Beiträge von mairi

    schaut jemand die Crufts? Gleich sind die Terrier dran....

    Ja, d.h. ich hab's grad geschaut, nicht live. Es gibt schon tolle Hunde...

    Und ich hab mir grad noch die Vulnerable Breeds Competition angeschaut. Nun brauche ich unbedingt noch einen Irish Glen of Imaal, einen Sealyham, einen Dandie Dinmont und vor allem einen Skye Terrier.

    Aber echt schade, die ganzen tollen Terrierrassen unter den vulnerable breeds zu sehen.

    @Juliaundbalou - gute Besserung!

    Wie ist das bei euch? Gab es da große Veränderungen?

    Schöne Frage...

    Filou war schon als Welpe einigermaßen unerschrocken und umweltsicher. Das ist im Grunde so geblieben, wobei man schon merkt, dass er durchaus mittlerweile "vorsichtiger" geworden ist und Dinge anders bewertet, als als Welpe oder junger Junghund.

    Er ist kuscheliger geworden - in dem Sinne, dass er auch von selber Körperkontakt sucht - was ich einfach mal der wachsenden Bindung zuschiebe. Das erste halbe Jahr durfte er ja auch nicht mit ins Bett - seit er das darf, hat sich da viel getan, wobei er erst seit ganz Kurzem auch mal die komplette Nacht im Bett verbringt. (Mit Kopf auf Kopfkissen, wie sich das gehört. :cuinlove: )

    Wenn er sehr aufgeregt oder müde ist, "beißt" er immer noch sehr gern, d.h. kaut auf meiner Hand oder versucht bei anderen Leuten, die Hand ins Maul zu nehmen. Da hat sich wenig geändert, außer, dass die Beißhemmung sehr gut ausgeprägt ist.

    Das Interesse an anderen Hunden ist nach wie vor hoch, aber er ist da natürlich nicht mehr ganz so welpig-unbedarft. Er differenziert seit ungefähr einem halben Jahr eher nach Geschlecht, wird auch schon mal deutlich, wenn jemand sich "seiner" Hündin nähert. Er ist da auch noch längst nicht fertig, was das Lernen in Bezug auf den Umgang mit anderen Hunden angeht, sondern zeigt immer mal neue Verhaltensweisen. Neulich holte er z.B. seine Freundin wohl etwas grob (hab ich nicht gesehen, aber sie war ziemlich verwirrt von seinem Verhalten) von ihrer Schnüffelstelle weg - für mich sah das sehr nach Kontrollverhalten nach dem Motto "Entfern dich nicht so weit" aus. Eigentlich hätte ich sonst erwartet, dass er mitschnüffelt. Also da ist er wohl noch am ausprobieren - trotz dass er oft zwar sehr selbstbewusst, aber durchaus auch souverän (für das Alter) sein kann.

    Was den Jagdtrieb angeht, war der als Welpe und quasi das erste Lebensjahr hindurch nicht groß ausgeprägt, also kein großes Interesse an Blättern oder Vögeln und an sporadischen Eichhörnchen war er zwar interessiert, aber im "normalen", noch ansprechbaren Maße- Daher kam es für mich einigermaßen überraschend, dass er dann kurz vor seinem ersten Geburtstag direkt mal einem Reh hinterher ist. Blödes Erfolgserlebnis für ihn, gute Lernerfahrung für mich (rückblickend).

    Ruhe halten war zu Anfang ein großes Thema. Da kam häufig die Box zum Einsatz und ich habe ihn häufig zum Pause machen "gezwungen" (im Sinne von Box auf, Hund rein, Tür zu, 3 Minuten später tief schlafender Hund). Mittlerweile kann er das im Alltag super - also Büro, zu Hause, auch bei meinen Eltern und selbst in Ausnahmesituationen wie zu Besuch bei Freunden, oder wenn wir Besuch haben, schafft er es von selber gut runterzukommen.

    Draußen dagegen ist und war er schon immer durchgängig "angeknipst". Die Ansprechbarkeit schwankt - zwischendrin war sie draußen mal gleich Null, momentan wird es deutlich besser. Aber er war im Grunde schon immer so, dass er alles sieht und wahrnimmt.

    Halber Roman - und irgendwas hab ich bestimmt noch vergessen. Insgesamt würde ich schon sagen, dass sein Wesen sich nicht grundsätzlich geändert hat, aber mittlerweile eher erwachsene Ausprägung erreicht hat.

    :D Wir kommen grad von unserem Mantrailing-Seminar zurück.

