Beiträge von Shoppy

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    Hallo zusammen...

    ich übe gerade mit meinem Hund den Trick verbeugen. Mit Traget und Clicker. Nun muss ich ein kommando einführen. Kann mir jemand sagen wie man das nun macht????

    Du clickst 2-3 mal das Verbeugen, dann weiß er, dass das jetzt "dran" ist.
    Dann sagst Du "verbeugen" (oder wie du das nennen möchtest) kurz bevor er es macht, clickst seine Verbeugung, wie üblich. Das wiederholst Du noch ein paar mal.
    Vermutlich wird er danach gleich wieder das Verbeugen zeigen, weils sich ja so lohnt: Du sagst nicht "verbeugen" und clickst dann auch seine Verbeugung nicht. Wahrscheinlich wird er Dich wie ein Ufo ansehen. Sag "Verbeugen" und click seine Verbeugung.
    Dadruch, dass Du nur noch verbeugungen clickst, die du vorher signalisiert hast, lernt er das Konzept, dass er auf Deine Signale achten muß, denn dann ist die Wahrscheinlichkeit auf eine folgende Belohnung am größten.
    Stell Dir Signale wie das Grün einer Ampel vor: Nur wenn Grün ist, ist fahren sinnvoll. (allerdings muß er zum glück nicht lernen, dass fahren bei Rot extrem gefährlich ist - das ist das großartige am Clickertraining ;)


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    und noch was. wie bringt man einem Hund den Trick Tod bei??? Reicht es wenn man in der Hand ein leckerlie hat, ihn so hindreht das er auf der Seite liegt, wartet bis er ruhig liegt und dann Clickt??? Wann führt man hier dann das Kommando ein??

    du könntest das Verhallten einfangen (Du klickst, wenn er sich zufällig so von alleine hinlegt) es shapen, oder locken. Ihn in die Seitenlage "drehen" würde ich nicht (wenn du damit meinst, dass Du ihn anfasst und dann auf die Seite "drückst")!!

    Auch hier führst Du das Signal erst ein, wenn er sich von selber schnell in die Seitenlage legt. Der ablauf ist immer der selbe: ein paar mal mit Singal davor clicken, dann nich signalisieren, das trotzdem ausgeführte Verhalten NICHT clicken, wieder signalisieren, das Verhalten clicken, signalisieren, clicken, etc.

    Wenn du zwei drei Verschiedene Signale hast (z.B. Sitz, Platz, Verbeugen, Tot) kannst du diese abwechselnd abfragen, und natürlich dann nur clicken, wenn er das richtige Verhalten erwischt. Das ist für Anfängerhunde extrem schwierig, weil sie erst noch die Konzepte ("man wartet auf ein Signal", "es gibt verschiedene Signale für verschiedene Verhalten" u.a.), die dahinter stehen, verstehen müssen.
    Aber wenn sie das geschnallt haben lernen sie neue Singnale oft erstaunlich schnell.

    und wenn die "leisermachenden" tipps nicht helfen, fang mit einem Zungenschnalzer an.

    Wenn du sie einige Zeit mit dem zungenschnalzer "geclickert" hast, versuchst Du es wieder mit einem Kugelschreiberclick oder einem gedämpften clicker. Meistens funktioniert es dann besser.

    Also im großen Ganzen wurde nur geschrieben, was sie alles nicht machen soll. Wie auch im hundetraining hilft es nicht wenn man nur sagt, was man NICHT machen soll.

    Nimm Dir stückweise eine einzelne Übung vor, die Du und Deine Mutter zusammen mit dem Hund üben könnt.

    Anfangen kann man z.B. mit "Geh in Dein Körbchen" - damit anzufangen ist deshalb wundervoll, weil das sehr einfach geht und ungeheuer nützlich bei Euren Problemen ist. Ein hund der in seinen Korb geht, und dort bleibt, kann nicht in Menschenwaden beißen.

