Beiträge von Lucy_Lou

    Wir fahren noch bis Mai einen Alfa Romeo Brera. Wunderschönes Auto und toll zu fahren!! Mein Herz gehört eh den Alfas. Aber nix für 2 große Hunde :hust: . Der nächste wird ein Defender, wenn es nach mir geht. Geht es aber wohl nicht... Mein Mann schwankt nun zwischen dem Landrover Freeländer oder einfach einem Mini Countryman.

    Fährt von euch jemand einen Defender? Wird man mit dem auch als Alltagsauto glücklich?

    Da können dir 1000 Menschen ihre Erfahrungen schildern und dein Hund ist dann eben die 1001. Erfahrung. Es ist Natur und damit (glücklicherweise?!) nicht komplett vorher bestimmbar.

    Natürlich, vieles ist vererbbar. Allerdings ist es selten so einfach ein Gen = eine Krankheit. Oft spielen verschiedene Gene zusammen und darauf kommen noch Umwelteinflüsse. Damit kannst du die Elterntiere top untersucht haben, alles bestens, mit deinem Welpen nur leider nicht... Ein wirklich guter Züchter (und VDH-Zugehörigkeit alleine bedeutet das sicher nicht), wird zumindest versuchen, bisherige Nachzuchten, Cousins, Geschwister... mit in Zuchtüberlegungen einzubeziehen. Du kannst dir Wahrscheinlichkeiten überlegen: Die Eltern sind untersucht und zumindest nach dem, was diese Untersuchungen ausschließen können, gesund. Und Nachzuchten, Verwandte... wurden in die Zuchtplanung einbezogen... dann ist das Risiko sicherlich tendetiell geringer, als wenn du planlos 2 Hunde verpaarst. Bei papierloser "Rassehundzucht" mag das Risiko höher sein, da viele Rassen Krankheitsdispositionen mitbringen, auf Grund dessen, dass genetisch eng verpaart wurde/wird bei Rassehunden und sich damit "Eigenschaften" (in vielerlei Hinsicht erwünscht) heraus bilden. Ich denke daher auch, dass das Risiko bei "papierloser" Rassehundzucht eher höher ist, als bei Mischlingen oder wirklich guter, durchdachter Zucht, die Einblick in ein entsprechendes Pedigree erlaubt.

    Wenn du einen erwachsenen Hund aus dem Tierheim aufnimmst, kann dir das alles egal sein. Der ist, wie er ist. Kein Überraschungsei, wie ein Welpe. Damit kannst du entweder einen untersuchten Hund nehmen (auf was dir eben wichtig ist) oder die Röntgenbilder auf HD/ED wie auch immer selbst finanzieren. Dann hast du Sicherheit und es kostet nicht die Welt.

    Ich frag mich dabei ja auch, woher kommt die Lust auf Bälle? Umgeleiteter Hetztrieb? Hohe Bewertung durch Einsatz als Belohnung oder als "besondere" Beschäftigung? Und eben: angeboren? Meine frühere Hündin war Balljunkie. Sie zog ein, da war ich 11 Jahre alt und Bällchen werfen war die einzige Beschäftigung, die mir so spontan zu Hunden einfiel. Aicha hätte alles für ihren Ball getan und drehte beim Anblick komplett hoch...

    Lucy jetzt denke ich, bringt die Veranlagung nicht wirklich mit. Bei Grisu weiß ich es nicht. Bei ihm hatte ich schon im Hinterkopf, ein Hütehund neigt zum Junkietum und das Extrem, wie bei Aicha, wollte ich nicht noch mal. Dazu kam bei ihm eine sehr niedrige Frustrationstoleranz als Junghund. Also bekam er so rund die ersten 12 Monate absolut nix geworfen und wir haben hart an Impulskontrolle und Frustrationstolleranz gearbeitet. Im Nachhinein habe ich mir Grisu manchesmal etwas "triebiger" gewünscht, etwas fordernder...

