oh, vielleicht sollte ich sicherheitshalber besser "kann als CS gelesen werden" schreiben... garantiert gibts Hunde, die das nicht tun :|
Beiträge von Shoppy
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Ich persönlich finde es irgendwie verwirrend für einen Hund, wenn er angeleint einmal zum Hund darf und beim nächsten Hund nicht.
Ich "übertrainiere" das ja gerne, sodass das notfalls geht. Normalerweise bin ich auch für "keine Begegnung an der Leine - besonders mit Hunden, die man nicht kennt/von denen man weiß dass es vermutlich nicht gutgehen wird".
Aber man trifft ja immer wieder irgendwelche Deppen, die sich da ein paar Eier drauf pellen, oder die es einfach nicht wissen, dass man sowas besser läßt. Dann möchte ich halt, dass sowohl der Mensch als auch der Hund einen Plan hat, wie es gehen kann, wenn es eben mal gehen muß.Das "übertrainieren" geht ja aber auch erst, wenn die Grundlagen klappen:
- in relativ dichtem Abstand "unfallfrei" dran vorbei kommen - zumindest bei den jeweiligen Trainingspartnern
- Rückruf funzt auch bei schwerer Ablenkung (alternativ Fingertouch), damit man den Hund per Signal aus der Situation rausholen kann und nicht an der Leine rauszerren muß
- Entspannungssignal, um beim ruhigbleiben helfen zu können
- Geschirrgriffsignal, um notfalls eben doch auch mal reingrabschen und rausziehen zu können. Wenn auf das Signal tatsächlich schon zuverlässig gestoppt (oder noch besser hingesetzt) werden kann, hat man ein ziemlich geiles, positiv aufgebautes "abbruch" Signal, dass vom anderen Hund als "Calming" Signal verstanden wirdDie Idee, dafür ein Signal einzuführen, wie z.B. das "geh gucken" ist super - so weiß der Hund dann ja ganz genau, wann es erlaubt ist.
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Deshalb lasse ich meine angeleinten Hunde auch nicht bewusst zum anderen angeleinten Hund.Unbewusst kann es schon mal vorkommen bei 21 Hunden zum Spaziergang...., wenn man in 2erreihen läuft.
L.G., Claudia.
Ich mag das mit unbekannten Hunden auch lieber vermeiden. Wenn man aber mit bekannten (und gemochten) Hunden zusammen unterwegs ist, würde ich genau solche Gelegenheiten nutzen, es zu üben. Damit der nächste Volldepp, der seinen "Tut nix" seine Nase in den Po meines Hundes bohren läßt, so tief, dass es fas vorne wieder rauskommt, seinen Hund weiter ahnungslos durch die Gegend schluppen lassen kann, weil Herr Gandhi (oder der Crispel) dazu nichts weiter sagen als "Ej, Frauchen, da, der Hund bohrt IN MIR!!! nach Öl, gibt mir Essen!"
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@ Shoppy: sehr schön und vorallem Mut machend erklärt
Danke - ich geb mir Mühe

