Beiträge von Lucy_Lou

    Wie soll denn sonst in der kurzen Zeit das Ohr abgetrennt worden sein?!?

    Vor allem, aus welchem Grund? Man könnte sich jetzt ein Thriller-next-Serienkiller-Teenager-out-of-order / Satanismus Scenario zusammen spinnen, aber so extremst wahrscheinlich ist das ja nicht :ka:. Und wäre der Hund kurz darauf noch von whatever sonst angegriffen worden, hätt man sich ja wohl eher denjenigen gegriffen.

    Eine Masche sein kann das natürlich, keine Frage! Ich zeig dich an, Konsequenzen für deinen Hund etc. oder du gibst mir das Geld. Mit gefakten Fotos.

    Aber entweder hat der Hund an dem Tag tierärztlich ein abgetrenntes Ohr behandelt bekommen oder nicht. Wenn ja, ist der einzige, der "Kapital" aus der Sache schlägt, der Tierarzt. Dann ist da eine Rechnung, die ggf. beglichen werden muss. Ob oder ob nicht, klärt die eigene Haftpflichtversicherung, die vermutlich nicht zwingend gerne zahlt, also das durchaus nachgewiesen haben will. Melden, abwarten, fertig.

    Was ich mich bei so einer riesigen Anzahl an Hunden frage ist ob man überhaupt genug Zeit für den einzelnen hat?

    Ab wann ist es denn eine "riesige Anzahl" =) ?

    Und wieviel Aufmerksamkeit hat der Einzelhund denn beim "Standard-HH"? Wieviel weniger Zeit/Auslastung hat ein Hund aus "Gruppenhaltung" da tatsächlich? Gerade wenn man die innerartliche Kommunikation mit einrechnet?

    Wir machen aktiv Hundesport. Aber wenn man davon absieht, war ich heute gute 2 Stunden mit den 4 erwachsenen Hunden spazieren (die gehen allerdings problemlos gleichzeitig, was an den Rassen, der Wohnlage und der Erziehung liegt. Das ist nicht mehr Aufwand als mit einem (rein zeitlich). Und sie haben auch sich und ihre Kommunkation dabei)
    Enya hat dazu Abends Hoopers gemacht.
    Mit Welpi und mit Smilla habe ich etwas geclickert.
    Mit Welpi und mit Joey dazu eine Mini-Runde gedreht (Welpi ging den Spaziergang ja nicht mit).
    Aktuell wird Peaches von Frank beschmust.
    Daneben waren wir morgens Garten und wer wollte, hat sich miteinander beschäftigt.
    Welpi hat was mit Enya gespielt und mit Peaches eh.

    Alle schlafen gerade.

    Klar braucht man die Zeit dafür. Aber mit einem Hund hätte ich heute kaum weniger Zeit investiert... Wüsste nicht, wo ich da wahnsinnig was eingespart hätte. Halbe Stunde vielleicht für die Mini-Extra-Runde und die kurzen Clicker-Einheiten :ka: ?

    Aber das Miteinander hätten die Hunde dann nicht gehabt.

    Bei "schwierigen" Hunden sieht das aber sicher anders aus...

    Minimum 2, kein Einzelhund. Eigentlich max 4, finde ich eine gute Anzahl. Jetzt sind es wieder 5. Aber meinem Mann gehören 2 davon (was im Alltag keinen Unterschied macht, aber im Sport).
    Dazu 2 Kater.
    Die Tiere geben sich so viel, mit Fremd-Tieren haben sie es dagegen alle nicht so. Wenn ich die Kommunkation hier sehe, das Miteinander...
    Klar kommt auch auf den Typ Hund an und auf das eigene Budget. Aber ich persönlich würde ohne sehr zwingenden Grund keinen Einzelhund halten.

    Das Thema ist für mich in der Vermittlung einfach relevant

    Ich hab vor Smilla damals im TS gesucht (da du von Vermittlung sprichst) und fand das wahnsinnig schwierig! Weil man kaum filtern konnte im Internet nach Charaktereigenschaften und -was braucht der Hund- und es in TH in unserer Nähe so nichts in Frage kommendes gab. Da wir damals bereits einen recht anspruchsvollen Hund hatten (+ Lucy), war so einiges für uns wichtig. Nach einigen Such-Fehlschlägen sind wir so beim Züchter gelandet, Rasse ausgesucht nach möglichst passend.
    Auf Zergportal und Co kann man halt nur die gaaanz groben Rahmenbedingungen abklopfen (und ich hab mich damals auch dabei erwischt, erst mal nach Optik zu schauen, nach irgendwas muss man ja filtern). Dafür bin ich wohl zu sehr Kopfmensch (ohne zu meinen, der Hund muss perfekt sein, aber passen sollte es nach Möglichkeit halt schon. Ich bin nicht so der "Hauptsache gerettet"-Typ).

