Beiträge von Shoppy

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    ..nun hat sie aber angst, dass es wieder passieren könnte.die war voll eingeschüchtert...tut mir voll leid.. :/


    Am Besten verhindern kann sie es, indem ihr Hund lernt, dass man Menschen nicht oder nur auf ein Signal hin anspringt.
    Das könnt Ihr in der Hundeschule ja üben, z.B. mit einem Body-Block. Da wird ein Hund nicht getreten!
    Wenn der Hund auf einen "Passanten" zugelaufenb kommt um diesen anzuspringen, beugt sich der "Passant" leicht nach vorne, Arme auf der Brust verschrenkt, Hund direkt anblicken. Bremst der Hund ab, den Druck sofort wegnehmen (gerade hinstellen, Arme entspannen, Blick abwenden). Will er wieder anspringen, wieder vorbeugen etc.
    Das sollte man recht schnell im Wechsel beherrschen. Genaueres dazu gibt es in den Büchern von Particia McConnell...

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    Ich mag es, wenn ein Hund bei Freund und Fremd ein Everybodys Darling ist, ohne Berührungsängste. Ein übermäßiges aufdringliches Niederschlabbern halte ich nur für Ungezogenenheit. Meine Hunde begrüßen jeden freundlich, wollen gekrauelt werden und räumen dann das Feld wenn genug ist.

    Öj, datt is mein Hund!! :D

    Also bis das Signal wirklich bombensicher entspannt würde ich es erst mal nur einsetzen, um anschließend zu Hause (oder wenn die Situation draussen es zuläßt) den Hund wieder auf Normalnull herunter zu pegeln. In einer Streßsituation würde ich das wirlich erst anwenden, wenn Du das ganze schon sehr lange generalisiert hast, und er auch in ablenkungsreichen Situationen (ohne Streß) leisten kann.

    Meine Lieblingstrainierin hat mit uns mit so einer Entspannungsübung ein Seminar beginnen lassen, fals Du Dir das vorstellen kannst: 6 größtenteils sich fremde Hunde/Teams sitzen auf einer großen Hundeauslaufwiese mit Spaziergängerverkehr und aufreizend nahe vorbeifliegenden Vögeln und versuchen jeweils die Vierbeiner in eine Entspannte Seitenlage zu streichen/Massieren. Es hat etwas gedauert...
    WEnn Dein Hund schon "Fortgeschritten" ist, kannst Du das Signal langsam generalisieren: erst mal draussen an verschiedenen Orten ohne Ablenkung, DAnn die Ablenkung Schritt für Schritt steigern (mit Sachen, die er ablenkend, aber nicht beängstigend findet) und dann erst bei beängstigenden Reizen verwenden (am Besten natürlich sollten die Reize anfangs auch in sehr geringer Intensität auftreten).

    Hast Du es auch schon mit DAP probiert - das kannst Du gut auf das T-Shirt sprühen, dann hat es zur Oxitozyn wirkung auch noch die DAP-Entspannungswirkung.

    Manuela und Christine haben ja schon fast alles gesagt.

    Hinzufügen würde ich, dass Du sie möglichst nit in den Garten läßt, oder nur zu Zeiten, wo voraussichtlich nicht mit Nachbarhausbesuch zu rechnen ist.

    Lass beim Tierarzt ein komplettes Schilddrüsenprofil machen, den Schilddrüsenunterfunktionen können genau die Symptome zur Folge haben, die Du beschreibst. Wenn die Werte im im unteren Normbereich sind, solltest Du versuchen, den Tierarzt trotzdem zur Behandlung zu überreden, denn bei vielen Hunden ist "wenig" schon "viel zu wenig".

