Beiträge von Shoppy

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    Hihi, Shoppy, ich glaube du könntest mit deinem Wissen und deinen schnellen und ausführlichen Ratschlägen echt Kohle machen... Vielen Dank dafür!

    Mist, man darf hier keine Eigenwerbung machen ;D


    Aaaalso:

    Zu 1.)
    Mittlerweile habe ich den Clicker an der Bauchtasche bammeln, die ich eh immer dabei hab..., also versuchen wir es erstmal damit weiter, bevor ich wieder was neues konditionieren muss..
    [/quote]
    Hunde, die gelernt haben, dass Menschen Markersignale benutzen, lernen ganz fix neue - man muß das nicht ewig lange konditionieren. Ich lade nicht mal den Clicker auf, wenn ich anfangen einen Hund einzuclickern ;)

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    Zu 2.)
    Ok, also das hilft mir schonmal, zu wissen, dass das Leckerlie nicht sofort zur Hand sein muss. Wenn der Hund etwas weiter weg ist, ist das eh kein Problem. Dazu wirds nur, wenn wir wirklich nah an einem keifenden Hund vorbei müssen (die liiiebt Smilla ja, und da wird dann zu gern zurück gekeift), oder wenn ich die Leckerlies werfe, und mein Duselhund nicht hinguckt..., wenn sie dann nämlich auch noch suchen muss, verliert sie recht schnell das Interesse an mir und wendet sich lieber wieder dem Hund zu.. :roll:

    Überbrück die Zeit mit verbalem Loben - da kannst Du auch einfach nochmal clicken.


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    Zu 3.)
    Ja, so mache ich das auch, Clicker und Leine in einer Hand, so dass ich die andere frei habe.. Aber so direkt an der Straße hab ich da irgendwie echt Schiss, dass Smilla mal unerwartet einen Satz nach hinten macht und dann da ausgerechnet auch noch n Auto kommt.. Bei manchen Hunden wäre das wahrscheinlich gar nicht so das Problem..., aber es gibt eben Hunde, auf die hat sich die Trulla schon son bißchen eingeschossen... :/

    Zu 4.)
    Was sie in dem Moment wollte? Den bösen Raben jagen...
    Ins Sitz konnte ich sie ja noch befördern und da saß sie dann wie ne Eins..., völlig desinteressiert an mir und alledem was ich so tat.. Und durch mein Tun, meine Bewegungen, ist sie leider auch irgendwann losgezischt... Also irgendwas ruhiges wäre bei ihr definitv angebracht, aber nicht anschleichen, das würde sie nicht durchhalten..., glaub ich... :???: Muss ich mal probieren..


    Na, man fängt, wie immer klein an. Erst mal ein oder zwei Schritte schleichen, vielleicht noch mal sitzen, wenn das geht, noch einen Schritt schleichen, clicken, "SCHEUCH!"
    Beim nächsten mal dann einen Schritt mehr schleichen. Man kann anschleichen auch an anderen Sachen üben - Katzen vielleicht, anderen Vögeln, man kann es an der Reizangel üben etc.


    Nein, das ist nicht schlimm, erstmal ist es wichtig, dass verstanden wird: ich gucke anderen Hund an - dafür gibts den Marker, auf den dreh ich mich um und bekomme die Belohnung. Das "Wo ist..." kann man erstmal in Situationen üben, wo man seine Koordination im Griff hat. Mit zunehmender eigener Routine wird das immer einfacher, auch in schwierigeren Situationen

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    Soho..., iche mal wieder...

    Aaaalso bei uns haben sich jetzt folgende "Problematiken" ergeben...

    1. Manchmal (inzwischen aber schon eher selten) vergesse ich den Clicker...


    bau einen Zungenschnalzer oder ein Wort als Marker auf - das hast Du immer dabei.


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    2. Manchmal habe ich die Hände voll mit zusammengerollter Schleppleine, voller Ka...tüte, und der Leine mit Hund dass ich gar keine Hand mehr frei habe zum Clickern, geschweige denn zum Leckerchen hervorkramen..., was kann ich in so einer Situation tun? Alles aus den Händen schmeißen und losclickern?


