Ich habe lange nichts mehr in meinem Schottland-Thread geschrieben, muss ich feststellen. Das änderts ich jetzt.
Nach meinem Unfall beim Wandern im Sommer 2023 war ich erst dieses Jahr ab Ende September wieder in Schottland - dann aber gleich für mehr als drei Wochen (ich hatte Nachholbedarf, sozusagen).
In der ersten Woche nehme ich an einem Fotoworkshop teil: Landschaftsfotografie im Assynt. Kleine Gruppe, Fotografin, Ferienhaus, Koch - und das in einer der meiner Meinung nach schönsten Gegenden Schottlands.
Treffpunkt ist am Flughafen Edinburgh, und von dort geht es dann mit dem Minibus nach Reiff ins "Parliament House". Außer mir sind nur fünf weitere Teilnehmer dabei.
Am ersten Abend gibt es kein Fotoprogramm, nur Abendessen und eine Gesprächsrunde um festzustellen, wo die Teilnehmer fotografisch stehen und was sie von dem Workshop erwarten.
Tag 1: Montag, 30. September 2024.
Viel Programm gibt es heute nicht. Der Abend war lang, das Frühstück ist spät, und außer mir ist kein Frühaufsteher dabei. Ich laufe ein wenig in der Umgebung des Hauses herum, genieße den frischen Morgen, und komme rechtzeitig zurück, um beim Eindecken des Frühstückstisches zu helfen. Glücklicherweise gibt es weder bacon, eggs noch sonst so ein ungesundes Zeug (beim Geruch von Bacon wird mir schlecht), sondern Porridge, frisches Obst, Joghurt, frisches selbst gebackenes Brot, und eine Auswahl an Käse und Marmelade.
Danach geht es endlich raus ins Freie, in das Gelände zwischen dem Parliament House und den Klippen. Wegloses Gelände, mit Klippen, Felsen und Ausblicken, aber nichts was mich begeistert hat. Ein paar nette Fotos gibt es trotzdem:
"Herz"-liche Grüße aus Reiff:
Endlich dunkle Wolken und ein wenig Drama:
Nach einem kleinen Imbiss am Nachmittag fahren wir mit dem Minibus nach Achnahaird, wo wir am nächsten Morgen den Sonnenaufgang fotografieren wollen. Das trifft schon eher meinen Geschmack. Meer, Strand, Klippen, und auch das Licht ist etwas besser. Annette (die Fotografin) zeigt uns die guten Stellen für den nächsten Morgen, und dann verteilen wir uns im Gelände und fotografieren so vor uns hin. Annette ist mal bei dem einen, mal bei der anderen und gibt Tipps, beantwortet Fragen, und macht sich weiter ein Bild davon, wie wir so fotografisch unterwegs sind. Ein Teilnehmer hat schon etliche Workshops bei ihr besucht, zwei andere sind erst kurz vor dem Workshop vom Handy auf eine Kamera umgestiegen - vom Anfänger bis zum selbst ernannten Profi (unser "Platzhirsch") ist alles dabei.
Als wir zurückkommen, sieht es aus, als würde die Sonne ohne Drama verschwinden. Zusammen mit einer Teilnehmerin mache ich mich trotzdem vor dem Abendessen auf den Weg zu den Klippen. Und wir werden belohnt mit einem nur kurzen, aber knallroten Sonnenuntergang: