Beiträge von RatzRatz

    Ok, ich hab irgendwie keine Lust mehr mit dir zu diskutieren. Ich gebe mir echt Mühe umfangreich zu antworten und zu berichten welche Erfahrungen ich bisher damit gemacht habe und warum wir uns für die Behandlung entschieden haben. Warum pickst du dir ständig irgendwelche einzelnen Sätze raus ohne mal den Gesamtzusammenhang zu sehen? Und du sagst, deine Hunde hatten noch nie Zwingerhusten, woher hast du denn dein Wissen zum Thema?
    Meine TÄ hat im übrigen eine gut ausgestattete Praxis und kann z.B. auch einige Blutuntersuchungen vor Ort machen, aber für micht macht einen guten Tierarzt mehr aus als Tests zu machen zu können. Ich bin da ganz bei TrueType:

    Es braucht auch niemand einen "Erreger" bestimmen, genau hin schauen reicht schon: Auswurf ja nein? Eitrig ja nein? Wenn´s grün wird, brauch ich AB, keine Frage. Aber bis ich den "Erreger" bestimmt hab ist die Sache eh schon halb um....

    :gut:

    Ja natürlich ist eine sichere Diagnose wichtig, da bin ich ganz bei dir. Aber trotzdem habe ich nicht das Gefühl, dass du verstanden hast was ich meine. Bei uns war die Diagnose sicher, warum sollte ich da an meiner TÄ zweifeln? Der Hund hat gehustet, hatte einen Hustenreiz beim abtasten des Halses und einmal im Vorfeld Kontakt zu einem Hund mit Zwingerhusten. Die anderen beiden Male gab es zudem Hinweise für eine bakterielle Infektion, da gab es dann auch Antibiotika. Im übrigen hat der Hund nicht ständig Husten, er hatte es ein halbes Jahr nachdem ich ihn aus dem TH geholt habe (2011), dann 2012 noch einmal und dann wieder 2014 nach dem Kontakt mit der Kranken Hündin.
    Die Therapie hat dabei immer sofort angeschlagen, der Husten war schnell weg und der Hals hat sich ebenfalls schnell beruhigt. Auch letztes Jahr, als kein AB gegeben wurde.
    Es gab keine Hinweise auf eine andere Erkrankung, warum sollte man also mit Kanonen auf Spatzen schießen? :ka: Wenn du es für dich entscheidest den Hund anders Therapieren zu lassen dann ist das dein Ding. Ich würde es immer wieder so handhaben wir bisher. Nicht umsonst sollte ich engmaschig zur Kontrolle kommen. Wenn irgendetwas gewesen wäre, hätte man die Therapie sofort entsprechend anpassen können.
    Bisher war es bei Tomi noch nie nötig einen konkreten Erreger zu bestimmen. Ich wüsste auch nicht, dass das beim Verdacht auf Zwingerhusten standartmäßg gemacht wird. Bei hartnäckigen Geschichten ja, aber sonst? Vielleicht kann da ja noch jemand der sich auskennt was sagen. =) Selbt bei meinen eigenen Erkrankungen war das bisher nur 1 Mal nötig als ich eine hartnäckige Bronchitis hatte. Da wurde schließlich ein Antibiogramm erstellt nachdem zwei Breitbandantibiotika nicht gewirkt haben. Ergebnis: Multiresistenter Keim. So eine Infektion ist dann wirklich nicht lustig und eben diese Resistenzen treten vermehrt auf wegen dem allzu sorglosen und falschem Umgang mit Antibiotika. Ich bin deshalb sehr froh über meine Ärztinnen die ich jetzt habe (sowohl in der Veterinär- als auch in der Humanmedizin) die Antibiotika mit Bedacht einsetzen.

    @Sarah1 Ich habe deinen Post jetzt mehrmals gelesen, bitte nimm es mir nicht übel, aber ich verstehe nicht was du sagen willst. Auch bin ich mir nicht sicher ob du mich richtig verstanden hast.
    Ich glaube aber, dass ich eigentlich sehr detailiert beschrieben habe wie ich das Thema sehe. Deine Antwort bezieht sich, so wie ich das verstehe, aber nicht wirklich auf das was ich geschrieben habe, sondern auf einzelne Punkte die du dir rausgepickt und teilweise auch aus dem Kontext genommen hast.

    Ich habe z.B. nichts davon geschrieben, dass hier Fieber allein als Indiz für Krankheit gesehen wurde, im Gegenteil! Das ich hier "RussischRoulett" spiele lasse ich mir nicht unterstellen. Ich habe geschrieben, dass ich bei Zwingerhustenverdacht immer zum TA gehe und es bestimmt nicht auf die leichte Schulter nehme.

