Vielleicht war die "Erstverschlimmerung" bei ihm wirklich nur die ersten 2 Wochen und weil er sich da bereits in einem absoluten Extrem befand, habe ich keinen Unterschied bemerkt? Ich weiß es nicht. Aber es ist Fakt, dass es nun um Welten besser ist und ich habe aktuell keine andere Erklärung, als das der Chip wirkt. Wenn jemand einen anderen Ansatz hat, bin ich dafür gern offen.
Und was ein ruhiger Apport mit Action zu tun hat, weiß ich nun nicht. Er apportiert halt sehr gern und ich habe mich gefreut, dass er das nun draußen - in ganz kleinem Rahmen - abrufen konnte und dazu (ohne Hungern oder sonst was) gefressen hat. Das ging jetzt bestimmt ein halbes Jahr gar nicht mehr und sehe ich damit als großen Erfolg.
@flying-paws Das wollte ich auch nicht sagen. Aber einige Rüden zeigen ja doch nochmal "schlimmeres" Verhalten bei den kurzzeitigen Testosteronanstieg. Könntest du denn sagen, was es sonst sein könnte, wenn nicht die Wirkung des Chips?
Die Ärztin sagte uns, dass es je nach Hund variiert. Einige haben diese Erstverschlimmerung, andere nicht. Bei einigen fängt er nach 2 Wochen an zu wirken, bei anderen wirklich erst nach 6-8
Stimmt, eine Erstverschlimmerung hatten wir definitiv nicht. Allerdings ging es zu dem Zeitpunkt auch kaum schlimmer, das war der absolute Hoch- bzw Tiefpunkt
@flying-paws Die ersten spürbaren Verbesserungen kamen ziemlich genau 2 Wochen nach Chipimplantierung und aktuell wirds noch bald täglich ein wenig besser, sodass ich mich selbst ein bissschen Bremsen muss um es nicht zu übertreiben und ihn zu überfordern. Heute hat er zB sein komplettes Frühstück aus dem Futterbeutel an der Straße bekommen
Die Unterschiede sind auch sehr deutlich, dass es sich jetzt nicht um Einbildung handeln kann Für was, wenn nicht den Chip, würde das denn sprechen?
@Feyra478 Lito bekommt seit einer Weile auch Platinum und war lange Zeit immer extrem dürre. Von ~220gr bei 14kg hat er nun endlich eine richtig schöne Figur und er bewegt sich auch recht viel. Da sollten die 90gr für dein Leichtgewicht wirklich vollkommen ausreichen
Denkst du nicht darüber nach ihn komplett kastrieren zu lassen, da ihm der Chip hilft?
Das ist natürlich durchaus eine Option. Aber er hat den Chip nun gerade gut 5 Wochen und der wirkt für 6 Monate. Da er relativ leicht ist, vielleicht sogar ein klein wenig länger. Ich möchte gern die Zeit bis dahin nutzen wirklich gezielt mit ihm zu trainieren. Und dann schauen wie weit wir gekommen sind, ehe ich eine Entscheidung treffe. Ich bin halt generell kein großer Freund von Kastration und erst recht nicht in seinem Alter. Allerdings war das vorher bald keine Lebensqualität mehr. Wenn er mit Hormone nur so kann, wird er definitiv kastriert. Aber wie gesagt, mit der Entscheidung möchte ich mir noch etwas Zeit lassen...
Wie ich es bei euch machen oder beibehalten würde kann ich nicht sagen, da wirst du ihn am besten kennen und einschätzen können, aber ich finde, auf den Videos läuft er schon richtig super an der Leine dafür, dass er draußen vor Stress keine Leckerlis oder Spielzeug annimmt.
