Beiträge von Shoppy

    Hallo Batty,

    wenn Du Dir nicht sicher bis, ob der Rückruf funktioniert, nimm den Schatz an die Schleppleine. Der Rückruf muß ja auch erst richtig geübt sein - üb ihn in allen Situationen - anfangs mit null Ablenkung dann immer mehr steigern. Und belohne ihn IMMER mit irgendwas ganz tollem! Dann klappt das bald auch zuverlässig!

    Ich denke, es ist unbestritten, dass Hunde, die zusammenleben eine Rangordnung aufbauen können (nicht alle tun das jedoch...)

    Wichtig ist jedoch, dass diese Rangordnung nicht so starr ist, wie Fans von Rangordnungstheorien das gerne hätten.

    Ich beschreibe (und ich sage absichtlich nicht "definiere") Dominanz so:
    Ein Tier, das in einer bestimmten Situation den Zugang zu einer Ressource kontrolliert ist dominant. Dominante Tiere (oder Menschen) sind auch diejenigen, die über die weiteren Aktionen bestimmen.

    Also: man kann herausfinden, wer in Bezug auf Futter dominanter ist, indem man den berühmten Test mit dem Knochen, den man zwischen zwei Hunde wirft, und beobachtet, wer den Knochen "gewinnt", ausführt.
    Der, der also schließlich den Knochen kaut ist im Bezug auf die Resource Knochen dominant. Beachten muß man dabei aber Begleitumstände, die auftreten können, z.B. Hund A mag gar keine Knochen, ist pappsatt, weil er gerade ein ganzes Kaninchen geschluckt hat, oder ihm ist schlecht, denn er hat sich am Kanninchen den Magen verdorben.... Jetzt kann man gar nichts mehr zur Dominaz sagen, denn einer hat nicht "mitgespielt".

    Man kann auch herausfinden wer in Bezug auf Spielzeug dominanter ist, oder wer im Bezug auf "Raum" dominant ist. Raum ist eine extrem wichtige Ressource.

    David Mech (amerikanischer Wolfsforscher) hat in einem Seminar gefragt, welcher der in einem Film gezeigten Wölfe (die gerade in einer langen SChlangenlinie durch den Schnee trabten) das Alpha-Tier sei. Natürlich war "der erste in der Schlange" die Antwort die er bekam. Seine Reaktion: "Falsch, weiter beobachten!" --> nach einigen Minuten blieb das dritte Tier in der Reihe stehen und leckte sich die Pfoten - kurz drauf standen / lagen alle herum und betrieben Fellpflege. Wieder einige Minuten später stannd die Wölfin, die das Putzritual gestartet hatte auf und lief los. Das ganze Rudel machte sich daraufhin wieder auf die Socken. Ich weiß nicht an welcher stelle der Schlange , die Wölfin sich einsortiert hat... (Quelle: "Advanced Canine Behaviour", Patricia McConnell, DVD)

    Es ist also völlig belanglos, ob der Hund vorne läuft, oder hinten: wenn er die Richtung wechselt, wenn sein Mensch die Richtung wechselt, ist der Hund nicht der dominante in der Partnerschaft...

    Das Beispiel auf der Hundewiese: Natürlich geht es um eine Ressource: es könnte um den Raum gehen ("Da gehst DU nicht hin!") oder darum, welche Tätigkeit jetzt folgen oder eben nicht folgen soll...)


    Menschen sind in so vielen Punkten dominant über Hunde (wer entscheidet über wann wieviel welches Futter, wer entscheidet, wann wie wo gelebt wird. Wer beschließt wann wielange welche Aktivitäten....) - ist es da nicht traurig, dass Mensch sich mit Urinsprühlfläschchen bewaffnen soll? Oder sich in jeder einzelnen Aktion Gedanken darüber machen soll, ob der Hund das nun aus Dominanzstreben tut oder nicht.

    Es ist ein Armutszeugnis! So sehe ich das!

    Zitat

    Problem 2. würde ich sofort unterbinden. Deutet auf Dominanz und Führungsproblem hin. Hunde unter sich machen das, um ihre Rangfolge zu klären udn ich vermute, dass dein Hund nicht über deinem Freund stehen sollte. Außerdem würde ich den Hund an die Stelle gar nicht ran lassen-


    Was für ein Quatsch!!!

    Es ist ein Zeichen von Rudelzusammengehörigkeit.

    Es k :zensur: mich immer mehr an, dass man sämtliches Hundeverhalten in die Dominanzschublade zu stecken versucht.
    WEr das für ein Dominanzproblem hält, hat definitiv eins! :irre:

    Ich bin anfangs in die Bücherei gegangen und habe den ganzen Schrott gelesen, die die da hatten (Stadtbücherei Oberhausen ist voller schrottiger :zensur: Hundebücher...).

    Das hatte den gewaltigen Vorteil, dass ich genau wußte, von welchen Autoren ich mir keine Bücher kaufen muß! :D

    Hallo Batty,

    Du solltest in solchen Situationen den Hund abrufen. "Nein" sagt dem Hund nur, dass er etwas nicht tun soll, aber er weiß immer noch nicht, was er statt dessen tun sollte.

    Du kannst damit anfangen, dass Du ihn grundsätzlich zu Dir rufst, wenn Euch Menschen begegenen, und ih dafür großzügig belohnst.
    Mit der Zeit wird er das Signal "da kommt ein Mensch" verknüpfen mit dem Verhalten "dann gehe ich zu Mama und bekomme Leckerchen".

    Wenn er bei Dir ist, kann er nicht gleichzeitig bellend um die Menschen herumhüpfen.

    Wenn er das gut gelernt hat, kannst Du noch mehr Sachen an sein Verhalten "anhängen" z.B. ein "Sitz" oder "Platz". Ein Vorsitzen ist schön, weil er Dich dabei auch noch ansieht, und er so natürlich nicht von Fremden fixiert werden kann.

    Zitat


    1 Problem:
    Ich hab Rocco jetzt seit 4 Wochen und er ist ziemlich anhänglich geworden, aber wenn ich Ihn mit seinem Namen rufe, reagiert er nicht darauf, am Anfang dachte ich immer noch, dass er vielleicht zu viel Angst hat, aber ich könnte mir auch denken, dass er zuvor einen anderen Namen hatte und deswegen nicht kommt, da er es nicht mit seinem Namen verknüpft!


    Das kannst Du ganz leicht mit superleckeren Leckerchen üben:
    Du setzt Dich mit ihm irgendwohin, wo es für ihn nichts ablenkendes gibt.
    DAnn wartest Du bis er Dich ansieht: genau in dem Moment, wenn er Dich ansieht, sagst Du seinen Namen, danach Dein Wort, was Du zum Loben benutzt und gibts sofort danach das Leckerchen:

    Also in etwa so: Rocco sieht Dich an "Rocco, fein!" Leckerchen geben.
    Das ganze wiederholst Du 4-5 Mal, dann ist Pause.
    Du kannst Das unzählige Male über den Tag verteilt üben.
    Nach 2-3 Tagen pobierst Du aus, ob er verstanden hat, dass das Anschauen der Wichtige Punkt ist, um das Leckerchen zu ernten: Du sagst seinen Namen - und wartest, ob er Dich anschaut, falls ja, sofort loben und ein dickes Leckerchen geben.
    Einmal ist keinmal, daher ruhig wie oben beschrieben weiter üben! Nach und nach gehst Du dafür auch an Orte, wo die Ablenkung etwas größer ist.


    Auch den Rückruf kannst du so einüben - der Aufbau ist genau wie der bei der Namenserkennung, nur wird noch eine "Komm" (oder "Hier", je nach dem, was Du verwendest) eingefügt. Der Ablauf ist dann:

    Rocco sieht Dich an "Rocco, Komm, Fein" Leckerchen geben. Wichtig: der Hund ist direkt bei Dir, denn dann lernt er, er bei Dir sein muß um nach dem "Komm" das Leckerchen bei Dir zu bekommen.

    Genau wie bei der ersten Übung probierst Du nach einigen Übungstagen ob er das "Rocco Komm" richtig verknüpft hat, indem Du es sagst, wenn er einige Schritte von Dir entfernt ist.

    Auch dieses Übung immer und immer wieder üben.

    Solange er noch nicht weiß, was "Rocco Komm" bedeutet, sollte er auf jeden Fall immer an der Schleppleine sein!


    Habt Ihr vielleicht einen Tipp, wie man es noch machen könnte, damit er es versteht, dass er gemeint ist!?

    2 Problem:
    Am Anfang konnte er ohne Leine draußen frei herum laufen und ist nicht abgehauen, sondern ist immer in der Nähe geblieben, mitlerweile hat er es sich angewöhnt, wenn er mal nicht an der Leine ist, ab zu hauen und die Gärten der Nachbarn zu begutachten, da er die Leute mitlerweile auch kennt!

    Dadurch dass er dann auch nicht auf den Namen hört, ist es natürlich ein Problem! Ich möchte Ihn aber auch nicht ständig an die Leine nehmen, da er da anfängt zu spinenn und zu reisen.

    Könnt ihr mir vielleicht auch hier noch einen Tipp geben, wie man es ihm am besten beibringt, dass er nicht ständig abhaut?? Oder bleibt nur die Möglichkeit Leine!?

    Ich danke schon einmal im Voraus!![/quote]

    Ich habe mir ein paar Sendungen von der Frau angesehen, und sie ist wirklich gut: im Zuhören.

    Im Prinzip sagt sie nichts, was Ihr die Anrufer nicht schon selber gesagt haben, sie drückt es nur anders aus.

    Wenn den Leuten dadurch klarer wird, was sie für Ihre Tiere empfinden, und umgekehrt, und was sie eventuell ändern können, finde ich das okay.