Beiträge von Sheigra

    Kurze Zwischennachricht, Fotos folgen:

    Der junge Lievito Madre ist ganz schön triebig...

    Heute früh heizte ich den Backofen vor, holte das Gärkörbchen aus dem Kühlschrank und stellte fest, dass der Teig schon am zusammenfallen war, also so richtig Übergare hatte. Das hatte ich noch nie! Und ich hatte es bei einem so jungen Ansatz auch nicht erwartet.

    Im Ofen ging das Brot dann wider Erwarten noch ein wenig auf. Schön ist es nicht geworden, aber die Krume ist gut und der Geschmack noch besser.

    Beim nächsten Versuch bleibt die Hefe weg, die braucht "Maddi" als Unterstützung nicht.

    Den Teig für die 48-Stunden-Kühlschrankgare-Brötchen musste ich heute früh umtopfen: Jetzt ist er in der größten Schüssel, die ich in der Küche habe - der Teig soll für 8-10 Brötchen sein, nicht etwa für eine Kantinenbewirtung...

    Ich werde wohl heute Abend schon die Brötchen formen und morgen früh backen. Dank Erkältung brauche darf ich morgen nicht zur Arbeit, ich entspreche derzeit nicht unserer "Grundsatzverfügung Pandemiemaßnahmen" und schniefe besser im Homeoffice vor mich hin. Ich bin auf die Brötchen gespannt. Auch hier: Beim nächsten Versuch nur die im Rezept vorgeschriebene Menge Hefe nehmen (oder besser gleich weglassen).

    Der LM hat jetzt seinen Namen verdient. "Maddi" heißt er, und ist ab sofort Dauerbewohner meines Kühlschranks.

    Ich habe den gut gefüllten Gefrierschrank ignoriert und schon einmal vorgearbeitet:

    Im Kühlschrank steht jetzt ein Kartoffel-Sauerteig-Brot, das ich abweichend vom Rezept erst morgen früh in den Backofen schieben werde. Da bei uns heute Nacht der Schnee kommen soll, und die Straßen rund um und vor allem in Darmstadt morgens um halb sechs bestenfalls ansatzweise geräumt sein werden, arbeite ich daheim und kann so nebenbei das Brot in den Ofen schieben.

    Das Anstellgut vom Weizensauerteig im Brot ist übrigens der neue Lievito Madre. Da ich noch nicht allzuviel Triebkraft erwarte bei so einem jungen Sauerteig, habe ich ein paar Krümel Hefe in den Teig geknetet.

    Außerdem habe ich einen Brötchenteig, ebenfalls mit Lievito Madre, im Kühlschrank: Frühstücksbrötchen mit Übernachtgare

    Der Teig bleibt bis Dienstag Nachmittag im Kühlschrank, wird dann zu Brötchen weiterverarbeitet, die dann noch eine Nacht im Kühlschrank verbringen, und am Mittwoch, pünktlich zum nächsten Tag im Homeoffice, werden sie gebacken.

    Ich werde berichten!

    Ich würde ja auch wieder gerne backen am Wochenende. Aber im Gefrierschrank liegt noch so viel...

    Dem neuen Lievito Madre, noch namenlos, geht es gut. Er hat sogar im Kühlschrank seine Blubberblasen behalten. Morgen ist Auffrischungskur für alle drei Sauerteige - ich bin gespannt, wer als erstes den Rand des Glases erreicht. :D

    Hier hat es in der Nacht auch geschneit. Zum Glück ist kein Eis unterm Schnee, sondern nur Matsch.

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    Ich wäre aber dankbar für Empfehlungen bezüglich sehr guter Regenbekleidung

    Nach einigen Hundert gewanderten Kilometern in den schottischen Highlands, also dort, wo es oft und oft stark und gerne mit viel Wind regnet, bin ich bei folgenden Klamotten angelangt:

    Regenhose: Berghaus Paclite Pants. Die nehme ich nicht nur, weil sie bis zu 6 Stunden Dauerregen aushalten, sondern weil sie leicht sind und ein kleines Packmaß haben. Die hatte ich auch schon bei Wanderungen mit Hund an, ohne dass sie Schaden genommen haben. Bei einem Flummi-Hund, dessen Pfoten gerne Kontakt mit Hosenbeinen haben, würde ich mir allerdings was Robusteres suchen.

    Jacke: Bislang eine 11 Jahre alte Jack-Wolfskin-Jacke, die auch so fünf bis sechs Stunden dicht hält. Letztes Jahr habe ich mir eine Páramo-Jacke gegönnt (Modell "Alta"). Ich dachte mir, wenn gefühlt die Hälfte aller Wanderer in Schottland Páramo-Jacken trägt, kann das nicht so falsch sein. Der "Langstreckentest" kommt aber erst nächstes Jahr, fürchte ich. Stundenlangen Regen im Schwarzwald hat sie locker ausgehalten. Die Jacke ist klasse und von der Machart gut durchdacht; aber nur für Tageswanderungen würde ich so viel Geld nicht auf den Tisch legen. Schließlich kann ich mich daheim ja wieder trocken und warm anziehen, was ich unterwegs im Zelt nicht kann.

    Ich glaube, das linke Brot ist zu tief und das rechte zu flach eingeschnitten.

    Meine schneide ich zur Zeit gar nicht ein; ich lege sie mit dem Schluss nach oben in den Gärkorb und lasse sie dann im Ofen "an der Naht" aufreißen. Das passte bisher irgendwie immer.

    Heute habe ich ein neues Rezept ausprobiert: "Odenwälder Dinkel-Roggen-Kruste".

    Da ich nur noch genug 1050er Dinkelmehl für das Kochstück hatte, habe ich das Dinkelmehl im Hauptteig durch Emmermehl ersetzt.

    Das Kochstück war, als ich es heute früh aus dem Kühlschrank holte, recht flüssig. Da in den Hauptteig nur 60ml Wasser sollen, habe ich dort erst mal gar kein Wasser zugegeben, und im Knetvorgang dann nur in ganz kleinen Mengen. Im Ergebnis hatte ich einen schön straffen Teig, nicht klebrig, der sich gut formen ließ.

    Die Stückgare war nach 90 Minuten schön weit fortgeschritten, und der Teigling wurde ofenfertig gemacht:

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    Im Ofen entwickelte er dann eine schöne Ofengare und riss planmäßig am Schluss auf:

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    Achtung: Das Rezept sieht 30 Minuten bei 250°C vor. Das ist ein wenig zuviel des Guten. Ich habe nach 20 Minuten die Temperatur auf 200°C runtergeregelt, aber am Ausbund wurde es doch viel zu dunkel für meinen Geschmack. Mein Mann findet es toll, er liebt "Röstaromen"... ;) Beim nächsten Versuch werde ich wie bei anderen Broten auch bei 250°C anfangen und alle 10 Minuten um 10 Grad runtergehen.

    Das Ergebnis ist, von dem zu dunklen Ausbund abgesehen, durchaus gut, finde ich:

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    Auch die Krume hat sich gut gemacht; große Löcher oder Risse haben sich nicht gebildet.

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    Der Geschmack ist ein wenig langweilig. Das Rezept sieht die Zugabe von Brotgewürz vor, aber ich habe keines und ich will auch keines verwenden. Meine Brote bestehen aus Mehl, Wasser und Salz und sonst nichts. Der nächste Versuch wird eine längere Gärzeit vorsehen; vermutlich werde ich den fertigen Teigling über Nacht im Kühlschrank gehen lassen. Da entwickeln sich hoffentlich mehr Aromen.

    Aber insgesamt: Durchaus gut und wird wiederholt!