    Aber zur Frage: Ich weiß, welcher Hundetyp hier gut reinpasst, zu mir und zu den bereits vorhandenen Hunden. Ein Welpe fügt sich zudem leichter ein, finde ich.

    Erwartungen: sehr alltagstauglich (da viel unterwegs, z.B. mit dem Wohnmobil mit täglich wechselnden Orten oder auch auf Turnieren, selbst wenn der betreffende Hund nicht selbst läuft). Also kein Angsthund oder ein Hund, der es extrem strukturiert braucht.
    Dazu komme ich wirklich schlecht mit ausgeprägtem Aggressionsverhalten klar, auch wenn mein Hund gerne andere Lebewesen überflüssig finden darf
    Dazu finde ich kontrollierbaren Jagdtrieb toll!
    Und: ein Hund, der Zusammenarbeit mit dem Menschen schätzt, mit dem man Hundesport machen kann, sehr gut zu motivieren und mitdenkend.
    Ein Hund, der sich gerne viel bewegt und gerne neue Gegenden erkundet
    Territoriale Wachsamkeit ist auf Grund der Wohnlage gerne gesehen (melden!, nicht sich auf Verdacht drauf stürzen)
    Handliche Größe (max 20kg)

    Ja, sind viele Wünsche. Aber dafür bekommt der passende Hund sie ebenfalls erfüllt. Hat viel Abwechslung, Zusammenarbeit, daneben aber auch ein an sich ruhiges, ländliches Zuhause, darf aufpassen/wachen und lange (bestenfalls leinenlose) Spaziergänge in ruhiger Natur machen. Bekommt nach Wunsch viel Nähe und teilt unseren Alltag.


    Ich finde Shelties dafür z.B. sehr passend =) . Aber auch andere Hütehund-Typen, moderate Hofhundtypen oder Begleithundrassen (muss ja nicht jeder Hund alles erfüllen, auch wenn ich den Sheltie da für mich (!) schon als eierlegende Wollmilchsau empfinde. Aber als Mehrhundehalter... So ein Finnischer Lapphund z.B. wäre in Ergänzung was... )

    Also, wie man liest: ja, konkrete Vorstellungen sind hier schon da, auch wenn ich mich mit so einigem arrangieren könnte. Denke aber, auch für den Hund ist es am besten, der Mensch versucht da nichts wegzuerziehen, sondern der Hund passt genau so, wie er ist. (So Klassiker: Jagdhund und wie bekomm ich dem jetzt das Jagen aberzogen :muede: )

    Hier leben 4 unkastrierte erwachsene Hündinnen + ein Welpe (Hündin).
    Hier zieht def. kein Rüde dazu ein. Meine Hündinnen sprechen sich bei ihren Läufigkeiten nicht unbedingt ab, der arme Rüde würde ja völlig gaga werden :ugly: .
    Und Kastration ohne Grund gibt es hier auch nicht.
    Ich würde an sich auch Rüden nehmen, aber finde gleichgeschlechtlich in mehrerlei Hinsicht einfacher und bleib daher bei Hündinnen.

    hat man eine Geräuschkulisse aus recht lautem Dauerrascheln,

    Wobei die Aussage ja sinngemäß lautete, dass die Hunde zu der Joggerin hingelaufen sind - das passt für mich interpretationsmäßig nicht mehr zu einem gewissen Überraschungsmoment. Da scheint die Joggerin ja schon überholt gehabt zu haben. Was ich auch nicht einordnen kann, ist dieses "die Hunde haben in unterschiedliche Richtungen gezogen, dadurch kam es zum Sturz". Der klassische Auslöser schneller Bewegungsreiz passt da für mich irgendwie nicht.