    So fängst Du an:
    Nimm Dir eine Schale kleinstgewürfelte Fleischwurst oder ähnliche Leckereien und einen Clicker (den gibts für 2,5 in jedem Zoofachladen).
    Der WW (wilde Westi :D ) ist zu Deinen Füßen (du hast sein (besonderst leckeres) Abendbrot in der Hand). Du clickst den Clicker und gibst ihm ein Brösel Fleischwurst. Dann wartest Du 2-3 Sekunden, clickst und gibst wieder ein Leckerchen. Das ganze wiederholst Du einige Male. Der hund muß dabei nicht still sitzen, sondern darf sich bewegen, sofern du dabei in der Lage bist, das Leckerchen sofort nach dem Click "in den Hund" zu bringen. Wenn er Leckerchen fängt, kannst Du auch werfen. Wenn er vom Boden sammelt, auch toll - wechsele das ab: direkt aus der Hand, Schnappie aus der Luft, aufsammeln vom Boden.
    Dann kommt die Probe: warte bis er etwas abgelenkt ist, clicke - dreht er sich um und fragt: "und wo bleibt meine wurst" hast Du den Anfang geschafft. Und das reicht erst mal für eine Trainings-Sitzung. Mach eine Pause und wiederhol das später einfach noch mal, damit die Verknüpfung auch wirklich da ist.

    Danach kannst du gleich mit dem Clickertraining loslegen.

    1. Übung: Hund geht in sein Körbchen.
    Ausgangsbasis: Du sitzt ca 2 Meter vom Körbchen entfernt mit Leckerchen und Clicker ausgerüstet, WW ist leicht hungrig und scharf auf die Würstchen.
    Jetzt beobachtest Du wie ein Adler den wilden Watz: dreht sich der Kopf zufällig in Richtung des Korbes: clicken, Leckerchen geben. Mehr verlangst du nicht. Wenn er den Kopf nicht dreht, versuch Blicke in die annähernde Körbchenrichtung zu "fangen" = zu clickern und belohnen.

    Je nach dem, wie fiffig der wilde Watz ist, wird er bald drauf kommen, dass er selber diesen komischen Futterautomaten, der erst clickmacht und dann das Würstchen "ausspuckt" bedienen kann, indem er den Kopf dreht. Das merkst du daran, dass er es einigemale hinter einander tut, und dann vielleicht was ganz anderes macht, um zu testen, welches Verhalten genau den Click herbeiführt. Wenn er dabei sein "Kopfwenden" so variiert, dass er mehr in die Richtung dreht, oder sogar eine Pfote hebt, oder (schlauer Hund!) einen Schritt in Körbchenrichtung geht, clickst Du das, und gibst nacheinander 5-6 Leckerchen als Jackpot.
    Nach 3-4 Minuten machst du (möglichst direkt nach einem Click) machst Du wieder eine Pause.


    Regel: während der Hund "grübelt" solltest Du ihn nicht ansprechen - nach einem Click darfst Du zusätzlich zum Leckerchen begeistert loben und jubeln (mußt du aber nicht :roll: ).

    Wenn du an einem Tag so weit gekommen bist, dass der Hund entweder deutlich den Kopf in Körbchenrichtung dreht, oder er sogar schon in die Richtung losmarschiert, mach feierabend für den Tag, mehr würde nicht wirklich mehr bringen. Das gelernte wird sich über Nacht festigen und am nächsten Tag wirst Du sehen, dass er motiviert "zur Arbeit kommt".

    Die nächste Session:
    fängtst Du wieder an, indem Du wieder an der selben Stelle sitzt, die Leckerchen, Clicker und Hund "zur Hand" hast, und auf einen Blick oder eine kopfdrehung in die Körbchenrichtung clickerst. Dsa dient der erinnerung. Wenn Du Kopfdrehen 2-3 Mal geclickert hast, oder wenn er selber schon "gehen in Korbrichtung" anbietet, clickst Du das, und wirfst das Leckerchen vom Korb weg, in die andere Richtung.
    Das hat meistens zur Folge, dass die Hunde sehr schnell lernen, in der geclickten Richtung (zum Korb) weiter zu laufen.