Ja natürlich. Aber ich doktere da auch schon eine ganze Weile sowohl allein, als auch mit Trainer dran rum und konnte maximal Schadensbegrenzung betreiben, keine Besserung. Wenn ich nun aber den Unterschied zwischen Chip und ohne Chip sehe, frage ich mich aber auch, ob vorher überhaupt irgendetwas gefruchtet hätte. Die meiste Zeit fahre ich mit beiden raus ins freie Feld. Da kann er mittlerweile nach ein paar Minuten wieder Leckerchen nehmen und auch schon einige Tricks abrufen. Ging vorher ebenfalls nicht. Sprich ich übe erst dort mit ihm und versuche das dann auf die normalen Spaziergänge zu übertragen. Allerdings war es in dem Video gerade auch sehr reizarm. Umso mehr los, desto aufgeregter ist er natürlich.
Ich finde es aber interessant, dass ein Hund der, nehme ich an, vom guten Züchter kommt und sozialisiert wurde, meinem ersten Hund so ähnlich ist, der in einem kroatischen TH aufgewachsen ist, ich dachte immer, dass daher sein enormer Stress kommt... Du weißt nicht zufällig ob die Geschwister deines Hundes auch solche Stresskekse sind?
Er kommt von einer super Züchterin, mit der wie nach wie vor im Kontakt stehen. Eltern, direkte Geschwister, ältere, wie jüngere Halbgeschwister - alle normal. Die ersten Monate war er auch bei mir vollkommen normal. Rückblickend war nur auffällig, dass er da schon recht wenig geschlafen hat (konnte aber trotzdem immer gut Ruhe halten und hat nie überdreht) und wenig Körperkontakt wollte. Und das kippte dann beinahe von jetzt auf gleich mit 8/9 Monate in dem absoluten Ausnahmezustand. Er drehte völlig hohl, es gab max 5-6h Schlaf über den ganzen Tag verteilt und einige gesundheitlichen Probleme kamen. Was Huhn und was Ei war, ist nicht mehr heraus zu finden. Seitdem doktern wir daran rum
Nur kurz noch eine Gedanke von mir...Dort ist Platz, die Hunde können ausweichen, Stress kurz wegrennen etc. Das Gleiche in der Wohnung könnte sehr viel schneller kippen, weil es beengter ist. Kenne ich zumindest von Lito so. Draußen bei Platz geht eigl jeder Hund. In geschlossenen Räumen ist er sehr viel "intoleranter".
Ich möchte den Thread mal wieder aus der Versenkung hoch holen. Die meiste Zeit war ich hier nur stiller Leser, würde euch jetzt aber mal um euren Rat bzw Tipps fragen.
Mit Lito habe ich hier auch einen extrem stressanfälligen Hibbelhund, ganz besonders beim Verlassen des Grundstücks. Dort hat er sich teilweise in die komplette Abwesenheit abgeschossen und nichts ging mehr. Nach langen hin und her hat er Anfang März nun den Chip bekommen. Dem Hund geht es viel besser, ein Unterschied wie Tag und Nacht. Aber etliche Verhaltensweisen sind natürlich schon arg verfestigt, wo ich selbstverständlich aktiv gegen arbeiten muss.
Unser Hauptproblem sind die normalen Gassirunden ab der Haustür. Da beginnt schon der Stress beim Anleinen vor der Tür. Man könnte meinen er ist im Keller groß geworden und ist mit allen Reizen die ein kleines ruhiges Dorf zu bieten hat überfordert. Bis zum Chip war hier kein Durchkommen zu ihm, er versank in seiner eigenen Welt. Seit dem Chip ist er nun wieder teilweise ansprechbar, kann sich an die meisten Regeln wieder erinnern und bemüht sich sehr sich an diese zu halten. Im Moment habe ich Urlaub und kann damit gezielt mit ihm Trainingseinzelrunden gehen. Mit beiden Hunden zusammen, ist er nochmal deutlich nervöser und angespannter.
