Beiträge von Lucy_Lou

    Hm, als erstes mache ich es mir möglichst einfach und gehe da, wo wenig andere Hunde anzutreffen sind und es keinesfalls irgendwie "Hundewiese"-Charakter hat (gibt ja auch inoffizielle/bestimmte Wege, wo es einfach üblich ist, Hunde machen zu lassen). Ich weiß, wohnt nicht jeder so, aber je nach Wohnlage und eigenem Hund würde ich da auch was weiter rausfahren und für die kleinen Runden halt Wege mit Leinenpflicht wählen. Stress tut ja keinem gut.


    Dann ist meine Strategie, nicht in einen Konflikt zu gehen. Wenn ich einen fremden, freilaufenden Hund sehe, checke ich kurz, ob der wirklich potentiell gefährlich wirkt (droht, schleicht etc.), falls ja, würde ich sofort aus der Situation gehen und die verletztlichsten meiner Hunde dicht bei mir halten. (Joey kann Abfangjäger, ohne sich zu prügeln, zur Not), aber in einer Situation, in der ich dem anderen Hund nicht traue, würde ich wirklich erstmal nur weggehen, meine Hunde dabei dicht bei mir (nicht zwingend angeleint, gerade wenn dazu keine Zeit mehr ist), und schauen, dass keiner meiner Hunde provoziert oder rumrennt oder so. Glücklicherweise greifen die wenigsten Hunde ja ernsthaft an.

    Also, mir ist wichtig, meine Hunde bleiben möglichst entspannt. Falls ich den Kontakt nicht will, leine ich ruhig meine Hunde auf Distanz sichtbar an, hier tut es der Gegenüber dann meist auch. Tut er das nicht und ich hab kein gutes Gefühl und der ist nicht willens anzuleinen, drehe ich um und erzähle meinen Hunden, wie toll sie sind xD

    Wenn der andere Hund jung-dynamisch-verspielt will-hin wirkt, teile ich mit, dass meine Hunde keinerlei Interesse am spielen haben und zumindest Enya auch zickig werden kann. Ist tatsächlich exakt so. Kommt er trotzdem, gebe ich Joey frei und leine Enya an. Entferne mich dazu ggf., je nachdem, wie aufdringlich der Fremdhund ist, aber meist löst es sich so eh ganz ok.

    Wenn der andere Hund völlig entspannt wirkt, kommt es auf den Hundetyp an, wen meiner Hunde ich anleine oder ob ich einfach im Bogen dran vorbei laufe oder auch Kontakt zulasse. Gibt ja viele freilaufende Fremdhunde, die entspannt-desinteressiert sind.

    Bei HH, denen wir öfter begegnen, kommt man ja durchaus ins Gespräch, je nach Gegenüber, und die Hunde, die wollen, können an der Leine mal schnüffeln oder auch frei, wenn eh ein gutes Gefühl da ist. Wir begegnen hier häufig denselben, da weiß man ja, was geht und was nicht.

    Und wie komme ich mit dem immer wieder blöden Sprüchen zurecht.

    Mag an der Anzahl Hunde liegen, aber die kenne ich hier so nicht. Ich glaub, der Gegenüber ist da tendentiell eher froh, ich halte die Meute bei mir |)

    Es geht darum, wie man alle direkten Kontaktaufnahmen vermeidet?

    Sobald ein anderer freilaufender Hund auftaucht, bekomme ich schon Herzrasen, weil meine Erfahrungen diesbezüglich überwiegend negativ sind.

    Ich kenne das aus den Monaten nachdem Faye totgebissen wurde, da ging schon ein fremder angeleinter Hund am Horizont nicht ohne Panik. Bin froh, da wieder deutlich entspannter zu sein (ohne einen Kontakt zu forcieren, wenn nicht alles gefühlt passt). Ist das denn rational bei dir, also wohnst du da wirklich in einer Gegend, wo Hunde ständig angegangen werden?

    Vielleicht verstehe ich deine Intention auch nicht ganz...

    Dein Hund hat so gar nichts kennen gelernt, bevor er zu dir kam, oder?

