Beiträge von Sheigra

    In den meisten meiner Brötchenrezepte ist Sauerteig (hier: Anstellgut) nur für den Geschmack drin, nicht zum Säuern. Dafür wird bei Brötchen gerne mit sog. Poolish oder anderen Vorteigen gearbeitet.

    In den Brotrezepten verwende ich immer Sauerteig (außer im Toast, aber das backe ich so gut wie nie).

    Kurzum: Probiere es einfach aus. Im Plötzblog und in Büchern wie "Das Brotbackbuch" (hier kann ich für Einsteiger Teil 1 empfehlen) gibt es tolle Rezepte und vor allem viel Hintergrundwissen.

    Als mich damals (auch schon wieder sieben Jahre her!) das ganze technische Drumherum um den Sauerteig (Raumtemperatur, Luftfeuchtigkeit, Teigausbeute, und was weiß ich noch alles) beinahe abgeschreckt hat, sagte ich mir, dass seit so vielen Jahren Menschen mit Sauerteig Brot backen ohne diesen ganzen Schnickschnack - und habe es einfach gemacht.

    Der Rest ist Übung, einfach nur Übung.

    Das Rezept steht noch auf der Liste der Rezepte, die ich ausprobieren will. Brote mit Quellstücken mag ich gerne; meine "Rietberger Kruste" (keine Ahnung, wo ich das Rezept mal gefunden habe) hat eines mit Dinkel- und Roggenschrot, Hirse, Sesam, Leinsamen, Sonnenblumenkernen und Dinkelflocken. Lecker!

    Bilder? Gerne!

    Sauerteig muss erst mal "erwachsen" werden. Anfangs ist er noch nicht triebig genug, aber das wird mit der Zeit.

    Ich frische das Anstellgut gerne am Tag bevor ich den Sauerteig ansetze nochmal auf - es scheint mir dann den ST besser aufgehen zu lassen.

    Zum Klumpen: Ich habe ein Rezept (der "Urlaib") für ST mit einer zweistufigen Führung. In der ersten Stufe ist das viel Mehl, wenig Wasser, wenig Anstellgut; über Nacht gart der ST, aber morgens sieht er immer noch aus wie ein Klumpen. Allerdings gibt er auf Druck nach, es sind also Gaseinschlüsse drinne. Die zweite Stufe hat dann mehr Wasser und blubbert schon nach vier Stunden kräftig vor sich hin.

    Ich habe gerade Buttermilchbrötchen im Ofen. Die erste Ladung ist mir beinahe verkohlt, weil ich den Timer nicht gehört habe. Ist aber gerade nochmal gut gegangen...

    Am Abgrund....

    Ich bewundere in Schottland immer wieder die Trittsicherheit der Schafe. Sie üben aber auch schon von frühester Kindheit an. ;)

    Wie dieses hier, das direkt am Rand der Klippen stand. Aufgenommen in der Nähe von Huisinis, Harris, Western Isles.

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    Shira ist "ein Hund des trockenen Sommers" - aufgewachsen im Sommer 2018. Pfützen gab es erst im Spätherbst, ansonsten hatten wir von Ende April, als wir sie abholten, bis in den Oktober hinein keinen Regen. Der Bach hinterm Haus war ausgetrocknet, ein anderer nur mit stinkender Brühe gefüllt. Als ich mit ihr zum Baggersee wollte, las ich davon, dass irgendein Vollpfosten dort Glasscherben eingegraben hat.

    Tja, da blieb nur noch der "Welpenpool" (so eine Strandmuschel für Kinder) im Garten - und den nutzte sie nur als Mega-Wassernapf.

    Wenn ich da an meine alte Wasserratte Lovvy denke... Vor ihr war keine Pfütze sicher. :D

    Ich hatte zwar bei beiden Spaziergängen die Kamera dabei, aber ich war so erschrocken, dass ich ans Fotografieren nicht denken konnte. So stocksteif, wie Shira da stand, hätte ich sogar mit Langzeitbelichtung arbeiten können...

    Das hier war dann einer ihrer Lösungsansätze für das Überwinden von Pfützen: Spitz-Weitsprung.

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    Shira schwimmt nicht. Sie geht noch nicht mal ins Wasser....

    Im Oktober waren wir mit unserer Tochter und ihrem Hund in Schottland. Erster Morgen: Spaziergang am nahe gelegenen Strand. Sammy raste am Strand entlang, Shira hinterher. Dann rannte Sammy ins Wasser, Shira hinterher. Zum Glück war low tide und das Wasser war sehr ruhig. Shira stand da wie festgefroren. Sie hat nicht auf meine Rufe reagiert, sie stand einfach da, bis zum Bauch im Wasser. Wäre ich nicht ins Meer gegangen um sie am Geschirr rauszuziehen, würde sie vielleicht immer noch dort stehen.

    Eine Woche später, Spaziergang auf einem sehr rumpeligen Landrovertrack. Nach zwei Tagen Dauerregen waren alle Schlaglöcher mit Wasser gefüllt. Die Hunde spielten und rannten, Sammy rannte durch eine besonders tiefe Pfütze, Shira ihm hinterher, und wieder stand sie stocksteif da, bis zum Bauch im Wasser. Rettungsaktion die Zweite.

    Ein wenig später, ähnliche Situation. Dieses Mal machte sie einen großen Sprung zur Seite und landete im Graben neben dem Weg, wo sie gar keinen Boden mehr unter den Pfoten hatte. Sie schaffte es zurück auf den Weg, bevor ich sie schnappen konnte.

    Seitdem brauchte ich ihr immer nur zu folgen, wenn ich auf einem überschwemmten Weg einen halbwegs trockenen Abschnitt finden wollte. :pfeif: