Manuela und Christine haben ja schon fast alles gesagt.
Hinzufügen würde ich, dass Du sie möglichst nit in den Garten läßt, oder nur zu Zeiten, wo voraussichtlich nicht mit Nachbarhausbesuch zu rechnen ist.
Lass beim Tierarzt ein komplettes Schilddrüsenprofil machen, den Schilddrüsenunterfunktionen können genau die Symptome zur Folge haben, die Du beschreibst. Wenn die Werte im im unteren Normbereich sind, solltest Du versuchen, den Tierarzt trotzdem zur Behandlung zu überreden, denn bei vielen Hunden ist "wenig" schon "viel zu wenig".
Ich würde an Deiner Stelle wirklich ein Entspannungssignal konditionieren, denn damit kannst Du sie dann schneller wieder auf "Normal" runterbringen, wenn sie mal einem Stressor ausgesetzt war (*).
Das geht so: Such dir einen Moment aus, wo sie sehr entspannt ist (vielleicht ist sie gerade im Halbschlaf oder hat sich am Kong müde gekaut). Falls sie auf Massage/langsames Streichel steht, kannst Du damit die Entspannung weiterhin fördern. Während sie nun also entspannt liegt, sagst Du ein gewähltes Wort, das später das Signalwort für das Entspannen werden soll, z.B. "ruuuuuuuuuuuuuuuuuhiiiiiiiiiiig" oder "eeeeeeeeeeeaaaaaaaaaaaaaaasyyyyyyyyyyyyyy" oder sowas. Das sagst Du ganz leise, sanft, ehr tief. Das kannst Du in einigem Abstand immer mal wieder wiederholen.
Versuch ganz viele von ihren entspannten Augenblicken mit dem Signalwort zu verknüpfen. Sag es nicht, wenn sie unter Strom steht, um sie ruhig zu bekommen, sondern nur wenn sie schon ruhig ist: in der Anfangsphase soll sie lernen, dass der entspannte Zustand "ruhig" oder "easy" heißt.
Nach und nach kannst Du versuchen ob sie in fast ruhigen, entspannten Momenten sich weiter entspannen kann, wenn Du sie massierst und das Entspannungssignal gibst.
Es ist wichtig, dass sie das Entspannungssignal extrem positiv verknüpft, daher kannst Du versuchen,m noch weitere entspannende "Zutaten" hinzuzufügen.
Du könntest z.B. ein Hundehalstuch mit DAP (das ist ein Pheromon, dass entspannende Wirkung hat) besprühen und ihr umbinden.
Auch eine Körperbinde oder ein enganliegendes T-Shirt (die Technik stammt aus dem TTouch-Bereich) helfen, weil durch den leichten Druck, den Binde oder T-Shirt ausüben, ein Hormon (Oxitozyn) ausgeschüttet wird, das den Hund ebenfalls beruhigt.
Auch die TTouches (z.B. der Ohr-TTouch) können sehr helfen!
zu (*): Ich würde jetzt erst mal, so weit es geht, alles meiden, was ihr Stress bereitet. bis sich die von Christine genannten Streßhormone in ihrem Kreislauf weitgehend abgebaut haben.
Dann würde ich langsam und behutsam damit anfangen, sie systematisch gengen diese Stressoren zu desensibilisieren und zu gegenkonditionieren, damit sie dieses zukünftig nicht mehr als beängstigend empfindet, sonnern toll findet, oder zumindest okay.