14. Oktober 2024
Ich bin noch im Glen Nevis. Heute plane ich einen Ausflug, bei dem ich öffentliche Verkehrsmittel nutze. Erstes Ziel: Glenfinnan.
Dort fährt der Jacobite, also der Dampfzug aus "Harry Potter" über das ebenfalls in den Filmen zu sehende Viadukt. Ich nehme bewusst den Bus, der kurz vor der planmäßigen Fahrt des Jacobite ankommt - das gibt mir Zeit, in Ruhe am Loch Shiel zu fotografieren, mit das Monument und dann das Visitor Centre anzuschauen, bevor die Menschenmenge von den Aussichtspunkten zurück zum Parkplatz kommt. Es ist voll dort, sehr, sehr voll. Aus dem Bus heraus sehe ich, dass die Zufahrt zum Parkplatz (und der ist riesig) bereits gesperrt ist, und dass Personen in gelben Warnwesten unterwegs sind, um die Wildparkerei an der viel befahrenen Straße zu unterbinden.
Ich schlendere also gemütlich durch das Visitor Centre und dann am Loch Shiel entlang. Von dort aus sehe ich den Zug übers Viadukt fahren. Als die ersten Autos auf dem Parkplatz starten, gehe ich los zum "Glenfinnan Viaduct Trail" (oder so ähnlich heißt dieser Rundweg). Mir kommen Hunderte von Besuchern entgegen. Wo sie alle Platz hatten, weiß ich nicht. Unten am Bach mache ich ein paar Bilder.
Das scheint ansteckend zu sein - kaum habe ich Kamera und Stativ aufgebaut, springt mir eine Familie ins Motiv. Danach weitere Besucher. Irgendwann werde ich grummelig und stelle mein Stativ direkt ans Ufer.
Dann gehe ich weiter, auf dem gut ausgebauten und immer noch gut besuchten Weg bergauf. Am Viadukt finden Ausbesserungsarbeiten statt; die gelben Seile habe ich mit Photoshop beseitigt. Oben an einem der guten Aussichtspunkte mache ich es mir gemütlich. Ich setze mich auf einen der großen Steine und packe die Thermoskanne aus. Später, als auch die letzten Nachzügler aus dem Bild verschwunden sind, fotografiere ich ein wenig. Dann packe ich ein und stelle fest, dass ich mich beeilen muss.
Ich steige in den nächsten Zug in Richtung Mallaig und steige in Morar aus. Dort gibt es schöne Strände. Einer davon ist direkt an der Straße, aber ein paar weitere liegen etwas abseits auf der anderen Seite der Bucht. Der Weg dorthin ist teils schlammig, aber gut machbar. Mein Timing ist nicht so gut: Es ist beinahe High Tide und vom feinen weißen Sand ist nicht mehr viel zu sehen.
Hier am Strand genehmige ich mir den restlichen Kaffee und sitze dabei gemütlich in der Sonne. An dem Strand, der hier auf den Fotos zu sehen ist, ist es ziemlich windig, aber der davor ist windgeschützt und daher pausengeeignet.
Mein Timing auf dem Rückweg ist klasse: Am Bahnhof warte ich nur knapp fünf Minuten auf den Zug zurück nach Fort William.
Unterwegs erreicht mich eine E-Mail des Hotels, das ich wegen meines Ladegeräts angeschrieben hatte: Das Teil wurde gefunden und liegt an der Rezeption zur Abholung bereit.