    Zum Markieren brauchst Du nicht unbedingt eine freie Hand (Zungenschnalzer, Wortmarker) - zum Bestärken unter Umständen schon, je nachdem, was Du als Bestärker verwenden willst. Das schöne an so einem Markersignal ist, dass es ja sagt: dafür gibts gleich was. Und dann hat man ein bissi Zeit. Wie lange genau, ist ein bißchen unterschiedlich, je nach Hund - Clickererfahrene, die schon gelernt haben, dass das manchmal etwas dauert, warten dann geduldig, andere sind sofort mit ihren Gedanken wieder woanders. Ausserdem kann man die Zeit bis zur "richtigen" Bestärkung sehr gut mit Loben überbrücken. Clickerern wird ja immer wieder vorgeworfen, dass sie ja gar nichts mit Stimmungsübertragung machen, blablabla - ich mach das ständig. Nach dem Click kommt meistens gleich ein verbales Lob hinterher und dann der richtige Bestärker (oder auch nicht - manchmal lobe ich nur verbal) - das gute daran ist, dass man erstens die zeitliche "Distanz" überbrücken kann, bis der eigentliche Bestärker endlich zur Hand ist, zweitens kann man schön abstimmen, ob man ehr ruhe fördern möchte (ruhiges, leises ehr tiefes loben, ruhige, fließende langsame Bewegungen dabei) oder ob man etwas Action haben möchte (rumquietschen, "zum Kasper machen"...)


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    3. Bei uns im Dorf gibt es nur einen Bürgersteig, der ist etwa 1,5m breit.. Wenn uns hier ein Hund entgegen kommt, kann ich nicht clickern (zumindest trau ichs mich nicht), weil ich dann ja keine Hand mehr frei hab, um Smilla, sollte sie zum Hund gehen, davon abzuhalten.. :/ Straßenseite wechseln geht halt auch schlecht, weil ich dann auf der Straße laufen müsste und mich da dann erst Recht nicht aufs Clickern konzentrieren könnte..

    Also, ich hab den Clicker und die Leine in einer Hand - sogar beim Gandhi!! Das erfordert ein bißchen Übung, aber das klappt so am besten, denn dann habe ich eine Hand frei, um Leckerchen zu geben, oder um ins Geschirr zu greifen, Häufchen einzusammeln etc.
    Ich hab also Leine und Clicker in der rechten Hand, wenn der Hund auf der Linken Seite geht, damit die linke Hand genau für solche "hundenahen" Sachen frei ist.


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    4. Habe ich letztens versucht, einen in ca. 20m Entfernung sitzenden Raben zu clickern..., sie hatte NULL Interesse am Leckerchen, selbst als ich es ihr vor bzw. fast in die Schnauze gehalten habe, kam keine Reaktion.. Gibts hier einen Geheimtrick?

    Oh schönes Beispiel. Normalerweise gibt man ja gerne den Ratschlag, da mußt Du weiter weg gehen...
    dann segelt der Rabe wahrscheinlich genau dann davon ;D
    Also erstmal Gegenfrage: Was WOLLTE sie denn in dem Moment? Einfach nur weiter gucken? Den Raben hoch scheuchen?
    Was ich (situationsabhängig) mache in solchen Momenten ist halt "Rabe gucken" markieren und ruhig loben - weil ich ja möchte, dass nicht losgebrettert wird, sondern der Hund stehen oder sitzen kann und nur guckt. Manche Hunde - Pointer zum Beispiel, aber auch Hüter, lieben es, sich langsam anzuschleichen - dazu nimmt man selber eine etwas angespannte schleichende Körperhaltung ein und schleicht mit dem Hund ein paar Schritte auf den Raben zu. Zwischendurch stehen bleiben, und wieder "stehen/sitzen und gucken" markieren. Wenn der Hund Spaß daran hat, und es in der Situation geht, dann kann man tatsächlich auch "hochscheuchen" als Bestärker verwenden. Dafür füge ich aber ein Wort in den Ablauf - sodass der Hund lernen kann, "Raben hochscheuchen" erfolgt auf das Signaln "scheuch", z.B. und nicht, wenns ihm grad in den Kopf kommt.


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    5. Bringt es auch was, zu clickern, wenn irgendwo ein Hund bellt, aber nicht zu sehen ist, und Smilla in die Richtung guckt? Sie bleibt dann nämlich auch sehr gern und recht erwartungsvoll stehen... :roll:

    Definitiv JA!!


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    Mmmm, ich glaub das wars noch nicht, aber mehr fällt mir grad nicht ein..

    Ansonsten muss ich sagen, dass ich die wenigen Male, die es bislang reibungslos geklappt hat, echt begeistert war, Smilla versteht sehr schnell, was ich von ihr will... :smile:
    Mal schauen wie wir uns weiterentwickeln..

    LG von Jule und Smilla

    Hunde sind halt schlau ;D

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    hmm ich finde es immer etwas... blöd wenn man seinen ganzen Haushalt mitschleppt, nur um den Hund beim Spaziergang bei Laune zu halten...