    Wobei ich das schon fast nachvollziehbar finde. Je nach Geräuschkulisse und Windrichtung bekommen auch die Hunde das nicht zwingend mit, bis die Joggerin quasi auf einer Höhe ist. Die Schäferhunde, die uns damals angriffen, der eine hing schon halb auf Grisu drauf, bis irgendwer von uns den mal wahrgenommen hatte.
    Und dann denke ich an meine Shelties, die sich auch mal erschrecken können und einen Satz nach hinten machen. Es geht ja nicht jeder Hund nach vorne, wenn er sich erschreckt/an eine potentielle Gefahr denkt. Ein 6/7kg Sheltie haut einen dabei aber nicht von den Beinen, ein 30kg Hund ggf. schon, wenn der plötzlich rückwärts springt. Dann sitzt/liegt man da und weiß erst mal gar nicht, was eigentlich los ist, so ein paar Reaktionsmomente braucht man ja schon.
    Elmo (?) erfasst erschrecktes Rudelmitglied + plötzlich liegende Besitzerin + schnell an allem vorbei laufendem (vermuteten) Auslöser dafür (gerade, wenn er die Nachbarin eh schon negativ angespeichert hat, was keinerlei Schuldzuweisung an das Opfer sein soll!). Er aber macht einen Satz nach vorne, da er eben nicht der im Zweifelsfall nach hinten agierende Typ ist. Halterin versucht noch die Leine festzuhalten, ist aber überrumpelt, Elmo reißt sich los.

    Bis dahin kann die Joggerin durchaus schon 10 Meter weg sein. Schon hat man das Gesamtbild.

    Ich denk da auch etwas an den Mali, der der Seniorin die komplette Kopfhaut weggerissen hat. Hätte sie sich schnell genug umgedreht, hätte es auch das Gesicht sein können, an dem der Mali sich auch besser festbeißen hätte können, während der HF ihn versucht wegzureißen. Schon ist das (halbe) Gesicht weg. Ich denke, das sind einfach reaktiv abgespulte Verhaltensweisen. Die Joggerin wird sich gewehrt haben, getreten, gebrüllt, die Halterin, dort angekommen, wird am Hund gerissen haben, daneben wird eine Rudeldynamik dabei gewesen sein.

    Soll jetzt nichts schön reden, aber ich finde das Scenario gar nicht mal so unstimmig.

    Welchen Grund hat es, dass nur ein Hund, und eben genau dieser als Täter benannt wurde?

    Weil die meisten Menschen in einer solchen Ausnahmesituation kaum genug Gehirnzellen zusammen bekommt, um was anderes zu tun, als zu stammeln, was gerade am meisten Raum im Kopf einnimmt. Die Halterin war zwar nicht "vernehmungsfähig", aber sie wird etwas gesagt haben. Klar, nur Vermutungen, aber ich glaube kaum, dass sie sich da irgendwelche detaillierten Geschichten überlegt hat, kurz nachdem ihr Familienhund jemandem u.a. das Gesicht weggebissen hat. Sie wird gewusst haben, wer den Angriff eingeleitet hat und wer nach ihr rückwärts geschnappt hat. Mit Denken ist meiner Erfahrung nach nur noch sehr bedingt in einer solch brutalen, einen völlig überfordernden Situation nicht mehr viel

    Dafür würde sprechen dass die Halterin es schaffte alleine zu trennen...

    Wieso merkt man nicht dass sich von hinten wer nähert?

    Wobei das Trennen ja offensichtlich erst stattfinden konnte, als der Mensch tot war, bzw. zumindest nicht mehr gezappelt/sich gewehrt hat. Ab einem gewissen Grad der Zerfleischung ist davon einfach auszugehen und ja auch irgendwie eine Gnade, dass irgendwann der Schock kommt.

    Zum zweiteren: weil die Hunde sich vorher vermutlich noch nie auf einen Jogger gestürzt haben. Warum sollte man also das Weite suchen, wenn sich einer nähert? Zumal angeleinte Hunde, mehrheitlich mit Maulkorb.

    Warum sich so ausschließlich auf Elmo eingeschossen wurde, würde mich allerdings auch interessieren...

    Enya hat damals die ersten Tage ungefähr gar nichts gefressen. Ich kenn das sonst auch nicht, bei keinem anderen meiner Hunde als Welpe. Bei ihr war es aber rein die Aufregung, so im Nachhinein. Sie denkt zu viel, auch mit 8 Wochen schon :fear: . Ich hab ungefähr alles versucht, sie fraß quasi nix. Dann war sie "angekommen" und der Spuk war vorbei.

    Ich denke, manchmal gibt es so Hunde, die bei Aufregung/Stress nicht fressen, wie bei Menschen auch. Jeder Jeck ist anders

    Da sie ansonsten sehr fröhlich und aufgeweckt ist, mach ich mir noch keine ernsthaften Sorgen...

    Macht man sich ja eh. Aber würde an deiner Stelle dem auch noch etwas Zeit geben.