    Wenn er nicht auf die Idee gekommen sein sollte, in Richtung Korb zu gehen, obwohl Schauen in die Richtung schon sehr gut klappt, warte bis er dahin schaut, clicke und werf das Leckerchen IN DEN KORB. Dann Clickst Du, sobald er die Nase in den Korb steckt, um das Leckerchen zu finden. Kommt er nach dem Click um sich das Leckerchen dafür abzuholen gibt es das Leckerchen wieder bei Dir aus der Hand. Dann wartest Du auf den nächsten Blick Richtung Korb: clicken --> Leckerchen in den Krob werfen, Clicken, während er im/am Korb ist.
    Das wiederholst Du zwei drei Mal. Die Session beendest Du wie folgt: Hund ist wieder bei Dir: sieht richtung Korb, Du clickst, wirfst ein Leckerchen in dem Korb gehtst hinter WW her zum Korb und fütterst ihm dort unter begeistertem Loben die übriggebleibenen Leckerchen eins nach dem anderen - dabei tüchtig loben.


    Diese Art des Trainings beansprucht sehr sehr wenig Zeit. Eine Session sollte höchsten 5 Minuten lang sein - in etwa eine Werbepause lang :D, ist aber enorm effektiv, weil der Hund selber herausfindet, was erwartet wird, und weil kleinste Lernschritte positiv bestärkt werden.


    Wenn Ihr nach einigen Sessions den WW so weit habt, dass er anfängt sins Körbchen zu sausen, wenn Jemand Leckerchen/Clicker in der Hand hat, könnt Ihr anfangen, dem ganzen ein "Kommando" zu verknüpfen.

    Wie, später ;)

    Sag Bescheid, wenn Du mehr oder neue Anweisungen brauchst!

    Also ich handhabe es so:

    An der Leine wird nicht GESPIELT

    Kontakt mit anderen angeleinten Hunden wird mit geeigneten Kandidaten geübt, damit es klappt, falls man es mal braucht.
    Mit bekannten Hunden sollte das auch kein Problem sein, mit anderen gut erzogenen Hunden auch nicht.

    Aber: bei Hunden, die wir nicht kennen, oder bei denen wir wissen, dass es zu Verwicklungen oder Pöbeleien kommt, werden "umgangen".
    Bei Hunden, die wir nicht kennen, wird je nach Situation abgesprochen, ob man sich ohne oder mit fallengelassener Leine begrüßen/spielen darf.


    Leinenbegegnungen sind Problematisch, weil Leinen die Körpersprach des Hundes verändern und die Hunde wissen, dass sie nicht ausweichen könnten, wenn sie denn plötzlich müßten.

    sagt sich leicht, wenn man selber "das andere Ende der Leine" in der Hand und nicht um den Hals hat...

    Ich verlasse mich lieber auf wissenschaftlich belegte Studien, als auf "alle Trainer", die zu faul sind, diese zu lesen.

    WEr qan die Schäden nicht glauben mag, sollte vielleicht das Buch "Rückenprobleme beim Hund: Untersuchungsreport" von Anders Hallgren lesen.
    Neben den Rückenproblemen, verursacht das Rucken und auch das dauerhafte ziehen an der Leine Verletzungen am Hals, der Luftröhre, dem Kehlkopf, und den Augen (der Augeninnendruck steigt).

    Zudem frage ich mich, ob Hunde wohl in der Lage sind, irgendwas zu lernen, während ihr Hinrn nicht richtig mit Sauerstoff versorgt werden kann (weil sie nämlich sowohl nicht richtig atmen können, weil die Luftröhre zugeschnürt wird - als auch die Blutgefäße natürlich verengt werden).
    Und wenn sie nicht denken können, wie kann man dann erwarten, dass sie irgendwas lernen können.

