der kann dann nicht genau entziffern, welches gemeint ist.
    Stell Dir dieses Signal wie einen Textmarker vor, der Dir aus einem Fremdsprachentext die Worte hervorhebt, die Du in der Lektion neu lernen sollst. Da ist es doof, wenn ein ganzer Absatz markiert ist, und du aus dem erstn noch rausklamüsern mußt, welches Wort genau gemeint ist.

    Zitat


    wir haben eine ganze zeitlang nach dem buch "alter angeber" v. patricia mc connel ,das "schau" geübt.
    im haus und im garten klappt dies 100% ,draussen sind wir auf nem guten weg.

    allerdings nur immer dann wenn ich direkt vor dem hund stehe.

    wäre für anregungen wirklich sehr dankbar.

    lg kirsten


    Hast du schon mal spontan auftretendes, selbstständiges Zurückgucken zu Dir bestärkt? Das hilft dem Hund zu lernen, aus allen möglichen Positionen zu Dir zu schauen. Dazu ist so ein Markersignal auch herorragend geeignet, weil es ja aus egal welcher Entfernung dem hund sagt "YES, danke für den Blickkontakt, jetzt gibts dafür eine Belohnung!" Gut, er muß dann vielleicht erst zurückkommen, oder du das Leckerchen ihm zuwerfen, aber es ist eindeutig, für welches Verhalten diese Belohnung gegeben wird.
    Hilf mir grad auf die Sprünge: Baut PMcC das mit Futterlocken zum Gesicht auf?