    Ich habe das Thema lange mit meiner TÄ besprochen und vertraue da auf ihre Einschätzung. Bakterien sind eben nicht immer beteiligt. Warum sollte man dann ein Antibiotikum geben? Der zu voreilige Einsatz von Antibiotika ist leider weit verbreitet und schadet mitunter mehr als er nutzt.

    Was deine Frage zur Diagnose angeht: 2 Mal war bei Tomi gleich zu Beginn Schmatzen, der Husten und die druckempfindlichkleit am Kehlkopf, soll heißen Druck auf den Kehlkopf hat sofort Hustenreiz ausgelöst. Dazu hat er versucht wie verrückt Gras bzw. trockenes Laub (war Herbst/ Winter) zu fressen.
    Ich konnte den Husten beim ersten Mal erst gar nicht einordnen und dachte er hätte Sodbrennen oder was mit dem Magen, eben weil er auch ständig unruhig war und Gras fressen wollte. Am nächsten Tag sofort zum TA. Die hat dann Fieber gemessen und eben den Kehlkopf abgetastet. Zusammen mit dem Husten und der aktuellen Zwingerhustenwelle die zu der Zeit rumging kam sie dann zur Diagnose Zwingerhusten. Da er auch Fieber hatte, hat sie mir auch ein Antibiotikum gegeben. Beim zweiten Mal, ein Jahr später, das gleiche. Nur dass ich die Symptome ja diesmal schon kannte.

    Beim dritten Mal, letztes Jahr glaube ich, haben wir auf der Wiese eine bekannte Hündin getroffen. Herrchen lies sie zu Tomi. Plötzlich meinte er dann: Auch Mist, die soll doch keinen Kontakt zu anderen Hunden haben. Die hat Zwingerhusten. -Ja, schönen Dank auch. :| Etwa eine Woche später fing Tomi plötzlich an beim Spaziergang wieder wie irre Gras und Blätter zu fressen und war am Schmatzen und Schluckte häufig. Ich hatte sofort den Verdacht Zwingerhusten auf Grund des Kontaktes mit der Hündin. Spaziergang abgebrochen und sofort zum TA. Leider war nur die Vertretung da, die meinte dann es wäre etwas mit dem Magen. Der Hals war zu diesem Zeitpunkt noch nicht empfindlich. Ich habe ihr dann von der Begegnung mit der kranken Hündin berichtet, aber sie blieb dabei. Es wäre was mit dem Magen, dementsprechend wurde er auch behandelt. Zu Hause angekommen wars dann auch erstmal gut, Nachts gings dann aber los mit dem Husten. Ich hab ihm dann erstmal Fenchelhonig zur Linderung gegeben, damit haben wir die Nacht rumbekommen. Am nächsten Morgen wieder zum TA, diesmal war "unsere" Ärztin auch da. Die stellte dann auf Grund der Symptome (mittlerweile waren ja noch der Husten und die Empfindlichkeit am Hals dazu gekommen) und meiner Erzählung vom Kontakt mit der Zwingerhustenhündin die richtige Diagnose. Er hatte diesmal kein Fieber und es ging ihm sonst auch gut, deswegen gab es nur ein entzündungshemmendes Schmerzmittel plus Fenchelhonig. Ruhe und warmhalten und ein paar Tage Leinenknast und kein Kontakt zu anderen Hunden. Ich musste dann am nächsten oder übernächsten Tag noch einmal zur Kontrolle kommen. Hätte er Fieber, sonst irgendwelche Anzeichen einer bakteriellen Infektion gezeigt oder wäre es ihm schlechter gegangen hätte er ein AB bekommen. War aber nicht nötig.

    Lange Rede, kurzer Sinn: Bei Verdacht auf Zwingerhusten unbedingt zum Tierarzt, aber pauschal Antibiotika geben muss nicht sein. Zumindest habe ich das so mit meiner Tierärztin besprochen.

    Was du mit "Man kann Zwingerhusten auch gleich in die Grundimmunisierung mit einbeziehen," meinst, verstehe ich allerdings nicht. Was soll das bringen? Einen wirklich sicheren Schutz hat man mit der Impfung nicht. :???: Und wie war es denn bei euch bei der Zwingerhustendiagnose? Hat der TA noch irgendwelche speziellen Untersuchungen gemacht?

    Gut dann weiß ich jetzt echt einiges mehr, danke. Trotzdem könnte ich mir auf die Finger kloppen das ich nicht wusste was da alles passieren kann. Ich dachte er ist geimpft und gut ist. Wirklich dumm...


    Naja, mach dich nicht verrückt. Nun weißt du ja, worauf du achten solltest und kannst entsprechend schnell reagieren wenn du den Verdacht hast, dass sich Donald was eingefangen hat. :smile: Und wie gesagt, ein Löffel Fenchelhonig bei husten oder Halsweh schadet nicht, tut dem Hals aber erstmal gut. Hat mir meine TÄ ebenfalls bestätigt.