    Da finde ich es schon schöner... die Umgebung mit einzubeziehen, damit ich nicht ein wandelndes Belohnungsobjekt bin ;)
    Ist also bei mir einfach die Geschmackssache

    aber schonmal danke für die Anregungen... wirklich spannend - erzählt mir mehr!!!


    Du mußt ja nicht alles, was geht mitschleppen, und auch nicht immer. Das steigert wieder die Abwechslung, wenn manchmal dies mit genommen wird, dann wieder das - mal nichts davon. Und selbst, wenn Du "jenes" mitgenommen hast, kommt es vielleicht gar nicht zum Einsatz...


    Hast du denn jetzt mal angefangen aufzuschreiben, was Dein Hund alles gerne macht/haben möchte?

    ach ja... der allgegenwärtige "Du mußt einfach nur selbstsicher...."


    ganz einfach :???:


    Die Selbstsicherheit kommt nicht ganz einfach - man erarbeitet sie sich zusammen mit dem Hund schrittweise, indem man Sicherheit erlangt darüber
    wie man in solche Situationen hineingeht
    wie man sich verhält, wenn was passiert, womit man nicht gerechnet hatte
    dass der Hund immer öfter sich s verhalten kann, wie man es gerne hätte
    dass der Hund, selbst wenn er sich mal aufgeregt hat, sich schneller wieder abregen kann
    dass "Rückschritte" zwar vorkommen, es einen aber nie auf Null zurückwirft, und ausserdem man immer schneller wieder den schon erarbeiteten Stand erreicht, und dann weiter vorwärts kommt.


    Klar. Sich vorzunehmen, cool zu bleiben, hilft auch schon was, aber das alleine nutzt nur sehr wenig. Wies sollte der Hund cool bleiben, nur weil (wenn :???: :lachtot: ) der Mensch ganz offenbar zu doof ist, eine lebensbedrohliche Situation ernst zu nehmen ;D

    Es hilft auch, in Gedanken immer wieder durch zu spielen, wie man in den Situationen vorgeht. Dann braucht man in den Situationen nicht erst zu überlegen...

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    @ Shoppy,

    Äh,

    also so richtig versteh ich das nicht.

    Beispiel: mein Hund markiert super gerne, ich würde es als sein liebstes Hobby bezeichenn. Klickere ich jetzt jedes Mal, wenn er markiert? Und kann es dann nicht sein, dass er dann meint, dass ich das Markieren genauso toll finde wie er und es dann noch häufiger zeigt? (Das will ich nun wirklich nicht) Und wird der Klicker nicht irgendwann zur "Hintergrundmusik", wenn er einfach so "aufgeladen" wird.

    VG
    Arnie


    Du hast die Reihenfolge verdreht ;D

    Bei dem Markieren-Beispiel. Die Hundemänners sind ja da ziemlich vorhersehbar - man weiß an welche Stellen sie markieren möchten.

    Dann könnte man das so nutzen:

    Man geht "paar Schritte bei Fuß" oder "an lockerer Leine" auf diese Stelle zu, clickt, und erlaubt dann, dass er markieren geht.


    Da bestärkt man nicht das Markieren, sondern belohnt das "Fuß" (oder was auch immer) mit "jetzt darfst Du markieren gehen"


    Und ich mache das eben manchmal "ohne Gegenleistung" *) - ich clickere, BEVOR der Hund irgend einem legalen Hobby nachgeht.


    *) "Gegenleistung": wer mag, kann ja immer was abfragen. Aber das ist mir manchmal zu aufwendig UND, sofern der hund grad nicht irgendwas fieses anstellt, während ich clicke, ZEIGT er ja gewünschtes Verhalten, gell :hust:

    huch, nun konnte ich nicht mehr ändern, aber es fehlte noch:


    Ausserdem lade ich mit Verstärkern, die nicht "mobil" sind, gerne den Clicker auf. Der Misthaufen ist, wo er ist, den kann ich ja nicht mitnehmen.
    Wenn wir also da vorbei gehen, könnte ich z.B. einfach was leichtes machen lassen, clicken und zum schnuppern, dranpieseln etc. chicken.
    Weil er da ganz viel verschiedenes Zeugs mit anstellt, click ich einfach auch mal, wenn er mit Schnuppern aufhört, und sich zum Pieseln umdrappiert. Hab ich das "Am Mist Schnuppern" bestärkt, ja, aber ich hab sozusagen auch, "an den Mist Pieseln" auf den Clicker aufgeladen.

    Solches Zeug könnte man mit ganz vielen Sachen machen, die der Hund haben möchte.

