@Juliaundbalou - gute Besserung!
Wie ist das bei euch? Gab es da große Veränderungen?
Schöne Frage...
Filou war schon als Welpe einigermaßen unerschrocken und umweltsicher. Das ist im Grunde so geblieben, wobei man schon merkt, dass er durchaus mittlerweile "vorsichtiger" geworden ist und Dinge anders bewertet, als als Welpe oder junger Junghund.
Er ist kuscheliger geworden - in dem Sinne, dass er auch von selber Körperkontakt sucht - was ich einfach mal der wachsenden Bindung zuschiebe. Das erste halbe Jahr durfte er ja auch nicht mit ins Bett - seit er das darf, hat sich da viel getan, wobei er erst seit ganz Kurzem auch mal die komplette Nacht im Bett verbringt. (Mit Kopf auf Kopfkissen, wie sich das gehört.
)
Wenn er sehr aufgeregt oder müde ist, "beißt" er immer noch sehr gern, d.h. kaut auf meiner Hand oder versucht bei anderen Leuten, die Hand ins Maul zu nehmen. Da hat sich wenig geändert, außer, dass die Beißhemmung sehr gut ausgeprägt ist.
Das Interesse an anderen Hunden ist nach wie vor hoch, aber er ist da natürlich nicht mehr ganz so welpig-unbedarft. Er differenziert seit ungefähr einem halben Jahr eher nach Geschlecht, wird auch schon mal deutlich, wenn jemand sich "seiner" Hündin nähert. Er ist da auch noch längst nicht fertig, was das Lernen in Bezug auf den Umgang mit anderen Hunden angeht, sondern zeigt immer mal neue Verhaltensweisen. Neulich holte er z.B. seine Freundin wohl etwas grob (hab ich nicht gesehen, aber sie war ziemlich verwirrt von seinem Verhalten) von ihrer Schnüffelstelle weg - für mich sah das sehr nach Kontrollverhalten nach dem Motto "Entfern dich nicht so weit" aus. Eigentlich hätte ich sonst erwartet, dass er mitschnüffelt. Also da ist er wohl noch am ausprobieren - trotz dass er oft zwar sehr selbstbewusst, aber durchaus auch souverän (für das Alter) sein kann.
Was den Jagdtrieb angeht, war der als Welpe und quasi das erste Lebensjahr hindurch nicht groß ausgeprägt, also kein großes Interesse an Blättern oder Vögeln und an sporadischen Eichhörnchen war er zwar interessiert, aber im "normalen", noch ansprechbaren Maße- Daher kam es für mich einigermaßen überraschend, dass er dann kurz vor seinem ersten Geburtstag direkt mal einem Reh hinterher ist. Blödes Erfolgserlebnis für ihn, gute Lernerfahrung für mich (rückblickend).
Ruhe halten war zu Anfang ein großes Thema. Da kam häufig die Box zum Einsatz und ich habe ihn häufig zum Pause machen "gezwungen" (im Sinne von Box auf, Hund rein, Tür zu, 3 Minuten später tief schlafender Hund). Mittlerweile kann er das im Alltag super - also Büro, zu Hause, auch bei meinen Eltern und selbst in Ausnahmesituationen wie zu Besuch bei Freunden, oder wenn wir Besuch haben, schafft er es von selber gut runterzukommen.
Draußen dagegen ist und war er schon immer durchgängig "angeknipst". Die Ansprechbarkeit schwankt - zwischendrin war sie draußen mal gleich Null, momentan wird es deutlich besser. Aber er war im Grunde schon immer so, dass er alles sieht und wahrnimmt.
Halber Roman - und irgendwas hab ich bestimmt noch vergessen. Insgesamt würde ich schon sagen, dass sein Wesen sich nicht grundsätzlich geändert hat, aber mittlerweile eher erwachsene Ausprägung erreicht hat.