Beiträge von Atrevido

    Mir ist der Stresspegel des Hundes ebenfalls das Wichtigste wenn ich ihm Ruhe vermitteln will - das ist ja der Sinn und Zweck den Stresspegel zu reduzieren ;)

    Bei dir bin ich mir da auch sicher ;) Aber leider bei den wenigsten, denen eine Box bei einem bestimmten Problem empfohlen wird und zur Grundausstattung des Welpens gehört.

    Ich würde das auch nicht immer so betiteln. Meine beiden Großen haben nicht resigniert, ich habe sie nicht gebrochen oder sonst was. Aber sie haben sich definitiv unwohl darin gefühlt. Und ich verstehe eben nicht, warum es über diesen Weg sein muss, wenn es andere gibt. Das ist jetzt auf kein konkretes Beispiel bezogen, sondern allgemein.


    Ich selbst glaub, dass viele Probleme daher kommen, dass man ununterbrochen sich selbst in Frage stellt, wie man etwas wohl am allernettesten hinbekommt und "mal probiert" oder eigene Ängste und Sehnsüchte auf den Hund projeziert (sehr beliebt dabei, der Freiheitsbegriff).

    Nicht falsch verstehen - ich bin niemand der martialisch und egoistisch einfach macht und dem der Hund egal ist. Ich glaub einfach dass ne gesunde Einstellung von "ich mach das jezt" und "jetzt ist es halt mal so" auch eine Menge Ruhe vermittelt. Und ob ich das nun über Korrekturen mache (die "Neins" von dir) oder ob ich dem Hund genauso selbstverständlich vermittele, dass es sein gemütlicher Schlafplatz ist und die Enge das ist, was ihm eigentlich hilft, ist dann recht wumpe.

    Mir ist nur die Bewertung wichtig bzw dass es eben keine gibt von "besser" und "schlechter".


    Ich bin jetzt auch nicht extrem zart besaitet und kann meinen Hunden durchaus unmissverständliche Ansagen verteilen. Und im Zweifel auch mal körperlich korrigieren (ohne dass ich schlage oder trete), wo sie mir eigentlich auch "Leid tun" dass das in diesem Moment sein muss ;) Das kann ich dann auch so rüberbringen. Genauso wie sie eben in die Box packen, wenn es in dem Moment keine andere Möglichkeit gibt. Ich denke nicht, dass da irgendeiner der Hunde meine Einstellung zur Box wieder gespiegelt hat. Denn alle 3 Hunde waren unabhängig von einander ohne groß zu Üben ruhig darin, obwohl ich die Box nicht mag |)
    Gerade Shira als Angsthund tut mir ständig leid. Wenn ich so mit ihr durchs Leben gehen würde, hätten wir bisher keinerlei Fortschritte gemacht. In vielen Situationen kommt dein " Wir machen das jetzt einfach so" zum Einsatz.

    Aber das wird vermutlich zur Grundsatzdiskussion. Ich mag es einfach nicht, wenn die Box als Pauschallösung und für jeden Hundetyp angepriesen wird. Und womöglich noch in geschlossener Variante als Dauerlösung genutzt wird. Um mehr geht's mir gar nicht =)

    Ich glaube wir haben zu einem gewissen Teil andere Ansichten, liegen aber nicht weit auseinander.

    Wie gesagt - ich finde es ist nur eine Entscheidung für sich. Aber mit deiner Methode ist der Hund genauso gezwungen - im Zweifel durch mehr "Konflikt" (mehrere Neins, die man uU durchsetzen muss).

    Das sehe ich z.B. völlig anders. Natürlich gab es eine Form von Stress, weil in diesem Moment plötzlich Dinge verboten waren, die sonst durfte. Das musste der kleine Kopf natürlich erstmal verarbeiten ;) Aber ich habe ihn auf keinen festen Platz, auf kein Zimmer, in keine bestimmte Position geschickt. Wollte er also weiter durch die Gegend laufen, durfte er das. Aber das was dabei Spaß gemacht hat, gab's nicht. Also wurde es irgendwann so langweilig, dass er sich immer häufiger hingesetzt hat um zu überlegen "Was nu?". Daraus wurde irgendwann ein Hinlegen. Und das war okay, egal wo und wie.

    Aber ich will das gar nicht abwerten. Wer heilt und das bedeutet für mich, wer zum Erfolg kommt ohne da ewig dran rumzudoktorn, hat Recht. Und dann ist es gut für den Hund und die Welt ist in Ordnung.

