Ich glaube wir haben zu einem gewissen Teil andere Ansichten, liegen aber nicht weit auseinander.
Wie gesagt - ich finde es ist nur eine Entscheidung für sich. Aber mit deiner Methode ist der Hund genauso gezwungen - im Zweifel durch mehr "Konflikt" (mehrere Neins, die man uU durchsetzen muss).
Das sehe ich z.B. völlig anders. Natürlich gab es eine Form von Stress, weil in diesem Moment plötzlich Dinge verboten waren, die sonst durfte. Das musste der kleine Kopf natürlich erstmal verarbeiten
Aber ich habe ihn auf keinen festen Platz, auf kein Zimmer, in keine bestimmte Position geschickt. Wollte er also weiter durch die Gegend laufen, durfte er das. Aber das was dabei Spaß gemacht hat, gab's nicht. Also wurde es irgendwann so langweilig, dass er sich immer häufiger hingesetzt hat um zu überlegen "Was nu?". Daraus wurde irgendwann ein Hinlegen. Und das war okay, egal wo und wie.
Aber ich will das gar nicht abwerten. Wer heilt und das bedeutet für mich, wer zum Erfolg kommt ohne da ewig dran rumzudoktorn, hat Recht. Und dann ist es gut für den Hund und die Welt ist in Ordnung.
Grundsätzlich gebe ich dir hier absolut recht. Mir ist beim Erfolg jedoch der Stresspegel des Hundes sehr wichtig. Ein Hund der in der Box resigniert, kam für den Menschen sicher auch zum Erfolg. Für das Tier finde ich es schlimm.
Ich möchte auch die Box nicht völlig abwerten. Ich habe wie gesagt selbst eine zu Hause und nicht ohne Grund. Ich sehe nur, dass viel zu viele Menschen damit völlig falsch umgehen und der Hund dort abgestellt wird, gern als Dauerlösung. Und da kommt's mir hoch. Wenn ich lese über Nacht, zum Alleine bleiben, während des Kochens, wenn er gerade nervt...das hat ja alles kein Ende. Als vernünftig eingesetztes Trainingsmittel ist es immer noch nicht meine erste Wahl, weil ICH damit ein Problem habe mein Hund einzusperren. Aber da ist sie trotzdem ein gutes Hilfsmittel. Aber bitte nicht mehr.
Auch mein Weg mit dem alles Verbieten, wäre definitiv keine Dauerlösung gewesen. Wenn das nicht angeschlagen hätte, wäre der Stress dauerhaft für alle zu hoch gewesen.
Und siehe meinen letzten Satz - wenn es dir nicht gut geht mit einer Box, da ist dein Hund schon echt brav, wenn er sich nicht mehr dagegen gewehrt hat. Ich hab das jetzt so oft gesehen, dass es einfach das Gefühl des Menschen dazu ausmacht - konnte ich bisher bis auf eine einzige Ausnahme und das war ein Hund mit Vorerfahrungen - die Uhr nach stellen.
Er war super brav, definitiv. Aber er kannte eine offene Box auch als Schlafmöglichkeit vom Züchter. Deswegen wird ihm das nicht komplett fremd gewesen sein.
Es gab auch Situationen, wo die beiden Großen in die Box mussten. Freiwillig oder gern sind sie da allerdings nicht rein. Trotzdem waren sie drinnen sofort ruhig und haben sich hingelegt, ohne besondere Stressanzeichen. Beim Rauslassen haben sie mir aber bald die Tür aus der Hand geschlagen um endlich raus zu kommen. Nur um sich danach irgendwo anders seelenruhig wieder hinzulegen. Dieses Verhalten spricht für mich Bände.