Dein Beispiel ist ja genau unser Thema.
Prinzipiell versuche ich es zu vermeiden, dass Hundi total ausrastet. Das wird versucht zu umgehen in dem ich eine passende Distanz wähle, so dass der Hund am besten garnicht in diese extreme Reizlage kommt und das unerwünschte Verhalten zeigt.
Natürlich ist das nicht immer machbar und auch dafür habe ich meine "Notfallpläne".
Der Einfachheit halber habe ich jetzt mal nach Schwierigkeit der Situation sortiert:
Situation 1:
Hund bellt irgendwas an, ist aber irgendwie noch ein Fünkchen "da". Ich werfe da in der Regel eine Hand voll Kekse hin. Bestenfalls kann der Hund Kekse suchen, schlimmstenfalls holt ihn das kurz aus seinem Verhalten raus.
Situation 2:
Hund tobt und steht in der Leine. Ich "hangel" mich an der Leine zum Hund und entweder ich halte ihm einen Keks vor die Nase und "ziehe" ihn so mit rum in eine Distanzvergrößerung, oder ich halte einmal kurz meine Hand ins Sichtfeld. Das löst oft einen kurzen "hä" Moment aus der mir reicht um den Hund wieder zu erreichen.
Situation 3:
Ist Hopfen und Malz verloren (z.B enger Weg und der andere Hund MUSS direkt nah an uns vorbei) halte ich ihn einfach am Geschirr fest und halte aus. Nicht schön, aber besser geht in so einer Situation eben nicht und Hund lernt nichts daraus (nichts gutes, aber auch nichts "negatives")
Allerdings ist das jetzt unser ganz persönliches Vorgehen und funktioniert vor allem deswegen gut, weil meine Hunde sehr gut auf Kekse reagieren.