Ich bin Beamtin. Bei uns haben auch viele Tarifbeschäftigte einen Telearbeitplatz, allerdings haben diejenigen in meinem Fachgebiet Kinder im Grundschulalter. Wie es in anderen Bereichen "vor Corona" aussah, weiß ich nicht; aktuell ist der Bau hier ziemlich ruhig.
Ich baue ja darauf, dass man Büroraum einsparen will, und das geht nur, wenn man die Leute daheim arbeiten lässt und damit die Nutzung eines Schreibtischs durch zwei oder drei Kollegen ermöglicht. Durch die neuen Aufgaben (bei uns aktuell: Brexit) wird nicht nur für die Ausbildung eingestellt, sondern auch "extern", und die Kollegen müssen ja irgendwo arbeiten.
Aber ich warte ab, was sich da noch tut. Der Flurfunk munkelt, dass die neue Vereinbarung im Mai veröffentlicht werden soll. Wenn ich danach Blutdruck bekomme, reicht das noch.
Bei uns (Bundesbehörde) sind sie dabei, eine Rolle rückwärts zu machen. Während in den letzten Jahren die sog. Telearbeit (d.h. an festgelegten Tagen zu festen Zeiten daheim arbeiten, an einem von der Dienststelle zur Verfügung gestellten Rechner an einem den Bestimmungen über die Arbeitssicherheit genügenden Arbeitsplatz, bis zu zwei Drittel der regelmäßigen Arbeitszeit) sehr großzügig genehmigt wurde, gibt es das ab demnächst nur noch für Eltern minderjähriger Kinder, für die Betreuung pflegebedürftiger Angehöriger, und wenn man selbst eine Schwerbehinderung hat oder einem Schwerbehinderten gleichstellt ist. Mein Mann ist letzteres, ich falle durchs Raster. Wenn meine derzeitige Genehmigung zum Jahresende ausläuft - keine Ahnung.
Es soll eine neue Vereinbarung über das "mobile Arbeiten" geben, die aber noch auf Bundesebene verhandelt wird. Dann habe ich ein Notebook und kann - wie oft weiß ich noch nicht - damit daheim arbeiten, ohne Arbeitsschutz und dergleichen (also auf dem Sofa, am Pool, unterm Nussbaum, im Bett...). Ich habe beschlossen, mich erst dann darüber aufzuregen, wenn feststeht, wie oft - oder wie selten - ich davon Gebrauch machen kann. Die aktuelle Vereinbarung sieht 5x mobiles Arbeiten im Quartal vor, auf Antrag, mit Genehmigung des Vorgesetzten, und auch nur dann, wenn ein Notebook zur Verfügung steht...
Was das soll, versteht hier niemand. In meiner Organisationseinheit habe ich im letzten März viele Kollegen mit einem Notebook versehen und nach Hause geschickt, andere arbeiten im Wechsel daheim, ein paar hartnäckige kommen freiwillig täglich ins Büro - und der Laden läuft. Die Krankheitstage sind enorm zurückgegangen, die Motivation ist gestiegen, aber das ist wohl alles nicht wichtig für die Entscheidungsträger.
Plan B - Suche nach einem Gassigänger für Shira - wird starten, wenn feststeht, wie oft und wie lange sie ggf. alleine bleiben muss. Oder sie kommt einfach wieder mit ins Büro. Mal sehen.
Planungssicherheit gibt es nicht. Die habe ich erst in gut siebeneinhalb Jahren: Im Ruhestand.
Panikhaken - das war das Teil am Jogginggurt. Mir fiel vorhin der Name nicht mehr ein...
Das mit der Trittsicherheit bei Hunden ist so eine Sache. Bei Lovvy hatte ich mir da nie Gedanken gemacht, sie lief einfach mit, fand immer den sichersten Weg, egal ob auf einem nassen, felsigen Pfad am Rand einer Schlucht, am Berg, oder im Schnee. Sie war da wesentlich besser als ich.
Lorcan, ebenfalls Border Collie, ist mir bei seinem ersten Besuch in der Schlucht (die mit dem nassen, felsigen Weg) beinahe abgestürzt. An einer Stelle kam Lorcan vom Weg ab und ich konnte ihn gerade noch am Geschirr greifen (gut, dass er ein Norwegergeschirr mit Griff trug!).
Shira ist mir in dieser Hinsicht zu grobmotorisch und unbedacht, da gehe ich lieber auf Nummer sicher.
Aus dem letzten Schottland-Urlaub kann ich dazu berichten:
Shira ist kein besonders trittsicherer Hund. Lovvy war wie eine Bergziege, die konnte ich überall laufen lassen; Shira hatte auf steilen oder abschüssigen Wegen Geschirr und Leine dran. Hier bei uns daheim ist das zum Glück kein Problem.
Bei den Touren rund um unseren Heimatort hat Shira ihr Halsband um und läuft meist "offline". Wenn Leine, dann die ganz normale 2m-Leine, wie bei einem kurzen Spaziergang auch.
In Schottland hatte ich dieselbe Leine, aber am Geschirr. Bei einer Tour, bei der ich auf steilen Bergab-Strecken Trekkingstöcke brauchte (die Arthrose in den Knien lässt grüßen) hatte ich einen Jogginggurt um und verwendete die damit gelieferte flexible Leine. Gebraucht habe ich das Teil nur für ein paar Minuten, dann ließ ich Shira frei laufen.
Heute haben Shira und ich einen schönen langen Spaziergang gemacht. Knapp 12 Kilometer rund um Groß-Umstadt, noch vor dem Frühstück... Gut, Shira bekam ihr Futter unterwegs, aber mein Magen knurrte vernehmlich auf den letzten Kilometern.
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Danach gingen wir durch die um diese Jahreszeit recht langweiligen Weinberge, und noch ein Stück durchs Feld, und dann auf dieser langen Treppe hinunter auf einen Hohlweg mitten in Groß-Umstadt. Wenn man dort unten geht, merkt man kaum, dass oben am Hang viele Häuser stehen.
Oha. Bei Shira hat der Fellwechsel erst vor zwei Tagen angefangen, noch lohnt sich das Bürsten kaum. Aber ich bin mir sicher, dass sich das in den nächsten Tagen ändern wird....
Ich habe mich auch kurz gewundert: 80km ist doch schon ziemlich viel...
Bei knapp 8km würde ich mir keine Gedanken machen. Halt nicht in der Mittagshitze laufen, aber das ist ja selbstverständlich. Meine Seniorin mit ihren vielen Baustellen lief diese Distanz noch bis die Kehlkopflähmung zu schlimm wurde.