Beiträge von sabarta

    Und wie du einem Hund, der geifernd in der Leine hing, ein Leckerlie vor die Nase hälst, ist mir auch ein Rätsel, wenn man davon ausgeht, dass ein BC zwischen 16-22 kg wiegt und dementsprechend an der Leine zieht, wenn er so schreit. :D

    Doch, das geht sehr gut, auch mit 25kg Hund :)

    Ich "hangel" mich an der Leine zum Hund, halt den Keks vor die Nase und "zieh" so den Kopf rum. Funktioniert allerdings tatsächlich nur dann, wenn der Hund eben auf diese Unterbrechung reagiert. Manchmal kann es sogar helfen mit der Hand einmal das Sichtfeld zu stören um den Hund raus zu holen, je nach Hund halt...

    Nunja ich nutze in solchen Situationen keinen Clicker mehr weil ich das irgendwie sinnlos finde. Ich habe allerdings mein Umorientierungssignal. Ich sprech meinen Hund mit Namen an und dann das Umorientierungssignal - Aufmerksamkeitsteilung ist in solchen Situationen für meinen Hund besser weil er dann mich ansieht und auch sieht was ich in der "Einschätzsituation" mache ... das halte ich viel wichtiger als wenn er versucht einzuschätzen was sein kleines Hundehirn ggf übersteigt. Belohnung gibts allerdings auch. Prinzipiell ist mein Anspruch in unklaren Situationen, dass mein Hund mich fragt, sich an mir orientiert und macht was ich will weil in der Regel das andere alles für ihn unwichtig ist (das lege ich als Halter einfach mal fest). Clicke ich in solchen Situationen rein wird das andere unter Umständen wichtig.
    Vielleicht ist das aber bei anderen Hunden auch anders.

    Prinzipiell gebe ich dir Recht. Das ist auch das langfristige Ziel.
    Auch, dass man mit Clicker, Z&B und was es sonst alles gibt erst recht die Aufmerksamkeit auf den Reiz richtet. Ist der Hund aber eh schon auf diesen Reiz fokussiert und kurz vorm Tunnelblick, ist das hinfällig.
    Roonie ist in dem Fall halt "schwierig", weil sie wirklich unsicher ist und gerne in Hysterie mit Tunnelblick verfällt.

    Da verhindert das clickern auch, dass sie nicht in ihren "Tunnel" kommt, aber dennoch ihre Umgebung wahr nimmt. Bekommt sie die Sicherheit durch die Clicker, kann sie auch anderes Verhalten zeigen, z.B sich freiwillig vom Reiz abzuwenden und lieber mich anzuhimmeln (nach dem Motto: "wenn ich die Gefahr nicht sehe, ist sie auch gar nicht da :pfeif: ") . Das geht aber nur, wenn sie nicht vorher in ihren Tunnel gerät und da kommt der Clicker/Marker einfach besser im Hundeköpfchen an.


    Achso, vielleicht noch wichtig: ich fange erst mit markern an, wenn ich sehe, dass sie ein Problem mit der Situation hat. Rider war ja auch mal so, mittlerweile ist er aber wesentlich sicherer. In der Regel gibt es da die Belohnung erst nach der Begegnung, wenn er denn eine will. Das ist auch für Roonie mein langfristiges Ziel. Erkennen da kommt was, wahrnehmen und sich dann dafür entscheiden dass das langweilig ist, möglichst mit so wenig Hilfe von mir wie möglich.

    Mancher Hund bräuchte manchmal keinen Click, sondern einfach eine konsequente Führung (im Sinne von Hilfestellung) durch eine schwierige Situation...

    Grüße
    Bea

    Prinzipiell gebe ich dir da Recht, allerdings habe ich die Erfahrung gemacht, dass gerade ein Click dem Hund viel Hilfestellung geben kann, einfach weil er ja auch signalisiert "alles gut, du bist toll, ich bin bei dir".

    Ist zum Beispiel bei meinen Hunden so :)

    Gerade wenn Roonie etwas nicht einschätzen kann (uns frontal begegnende Autos, Menschen, Fahrradfahrer, etc), hilft es enorm einfach frühzeitig viel zu markern. Natürlich belohne ich so auch das ruhige Verhalten, aber ich glaube es ist auch viel Unterstützung für sie weil es auch signalisiert, dass ich die "Gefahr" wahrgenommene habe und ihr helfe.

    Ich denke es kommt einfach darauf an, was man unter "schlimmer" und "schlechter" versteht.

    Als Beispiel Rider: ich habe nicht früh genug gecheckt, dass er Hunde eigentlich nicht mehr anbrüllt weil er sie doof findet, sondern er blafft die Luft an, ich nehme mal an als Stressventil. Ich werde mir dieses Verhalten auch mit Clicker vermutlich schön gefestigt haben. Für manche wäre das jetzt doof, ich finde es gar nicht soooo schlimm. Klar, ist nicht so perfekt wie wenn er jetzt ganz die Klappe halten würde, aber das Problem hat sich FÜR MICH in eine positivere Richtung verschoben.


    Aber ja, ich glaube schon, dass man mit Unwissen auch ein Verhalten verschlimmern kann. Ganz banales Beispiel: man denkt der Hund will Kontakt zu Fremdhunden und "belohnt" z.B mit Kontakt. Vermutlich wird der Hund, unter Einsatz der üblichen Methoden, nicht lernen sich "besser" zu verhalten, sondern kann eventuell sogar sein unerwünschtes Verhalten erweitern/verschlimmern.

    Es ist einfach eine Hilfestellung für den Hund, nach dem Motto "guck mal, du könntest jetzt das machen um dir selbst in dieser Situation zu helfen". Vielleicht ist dass dann auch schon fast konditioniert: Schütteln-> ich entspanne mich

    Ich werde Stress damit nicht vermeiden können, aber ihn vielleicht schneller beenden können, bzw dem Hund halt einen Weg zeigen können wie er sich selbst helfen kann.

    Es ist einfach mal ein Experiment, keine Ahnung ob das so funktioniert :ka:

    ja ich denke ich muss einfach länger am Ball bleiben... Nur nicht so einfach wenn einem 25kg Lebensfreude ins Gesicht springen mit "yipiieeeh lass uns spiiiiiiiielen" :lol:

    Diese beiden weiteren Videos bestätigen meine Annahme, dass es sich bei diesem sog. Geschirrgriff um nicht anderes handelt, als um ein Ablenken und wenn das nicht funktioniert, dann fasst man halt ins Geschirr. Dazu muss an mit dem Geschirr überhaupt nichts aufbauen.

    Heutzutage muss man anscheinend alles kompliziert trainieren, um mit seinem Hund klarzukommen. :ka:

    Dann trainier doch deine Hunde so weiter wie du das für richtig hälst, aber lass uns doch bitte damit in Ruhe :???:

    Im übrigen finde ich solche abwertenden Kommentare mehr als unangebracht... Ich geh doch auch nicht in anderen Threads und schreibe wie doof ich deren Umgehensweise finde.