    Manche nutzen so etwas um "nichts im Leben ist umsonst" zu praktizieren. Ich lasse ganz oft den "tu vorher was für mich"-Part weg, und clicke einfach nur kurz bevor der Hund kriegt, was er mag.

    Dadurch ist der Clicker mit ganz vielen verschiedenen Aktionen und Bestärkern verknüpft, von denen ich im normalen Alltag unterwegs nicht alles einsetzen kann (z.B. schleppe ich nur extremst selten die Reizangel mit auf den Spaziergang).

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    danke schonmal für eure Tipps!

    den Belohnungsguide finde ich schonmal interessant, denn ich konnte zB bei Milo bemerken, dass er das Bellen auf Kommando toll findet, oder auch Pappe zerfetzen als Belohnung... da wäre ich nie drauf gekommen!

    Hast du gesehen, dass es da nch viele weitere gibt? Ich hatte ja nur den einen verlinkt. Ich glaub es waren über 50 verschiedene Hunde - klar, manche "Interessen" überschneiden sich, aber es kommen verdammt viele Ideen zusammen.


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    Ich suche nach etwas das mir ganz viele Anregungen gibt und ich einiges selbst ausprobieren kann um meinen Weg zu finden. Also keine genaue Anleitung wie: wenn der Hund etwas richtig macht, sollte man clickern und ihm dann ein Stück Futter geben. Macht er es ganz besonders kann man auch ein Spielzeug schmeißen.... - sondern ich suche etwas recht Abstraktes, das mich mein Konzept selbst entdecken lässt, mir aber die Grundlagen für ein gutes und stabiles Konzept gibt, wenn ihr versteht was ich meine...


    Schreib Dir ALLES auf, was Dein Hund gerne macht und ALLES, von dem Du sagen würdest, "Menno, dass lenkt ihn immer ab!" Erstmal ganz egal, ob du es dann tatsächlich als Bestärker einsetzen kannst, oder willst.
    Manche Sachen gehen nicht, weil sie gefährlich sind, für den Hund selber oder andere. Manche mag man nicht geben, weil man das ekelig findet. Ich schicke meinen Ridgeback gelegentlich für einen schönen Rückruf, oder für tolles Trike-Ziehen auf einen Misthaufen... stinkt, klar, aber bei dem kurzen Fell ist das schnell weggewaschen!
    Wenn Du die Liste wertneutral zusammen hast, überlegst Du, welche von den Dingen ohne weiteres gehen, welche auf keinen Fall gehen, welche nur abgewandelt machbar sind.
    Z.B. Hasenhetzen geht logischerweise nicht - aber man kann sich Echtfell kaufen, an eine Reizangel binden und damit belohnen, oder man läßt andere Sachen hetzen - z.B. geworfene der gekullerte Leckerchen, Kongs, oder andere Spielzeuge, die unvorhersehbar springen und querschießen. Oder man kann die Hasenspur abschnüffeln lassen.


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    Also welche Belohnungen sind möglich (wie bei dem Guide) und wie finde ich raus, worauf mein Hund so richtig steht. Wie trenne ich Belohnung strikt von Bestechung (wie schaffe ich es, das mein Hund nichtmal unbedingt merkt, dass ne Belohnung für ihn rausspringen könnte) und wie halte ich diese Motivation auch bei größter Ablenkung. Muss ich viel varieren oder reichen 3 Dinge.

    All sowas möchte ich dringend lernen :)

    Wie du das rausfindest: Austesten. Auf welches Spielzeug steht er, mag er lieber fluffiges Zeug, der gummiartig oder richtig hart? Seile, Kongs, der Plüschtiere?
    Zerrupft er, schüttelt er, zergelt er der zerkaut er, trägt er es durch die Gegend?
    Was hat er für "Hobbies?

    Wie trennst Du:
    Bestechungen zeigt man vorher. Bestärkungen erfolgen mehr der weniger überraschend: überraschend DASS etwas kommt und WAS genau kommt.

    Je mehr du variierst, desto überraschender bist du und desto weniger ist Dein Hund sicher, ob und wenn ja welche dabei herausspringen wird - logisch, oder?

    So derb kann der rückschlag ja nicht gewesen sein, wenn die nächste Hundebegegnung ohne losbrüllen ging.

    Wer weiß, was der erste Hund an Oszönitäten von sich gegeben hat, auf die sie nun mal antwrten mußte.


    Eine Freundin hatte eine Bollerkopp, der nur Pferdefleisch und Kartoffeln und Möhren fressen durfte - die hat daraus pampige Masse püriert und in Futtertuben gefüllt - vielleicht kannst du sowas ja auch herstellen ;)