    Ich würde an Deiner Stelle wirklich ein Entspannungssignal konditionieren, denn damit kannst Du sie dann schneller wieder auf "Normal" runterbringen, wenn sie mal einem Stressor ausgesetzt war (*).
    Das geht so: Such dir einen Moment aus, wo sie sehr entspannt ist (vielleicht ist sie gerade im Halbschlaf oder hat sich am Kong müde gekaut). Falls sie auf Massage/langsames Streichel steht, kannst Du damit die Entspannung weiterhin fördern. Während sie nun also entspannt liegt, sagst Du ein gewähltes Wort, das später das Signalwort für das Entspannen werden soll, z.B. "ruuuuuuuuuuuuuuuuuhiiiiiiiiiiig" oder "eeeeeeeeeeeaaaaaaaaaaaaaaasyyyyyyyyyyyyyy" oder sowas. Das sagst Du ganz leise, sanft, ehr tief. Das kannst Du in einigem Abstand immer mal wieder wiederholen.
    Versuch ganz viele von ihren entspannten Augenblicken mit dem Signalwort zu verknüpfen. Sag es nicht, wenn sie unter Strom steht, um sie ruhig zu bekommen, sondern nur wenn sie schon ruhig ist: in der Anfangsphase soll sie lernen, dass der entspannte Zustand "ruhig" oder "easy" heißt.
    Nach und nach kannst Du versuchen ob sie in fast ruhigen, entspannten Momenten sich weiter entspannen kann, wenn Du sie massierst und das Entspannungssignal gibst.
    Es ist wichtig, dass sie das Entspannungssignal extrem positiv verknüpft, daher kannst Du versuchen,m noch weitere entspannende "Zutaten" hinzuzufügen.
    Du könntest z.B. ein Hundehalstuch mit DAP (das ist ein Pheromon, dass entspannende Wirkung hat) besprühen und ihr umbinden.
    Auch eine Körperbinde oder ein enganliegendes T-Shirt (die Technik stammt aus dem TTouch-Bereich) helfen, weil durch den leichten Druck, den Binde oder T-Shirt ausüben, ein Hormon (Oxitozyn) ausgeschüttet wird, das den Hund ebenfalls beruhigt.
    Auch die TTouches (z.B. der Ohr-TTouch) können sehr helfen!

    zu (*): Ich würde jetzt erst mal, so weit es geht, alles meiden, was ihr Stress bereitet. bis sich die von Christine genannten Streßhormone in ihrem Kreislauf weitgehend abgebaut haben.
    Dann würde ich langsam und behutsam damit anfangen, sie systematisch gengen diese Stressoren zu desensibilisieren und zu gegenkonditionieren, damit sie dieses zukünftig nicht mehr als beängstigend empfindet, sonnern toll findet, oder zumindest okay.

    Wann und in Welchen Situationen hat sie denn Streß?

    Ich würde ein Entspannungssignal konditionieren.
    WEiterhin würde ich einfach mal so tun, als wäre sie noch gar nicht sozialisiert und würde dieses langsam und gezielt positiv nachholen.
    Wenn Du eine Streßauslösenbde Reize kennst, kannst Du sie gegen diese desensibilisieren und gegenkonditionieren.

    Ich habe mal bei "Dogs with jobs" einen Beitrag über einen Papillon (schreib man den so) gesehen, der von seiner rollstuhlfahrenden Besitzerin zum Behindertenbegleithund ausgebildet worden ist. Denise Nardelli hat auch einen, der unglaublich viel kann.
    Ich denke, wenn man einen Hund so beschäftigt, muß man selber "nicht so viel rennen" sondern läßt es eben den Hund tun. Wenn er wichtige Aufgaben bekommt, hat er auch nicht so viel Zeit, Unfug anzurichten.

    Vielleicht kannst Du sie ja überreden als Zuschauerin an einem Clickerseminar teilzunehmen und vorab entsprechende Bücher zu lesen. Dann sollte Sie einen Züchter finden (egal für welche Rasse sie sich denn dann letzendlich entscheidet), der den in Frage kommenden Welpen schon vorher gut sozialisiert und eventuell schon mal mit der Ausbildung anfängt...