Meiner Erfahrung nach folgt ein gut ausgebildeter/erzogener Hund seiner Genetik, wenn er keine andere Vorgabe durch den Halter hat. Und genau so stellt sich das in dem Beitrag auch dar:
Die Halterin gibt dem Hund nicht vor, was er auf dem eigenen Grundstück darf/nicht darf. Also tut er das, was ihm die Natur gegeben hat: jagen, greifen und apportieren. Das bedeutet aber ja nicht, dass er das immer und überall so macht. Beim Spaziergang darf er es vermutlich nicht ohne Erlaubnis und wird es somit im besten Fall auch nicht tun.
Unsere Hündin darf z.B. im Garten, auf dem Grundstück meiner Eltern und am Stall keine Katzen, Hühner und sonstiges Kleinvieh jagen/greifen/fressen. Das ist eine Vorgabe von mir und sie hält sich daran. Egal, ob ich anwesend bin oder nicht. Ebenso beim Spaziergang (wobei wir hier noch das ein oder andere Thema haben - Kaninchen und Eichhörnchen
- aber Ziele braucht ja jeder noch) oder generell, wenn ich dabei bin.
Gibt es aber keine Vorgabe für einen "neutralen" Ort, dann würde ich meine Hand nicht dafür ins Feuer legen, dass sie nicht auch ihrer Natur folgt ![]()
Im genannten Fall auf Facebook ist für mich ganz klar, dass der Hund so handelt, weil seine Halterin ihm kein Verbot dazu ausgesprochen hat. Da kann man jetzt diskutieren wie man möchte - SIE gibt es dem Hund so vor und ist ja scheinbar fein damit. Ob man das nun gut findet oder nicht, muss jeder selbst entscheiden. Es ist aber aus meiner Sicht kein Ungehorsam oder mangelnder Trainingserfolg. Ich hätte es als Anti-Jagd-Trainerin an ihrer Stelle allerdings besser nicht gepostet ![]()