    Ich war mir ja schon sicher, dass das was für Filou sein könnte, Nasenarbeit liegt ihm. Hatte nur irgendwie die Vision, dass er sich nach der längerer Warterei im Auto für alles interessieren könnte, nur nicht für die Geruchsträger. Aber er hat das so superklasse gemacht, ich schätze, da könnte wirklich ein gemeinsames Hobby draus werden! :dafuer:
    Und irgendeinen Vorteil muss es ja auch mal geben, wenn man so einen Hund hat, der eher selbständig agiert und nicht ständig bei Frauchen nachfragt, ob das, was er grad macht, so okay ist...

    EDIT: Hund ist jetzt jedenfalls platt, meine Wenigkeit aber auch (und durchgefroren)

    Wir lassen jetzt immer die Schleppleine dran und bestätigen das Anleinen draußen (denn nur da ist es ein Thema) besonders positiv. Dh, wir rufen sie ran, leinen sie kurz mit einer anderen Leine an, bestätigen und leinen wieder ab. Versucht sie sich zu entziehen, wird auf die Schlepp gelatscht und sie wird rangeholt wie ein Fisch. Hat sich auch deutlich gebessert, seitdem wir das so machen.

    Yep, das müssen wir mit der Kleinen wohl auch verstärkt so durchziehen. D.h. ihr habt für "Leine" kein Extra-Kommando? Hat das hier evtl. jemand? Ich überlege, ob es sinnvoll ist, das aufzubauen oder nicht...

    Positiv: Mein Hund hört in letzter Zeit im Freilauf erschreckend gut. :ka: Also, für seine/unsere Verhältnisse. :hust: Vielleicht macht es ja irgendwann doch mal "pling" und die Jahre (na ja, aber irgendwie schon) harter Arbeit tragen Früchte. Bald ist eh wieder BuS-Zeit und Schleppleinen-Zwang und somit Gelegenheit, den Rückruf vielleicht auch mal zuverlässig(er) zu kriegen.

    Zum Alleinbleiben: Es kommen ja im Laufe des Erwachsenwerdens (und bis der Hund im Kopf soweit ist, kann es ja dauern, da würde ich gerade bei gößeren Hunden vor 3 Jahren immer noch mal wieder auf Überraschungen gefasst sein) immer mal wieder irgendwelche Phasen: Sei es schlechter Alleinbleiben können (hatten wir so gegen Ende des ersten Lebensjahres), seien es irgendwelche Unsicherheitsphasen, Pöbelphasen, etc. Ich denke, wenn man da ruhig bleibt und die Dinge direkt im Training anpackt, muss sich das nicht unbedingt verfestigen.

    Vielleicht ist der Unterschied 5 Stunden alleine und gar nicht alleine auch zu krass?
    So blöd es klingt, vielleicht ist es einen Versuch wert, wenn er an Tagen, an denen er nicht allein sein müsste, trotzdem auch mal eine Stunde alleine ist. Das ist keine fiese, lange Zeit und vielleicht bringt das etwas mehr Ruhe rein.

    Das fände ich auch einen Versuch wert. @Juliaundbalou - ich weiß nicht, ob ich das richtig im Kopf habe, aber hattet ihr es nicht mal eine Zeitlang mit einer anderen Sitterin so, dass er erst im Laufe des Tages zum Gassi abgeholt wurde, er also jeden Tag ein paar Stunden alleine bleiben musste? Hat das da besser geklappt?

    Was mir ansonsten noch einfiele: Ist der Flur vielleicht einfach strategisch zu bedeutsam? Dass er das Gefühl hat, er muss alles bewachen und das stresst ihn? Von daher wäre der Versuch mit einem Badezimmer oder so vielleicht eine Idee?

    Nein...Madame will sich nicht anleinen lassen. Also so gar nicht. Mein Vater hat neulich auf der Wiese ein 20-minütiges Fangspiel mit ihr veranstaltet und sich redlich um sie bemüht. Während er also Spielaufforderungen gestartet hat oder sich versteckt hat, lag die Spitzin etwas zwei Meter entfernt von ihm und hat ihn angeschaut, als hätte er sie nicht alle. Schließlich ist sie alleine nach Hause gegangen. War ihr doch zu doof.

    :lol: Wenn man das liest ist es echt zum wegschmeißen. Vor allem, wenn man sich vorstellt, wie der Hund da genervt liegt und sich das Gehampel des Menschen anschaut und irgendwann beschließt, dass jetzt aber genug ist und nach Hause geht.