    Beide meine Hunde haben heute einen Sinn für Beute (wenn andere Interesse daran haben, wird es wichtig), aber beide finden Bällchen holen stinklangweilig und finden Futter immer wichtiger, als Spielzeug. Wobei bei mir ganz klar Futter die Ressource war, für die gearbeitet wurde, die sich verdient werden musste, die ein Wohlgefühl auslöste, wenn man sie ergattert hat. Habe ich also bestimmt, was wichtig für die Hunde wurde? Wie viel ist Veranlagung, wie viel anerzogen?

    edit: es ist nur eine Auswahl an Möglichkeiten, man suche sich raus, worauf der Hund überhaupt reagiert. Grisu reagiert nur auf Großwild, Lucy nur auf potentiell Fressbares. Aber ich wollte nicht alles einzeln aufzählen. Deshalb die Übersicht

    Zitat

    Was hat der Jogger in der Umfrage verloren? Rhian kann auch ohne hinzugucken einen Jogger von einem Hasen unterscheiden, das würde ganz andere Antworten erfordern.....


    Interessant. Warum? Ich kenn Hunde, die reagieren auf Rehe, solche, die reagieren nur auf Kleintiere, solche, die jagen Jogger... Für mich war da gedanklich nie ein großer Unterschied. Deshalb der Jogger in der Umfrage.

    Klar stellt sich die Frage, warum jagt der Hund? Lucy z.B. jagt, um zu töten und zu fressen. Ein Hase quasi ins Maul gesprungen, wär wohl schneller Geschichte, als ich das "n" vom nein ausgesprochen habe und schneller, als Lucy sich erinnert, dass Hasen eigentlich tabu sind. Ein Hase in 2 Meter Entfernung hat einen zitternden, zum zerbesten gespannten Hund zur Folge, einer auf 50 Meter Entfernung wird semi-interessiert betrachtet, da weiß sie, sie kriegt den eh nicht... Die meisten Hunde mit Jagdtrieb, die ich kenne, scheinen aber eher auf Verdacht zu jagen, auf den Auslöser "wusch-renn-was auch-immer" hin, weniger mit konkreter Fress-Absicht mit entsprechender Einschätzung. Und da scheinen durchaus auch Jogger drunter zu fallen.

    Ich finde deine Frage aber wirklich interessant. Wo denkst du, ist der grundsätzliche Unterschied für den Standard-auf Jagdreize reagierenden Hund?

    Grisu ist Fremden gegenüber eher reserviert. Bei Männern mehr, als bei Frauen, Kinder findet er eigentlich grundsätzlich gut. Er duckt sich im Normalfall weg, wenn sich jemand mit "hey, schön dich kennen zu lernen - streicheln!!" nähert. Wenn sich jemand hinhockt und ihn freundlich anspricht, geht er meist hin, macht einen auf ich-bin-so-lieb-und-du-hoffentlich-auch... und geht danach wieder... Ich finde es ganz angenehm, so im Vergleich zu Lucy, die sich nach Möglichkeit an jeden ranschmeißt :roll: (hey, ich weiß, dass ich toll bin, streichel mich!!!)

    Grisu ignoriert Fremde nach Möglichkeit. Wenn jemand sich extrem seltsam verhält, hält er Rücksprache mit mir (früher hat er da Sirene gespielt).

    Lucy findet etwa 0,2% der Bevölkerung extrem seltsam (also fast niemanden), aber wenn, hält sie keine Rücksprache :hust: . Gut, dass man Lucy beim denken zusehen kann...

    Wie auch immer, Grisu ist reserviert, aufmerksam, extrem an mir orientiert und ignoriert, falls möglich. Optimal, würde ich sagen :smile:

    Find ich spannend: manche wollen unbedingt einen Welpen, andere einen Erwachsenen, manche Tierschutz... Wie ist es hier verteilt? Es gibt ja eine Umfrage, woher der jetzige Hund ist. Würdet ihr wieder so entscheiden? Mehrere Antworten erlaubt.