Beiträge von Lucy_Lou

    Mein Aussie ist 5 Monate alt. Ich bin auch viel am überlegen, was ist zu viel, was ist zu wenig. Körperlich versuche ich möglichst wenig mit ihm zu machen. Andererseits, zu Gelenkproblemen (gerade aus guter Zucht) neigen Aussies ja nicht so sehr. Ich überlege mir, ich könnte meinen Hund ja auch zum "Beschäftigungs-Junkie" heran ziehen, wenn ich ihn vornehmlich geistig, nicht körperlich auslaste...

    Am meisten schaffen ihn immer noch Ausflüge, auf denen er neues erlebt. Körperlich ist er auch nicht tot zu kriegen! So waren wir auf einem Hundetreff, er rennt und tobt 1,5 Stunden, anschließend schläft er 1,5 Stunden und ist wieder topfit :schockiert: . Dagegen 30 Minuten in die Stadt oder in den Baumarkt oder zu Besuch bei Freunden mit Kindern u.ä. und er ist geschafft für den Tag. Ich denke mir, davon hat er letztlich auch am meisten.

    Ich mache es zur Zeit so: morgens eine ruhige Runde in vertrauter Umgebung, mit Spiel mit mir und unserem anderen Hund, Ruhephasen, buddeln, schnüffeln etc.

    Nachmittags eine Runde mit den Hunden getrennt, als Übungsrunden. Bei Grisu im Moment, wie gesagt, vor allem kennen lernen von Neuem, seine Aufmerksamkeit gewinnen an Orten, wo viel los ist, daneben Clickern, Apportier- und Suchspiele.

    Daneben sind wir immer wieder im Garten: üben, spielen, Welt beobachten.

    Ich habe vorher auch anderes ausprobiert, aber damit scheint er mir sehr ruhig und ausgelastet und ich habe nicht die Sorge, ihn zu überlasten.

    Bei einem Hund, der gerne bellt: Kommando "Laut", wenn er gerade bellt oder clickern. Grisu konnte so mit etwa 10 Wochen Gib Laut. Lucy dagegen ist jetzt knapp 2 Jahre alt und kann es immer noch nicht :p . Sie bellt quasi nie, auch nicht, wenn ich Futter/Spielzeug knapp außerhalb ihrer Reichweite halte oder sonstwas für Situationen provoziere, wo sie theoretisch bellen könnte.
    Naja, das ist der einzige Tip, den ich kenne: Hunde, die wenig bellen, zum bellen provozieren und das dann clickern oder mit Signal belegen.

    Das sind eigentlich Fragen, die man sich vor der Hundeanschaffung stellt :roll:

    Ob es deinem Hund so reicht und gut geht, wirst du selbst feststellen müssen. Wenn er damit nicht klar kommt, einen Hundesitter suchen. Was will man sonst dazu sagen?

    Ich kann meine Hunde nicht mit zur Arbeit nehmen, arbeite aber nur halbtags. Mit einem Vollzeitjob hätte ich persönlich mir keinen Hund geholt, ich kenne aber Menschen, die Vollzeit arbeiten und der Hund lebt halt damit.

    Zitat

    ich werde 4 tage die woche von 9.30 bis 16.00 uhr arbeiten...ich kann alle 2 stunden nach hause fahren aber das erscheint mir alles nicht so gelungen...den hund haben wir gefunden auf der strasse...vielleicht sollte ich mir das nochmal überlegen wenn ich meine abwesenheit so betrachte....ich kann zwar alle 2 stunden nach hause fahren.. aber dennoch scheint das nicht so optimal zu sein alles...bisschen zu viel zeit alleine für den kleinen denke ich..

    Die Frage ist doch, was wäre die Alternative? Du schreibst selbst, die Einstellung in der Türkei ist Hunden gegenüber anders als hier in Deutschland. Wo soll er es denn besser haben als bei dir? Gut wäre, wenn dein Hund tatsächlich freien Zugang zum Garten hätte, dann wird es in ein paar Monaten reichen, wenn du eventuell Mittags kurz Nachhause kommst und dich dann nach Feierabend viel mit ihm beschäftigst. Ein Welpe (und vor allem mit 7 Wochen!) sollte möglichst nicht alleine bleiben.
    Ich könnte mir auch vorstellen, dass es mehr als genug Hunde in der Türkei gibt, für die ein Platz bei dir eine große Verbesserung ihrer Lebensumstände bedeuten würde. Wenn du einen zweiten Hund dazu holst, wird die Zeit des Wartens für den ersten wahrscheinlich einfacher.

    Mit einem so jungen Hund würde ich auf jeden Fall zum TA, Grundimpfungen und vor allem entwurmen lassen!

    Viel Glück euch beiden!

    Meine frühere Hündin hatte viel Jagdtrieb bezüglich Kaninchen (war ein Dackel-Mix). Mittlerweile würde ich sagen, sehr am Grundgehorsam arbeiten und Ersatzbeschäftigung bieten.
    Damals hatte ich kein Internet, habe auch keine Bücher gelesen zu dem Thema. Ich bin jeden Morgen/Abend zur Dämmerung in den benachbarten Park, wo es vor Kaninchen nur so wimmelte. Zu Anfang war Aicha an der Leine und flippte aus, sobald sie ein Kaninchen sah. Nach vielen Mnaten hatte ich sie soweit, dass sie einsah, eh nicht ans Kaninchen ran zu kommen und sich statt dessen hinsetzte (was ich gelobt habe). Leckerlie, Ball (nach dem sie eigentlich verrückt war) hat sie in dem Moment nicht interessiert. Es war reine Übung und das jeden Tag. Zu mir gekommen/in meine Richtung geblickt hat sie nicht. Was ich ihr rückblickend beigebracht habe (wenn auch unbewusst), war Anzeigen: stehen, eine Pfote erhoben, Richtung Kaninchen. Dann etwas ruhiger werdend: hinsetzen, Kaninchen fixieren, Lob von mir bekommen. Wobei Aicha durchaus will-to-please hatte.
    Es hat sicher über ein Jahr täglichen übens gedauert, aber letztlich hat sie sich hingesetzt, sobald sie Kaninchen gesehen hat. Ohne Kommando, ohne Leckerlie oder ähnliches.
    Down stelle ich mir bei einem Hund mit viel Jagdtrieb unheimlich schwer vor! Vor allem, wenn man es ohne Zwang aufbauen will... Ich kann mir nicht vorstellen, wie das gehen soll...