    Nur live nicht so witzig, aus eigener Erfahrung - ich muss bei meinem eigenen Hund das Anleinen auch noch mal wieder so richtig schön positiv aufbauen und die Bolonkine meiner Ma fängt genauso an, nur dass die dann wirklich gar nicht mehr einzufangen ist. Dabei haben wir durchaus darauf geachtet, dass das Anleinen nichts "Böses" sein soll und dass "Leine dran" auch nicht automatisch "Spaß vorbei" bedeutet, auch wenn man Letzeres natürlich nicht immer ganz vermeiden kann. :ka: Also wenn noch irgendwer Tipps hat...

    Ansonsten ist die Else-Maus gerade mitten in den Stehtagen und würde gern mit dem Nachbars-Mittelschnauzer (den sie normalerweise unheimlich findet) durchbrennen...

    Ich hab mein Hund bis zum Parkplatz schreien gehört...
    Kann mich bitte jemand beruhigen...

    Ach, die arme Maus - aber es muss ja sein, und wenn sie aufwacht, wird sie doch erstmal so döselig sein, dass sie alles andere schon vergessen hat. Darfst du denn bei ihr sein, wenn sie wach wird?

    Mit Zweieinhalb muss man nochmal aufdrehen.

    Wah, das macht mir ja Mut... :hilfe:

    Heute mal was aus der Reihe "Das hat er ja noch nie gemacht": Einer Joggerin hinterherrennen. :motzen:
    Nur 5 Meter, dann hat er sich abrufen lassen und eiiiiiiiigentlich interessieren ihn Jogger auch Null.

    Ich hatte aber auch nicht auf dem Schirm, dass die Dame an uns vorbei wollte: Es gab 3 nah nebeneinander parallel verlaufende Wege, sie hätte jeden dieser drei wählen können (die beiden äußeren mit Mini-Umweg), nahm ab den mittleren, auf dem wir Menschen auf einem quer über den Weg liegenden Baumstamm saßen und sprang zwischen uns über diesen Baumstamm drüber, dem Hund direkt vor die Füße... :ka:

    Für mich ist ein klassischer "Tutnix" ein Hund, dem eben diese zwei Worte hinterhergerufen werden, während er sich selbständig auf andere Hunde bzw. Menschen zubewegt ohne in der Situation noch abrufbar zu sein und ohne groß auf die Körpersprache des Gegenübers zu achten.

    Für mich heißt "Tut nix" in dem Fall auch erstmal, dass der Hund nicht zwangsläufig Streit sucht - was ja nicht automatisch heißt, dass alle Tutnixe "nur spielen" wollen. Oft ist die Motivation hinter der offensiven Kontaktaufnahme auch ein Abcheckenwollen, bzw. der Wunsch, die Situation durch aktives Verhalten zu kontrollieren, also durchaus nicht ganz "unschuldig".

    So eine Situation wird im Regelfall zivilisiert ablaufen, da die meisten Hunde ja eigentlich keinen Streit miteinander wollen. Ob es aber stressfrei und angenehm für beide Beteiligten ist, steht noch mal auf einem anderen Blatt.

    Ich hab jedenfalls so einen Tutnix hier - bzw. hätte, wenn ich ihm das erlauben würde. Da wir aber selten in ausgewiesenen Hundeauslaufgebieten unterwegs sind (wo man evtl. davon ausgehen kann, dass Jederhund Kontakt wünscht), darf er tatsächlich nicht einfach so auf andere Lebewesen zustürmen. Zumal bei meinem Hund die Intention eine Mischung zwischen Interesse und "Ich regel das mal" ist, er solche Situationen aber nicht gut beenden kann und dann auch schlecht abrufbar ist.

    Das bedeutet für mich ziemlich viel Management und Training - ein Training, das u.a. beinhaltet, dass andere Hunde Tabu sind, wenn er an der Leine ist oder ich es sage. Entsprechend mag ich es nicht, wenn dieses Training durch Andererleuts Tutnixe torpediert wird - trotz der Tatsache, dass ich blocken kann und dass mein Hund solche Situationen zu handeln weiß, auch wenn sie ihm unangenehm sind. Ich mag allerdings auch, dass das so bleibt und versuche entsprechend, solche Situationen zu meiden.

    noch anderen HH vorhalten, dass sie doch mal entspannt sein sollen.

    Das ist leider in Verhalten, dass ich "in freier Wildbahn" oft beobachte. Ich denke, hier im DF ist das gegenseitige Verständnis schon sehr ausgeprägt und man weiß, dass es zig unterschiedliche Hundetypen gibt und dass es nicht unbedingt Standard ist, dass alle ausgewachsenen Hunde ständig und überall mit Artgenossen spielen oder Kontakt aufnehmen wollen.

    "Draußen" ist man dann gleich unentspannt, wenn man seinen Hund sichtbar beiseite nimmt, anleint, oder gar andere Hunde blockt.