    Rucken an der Leine lehrt einen Hund nicht, an lockerer Leine zu gehen.
    Training lehrt den Hund, an lockerer Leine zu gehen.
    Rucken ist kein Training, es ist Körperverletzung.

    Okay, das ist jetzt wahrscheinlich wegen der "Gehirnwäsche-Assoziation" ganz falsch rübergekommen.

    Die ist es ja nicht.

    Ich wollte beschreiben, dass ich den Einsatz von Markersignalen als sehr exaktes "Übersetzungswerkzeug" halte.
    Ich kann sehr präzise sagen: ja genau DAS Verhalten.
    Clickertraining ist operante Konditionierung - ich manipuliere (schon wieder so ein ekeliges Wort...) das Verhalten des Hundes indem ich die Konsequenzen seines Verhaltens beinfluße. Das ist soweit nichts besonders, das macht man ja bei allen Trainingsmethoden. Wenn man was trainiert, wird gelobt, oder nicht, oder gestraft.

    Beim Clickertraining werden nun die Lernschritte in winzig kleine Minischritte zerlegt, um es dem Hund so leicht wie möglich zu machen, immer das gewünschte tun zu können - um es mit positver Verstärkung belohnen zu können.
    Auch dieses wird im Großen und Ganzen im nicht-Clickertraining auch so genacht.

    Auch wird, egal bei welcher Trainingsmethode, immer auch irgendwas klassisch konditioniert, weil die Emotion immer mit Verknüpft wird. Pavlovs Hunde haben beim Klingeln nicht nur gesabbert, weil sie gelernt haben, dass Futter folgt. Sie waren ausserdem auch sehr glücklich, weil sie eben wußten das gleich Futter folgt.
    Gegenbeispiel. Wenn ich weiß, dass ich eigentlich jemanden anrufen sollte z.B. meine grantige Schwiegermutter, die mich aber in jedem zweiten Wort beleidigt, was glaubst du, wie oft ich mit der wohl sprechen wollen mag? Genau Null. Das operant gelernte Verhalten: "nicht anrufen", die Klassisch verknüpfte Emotion: "Minderwertigkeitskomplex", vielleicht oder "Wut" - je nach Persönlichkeit...

    Das findet einfach immer mit statt, da kannste machen nixe. ob nun Clickertraining oder Teletakt-Training, Dominanz-Reduktionstraining, oder Feld-Wald-Wiesen-HuSchu-Training. Es WIRD immer eine Emotion mit verknüpft.

    Und weil das so ist, versuche ich eben in der Auswahl der Trainingsmethode und des Weges soweit es eben möglich ist, keine negativen Reaktionen, Gefühle da mit reinzuverknüpfen, sondern positive.

    Beispiel: ich weiß, dass Leinerucken, ein Schmerzempfinden (ja ich weiß je nach hund mehr oder weniger stark ausgeprägt) verursacht. Und ich weiß, dass dieses Empfinden mit allem verknüpft wird, was der Hund in der sekunde des Ruckes wahrnahm. Ich finde es nicht besonders erstrebenswert, die Empfindung "Aua!" mit "ich sehe ein Kind" zu Verknüpfen, weil das unangenehme Folgen haben kann. Für das Kind und demzufolge sowohl für mich, als auch für den Hund.

    Klassische Konditionierung ist nicht "der Sinn" vom Clickertraining. Klassische Konditionierung findet einfach eben immer auch gleichzeitig mit statt. Wie die Erdanziehungskraft. Egal, ob Mensch das nun für sein Training einplant, beachtet, oder nicht beachtet. Das ist eben so.

    Daher sprach ich von "Nebenwirkung" - der Einsatz von Aversiven Reizen führt dazu, dass in das gelernte Verhalten noch einen entsprechnd geartete emotionale Reaktion mit reinkonditioniert wird.
    Der Einsatz von positiver Bestärkung bewirkt, dass eine entsprechende emotionale Reaktion mit in das gelernte Verhalten mit einkonditioniert wird.
    Und da das so ist, versuche ich eben, aversive Reize rauszuhalten, weil ich nicht kontrollieren kann, mit was der Hund den z.B. Leinenruck noch verknüpft, weil ich nicht weiß, was er gerade am deutlichsten wahrnimmt.


    Bestimmt gibt es Hunde, die solche "Clickoholics" sind, dass sie so drauf sind, wie du beschrieben hast. Ich habe regelmäßig eine Gasthündin, die solche Ansätze gezeigt hat. Man kann das natürlich verschlimmern. Aber ich denke, dass ist ein Trainingsfehler. Sie bekam einen Klick für Verhalten X und dann saß sie neben mir (oder ging fuß neben mir) und geierte auf den nächstgen Click. Das sie das geclickte Verhalten in den nächsten hundert Tagen noch mal wiederholte, war so recht unwahrscheinlich und an Shapen nicht zu denken. Ich habe mit ihr daraufhin ultrakurze "Clickersessions" auf Spatziergängen gemacht: ein Verhalten --> ein Click-- Ende der Session. Ich beende das mit "Schluß" und mache dann nichts mehr mit ihr, bis sie irgendwo was schnuppern gegangen ist, oder mit Crispel Spielen oder sonst was. Ein paar Minuten später habe ich sie dann für irgend ein anderes Verhalten geclickt. Sie hat sehr schnell begriffen, dass sie sich nicht den Nackenverrenken und/oder mir vor die Füße rennen muß, und sie fängt langsam an, "von mir weg" zu arbeiten, sprich, wenn ich einmal geclickt habe, dass sie zu einem Target geht, steht sie anschließend nicht mehr rum und geiert auf den nächsten Click, sondern wiederholt das Geclickte verhalten.
    Ich denke, manche Hunde brauchen ein "Trainingssession an/aus" Signal, weil sie sonst zu Marionetten werden, so wie Du es beschriben hast. Andererseits kann man mit socheln Hunden auch oft gar nicht so gut clickern, weil sie eben entweder ihr Programm wieder und wieder und wieder abspulen, oder weil sie stehen und den Clicker (oder das Essen) anstarren. Das läßt sich aber beheben. Es ist nicht wirklich ein Problem VON clickertraining sonder von "WIE" Clickertrainieren... Falls Du verstehst, was ich meine.

    Die meisten Hunde sind aber total begeistert vom clickertraining, weil sie so "die Kontrolle" übernehmen können. Es zwingt sie ja niemand, ein Verhalten auszuführen, sie probieren verschiedenen Möglichkeiten aus, den "einarmigen Banditen" dazu zu bringen den Jackpot auszuwerfen.


    JEDES Training (egal ob clicker, nicht Clicker, Locken und Loben, Leinenruckmethode oder was auch immer) verändert die zukünftige Wahrscheinlichkeit eines Auftretens eines Verhaltens, indem man die Konsequenzen des Verhaltens "manipuliert". Die Konsequenzen eines Verhaltens bestimmen das zukünftige Auftreten eines Verhaltens. (hat E.Thorndike irgendwann in den 1800ern rausgefunden...).

    Beim Clickern reduzieren wir nur bewußt die Auswahl dessen was wir als Konsequenz einsetzen (weil das oben beschriebenen Nebenwirkungen hat), und wir benutzen Markersignale (weil das eine Präzise kommunikation ermöglicht).

    Das das mit viel geschwafel nicht funktioniert, sieht man schön an diesem Thread. Ob wohl wir im Prinzip Trainingsmäßig fast das gleiche machen, "schaffe" ich es irgendwie, dass Du Clickern immer dööfer findest, obwohl ich genau das Gegenteil erreichen wollte :kopfwand:

    Ich muß das Lernziel in kleinere Schritte zerlegen!

    Und das Verstehen der Schritte bestärken.

    Und die Worte Gehirnchirogie vermeiden, denn das bringt uns auf die Falsche Fährte!!!


    Ich finde das Thema toll, by the way, es zwingt mich zum Nachdenken!!


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    Ein denkendes, intelligentes Lebewesen möchte ich anders erziehen, als rein wissenschaftlich, lerntheoretisch auf einen click konditioniert.

    Das ist kein Wiederspruch, nicht wirklich. Ich will z.B. nur so viel wie möglich über die Lerntheorie wissen, weil ich sie so genau wie möglich anwenden möchte. Nicht damit ich aus meinem Hund einen Befehlsempfänger machen möchte, sondern damit ich es ihm möglichst leicht machen kann, Sachen zu lernen.


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    Ich möchte einen Hund, der mich strahlend ansieht, wenn er eine Schwierigkeit gemeistert hat und keinen, der auf den Click wartet.

    Beim Clickertraining hat man strahlenden Hunde! Die brauchen auch nicht auf den click zu warten, wenn sie was vollbracht haben, denn dann wurden sie schon im Moment des Vollbringes "geclickt".


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    So unterschiedlich sind die Vorstellungen von Hundehaltung, -erziehung und Teamwork.

    Nein, gar nicht. Ich will einen freudestrahlenden Hund, der selbstsicher durchs Leben geht, weil er sicher ist, dass (fast) alles was er macht "richtig" und gut und ungefährlich ist. Der "Click" ist meine sehr präzise Möglichkeit ihm immer mal wieder zu sagen "ja, auch das ist richtig. Ich finde gerade in Shapingsessions ist großes Teamwork gefragt.
    Natürlich könnte ich aus irgendeinem Clickerbuch ein "Rezept" rauskopiern um ein "Verhalten" zu trainieren, und dann sitze ich da und warte stundenlang auf das im Buch zitierte, benötigte Ansatzverhalten.
    Oder der hund geht nicht in den Lernschritten vor, die da in dem Rezept stehen. Wenn ich da nicht flexibel bin, mir irgen ein anderes Ansatzverhalten "zu greifen" oder wenn ich sturr auf den Traingsweges des "Rezeptes" verharre" frustriere ich mich den hund, komme keinen Schritt weiter und finde Clickern doof.
    Das Teamwork muß genau da einsetzen. ich kann nur clickern, wenn ich annehmen kann, was der Hund anbietet, und wenn der Hund annehmen kann, wenn ich sein Verhalten in eine führ ihn vielleich zunächst unerwartet Richtung dirigiere. Aber wenn wir nicht zusammenarbeiten, klappt einfach gar nichts.
    Clickertraining ist für mich viel mehr, als einfach auf einen "Knopf" zu drücken, wenn der Hund richtig "sitz" gemacht hat.

    Es ist Vermittlung von Information, Teamarbeit, Spaß, gemeinsames Lernen. Ich lerne von jedem Hund den ich clickere was neues Über Hundeverhalten, darüber was Hunde wollen, wie Hunde manchmal um die Ecke denken, darüber, wie sie lernen, und darüber wie sie nicht lernen.

    Es macht Spaß im Gartenstuhl zu hocken und den Hund zu clickern mit den Vorderpfoten auf einen Hocker zu steigen und dann mit den Hinterpfoten rumrumzu gehen, ohne auch nur einmal vom Stuhl aufzustehen. Ds ist total Geil, wenn beim Hund die Lampen angehen!! Ein Birnchen der langen leuchtende Weihnachtsbaumbeleuchtung... Für jeden winzigen Lenrschritt ein Lichtstrahl!

    Irgendwann demnächst ist winder eine Clickerchallange in Iserlohn, da mußt du hin und Dir das ansehen.
    Du mußt nicht "Konvertieren" - aber ich denke, da wird deutlicher, warum ich clickern so geil finde!