    Meine jetzigen Hunde haben wenig Jagdtrieb. Da läuft es über "Superkommando" (mit Superleckerlie), viel üben und Ersatzbeschäftigung. Bei den beiden könnte ich sicher auch ein verlässliches down aufbauen, was aber einfach nicht nötig ist. Aber ein Hund mit viel Jagdtrieb ist etwas völlig anderes!

    Zusätzlich zu den gegebenen guten Tips (getrennt spazieren gehen z.B. kann sehr helfen, Kommando Schau ist sehr nützlich...): wie machst du dich denn interessant für den Hund?
    Was helfen kann, sind gezielte Übungen wie Dummy, Fährte, Wald-Agility und darin eingebaut der Grundgehorsam, so dass der Hund einen Sinn sieht, in der Mitarbeit und auf dich achtet. Oder such dir eine ruhige Wiese, gehe deinen Weg, achte nicht auf den Hund, verschwinde schonmal im Gebüsch, bewege dich nie (!) in die Richtung, in die der Hund gerade läuft. Mache "interessante" Dinge, ohne den Hund anzusehen oder mit ihm zu reden. Sucht er dann von sich aus Kontakt, beziehe ihn mit ein, aber nach deinen Spielregeln.
    Vor allem: belohne jeden Kommunikationsversuch seinerseits, gehe darauf ein und wenn es nur ein "Ok", "da gehts lang", "weiter" etc. ist. Er muss ein Feedback bekommen. Vor allem aber solltest du herausfinden, was ihm wirklich Spaß macht und das nach deinen Regeln umsetzen (Nasenarbeit, Hetzspiele, Geschicklichkeitsaufgaben etc.). Es muss sich für ihn lohnen, auf dich zu achten und mit dir zusammen zu arbeiten.

    Zum anschauen an der Leine: öfters mal die Richtung wechseln oder das Tempo (auch ruhig mit Ankündigung): dein Hund wird vermutlich dann mal einen erstaunten Blick in deine Richtung werfen, dafür sofort in den Himmel loben.

    Ich hätte große Lust :D

    Ich komme aus dem Oberbergischen (Nähe Gummersbach), also nicht weit bis Köln.

    Lucy kann ein paar Tricks, kennt clickern, aber was Dogdance angeht sind wir Anfänger. Grisu ist 5 Monate alt und hätte sicherlich auch Spaß daran :^^:

    Ich würde auch alle 1-2 Wochen zum üben nach Köln fahren.

    Was für eine Rasse hast du, wie alt?


    Schau mal hier:
    https://www.dogforum.de/ftopic31705.html

    da ist einiges zum beibringen geschrieben worden.

    Die Frage ist, ob dein Hund von sich aus apportieren anbietet und wie du es später ausgeführt haben möchtest. Mein Hund braucht z.B. kein weiches Maul, da ich kein Jäger bin, der Wert auf unversehrte Beute legt. Grisu nimmt den Dummy vorsichtig auf, bringt ihn ohne drauf rum zu beissen zu mir. Lucy schüttelt ihn erstmal, wenn sie ihn hat, bringt ihn mit drauf rum beissen zu mir. Mir ist es schnurz. Wenn du bei Working Tests mitmachen möchtest, ist ein weiches Maul und ein gründlicher Aufbau aber sehr wichtig.

    Mir ist vor allem wichtig, dass es meinen beiden Spaß macht, dass man eine ganze Reihe von Gehorsamsübungen einbauen kann, dass es toll auslastet (durch Such- und Gedächtnis-Übungen) und dass sie mir den Dummy in die Hand geben und nicht wo auch immer fallen lassen.

    Wichtig wäre, dass du für dich selbst ein Endziel formulierst, was erwartest du letztlich davon und wie willst du persönlich die Übungen ausgeführt haben. Dann kann man auch besser Tipps geben.

    Edit: ja, Futter gibt es für den Hund dadurch, dass er den Futter-Dummy zu dir bringt. Das ist eine gute Möglichkeit, das Dummy-Training für nicht apportierbegeisterte, aber verfressene Rassen aufzubauen :^^:

    Ich persönlich finde es nicht normal. Es gibt soviele Möglichkeiten unter Hunden Rangordnung festzulegen, daurrammeln muss da sicher nicht sein. Erst recht nicht, wenn der andere Hund gerade am dösen ist. Ich würde es bei meinem Hund unterbinden. Wenn es selten mal vorkommt oder in besonderen Situationen würde ich es vielleicht tolerieren, aber sicher nicht in dem Ausmaß.

    Und du sagst ja selbst, Asta passt es nicht, früher oder später wird sie Marleen vermutlich Bescheid geben. Das muss nicht böse enden (kann aber), ist aber sicher auch eine Möglichkeit, dem einen Riegel vorzuschieben.