    Ich habe es auch erstmal nicht als sooo schlimm empfunden. Tomi hatte aber nun glücklicherweise auch bisher nur leichte Verläufe und es ging ihm auch mit Fieber nicht wirklich schlecht. Es kann aber auch wirklich übel sein.
    Auf die leichte Schulter sollte man das auf keinen Fall nehmen, unbehandelt oder bei einem schweren Verlauf ist das wirklich eine ernste Sache!

    Für mich stellte sich dann auch die Frage, wie sinnvoll denn dann die Impfung gegen Zwingerhusten ist, wenn es nicht alle möglichen Erreger abdeckt und der Hund nun trotz regelmäßiger Impfung schon 3 Mal erkrankt ist. Daraufhin kam dann eben die Einschätzung meiner TÄ, die ich vorne schon geschrieben habe. Ihrer Ansicht nach, sind im Großen und Ganzen die Verläufe bei den geimpften Hunden milder als bei ungeimpften. In unserem Fall käme das hin, bei Streichelmonster ja offensichtlich nicht. :/ Da wir bisher keine schweren Verläufe hatten und die Impfung gut vertragen wird, wird der Hund nun erstmal trotzdem weiter jährlich gegen Zwingerhusten geimpft. Tollwut und SHP nur noch alle 3 Jahre entsprechend der angegebenen Immunität im Beipackzettel. Allerdings werde ich das nächste Mal die Option mit der nasalen Impfung besprechen, die soll wohl besser wirksam sein und zumindest gegen die beiden Haupterreger für etwa 1 Jahr immunisieren.

    Das Kürzel Pi für Parainfluenza. Der Impfstoff hat eine Gültigkeit von einem Jahr. Es gibt wohl auch noch eine nasale Impfung aber da hab ich keine Ahnung.

    Ich habe schon mal mit meiner TÄ darüber gesprochen. Sie meinte, die Impfung verhindert nicht zu 100%, dass der Hund Zwingerhusten bekommt, aber der Verlauf ist dann in der Regel milder. Ich kann nur sagen, dass mein Hund trotz Impfung 3 Mal Zwingerhusten hatte, aber in der Tat jedes Mal nicht sehr heftig. Wie es nun ohne Impfung ausgesehen hätte weiß ich natürlich nicht.

    Bemerkenswerte Situation:

    Gestern habe ich mal wieder gemerkt, dass mein Hund jagdlich gesehen ein Totalversager ist. Also nicht, dass ich da was gegen hätte, aber kurios fand ichs schon.
    Ich war am frühen Vormittag mit ihm am Wald. Nach ein paar Meter biegt er wie eigentlich immer nach rechts zum Waldrand ab und geht ein paar Meter um sein Häufchen zu legen. Ich gucke und sehe was braunes vielleicht 2 1/2 Meter neben ihm und denk noch: Hööh, das sieht aber komisch aus... Als das komische etwas plötzlich wegrennt. Ein Reh. Mein Hund direkt daneben am Häufchen machen.
    Ich:
    Das Reh:
    Mein Hund:

    Es ging so schnell, ich konnte gar nicht reagieren weil ich so baff war. Tomi hat noch kurz guckt was denn da war und kam dann zu mir als wäre nichts gewesen.

    Zwingerhusten wird nicht zwangsläufig mit Antibiotika behandelt, oft sind Viren das Problem, da helfen Antibiotika nicht. Tomi wurde das letzte Mal mit entzündungshemmdenen Schmerzmitteln und Fenchelhonig behandelt. Fieber hatte er nicht. Wir mussten allerdings zur Kontrolle kommen, wären Fieber oder andere Anzeichen für eine bakterielle Infektion dazu gekommen hätte er dann auch Antibiotika bekommen. So war ich heilfroh, dass meine TÄ nicht sinnlos ein AB in den Hund gejagt hat.

    Der Besuch beim TA sollte natürlich unbedingt erfolgen, aber wie gesagt, als Unterstützung oder "erste Hilfe" geht Fenchelhonig prima. Dazu evtl. noch ein Schal wenn es draußen kalt oder nass ist. Hat mir meine TÄ auch bestätigt.

    Achso, vielleicht noch interessant:
    Ein anderes Symptom war hier die Empfindlichkeit des Kehlkopfes, wir hatten bisher 3 Mal Zwingerhusten und der Kehlkopf war jedesmal druckempfindlich. Zudem hat Tomi versucht ohne Ende Gras, Blätter, eigentlich egal was zu fressen. Eine TÄ hat deswegen zunächst auf ein Problem mit dem Magen getippt, der Husten und der empfindliche Kehlkopf kamen dann aber noch recht schnell dazu.

    Ui, Susi, dann lern ich deinen Mann ja mal kennen. Na, dann trag ich uns auch mal ein. =)