Wie stand er verhaltenstechnisch neben sich? Wie äußerte sich das?Was hat sich mit dem Chip verändert?
Das würde mich sehr interessieren.
Puh in Kurzfassung ist das schwer zu sagen. Er war quasi nicht mehr er selbst, wenn wir das Haus verlassen haben. Er war wie im Tunnel/Rausch hat einfach nur nach vorn gezogen und wirkte abwesend. Bewegungsreize setzten ihn in Ausnahmezustand, er drehte sich schreiend im Kreis. Schon beinahe panisch mit auf gerissenen Augen. Er stand so unter Stress und Anspannung, dass er vermutlich nicht mal gemerkt hätte, wenn man einen Stein nach ihm geworfen hätte. Dazu kam Dauerfiepen, wirklich nonstop. Korrekturen oder das Abrufen von Dingen die er eigl kann, hat seinen Stress nur noch verschlimmert.
Kein Unterschied, als die Nachbarshündin läufig war und auch sonst kein gesteigertes Triebverhalten. Daher wäre ich lange Zeit auch nicht auf die Idee gekommen, dass auf die Hormone zu schieben.
Die Klinik überredete mich in Verbindung mit dem Verhalten und einer vergrößerten Prostata allerdings zu Tardastrex. Darunter wurde es dann eine Weile besser, bis es zuletzt wieder ganz extrem war. Daher nun der Versuch mit dem Chip.
Seit nun 4 Tagen ist er viel entspannter. Runden im Dorf gehe ich noch nicht, um ihn nicht zu überfordern. Aber draußen im Wald und Feld ist er wieder voll ansprechbar. Er reagiert auf Korrekturen und nimmt Hilfen bereitwillig an. Ich habe wieder den Hund der Gefallen will und schlagartig wieder beinahe alle Regeln an die er sich die letzten Monate nicht halten konnte, weiß und umsetzt.
Zu dem ist er müde. Ein Zustand der bei dem Hund quasi nicht existent war, weil er immer unter Dauerstrom stand. Geschlafen wurde immer nur seicht in kurzen Intervallen. Nun schläft er nach einer Runde über Stunden tief und fest. Ich hoffe inständig, dass es nun nicht nur eine kurze Phase ist, sondern sich wirklich durch den Chip so einpendelt.