Zu einem Spezialisten zähle ich den Cane Corso keinesfalls. Aber das ist auch kein Hund den ich jedem in die Hand drücken würde und ich bin abgesehen von meinem Vatter überall (!) auf Unverständnis gestoßen, warum ich mir als Teenie "so einen" Hund holen würde. Ging gar nicht...
Ich empfand zwischendurch die Erziehung schon anstrengend, weil diese Sturrheit in Kombination mit ich bin absolut unabhängig und selbstbewusst, warum sollte ich überhaupt auf dich achten oderm ich an dir orienteiren, seines Gleichen sucht. Im Prinzip war das auch weniger Erziehung. Wer Molosser dumm nennt, hat keine Ahnung. Die Kommandos hat er in 0,0 gelernt, aber die Entscheidung, ob er sie umsetzen möchte war mehr eine Vertrauens und Bindungsfrage. Mit 3,5 Jahren waren wir so eng, dass es für mich der leichtführigste Hund überhaupt war, auf den man sich blind verlassen konnte.
Zu mir hat die Rasse, speziell dieser Hund wie die Faust aufs Auge gepasst, weswegen ich ihn nicht als Einschränkung angesehen habe. Bis auf eine Eigenschaft: Die starke Ein-Mann-Bindung
Ich mag sie eigentlich und eigentlich ist diese beim Cane Corso auch "normal" ausgeprägt. Er war ein extrem, was den Alltag doch stark eingeschränkt hat. Es hat 2 Jahre gedauert, ehe er überhaupt mit meinem Lebenspartner das Haus verlassen hat und über das Wie sprechen wir dann lieber nicht... Und erst recht nicht, über fremde Menschen. Mehr Tod als lebendig, musste ich ihm nach weniger als 24h wieder aus der Klinik abholen, wo er mind. 3 Tage verbringen sollte, weil er die Box auseinander genommen hat. Und so weiter...