    Grundsätzlich gebe ich dir hier absolut recht. Mir ist beim Erfolg jedoch der Stresspegel des Hundes sehr wichtig. Ein Hund der in der Box resigniert, kam für den Menschen sicher auch zum Erfolg. Für das Tier finde ich es schlimm.
    Ich möchte auch die Box nicht völlig abwerten. Ich habe wie gesagt selbst eine zu Hause und nicht ohne Grund. Ich sehe nur, dass viel zu viele Menschen damit völlig falsch umgehen und der Hund dort abgestellt wird, gern als Dauerlösung. Und da kommt's mir hoch. Wenn ich lese über Nacht, zum Alleine bleiben, während des Kochens, wenn er gerade nervt...das hat ja alles kein Ende. Als vernünftig eingesetztes Trainingsmittel ist es immer noch nicht meine erste Wahl, weil ICH damit ein Problem habe mein Hund einzusperren. Aber da ist sie trotzdem ein gutes Hilfsmittel. Aber bitte nicht mehr.

    Auch mein Weg mit dem alles Verbieten, wäre definitiv keine Dauerlösung gewesen. Wenn das nicht angeschlagen hätte, wäre der Stress dauerhaft für alle zu hoch gewesen.

    Und siehe meinen letzten Satz - wenn es dir nicht gut geht mit einer Box, da ist dein Hund schon echt brav, wenn er sich nicht mehr dagegen gewehrt hat. Ich hab das jetzt so oft gesehen, dass es einfach das Gefühl des Menschen dazu ausmacht - konnte ich bisher bis auf eine einzige Ausnahme und das war ein Hund mit Vorerfahrungen - die Uhr nach stellen.

    Er war super brav, definitiv. Aber er kannte eine offene Box auch als Schlafmöglichkeit vom Züchter. Deswegen wird ihm das nicht komplett fremd gewesen sein.
    Es gab auch Situationen, wo die beiden Großen in die Box mussten. Freiwillig oder gern sind sie da allerdings nicht rein. Trotzdem waren sie drinnen sofort ruhig und haben sich hingelegt, ohne besondere Stressanzeichen. Beim Rauslassen haben sie mir aber bald die Tür aus der Hand geschlagen um endlich raus zu kommen. Nur um sich danach irgendwo anders seelenruhig wieder hinzulegen. Dieses Verhalten spricht für mich Bände.

    @Hummel
    Ich stimme dir zu. Ich habe wirklich ein Problem, den Hund auf so engen Raum einzusperren. Für Hunde denen einen Höhle gut tut, finde ich offene Boxen auch völlig in Ordnung. Und wie gesagt bei Extremfällen auch die geschlossene.
    2x habe ich die Box auch bei Lito verwendet, da sie bei uns eh im Moment als Raumteiler fungiert. Er saß geschlagene 2 Stunden am Gitter und hat einfach nur geguckt. Er war lieb, hat nicht gejault, nichts. Aber so richtig zur Ruhe gekommen ist er eben auch nicht. Ich hätte es natürlich noch länger durchziehen können. Aber mein Ziel ist es, dass der Hund selbst entscheidet zur Ruhe zu kommen. Nicht ich zwinge sie ihm auf. Und da ist für mich das Problem der (geschlossenen) Box.

    Lito ist die ersten Wochen auch nonstop durch die Gegend gerannt.Trotz des jungen Alters hat er maximal 8-10 Stunden am Tag geschlafen/geruht/gedöst. Ich bin bald irre geworden! Hier im Forum gab's leider auch beinahe nur Tipps mit 'pack in die Box' |)

    Da ich außer bei Extremsituation dazu nie greifen möchte, mussten wir durch probieren. Am besten hat dann geklappt alles zu verbieten, was er in dem Moment machen wollte. Das "Nein" saß da schon sehr gut. Auch nicht schön, aber der Hund hat (zwar irgendwie gezwungener Maßen) dann von selbst entschieden sich hin zu legen. Alles andere durfte er ja nicht.

    Nun ist er gut 5 Monate alt und ein kommt alters- und rassegemäß gut zur Ruhe und schläft/döst ausreichend.

    Ja, leider neige ich zu diesem "totanalysieren".
    Dann frag ich mich ständig ob das jetzt die richtige Entscheidung ist :verzweifelt:
    Dabei ist es ja eigentlich Quatsch. Beide Hunde sind gut gezogen, der jüngere Wurf ist halt noch etwas klein.
    Und vom Charakter geben Sie sich wohl nicht viel.
    Ich denke ich krieg das schon hin mit der Entscheidung |)

    Ich bin ehrlich...wenn die beiden sich sooo ähnlich sind, würde ich nach der Optik entscheiden :pfeif:

    Haha okay @Mapeleca
    Ich habe versucht so aussagekräftige Bilder wie möglich zu machen. Aber bei einem Zwischengitter sieht man es natürlich nicht so gut, wie bei einem Heckgitter.

    Erstmal der Lütte im Kofferraum davor

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    Und dann wie bei uns üblich Lito auf der Rückbank und Bilder vom Kofferraum aus

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