    Das Alter finde ich für den Einzug auch nicht unschwierig, da du da mit 14 Wochen beim Kleinhund keinen wirklichen Welpen mehr hast, der ist jetzt in der Phase, in der er differenzierter wird und durchaus auch unsicherer dadurch. Und kaum was kennt und dir noch nicht allzu sehr vertraut.

    das finde ich einen Ansatz:

    auf meinem Arm hat er sich dann etwa fünf Minuten lang durchgezittert durch die Eindrücke, dann wurde er ruhiger und ich bin beidemale so lange einfach sitzen geblieben bis er sich entspannt hat, vom Arm auch mal runter ging und auch wieder Leckerli gefressen hat


    hier würde ich eher den Fokus weg von den Leuten legen, also eher: interessiert uns nicht bei einem so jungen Hund, statt das Interesse daran zu markern. Eher vorher Umorientierung belohnen, bzw. Beschäftigung am Rande du und Hund und der Rest um euch herum interessiert euch nicht (fängt man eher nicht im Baumarkt an, sondern reizärmer).

    Grundsätzlich versuche ich jetzt, ihn zu bestätigen wenn er Leute zwar SIEHT (und manchmal halt auch schon SEHR genau guckt) aber halt NICHT bellt oder knurrt oder sonstwie rumpöbelt. Ist das richtig gedacht? Denn irgendwie findet er zb auch im Baumarkt, wenn wir genug Sekunden irgendwo alleine rumstehen, müsste man die um die Ecke kommende Angestellte erstmal anblaffen.

    Ein souveräner Althund würde sicher gut tun, habt ihr da Kontakte? Habt ihr überhaupt regelmäßige Kontakte zu anderen Lebewesen (welchen auch immer?). Kennt dein Hund irgendwas aus seiner Aufzucht (außer Wohnung) womit er sicher ist?

    Die zwei Sheltiebuben sind super cute:

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    und an wenn ich mein Herz ein bisschen verloren habe: https://m.tiervermittlung.de/details.pl?IDin=1795063

    Hat Jemand Erfahrung mit Hunden die quasi im ausländischen Tierheim aufgewachsen sind? Also ohne viel menschlichen Kontakt etc...?

    Oh, der Freddie :herzen1:

    Ich glaub, abseits vom nicht explizit ihm verbal erklären können/von außen andere Sichtweisen einordnen und tolerieren können, ist es wie beim Menschen :smile: (also mehr dieses Unmittelbare, direkte, nicht von außen draufschauen und reflektieren, ohne dass es unmittelbar erlernt/in den Anlagen ist)

    So unähnlich sind wir uns da nicht, also, das Lernverhalten schätze ich sehr ähnlich ein. Lohnt sich oder lohnt sich nicht. Ist mir wichtig oder nicht. Und: ich vertrau dessen Meinung und hat in der Vergangenheit Gutes bedeutet oder nicht. Hunde sind wie Menschen nicht alle gerne "Leader". Also auch faire Grenzen und daran orientieren, was andere vorleben.

    Ich erlebe es bei meinen Hunden so sehr, wieviel ein Verhalten Vorleben ausmacht! Auch Fairness, Zusammengehörigkeit, Einschätzbarkeit, einfach das soziale Miteinander

    Ich würde da keine Wissenschaft draus machen. Hunde sind da gar nicht so arg anders als Menschen, rein vom Lernverhalten und sozialem Miteinander her. Das Reflektieren / von außen betrachten fällt halt weg

    Kenne den Ausgangstext auch nicht, wir haben verschenkt. (Smilla hat es nicht vertragen und nicht geholfen und das Zeug ist teuer). Ich verstehe, dass man verschreibungspflichtige Medikamente auf keinen Fall privat einfach weiter geben darf. So etwas muss ein Arzt entscheiden. In dem Fall war klar, dass der andere Hund es eh bekommt und braucht. Eigentlich schade, dass man da keine Hilfe-Börse einrichtigen kann, sofern eine Art ärztliches Attest vorliegt. Medikamente einfach entsorgen ist ja nun alles andere als nachhaltig.