Die ersten 10 Minuten waren wieder Vollkatastrophe, aber dann konnte ich ihn soweit runterfahren, dass ich gestern mal filmen konnte. Mein Vorgehen ist aktuell: stehen bleiben, wenn er zieht. Gucken, aber nicht reinsteigern lassen. So ruhig wie möglich loben, oder gar nicht, sonst pusht ihn das wieder hoch. Noch ist er nicht in der Lage unterwegs Leckerchen, Aufgaben oder Spielzeug anzunehmen. Berührungen und Stehenbleiben stressen ihn mehr, als runter zu fahren. Helfen tut dagegen Bewegung, mal ein paar Meter joggen, worauf springen lassen etc. Um den Stress beim Losgehen zu minimieren habe ich jetzt angefangen mit Leine und Halsband ihn den Futterbeutel durch die Tür und den Weg zur Straße apportieren zu lassen. Das klappt nach kurzen Zögern bereits erstaunlich gut. Letztes Jahr konnte er sich darauf überhaupt nicht konzentrieren.
Würdet ihr das genau so beibehalten? Etwas anders machen oder noch dazu nehmen? Ich möchte die Chipzeit, wo er so viel besser ansprechbarer ist nun wirklich aktiv nutzen.
Edit: Videos vergessen
Der erste Teil ist ein Weg durch einen ruhigen Park, ohne andere Menschen. Danach geht es an der Hauptstraße unseres Dorfes entlang.
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Wenn er arg drüber ist, darf er mich nicht überholen, aber dabei ist er auch immer sehr angespannt und wenn er auf sprachliche Korrektur nicht reagiert muss ich ihn massiv zurückdrängen, was ihn dann wieder stresst. Ein ewiger Teufelskreis Kleinere Korrekturen prallen dagegen an ihn ab.
Halter von Plattnasen per se die Liebe zum Tier abzusprechen finde ich auch arg anmaßend.
Ich habe hier 2 Extreme bei mir zu Hause und ich liebe beide sehr. Der Bully kommt aus dem Tierschutz und hat eine verhältnismäßig lange Schnauze. Trotzdem deutliche Probleme.
Spoiler anzeigen
Fun Fakt: sie zog mit 3,5 Jahren bei mir ein und hatte den ersten Sommer selbst unter deutlicher Belastung 0 Probleme. Ab dem Sommer drauf ging es Stück für Stück los. Letzten Sommer war natürlich auch extrem, aber da wollte sie kaum mehr spazieren gehen. Auch nicht morgens und abends, wo es noch kühler war. Was man mit so einem Hund ohne Garten macht Meiner ist nicht groß, aber mal ein bisschen spielen, im Planschbecken ein bisschen abkühlen und einfach frische Luft genießen geht aber.
Und ich sehe es gerade an meinem (relativ neuen ) Freund, der seit etlichen Jahren immer Bullys hat(te). Der liebt(e) seine Jungs über alles. Aber er nimmt das Schnorcheln überhaupt nicht wirklich wahr und die Atemgeräusche sind für ihn normal. Wenn ich auf mein Terrier verweise kommt nur ein "der ist ja auch nicht normal". Gut, er ist das andere Extrem, aber so richtig habe ich ihn noch nicht überzeugen können, dass diese - für Bullys noch sehr moderate - Atemgeräusche nicht normal sind. Wenn er Shira im Sommer erlebt, hoffe ich auf mehr Einsicht bei ihm. Seine OEB ist jetzt erst ein gutes Jahr und sehr bewegunsfreudig. Dort bin ich auch gespannt, wo die Reise hingeht... Ich kann zwar bei seiner Einstellung zu dem Thema nur den Kopf schütteln, aber lieben tut er seinen Hund sehr.
Lito gehört übrigens zu den Hunden die auch immer Sommer am Fahrrad ordentlich Strecke machen. Warum? Er kann, braucht und will es. Ich mache es nur abends, ohne direkte Sonne und mache immer mal wieder kurz Pause um den Kreislauf zwischendurch zu kontrollieren. Bis Lito hätte ich da auch nie im Leben drüber nach gedacht. Aber er steckt das locker weg und will sich einfach auch im Hochsommer viel bewegen, was ich dank schwachen Kreislauf so nicht immer kann. Das ist unser Kompromiss.