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Das finde ich immer das schwierigste an geschriebenen Trainingsanleitungen.
Ja, der Ablauf soll sein: "Hund sieht anderen Hund, click, Belohnung, Hund guckt..."
Aber es ist sehr schwierig zu beschreiben, WIE GENAU dieser Ablauf bei einem individuellen Hund aussieht.
Manche muß/kann man lange gucken lassen - die werden hektisch, wenn man zu schnell rein clickt.
Andere habe so eine kurze "Zündschnur", dass sie in die Luft gehen, wenn man NICHT sofort reinclickt.
Dann gibts welche, die Angst haben hin zu gucken, da hat man schon mit dem ersten Schritt, dem Anclicken des erblickens Schwierigkeiten, weil sie sich höchstens aus den Augenwinkeln trauen hinzugucken.Wann wie wo clicken, und was als Belohnung verwenden: alles extremst individuell.
Bei den ängstlichen kann Distanzvergrößerung die beste BEstärkung sein.
Bei denen, die pöbeln, weil sie frusten, weil sie nicht hindürfen ist eben "Hindürfen" die bestmögliche Bestärkung, die aber nicht immer einsetzbar ist, weil der andere Halter das nicht will, weil Spielen an der Straße blöd ist, oder weil WENN man den Hund tatsächlich zu einem anderen hinläßt, der Hund Plötzlich planlos ist, wie eine Hundeknigge-gemäße Begrüßung nun funktioniert und dann losgepoltert wird.
Da liebe ich dann Social Walks - Leinenspaziergänge mit sozialkompetenten Hunde-Trainingspartnern. Da kann man mit den Entfernungen rumspielen, bis es passt, da kann der Hund an den Pipistellen des anderen schnuppern um ohne direkten Kontakt sehr viele Infos über den anderen Hund zu bekommen, man kann sehr genau stellen, was wie wann wo geübt werden soll, und man kann Realitätsna erklären, wie man gewisse Alltagssituationen möglichst gewinnbringend aber ohne zusätzlichen Aufwand als Trainingsgelegenheit nutzt.Ausserdem sollte man im Kopf behalten, dass sich kleinere Stressoren "aufeinanderstapeln" - was weiß ich, der Hund hat Kopfschmerzen, es ist schwühlwarm, das verträgt sein Kreislauf immer nicht so gut, er hat noch nicht genug getrunken, und vielleicht ist heute Müllabfuhrtag und draussen stehen diese leicht unheimlichen Mülltonnenmonster rum.
Jedes für sich für den Hund locker händelbar, zusammengenommen kommt es an die "das wird mit jetzt zu viel"-Grenze und DANN kommt irgend ein anderer Hund, und BUMM
Un dann steht Mensch da und ärgert sich über einen "Trainings-Rückschritt" - der keiner ist, weil einfach nur die anforderungen so hoch sind, so hoch waren die halt sonst noch nie. Nächsten Tag ist es kühler, die Kopfweh sind weg - gut, die Müllabfuhr streikt, weshalb die Tonnen noch rumstehen, trotzdem ist es wieder etwas leichter, weil andere Stressoren weg sind, und schon gehts wieder.
Wenn man sich aufschreibt, wann was schief gegangen ist, und dabei möglichst genau notiert, was vielleicht vorher an dem Tag war, Temperatur, Luftfeuchtigkeit, hell/dunkel/Dämmerung, vorher eine Katze getroffen, hinter einem ein Auto gehupt, oder ein Rolladen runtergerattert.... Dann kann man vielleicht ein Muster erkennen, oder einzelne Punkte, die den Hund auch stressen. Wenn man die bearbeiten kann - oder vermeiden, dann kann das sehr helfen, dass solche "Rückschritte" weniger vorkommen und/oder nicht so heftig ausfallen. -
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Naja, Shoppy, kann ja jeder die Lösung machen, die bei ihm am Besten klappt.

Ich geh da weniger nach der Lerntheorie, sondern vielmehr nach: was klappt, was nicht.... und Actio = Reactio.
Oder .... wenn Du so willst: Try and Error.

Ja richtig, daher habe ich ja auch den Lerneffekt, den ich haben will, und du dokterst an den Symptomen rum...

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Der entgegenkommende Hund kann sich nur so unhöflich verhalten, wie dessen Mensch es zuläßt.
Daher lasse ich meinen Unmut nich dem Hund aus, der kann schließlich nichts dafür, dass sein Mensch simple Sätze nicht versteht und keine Rücksicht nehmen kann.
Ich finde es auch total geil wo eure "was ist schlimmer" Prioritäten liegen:
Einen anderen Hund erschrecken, Blocken, positiv bestrafen, alles erlaubt. Füttern, nein, auf keinen Fall...
Schön, so soll das bleiben, genau desshalb werden meine Hunde nicht mehr von solchen Hohlpfosten beläßtigt - weil ich das schlimmste mache, was man einem Hund antun kann: Futter geben

