Beiträge von Sheigra

    Ich war anno 1983 auf Abi-Abschlussfahrt. Ich hatte eine billige "Ritsch-Ratsch-Klick"-Kamera (kennt die noch jemand?) dabei, meine Freundin die SLR ihres Vaters. Gleiches Motiv zur gleichen Zeit, ihr Foto war knackscharf, meines total grisselig. Da war mir klar, für was ich das Geld ausgebe, das ich von meiner Oma zum 18. Geburtstag bekommen hatte. Es wurde die Canon AE.1 mit 50mm-Objektiv, weil die gerade im Angebot war, dazu ein Buch übers Fotografieren, und ein neues Hobby war da.

    Später kam noch ein gebrauchtes Tele-Zoom dazu, und das war alles.

    Dann habe ich jahrelang kaum noch fotografiert.

    Irgendwann kamen die Digitalkameras auf den Markt, und Anfang 2002 zog eine bei mir ein. Eine Olympus, glaube ich. Ein Jahr später kam Lovvy ins Haus, ein 12 Wochen alter Border Collie, und die war zu schnell für die Kamera. Welpe hinsetzen, in Position gehen, Auslöser drücken, und bis die Kamera fertig war mit Bild machen, war der Hund weg...

    Ein paar Monate später kam eine Sony Cybershot, die war ein wenig schneller.

    Und dann hatte ich das Aha-Erlebnis. Ich hatte mal wieder Lust auf die alte SLR-Kamera, machte sie startklar und fotografierte meinen Hund. Als ich den Film vom Entwickeln abholte, wusste ich, was mir bei der kleinen Digitalkamera fehlte: Freistellen, das Spiel mit Blende und Entfernung, Tiefenschärfe, und so.

    Also fing ich an, auf eine digitale Spiegelreflexkamera zu sparen. Als es dann soweit war, war in Elektronikmarkt die Nikon D50 mit zwei Kit-Objektiven im Angebot. Und so landete ich bei Nikon und bin heute noch dabei. Mit meinen "Arbeitstier", der D750, bin ich voll und ganz zufrieden, ich habe ein paar nette Objektive, und derzeit keine Ambitionen, ins spiegellose Lager oder zu einer anderen Marke zu wechseln.

    Wo kaufst du denn Backmalz? Und Schrot? Oder machst du den selber?

    Backmalz und andere Sachen (auch mal spezielle Mehle, Körner uns so) kaufe ich meistens bei hobbybäcker.de oder backstars.de. Ganz spezielle Mehle bei bongu. Schrot habe ich mal im Kilobeutel gekauft, aber ich hatte den Eindruck, dass der schnell muffig wird. Im Bioladen bekomme ich den auch nicht in kleineren Mengen, also kaufe ich Körner und hole die alte Küchenmaschine wieder aus dem Schrank (für die habe ich eine Getreidemühle).

    Das Körnerbrot ist echt lecker. Ich glaube, wenn wir uns durch den Vorrat an "Urlaib" gefuttert haben, mache ich das mal wieder. Es ist auch sehr einfach zu machen, und durch das Backen in der Form ist man sicher vor Überraschungen. Nur das Säubern von Schüsseln und Knethaken - das ist bei Roggenteig echt lästig.

    Ich habe übrigens Dinkel statt Weizen und Vollkornmehl statt normalem Mehl genommen, und bei Bedarf ein wenig Wasser dazugegeben.

    Sieht locker und fluffig aus! :bindafür:

    Ich habe in letzter Zeit einige Brote mit hohem Weizen- oder Dinkelanteil gebacken und bin davon erst mal kuriert. Mir schmecken sie gut, wenn sie ganz frisch sind, also noch am Backtag. Aber einen Tag später - nee, das ist nicht so meine Vorstellung von lecker.

    Jetzt kommen wieder Roggenbrote dran, die mag ich lieber.

    Hier ist die Beschreibung Sauerteig auf humorvolle Art, und hier die aus dem Plötzblog, und hier ist noch eine Anleitung.

    Im Prinzip ist es ganz einfach, auch wenn es sich so kompliziert liest. Mehl und Wasser gut mischen, an einen warmen Ort stellen, warten, dann Mehl und Wasser dazu, mischen und warten, usw. So nach vier bis fünf Tagen sollte der erste junge Sauerteig fertig sein, erkennbar an den Blubberbläschen im Teig.

    Auf dem Weg dorthin können sich seltsame Gerüche bilden, aber das ist ok. Solange sich keine grünen Inseln auf dem Teig bilden, oder ihm graugrüne Haare wachsen, ist alles in Ordnung.

    Backt ihr mit Sauerteig?

    Ja. Brote backe ich nur mit Sauerteig, bei Brötchen kommt auch mal Hefe zum Einsatz.

    Die Sauerteige Roggi, Weizi und Maddi sind Bewohner meines Kühlschranks. ;)

    Waldii, das Rezept ist aus homebaking.at: Urlaib

    Die Mengenangaben im Rezept passen so gar nicht zu meinen Gärkörbchen, deshalb habe ich mir das ganz einfach mit Dreisatz für drei verschiedene Mengen errechnet. Nun ja, ich sollte die Großfamiliengeburtstagsfeiermenge wohl besser aus der Datei löschen. :hust:

    Das Rezept klingt kompliziert, erfordert aber einfach nur ein wenig Zeitplanung. Ich habe inzwischen herausgefunden, dass es am besten wird, wenn ich die Teiglinge am späten Nachmittag forme, in den Kühlschrank packe, und morgens erst backe. Das gibt nochmal richtig gut Aroma, und die lästigen Hohlräume, die die fertigen Brote eine Zeitlang hatten, sind auch Geschichte.

    Dieses Mal habe ich beim Mehl etwas variiert. Ich hatte nur noch genug 997er Roggenmehl für den Sauerteig; für den Hauptteig habe ich 1370er und 1150er genommen. Dinkelvollkornmehl war auch fast alle, also habe ich den Rest mit Weizenvollkornmehl aufgefüllt. Beim Wasser musste ich ein wenig mehr nehmen, aber das hat ganz gut geklappt. Der Teig muss so richtig schön klebrig sein, dann ist er genau richtig.

    Gestern habe ich wieder den "Urlaib" gebacken - also vorgestern angesetzt, gestern aus dem Kühlschrank geholt und gebacken. Ich hatte mir das Rezept für verschiedene Mengen umgerechnet und aufgeschrieben, und bin irgendwie bei einer Menge gelandet, die die große Kenwood gerade noch so schafft... Jetzt habe ich jede Menge Brot im Gefrierschrank. Alle Gärkörbchen waren im Einsatz dafür.

    Memo an mich selbst: Vor dem Teig mischen nachdenken! :pfeif: