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Beiträge von antarctica

    Hallo,

    die Tendenz ist hier klar zum Hund vom Züchter.

    Ich kann hier nur aus meinen eigenen Erfahrungen sprechen, nicht aus der Schule, aber auch aus dem pädagogischen Arbeitsfeld: Bin in den letzten Jahren in vielen Sozialen Einrichtungen (Behindertenhilfe, Flüchtlingsarbeit, Kinder- und Jugendhilfe) mit vielen Begleithunden in Kontakt gekommen und hatte auch selbst meinen Hund mit in der Arbeit dabei. Von Züchterwelpe über Tierschutzhund war alles vertreten und, völlig egal welcher Herkunft, eigneten sich die Hunde mal mehr und mal weniger für die „Arbeit“.

    Habe seit einem Jahr einen Hund aus Kroatien, der recht ängstlich zu uns kam. Mit ausreichend Geduld und Spucke begleitet er mich mittlerweile regelmäßig in die Arbeit auf einer stationären Wohngruppe der Kinder- und Jugendhilfe.


    Natürlich bist du bei einem Züchterwelpen eher auf der sicheren Seite, allerdings kann man nicht pauschal ausschließen, dass es mit einem Welpen aus dem Tierschutz nicht auch funktioniert.


    Vačko ist an seiner neuen Aufgabe gewachsen, sowie auch die Kids dazu gelernt haben, sich wenn der Hund im Dienst ist an die Regeln zu halten. Er freut sich mittlerweile auf die Arbeit und das, obwohl er letztes Jahr um die Zeit noch panische Angst vor allem und jedem hatte.


    Sollte es doch ein Hund aus dem Tierschutz sein, lass dir nicht blindlings einen „Liefern“, sondern suche nach einem Hund in einem deutschen TH oder Pflegestelle und lerne ihn kennen und prüfe, nicht blauäugig, ob er sich als Schulhund eignet. Es ist sicherlich nicht weniger Arbeit, aber es lohnt sich.


    (Will hier keine Tierschutzromantik propagieren, spreche hier wie gesagt nur aus eigenen Erfahrungen.)


    Btw, einer der Hunde aus Vačkos Tierheim, der ziemlich Zeitgleich mit ihm ausgezogen ist, ist mittlerweile an einer Grundschule als Schulhund „angestellt“ 😉

    Vor allem würde ich jetzt, in so einem durch die Katzenfutterorgie ausgelösten Schub, keine Experimente machen. Sondern sogar mal eine Woche lang rein Kohlenhydrate füttern (bei uns hier wäre das Kartoffel&Karotte), bis sich alles wieder beruhigt hat. (Und eine Woche Diätfutter macht noch keine Mangelerscheinungen, das kann man also schon mal machen.) Und dann erst wieder mit etwas anfangen, was immer gut vertragen wurde. Nebenher, wenn Juckreiz das Hauptproblem ist, mit einem lindernden Shampoo baden, um eben Sekundärinfektionen vorzubeugen - mit Allermyl-Shampoo gibt es hier gute Erfahrungen.


    Ansonsten: Wenn der Hund wirklich allergisch ist, dann bei einem bestimmten Futterspektrum bleiben. Und wenn irgend möglich ein paar Proteinsorten in Reserve behalten, sprich, ohne Not niemals füttern. Einfach damit man für spätere Jahre noch eine Ausweichmöglichkeit hat.


    Aber nun würde in meinen Augen das Gebot der Stunde wirklich lauten: Ruhe reinbringen!

    So knallhart war ich jetzt noch nicht, aber langsam tritt mit Kanninchen und Süßkartoffel eine Besserung ein. Werde heute trotzdem nochmal zum TA schauen und ihn durchchecken lassen. Dabei auch gleich auf Sekundarinfektion ansprechen, das war mir bisher kein Begriff.


    Nach meiner Erfahrung mit Nando spare ich mir auch einige Fleischsorten auf, nur für den Fall. Auch Allergiefutter, Kryll, Insekten, etc sind für mich wirklich die letzte Instanz. Habe schonmal Einen Hund an die Allergie verloren, das kann ich kein zweites Mal - wahrscheinlich bin ich auch deshalb immer gleich so kirre...


    Danke euch! :nicken::nicken:

    Vielleicht hat er ja auch Parasiten? Hat der Tierarzt das abgeklärt?
    Am Ende hat es gar nichts mit dem Futter zu tun ;)

    Jup, alles abgeklärt, da fehlt nix. Da er komischerweise auch Hustet, wenn er was frisst, auf das er allergisch ist (war dem TA auch neu dass das ein Symptom sein kann) und das auch momentan macht, ist die Wahrscheinlichkeit schon groß, das es am Futter liegt.


    Vielen Dank für deine Hilfe.


    Es gibt hypoallergenes TroFu von Hills, bei dem alle Zutaten hydrolisiert sind, also eigentlich keine allergische Reaktion auslösen können, da „vorverdaut“. Hast du sowas bei deiner Hündin mal ausprobiert? Könnte evtl funktionieren.

    Klar ist es bei nur zwei Komponenten einfacher, eine auszufiltern.
    Aber wenn er das Trockenfutter doch verträgt, dann musst du ja nichts ausfiltern...? Dann würde ich das einfach geben und nicht weiter rumexperimentieren.

    Unsere Hündin hatte keine Hautprobleme, sondern "nur" Magenprobleme. Daher kann ich dir leider nicht sagen, wie lange das Jucken vom ggf. Katzenfutter anhält.
    Generell sagt man aber, dass man eine Futtersorte bis zu 6 Wochen ausprobieren soll, bevor man mit einer neuen beginnt. Weil es ggf. so lange dauert, bis der Körper sich umgestellt hat.

    Hab jetzt gerade nochmal geschaut:

    Im Vollmers ist Kartoffel, Kaninchen, Rapsöl und Rübenschnitzel. Von uns bekommt er aktuell Kanninchen und Süßkartoffel, aber frisch. Würdest du TroFu trotzdem bevorzugen? Er hat ja vor dieser Aktion auch beides gut vertragen.


    Wie lange würdet ihr warten bis ihr reagiert, wenn sich keine Besserung einstellt?

    Lt. TA bleiben Allergene bis zu 12 Wochen im Körper.

    Wieso füttert ihr nicht einfach das Futter von Vollmers weiter, wenn ihr doch wisst, dass er das verträgt? ;)

    Naja, wir wussten ja bisher auch dass er Rind und süßkartoffel verträgt. Im Trockenfutter sind ja doch mehr Zutaten als zwei, das hab ich jetzt aus ausschlusstechnischen Gründen nicht gemacht. Also bei zwei Zutaten (Fleisch und Kartoffel) ist es glaube ich doch leichter, die rauszufiltern, die er nicht verträgt. Oder bin ich auf dem Holzweg?


    Sorry für diese wahrscheinlich blöden Fragen, aber bin da halt echt vorbelastet und deshalb a bissl konfus.

    Hallo ihr,

    unser kleiner Kroate hat eine Futtermittelallergie. Wir machen seit ca. Ende letzten Jahres eine Ausschlussdiät und ich hab auch schon ein bisschen Vorerfahrung, da mein Nando auch große Allergieprobleme hatte.

    In den letzten Monaten haben wir Vačko hauptsächlich mit Rind und Süßkartoffel gefüttert, daneben rausgefunden dass er Lamm, Kaninchen und Pferd und Vollmers Anti Allergie Trockenfutter (für unterwegs) verträgt.

    Vorletztes Wochenende hat der Spezialist den Katzenfutterautomaten meiner Mutter geknackt und sich daran richtig satt gefressen. Wie zu erwarten war hat er sich am nächsten Tag wie verrückt gekratzt und am Popo geleckt (Analdrüsen haben wir daraufhin letzte Woche vom TA ausdrücken lassen).


    Jetzt, also ca. 1 1/2 Wochen später juckt es ihn immernoch so...

    Haben sein Futter, auf Rat des TA, jetzt auf Kanninchen und Süßkartoffel umgestellt, da er meinte es kann auch sein, dass er Rind nicht mehr verträgt.

    Kann das sein, dass sowas durch das Katzenfutter ausgelöst wurde?

    Also hängt seine Kratzerei garnicht so sehr mit dem Rind, sondern eher mit den Nachwirkungen seiner Katzenfutterorgie zusammen?

    Würdet ihr die Süßkartoffel auch mal weg lassen?


    Ich bin da ehrtlichgesagt dezent traumatisiert, da ich meinen Nando mehr oder weniger an seine Allergie verloren habe. Er war fast 15 und hat am Ende innerhalb weniger Tage neue Allergien entwickelt, sodass sein Verdauungstrakt am Ende nurnoch Entzündet war, er nurnoch gekotzt und gelitten hat, da er nichts mehr fressen konnte. Sowas will ich gerne nochmal vermeiden, daher meine Frage hier.


    Wir füttern jetzt erst mal Kaninchen und Süßkartoffel und warten, ob sich bis nächste Woche eine Besserung einstellt. Oder was würdet ihr an unserer Stelle tun?

    Mehr als Daumendrücker kann ich Euch nicht schicken Querida . Wir haben für divuse Übelkeit und Erbrechen zur Erstversorgung Cerenia daheim.

    Alle Gute :gut:

    Cerenia wirkt super, das hatten wir damals auch daheim. Selbst als es ganz schlimm wurde hat das mal eine Zeit lang für Besserung gesorgt.


    Halte uns auf dem Laufenden! Viel Glück!

    Reis ist wieder draußen...schön auf die Couch gekotzt, statt mal aufzustehen... werde morgen wohl zum Tierarzt müssen.:( :

    Probier mal nicht die typischen Allergene (da gehört Reis bei vielen Hunden leider dazu). Am bestem (falls du sowas zuhause hast) mit einer Singlefleischdose, Süßkartoffel zerstampft, Pastinake,...

    Bitte nicht falsch verstehen, geh auf jeden Fall morgen zum TA und lass das abklären.
    Falls der Verdacht wirklich auf eine Allergie fällt kannst du dich gerne melden, hab da einen langen Leidensweg hinter mir und viele Erfahrungen sammeln müssen.

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