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Es ist echt kein Wunder, dass Hundehalter und Hunde solch einen schlechten Ruf haben.
Es tun einfach zu viele so, als gehörte ihnen die Welt, und der Hund darf einfach alles - und das ist in Wirklichkeit ja auch oft nichts weiter, als das Übertünchen der eigenen Faulheit, seinem Hund einen gescheiten rückruf beigebracht zu haben, oder dass der vernüntig an der Leine geht.
Und diese Faulheit und Überheblichkeit dürfen alle anderen Hundehalter ausbaden.Es ist meiner Meinung nach auch völlig nebensächlich, ob Hunde nun assozialer sind, oder "Hundehalter dummes brimborium machen"
Wenn jemand keinen Kontakt möchte, und wenn der Hund angeleint ist, oder wird, gehe ich davon aus, dass das so ist, dann ist das eben so! Fertig, keine Diskussion notwendig.Was ist dabei, den Hund anzuleinen, ihn an dem "will keinen Kontakt" vorbei zu führen und ihn dann wieder abzuleinen? Wo ist das Problem?
Ausser natürlich, dass man dazu andere wahrnehmen müßte und es eben drauf haben muß, den eigenen Hund angeleint zu bekommen.... -
für den schlimmsten Notfall würde ich ein Signal aufbauen, das für Deinen Hund heißt, "ich hebe dich jetzt hoch, in Sicherheit!"
Ja, ich weiß, "man soll kleine Hunde nicht hochheben, das "verstärkt nur ihre Unsicherheit""
Leider haben die Leute, die solche Sprüche absondern offenbar keine Ahnung, wie lernen funktioniert.
Angst wird dadurch bestärkt, dass man dem beängstigenden Reiz NICHT ausweichen kann und nicht unter Kontrolle hat, was passieren wird. Und nicht dadurch, dass die Bezugsperson einen in Sicherheit bringt.
Ich würde auch nicht "bitten" - verlang es, es ist Dein gutes Recht! Ihr beide habt ein Recht darauf, nicht von anderen Hunden und Menschen belestigt zu werden, Ihr tut es auch nicht!
Mein Hund ist größer und wird laut und schnappt ab (kein Verletzungen). Daher bin ich da in einer sehr guten Position. Ich verlange, dass der andere angeleint wird. Passiert das nicht, sag ich halt, dass das, was als nächstes passiert DEREN Schuld ist. Ich kann den Gandhi selber machen lassen, weil ich weiß dass er nur so weit eskaliert, wie unbedingt notwendig ist.
Zudem erwerbe ich mir hier den Ruf einer lästigen "Futterschleuder" - ich werf den lästigen Hunden einen dicken Batzen Futter an den Kopf. Meistens reicht genau dieses eine Mal, damit auch die dämlichsten, rücksichtslosesten Halter beim nächsten Mal ihren Hund anleinen. Denn das die von fremden Futter kriegen, das geht ja mal gar nicht.
Und das schöne ist, es spricht sich rum
inzwischen werden Hunde unaufgefordert angeleint, die ich noch nie mit Futter beworfen habe 
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Naja - ich denke, dass das mit den Leckerlies - egal in welcher Form und Menge keine gute Lösung ist :
1. "füttert" man keine fremden Hunde - egal, was sie tun.... (m.M.)Genau aus dem Grudn mach ich das: Weil "man es nicht tut"
genauso wenig, wie man ungefragt irgendwelche anderen Leute/Hunde belästigt.
Mir ist der Lerneffekt beim Labbi scheiß egal.
Der Lernefekt beim dazugehörigen Menschen ist: Wenn ich den zu der blöden Kuh da lasse, gibt die dem wieder Futter, wie unmöglich, das geht ja mal gar nicht, also lein ich ihn lieber an!"
Juche, Ziel erreicht.
Und selbst, wenn der Labbi das Futter extremst geil findet - man wirft es VON SICH WEG.
Sollte die Dame also wider erwarten nicht durch Futter trainierbar sein (und ich hab bisher noch keinen Menschen getroffen, der das nicht war ;D) und ihren Köter auch weiterhin nicht einsammeln - erwartet der Labbi das Futter nicht "an der Person" sondern als Flugpost...